Kein Lesefest ohne Krimis

Für alle LeserKriminalromane sind schon längst mehr als nur Knobelbücher, mit denen die Leser herausfinden können, wer nun der Täter war. Sie spiegeln die Abgründe unserer Gegenwart. Und die unserer Vergangenheit. Und ein Kriminalroman, der das Leipzig des Jahres 1920 auferstehen lässt, wird natürlich auch im Leseprogramm von „Leipzig liest“ zu finden sein: „Der rote Judas“, der am 28. Januar im Wunderlich Verlag erschien. In ihm verbindet Thomas Ziebula geschickt Zeitgeschichte mit einem packenden Kriminalfall.
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Leipzig, Januar 1920. Das Kriegsende liegt 14 Monate zurück, die Unterzeichnung des Versailler Vertrages ein halbes Jahr. Das innenpolitische Klima ist aufgeheizt, radikale Kräfte sorgen für Unruhen, der „Kapp Putsch“ wird bald die Weimarer Republik ins Wanken und Deutschland an den Rand eines Bürgerkriegs bringen.

Presse und Bevölkerung ereifern sich über eine Liste von knapp 900 deutschen Kriegsverbrechern, deren Auslieferung die Alliierten verlangen. Das Reichsgericht in Leipzig ermittelt gegen die Beschuldigten, die sogenannten „Leipziger Prozesse“ (ab Frühjahr 1921) werfen ihren Schatten voraus …

Als Inspektor Paul Stainer aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, scheint seine gesamte Welt zerbrochen. Deutschland taumelt durch die Nachkriegswirren, und in viel zu vielen Nächten wird Stainer vom Grauen der Schützengräben eingeholt. Sein erster Weg führt zu seiner Frau Edith, doch er muss feststellen, dass sie mittlerweile mit einem anderen Mann liiert ist.

Ein aufsehenerregender Mordfall zwingt den Kriminalinspektor allerdings, sich mit der Gegenwart zu befassen: In der Villa eines Fabrikanten werden mehrere Menschen erschossen. Alles sieht nach einem missglückten Einbruch aus, doch eine verängstigte Zeugin und ein Koffer voller Dokumente führen Stainer bald auf die Spur der „Operation Judas“, Männer, die über Leichen gehen, um ihre Verbrechen zu vertuschen. Zusammen mit seinem Kollegen Siegfried Junghans nimmt Stainer die Ermittlungen auf. Was er nicht ahnt: Die Mörder haben ihn längst ins Visier genommen und planen seinen Tod.

Thomas Ziebula hat für „Der rote Judas“ intensiv in Leipzig recherchiert und wird seinen Kriminalroman auch im Rahmen der Leipziger Buchmesse 2020 in der Stadt präsentieren.

Termintipp: Thomas Ziebula „Der rote Judas“, 12. März 21 Uhr im Central Kabarett, Krimikeller Markt 9.

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14. Lange Leipziger Kriminacht

Am 11. März um 19 Uhr gibt es im Blauen Salon im Central Kabarett (Markt 9) wieder die beliebte Lange Leipziger Kriminacht. Der Blaue Salon des Central Kabaretts im Herzen der Messestadt bietet dafür einen besonders exklusiven Veranstaltungsort. Zu hören und sehen ist die Crème de la Crème der deutschsprachigen Krimiautoren – neun Autoren, neun spannende Krimis aus acht Verlagen.

Mit dabei sind: aus Leipzig Alex Pohl mit „Heißes Pflaster“ (siehe auch weiter unten) und Claudia Rikl mit „Der stumme Bruder“, mit einem Master-Studium in Forensic Sciences and Engineering in der Tasche Franziska Steinhauer mit „Gurkendeal“, der Journalist und begeisterte Taucher Linus Geschke bringt sein „Finsterthal“ mit, das Autorentrio „Lutz Wilhelm Kellerhoff“ stellt „Die Tote im Wannsee“ vor, die gebürtige Finnin Patricia Kay Parker bringt „Die Stille des Nordlichts“ mit, Romy Fölck hat ihre „Sterbekammer“ mit dabei und aus Österreich kommen Stefan Slupetzky mit „Im Netz des Lemmings“ und Herbert Dutzler mit „Letzter Jodler“ nach Leipzig.

Durch das Programm führt Moderator Elia van Scirouvsky. Die Buchhandlung Hugendubel ist mit einem Büchertisch vor Ort.

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Ostfriesenhölle

Mit einer Startauflage von 250.000 Exemplaren erscheint der Kriminalroman „Ostfriesenhölle“, der 14. Fall für Ann Kathrin Klaasen. Geschrieben hat das Buch Klaus-Peter Wolf, der mit 13 Millionen verkaufter Exemplare einer der meistgelesenen Schriftsteller deutscher Sprache ist. Mit dem neuen Roman kommt er natürlich auch wieder zur Buchmesse nach Leipzig.

Im Februar lief die Verfilmung seines Romans „Ostfriesengrab“ im ZDF als klarer Quotensieger am Samstagabend. Die Titelmelodie summt Klaus-Peter Wolfs Ehefrau Bettina Göschl. Sie eröffnet die Krimiabende mit diesem Summen und rahmt bei den Veranstaltungen Wolfs Geschichten mit ihren Krimiliedern ein.

Klaus-Peter Wolf. Foto: Wolfgang Weßling

Klaus-Peter Wolf. Foto: Wolfgang Weßling

Die letzten neun Romane von Klaus-Peter Wolf stiegen alle direkt nach Erscheinen auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste ein. Nun ist ihm das mit „Ostfriesenhölle“ zum sage und schreibe zehnten Mal gelungen. Klaus-Peter Wolf dazu: „Das machen alleine die treuen Fans der Reihe, die dem Erscheinen des Romans entgegenfiebern und das Buch lange vorbestellt haben. Es ist ein Glück und eine Freude für mich, solche Fans zu haben!“

Klaus-Peter Wolf, der seine Romane als Hörbücher selbst einliest, gilt als ausgezeichneter Interpret seiner eigenen Werke. Er liest nicht einfach vor, er zelebriert sie geradezu auf der Bühne. Meist gibt es an den Signiertischen lange Schlangen, schon eine Stunde vor Beginn einer jeden Veranstaltung sitzen Klaus-Peter Wolf und seine Frau Bettina Göschl am Signiertisch, bereit zu Begegnungen mit ihren Fans.

Gemeinsam haben sie die Reihe „Die Nordseedetektive“ geschrieben, diese Kinderbuchreihe ist inzwischen bei vielen Kindern geradezu Kult geworden. Sie wurden in viele Sprachen übersetzt, u. a. ins Chinesische.

Termintipp: 14. März, 19 Uhr Krimi-Abend des S. Fischer Verlages, mit Klaus-Peter Wolf, Arno Strobel und Stephan Ludwig, Moderation Michaela Pelz in der Stadtbibliothek Leipzig Kuppelsaal, Wilhelm-Leuschner-Platz 10–11.

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Karl Valentin ist tot

„Karl Valentin ist tot“ von Sabine Vöhringer ist der dritte Fall für Kommissar Tom Perlinger. Karl Valentin (1882–1948) zählt zu den einflussreichsten Humoristen des 20. Jahrhunderts. Sprachwitz und eine lange, hagere Gestalt gelten bis heute als sein Markenzeichen und führten ihn weit über Deutschland hinaus zum Erfolg. Der Münchner Volksheld ist noch heute vielerorts präsent. In der bayerischen Hauptstadt setzen ihm Straßenschilder, ein Museum sowie der legendäre Brunnen am Viktualienmarkt ein Denkmal. Das greift Sabine Vöhringer in ihrem neuen Krimi „Karl Valentin ist tot“ auf.

Sabine Vöhringer: Karl Valentin ist tot. Cover: Gmeiner Verlag

Sabine Vöhringer: Karl Valentin ist tot. Cover: Gmeiner Verlag

Darin wird das Karl-Valentin-Gymnasium in der Altstadt zum Schauplatz eines schicksalhaften Brandanschlags. Bereits ein Jahr zuvor kam die Schule durch den vermeintlichen Suizid eines Schülers in die Schlagzeilen. Der Tote durfte sein Talent als Karl Valentin nicht ausleben. Tom Perlinger und das Team des K12 sehen darin einen Zusammenhang und beginnen mit den Ermittlungen.

Gekonnt bettet die Autorin Motive Karl Valentins in einen modernen und raffiniert konstruierten Krimi über die Schattenseiten eines Schulalltags ein, der kaum Raum für Kreativität und freie Entfaltung lässt. Zudem kommt auch das Privatleben der Ermittler nicht zu kurz.

„Wenn der Mensch gestorben ist, ist er tot. Das ist sicher, also todsicher, wie man so sagt.“ Das Karl Valentin Gymnasium in der Altstadt brennt. Im Keller wird die Leiche der stellvertretenden Direktorin Marianne Eichstätt geborgen – grausam erstickt. Ein Jahr zuvor starb dort der 17-jährige Schüler Fabian Brühl auf mysteriöse Art und Weise. Je tiefer Hauptkommissar Tom Perlinger gräbt, desto brisanter wird die Lage. Der Täter hat bereits die nächsten Opfer im Visier. Und Tom hat keine Ahnung, dass der Feuerteufel auch sein persönliches Schicksal bestimmt …

Die Autorin: In Frankfurt geboren wuchs Sabine Vöhringer bei Karlsruhe auf, lebte in Südfrankreich und studierte in Pforzheim. Als Diplom-Designerin zog es sie in ihre Traumstadt München, wo die vielseitige Unternehmerin seit vielen Jahren mit ihrer Familie lebt. Ausschlaggebend für ihre Krimi-Reihe rund um Hauptkommissar Tom Perlinger ist ihr Faible für die bayerische Lebensart.

Ihre Krimis mit historischem Bezug und einem klaren Blick für das universell Menschliche spielen an markanten Plätzen der Altstadt. Die ersten beiden Fälle der Reihe „Die Montez-Juwelen“ und „Das Ludwig Thoma Komplott“ begeisterten Leser und Presse deutschlandweit auf Anhieb. Die Krimis sind auch als Hörbuch erhältlich – „Das Ludwig Thoma Komplott“ wurde Hörbuch des Jahres 2018. www.sabine-voehringer.com

Termintipp: „Karl Valentin ist tot“, 14. März, 12:30–13:00 Uhr, Literaturcafé Halle 4, Stand B600

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Ein reines Wesen

Die Stadtbibliothek Markkleeberg lädt anlässlich der Leipziger Buchmesse vom 12. bis 15. März 2020 zu einer Lesung ein. In der Reihe „Leipzig liest“ ist am Freitag, 13. März, die Autorin und Schauspielerin Isabella Archan zu Gast. Sie stellt ihren Kriminalroman „Ein reines Wesen“ vor. Beginn der Lesung ist um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Mehr zum Thema erfahren Sie mit Blick in die nachfolgende Pressemitteilung.

Die Stadtbibliothek Markkleeberg lädt anlässlich der Leipziger Buchmesse vom 12. bis 15. März 2020 zu einer Lesung ein. In der Reihe „Leipzig liest“ ist am Freitag, dem 13. März 2020, die Autorin und Schauspielerin Isabella Archan zu Gast. Die gebürtige Grazerin ist immer wieder bei Theaterlesungen und im Fernsehen präsent, u. a. im Kölner Tatort, in der Lindenstraße und der Serie „Diese Kaminskis“.

In Markkleeberg stellt Isabella Archan ihren neuen Kriminalroman „Ein reines Wesen“ vor, mit gespielten und gelesenen Szenen und Ausschnitten aus dem Buch – mal schreiend komisch, mal Gänsehaut erzeugend spannend.

Zum Inhalt: Die neue Privatklinik in der Nähe des Saarbrücker Winterbergs legt Wert auf Exklusivität. Kein Wunder, dass man die Ermittlungen zum Tod eines Patienten diskret behandeln will und froh ist, als der Fall ad acta gelegt wird. Einzig eine Krankenschwester glaubt an die Tat eines Todesengels und sucht Hilfe bei ihrer Schulfreundin Willa Stark. Das saarländische Ermittlerteam zeigt sich wenig verständig, doch da kommt es in der Klinik zu einem weiteren mysteriösen Todesfall …

Beginn der Lesung in der Stadtbibliothek Markkleeberg ist um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Heißes Pflaster

Ein Mord, der eine ganze Stadt entzweit: Am Ufer eines Sees südlich von Leipzig wird ein Politiker tot aufgefunden. Zunächst sieht alles nach Selbstmord aus, aber Indizien am Tatort lassen das Ermittlerduo Hanna Seiler und Milo Novic zweifeln. Durch sein soziales Engagement hatte sich der Tote viele Feinde gemacht, unter ihnen ein Bauunternehmer mit Kontakten zur rechten Szene.

Alex Pohl: Heißes Pflaster. Cover: Penguin Verlag

Alex Pohl: Heißes Pflaster. Cover: Penguin Verlag

Schnell geraten Seiler und Novic unter Druck – sogar ihr Vorgesetzter stellt sich plötzlich gegen sie. Dass im Hintergrund weitaus gefährlichere Kräfte einen perfiden Plan verfolgen, erkennen die beiden Ermittler erst, als es schon fast zu spät ist …

Der Autor Alex Pohl hatte jede Menge Jobs, bevor er mit seinen Bestsellern das große Publikum eroberte. Heute erreichen seine unter dem Pseudonym L.C. Frey verfassten Thriller regelmäßig Auflagen in sechsstelliger Höhe. Nun tritt Alex Pohl zum ersten Mal unter seinem Klarnamen als Autor in Erscheinung: „Eisige Tage“ ist der Auftakt einer neuen Krimireihe rund um den Tatort Leipzig – seiner Heimatstadt.

Termintipp: Neben der Langen Leipziger Kriminacht am 11. März (s. o.) ist er auch bei „Krimi + Klassik“ am 12. März, 19 Uhr, zusammen mit Álvaro Campos, Horst Eckert und Romy Fölck in der Sächsischen Landesmedienanstalt (Ferdinand-Lassalle-Str. 21) zu erleben.

Der rote Judas: Ein mitreißender Kriminalroman aus dem Leipzig des Jahres 1920

Hinweis der Redaktion in eigener Sache (Stand 24. Januar 2020): Eine steigende Zahl von Artikeln auf unserer L-IZ.de ist leider nicht mehr für alle Leser frei verfügbar. Trotz der hohen Relevanz vieler Artikel, Interviews und Betrachtungen in unserem „Leserclub“ (also durch eine Paywall geschützt) können wir diese leider nicht allen online zugänglich machen. Doch eben das ist unser Ziel.

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