Es gibt eine Menge Gründe, sich um unsere lebendige Welt Sorgen zu machen. Nicht nur der Klimawandel sorgt dafür, dass sensible Lebensräume verloren gehen. Gleichzeitig findet weltweit ein großes Artensterben statt. Auch in Mitteleuropa werden heimische Pflanzen verdrängt. Nicht nur, weil sich die klimatischen Bedingungen verändern, sondern auch, weil ihre Lebensräume in den Städten verloren gehen.
Dagegen möchte Peggy Seltmann, promovierte Botanikerin und Vegetationsökologin, mit ihrem Mitmach-Projekt REFUGIA etwas tun. Ab Donnerstag, dem 5. Februar, startet ihre Crowdfunding-Aktion auf Startnext.
Auch wenn es letztlich darum geht, dass sich möglichst viele Menschen dafür begeistern, bedrohten heimischen Pflanzenarten in ihren Gärten einen Überlebensort zu geben, braucht es dahinter natürlich arbeitsfähige Strukturen, wie die Leipziger Biologin erklärt: „REFUGIA ist eine gemeinnützige Gründung (gGmbH in Gründung) aus Leipzig, die den Schutz gefährdeter heimischer Pflanzenarten in den urbanen Raum bringt.
Ziel ist es, mithilfe fachlich belegter, alltagstauglicher Ansätze des sogenannten Conservation Gardening private Gärten und öffentliche Grünflächen in Leipzig zu Refugien (‚Arteninseln‘) für die gefährdeten Pflanzen zu entwickeln. So sollen viele kleine Flächen im urbanen Raum gemeinsam zur Vernetzung von Lebensräumen beitragen und den Rückgang heimischer Pflanzenarten abmildern.“
Am kommenden Donnerstag startet dazu eine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext, mit der der Aufbau der Organisation REFUGIA ermöglicht werden soll.
Die Initiatorin Peggy Seltmann kooperiert dabei mit dem Botanischen Garten der Universität Leipzig, der Deutschen Gartenakademie und dem Deutschen Kleingärtnermuseum. Weitere Kooperationen sollen folgen.
Peggy Seltmann ist promovierte Botanikerin mit Schwerpunkt Pflanzenökologie und Naturschutz.
Sie arbeitet seit vielen Jahren im Schnittfeld von Wissenschaft, Naturschutzpraxis und Bildung, u. a. in Kooperation mit dem Botanischen Garten Leipzig. Mit REFUGIA möchte sie wissenschaftliche Erkenntnisse gezielt in die Praxis der Stadtgesellschaft überführen.
„Artenschutz kann auch im Alltag einer Stadt wirksam werden – wenn wissenschaftliches Wissen, geeignete Strukturen und Beteiligung und Freude am Austausch zusammenkommen“, sagt sie und lädt damit nicht nur die Leipziger Kleingärtner/-innen ein zum Mitmachen. Denn wirklich wirksam ist das Projekt natürlich dann, wenn es weit über Leipzig hinaus ausstrahlt und möglichst viele Gärtner mitmachen.
Zu finden ist die Crowdfunding-Kampagne auf Startnext, wo sie dann am 5. Februar ganz offiziell startet.
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