Noch immer kein Name – und kein Kilo schwer. Doch beides wird sich ändern! Am Montag, dem 19. Januar 2026, endet die Frist zum Einreichen von Namensvorschlägen für den Koala-Star im Leipziger Zoo. Und jetzt haben Erlinga und ihr Baby auch noch hohen Besuch bekommen. Denn neben den vertrauten Reportern des Teams von „Elefant, Tiger und Co.“ tauchten plötzlich andere Gesichter auf. Die LZ war dabei.

Letzte Chance für Namensvorschläge

Mehr als 2000 Ideen von Koala-Fans sind schon eingegangen. Ob sich der absolute Favorit schon darunter befindet? Am Montag endet die Frist, in der über die Website des Leipziger Zoos eigene Namen ins Spiel gebracht werden können.

Einen „Arbeitsnamen“ hat das im Juni letzten Jahres geborene Jungtier schon. „Wir wollen das kleine Wesen ja irgendwie ansprechen können“, verrät Tierpfleger Philipp Hünemeyer gegenüber der LZ. „Aber bei unserer Kose-Variante Knopfi wird es definitiv nicht bleiben. Zumal sie in keine indigene australische Sprache übertragen werden könnte.“ Und ein bisschen soll der künftige Name auch zum Ursprung der Koalas passen.

Guck mal Mama, wie groß ich schon bin! Koala-Dame Erlinga mit ihrem Nachwuchs. Foto: Benjamin Weinkauf
Guck mal Mama, wie groß ich schon bin! Koala-Dame Erlinga mit ihrem Nachwuchs. Foto: Benjamin Weinkauf

Da schaut wer durchs Gehölz

Die Stimmen der Reporter von „Elefant, Tiger und Co.“ sind Erlinga und ihrer kleinen Tochter inzwischen vertraut. Woche um Woche berichten sie über das Leben und Werden der silbergrauen Besucherlieblinge. Doch wer stapft denn da jetzt plötzlich durchs Gehege?

Die Mainzelmännchen haben eine Abordnung geschickt! Das ZDF-Mittagsmagazin wurde vorstellig, arbeitet an einer Reportage zur Inventur im Koala-Haus. Was wird gefressen? Und – wichtig: wieviel! Wer wiegt was und dies und das. Und gerade beim Wiegen ist jeder Tag eine Überraschung. Hatte die kleine Herzdame ohne Namen bei den Dreharbeiten für die aktuelle Folge der beliebten Zoo-Doku des MDR noch 860 Gramm gewogen, waren es beim Besuch aus Mainz schon 940. 

Bis zur Taufe wird das Koala-Mädchen die Kilogrenze überschreiten. Und entwickelt sich somit hervorragend. Jungtiere sollten in freier Wildbahn nach einem halben Jahr 500 Gramm auf die Wage bringen, wie der International Fund for Animal Welfare (IFAW) in seinem Koala-Dossier darstellt. Auch Mama Erlinga hat von der einen zur anderen Messung zugelegt. Wer viel zu tragen hat, frisst schließlich auch ein paar Eukalyptusblätter mehr. 

Hoher Besuch: ein Team des ZDF-Mittagsmagazins bei Erlinga und ihrem Baby. Foto: Benjamin Weinkauf
Hoher Besuch: ein Team des ZDF-Mittagsmagazins bei Erlinga und ihrem Baby. Foto: Benjamin Weinkauf

Erlinga bleibt alleinerziehend

Inzwischen wohnt auch Koala-Papa Yuma (kam aus dem Zoo Duisburg nach Leipzig) wieder im Nachbargehege. Um Mutter und Kind möglichst stressfrei aufwachsen zu lassen, war dort zunächst Stille eingekehrt. Aber kennenlernen wird er seine Tochter dennoch nicht: Koalas sind Einzelgänger.

Nach der Paarung gehen die Eltern getrennte Wege. Die Väter beteiligen sich nicht an der Aufzucht. Im Tierreich nicht ungewöhnlich! So gehen u.a. auch Tiger, Bären, Rehe und Robben einander aus dem Weg, sobald die Paarung vollzogen ist. 

Noch gelten im Leipziger Zoo die Winteröffnungszeiten (09:00 Uhr bis 17:00 Uhr). Und damit ermäßigte Eintrittspreise. Erreichbar ist der Tiergarten mit der Straßenbahnlinie 12. Die hält direkt vor dem Eingang. Und für alle, die ihre Tageskarte für Erwachsene, Kinder oder Familien online buchen, sind Nahverkehrszug, Bus oder Straßenbahnticket (LVB Zone 110 für Leipzig) schon im Preis enthalten.

Der Zoo bietet zudem ein eigenes Parkhaus an, in dessen Ensemble auch reichlich Stellflächen für Fahrräder vorhanden sind. 

Der Besuch des Zoos ist barrierefrei. Besucher mit Beeinträchtigungen erhalten ihre Tickets ohne Wartezeit direkt an der Gruppenkasse im Safari-Büro.

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