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Artenschutz

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Der Artenschutzturm im Gelände bietet Insekten, Vögeln und Fledermäusen einen Unterschlupf. Foto: LZ

Biologische Vielfalt in der Stadt: „Rietzschke-Aue Sellerhausen“ zum Naturschutzprojekt 2022 gekürt

Die im Mai dieses Jahres fertiggestellte, neue öffentliche Grünfläche „Rietzschke-Aue Sellerhausen“ im Leipziger Osten hat vom Bündnis „Kommunen für Biologische Vielfalt e.V.“ den Titel „Naturschutzprojekt des Jahres 2022“ verliehen bekommen. Die Grünfläche erfüllt wichtige Funktionen für das Stadtklima, den Hochwasserschutz und die Biodiversität. Ein Teil der Östlichen Rietzschke, die bislang unsichtbar durch unterirdische Rohre floss, […]

Ein Feldhamster in seinem Gehege. Foto: Zoo Leipzig

Arche Noah für die Feldhamster: Eine neue Zuchtstation im Zoo Leipzig soll die heimische Tierart vor dem Aussterben retten

Nicht nur Tiere im Regenwald, in Korallenriffen oder anderen exotischen Gegenden der Erde sind vom Aussterben bedroht. Die moderne industrielle Landwirtschaft hat auch viele einst zahlreiche Feldtiere der heimischen Fluren an den Rand des Aussterbens gebracht – von Hasen bis zu Rebhühnern. Und auch der Hamster ist in Sachsens Feldern längst zu einer Seltenheit geworden, […]

22. Mai ist Tag der Biologischen Vielfalt: NABU Leipzig protestiert gegen Artenschwund durch Bauboom

Am 22. Mai ist der Internationale Tag der Biologischen Vielfalt. Er soll auf die Notwendigkeit aufmerksam machen, die Biodiversität zu schützen – ein Anliegen, das der NABU tagtäglich in seiner Arbeit verfolgt. Die Welt steht nicht nur vor einer Klimakatastrophe, sondern erlebt zugleich ein Massenaussterben, einen dramatischen Verlust der Biologischen Vielfalt. Beide Krisen befeuern sich […]

Ein einziger Baum durfte auf der Grünfläche an der Windmühlenstraße stehen bleiben. Foto: Ralf Julke

Der Stadtrat tagte: Umweltbürgermeister muss Grünflächenverlust für Leipzig zugeben + Video

Es war die Gretchenfrage, die die Grünen da zur letzten Ratsversammlung gestellt haben – jedenfalls die Gretchenfrage nach Artenschutz und Biotopschutz in Leipzig. Denn nicht nur Umweltverbände wie der NABU Leipzig stellen alarmiert fest, dass Leipzig immer mehr Grün verliert. Und dass die Verwaltung augenscheinlich kein Instrument hat, um gegenzusteuern Und dass dem so ist, […]

Die Fällarbeiten gingen am 25. Januar 2022 weiter. Foto: NABU Leipzig

Eilantrag gegen Baumfällgenehmigung weitgehend erfolglos: NABU Sachsen prüft Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht

Was das Verwaltungsgericht Leipzig da am 3. Februar meldete, klang wie eine komplette Niederlage für den NABU Leipzig: „Eilantrag des NABU gegen Baumfällungen auf Wilhelm-Leuschner-Platz bleibt weitgehend erfolglos“, lautete die Meldung. Aber in der Pressemeldung wurden wieder nur die alten Argumente der Stadt aufgezählt. Man ahnt schon, warum der angesetzte Erörterungstermin mit allen Beteiligten am 31. Januar gescheitert war.

Ab 2023 will die BUWOG bauen: Artenschutzprogramm für die Wechselkröte am Bayerischen Bahnhof beginnt im April

Die Planungen für die Entwicklung des Stadtquartiers Lößniger Straße im Stadtraum Bayerischer Bahnhof gehen voran, meldet die BUWOG, die dort bauen will. Doch bevor die Bagger rollen, beginnt ein Artenschutzprogramm für die geschützte Wechselkröte, die hier lebt. Bereits 2014 wurde vom Vorkommen der bedrohten Wechselkröte (Bufotes viridis) auf dem brachliegenden Gelände südlich des Portikus berichtet.

Malgorzata A. Ackermann: Mein kleiner Garten. Foto: Ralf Julke

Mein kleiner Garten: Ein mutmachender Ratgeber für alle, die einen wirklich lebendigen Garten haben wollen

Ja, so ein Buch fehlt wirklich noch. Viele solcher Bücher, mit denen man lauter Dinge lernen kann, die Oma und Uroma noch wussten, weil es ganz selbstverständlich war, dass Kräuter und Gemüse aus dem eigenen Garten kamen. Als es keine Mähroboter, Glyphosat-Batterien und Gewächshaustomaten im Supermarkt gab. Den Preis kennen wir alle: Artensterben und Klimaerwärmung. Nur manche stellen sich immer noch doof.

mein Biotop: NABU Leipzig hat sein Mitmach-Projekt gegen den Verlust von Lebensräumen in Leipzig gestartet + Video

Auch Mieter, Hausbesitzer und Hausmeister werden es lernen müssen, wie man Leipziger Innenhöfe und Gärten wieder in wirkliche Lebensräume für Tiere und Pflanzen verwandelt. Denn auch Leipzig kann es sich nicht leisten, dass die Artenvielfalt in der Stadt verloren geht. Stellplätze und gemähter Rasen aber helfen dabei nicht. Der NABU Leipzig zeigt jetzt, wie so ein Biotop gleich hinterm Haus aussehen kann.

Am Wilhelm-Leuschner/Höhe Rossplatz in der Nacht zum 21. Januar 2021. Foto: LZ

No more Leuschis: Linksfraktion beantragt vorgelagerte Veränderungssperre für den Biotopschutz

Von verschiedenen Seiten her versuchen Leipzigs Umweltverbände und einige Fraktionen im Leipziger Stadtrat jetzt herauszubekommen, was da eigentlich falschläuft beim Artenschutz in Leipzig, warum Baugenehmigungen ausgereicht werden, ohne den Bauplatz artenschutzrechtlich zu prüfen und zu sichern, oder gar Bauplanungen ohne jede Rücksicht auf die vorhandene Vegetation durchgezogen werden. So wie am Wilhelm-Leuschner-Platz.

Hinweis an Passanten und Anwohner: „An diesen Scheiben sterben täglich Vögel“. Foto: NABU Leipzig

Absage an einen Linke-Antrag: Auch im Baurecht hat der Stadtrat in Leipzig nichts mitzureden

Das Dilemma bleibt bestehen. Immer wieder hat es vor allem der NABU Leipzig thematisiert. Da lassen sich eitle Projektentwickler oft sinnlos große Glasfassaden in ihre Neubauten projektieren, an denen die Vögel der Stadt zu hunderten kläglich abprallen. Aber oft erweist sich die Stadt dabei als zahnlos. Weshalb die Linksfraktion im September extra einen Antrag stellte, den das Dezernat Stadtentwicklung und Bau jetzt für rechtswidrig erklärte. Mit einem Obwohl darin.

Blick über das alte Markthallengrundstück zum Neuen Rathaus. Foto: Ralf Julke

Ratsversammlung am 7. Oktober: Ein Stapel von Änderungsanträgen zu den Plänen für den Wilhelm-Leuschner-Platz

Auch das könnte am heutigen Mittwoch, 7. Oktober, zu einem Debattenthema im Leipziger Stadtrat werden: Denn jetzt soll der Bebauungsplan Nr. 392 „Wilhelm-Leuschner-Platz“ in der Ratsversammlung beschlossen werden. Der Plan sieht eine Versiegelung von knapp zwei Hektar Fläche vor, eine Überbauung aller vorhandenen Grünflächen sowie eine vollständige Rodung des Gehölzbestandes. Das finden die Grünen inakzeptabel. Aber auch der Stadtbezirksbeirat Mitte hat sich zu Wort gemeldet.

Fällungen Bernhard-Göring-Straße. Foto: Anwohner; Ökolöwe

Bauordnungsamt lehnt Linke-Antrag zur biologischen Vielfalt mit bürokratischer Sturheit ab

Das passt nicht zusammen. Erst im April legte das Umweltdezernat seinen Bericht zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms vor, der unübersehbar zeigte, dass Leipzig deutlich zu wenig tut, die Stadt gegen den Klimawandel zu wappnen. Und nun gibt es eine juristisch trockene Absage zu einem dringenden Antrag der Linken, in dem es zwar um Artenschutz in der Stadt geht. Aber der hängt natürlich mit all dem Grün zusammen, das noch wachsen darf. Ohne Bäume und Sträucher kein Lebensraum für Vögel und Insekten. Dafür aufgeheizte Innenhöfe.

Der NABU Leipzig hat den Standort des Kiebitznestes markiert, damit der Landwirt das Areal verschonen kann. Fotos NABU Leipzig

NABU Leipzig fürchtet um den Erhalt der Gärnitzer Lache bei Markranstädt

Der Kiebitz war einst auf unseren Wiesen und Feldern weit verbreitet. Doch er hat seinen Lebensraum mehr und mehr verloren. Entwässerung, Aufforstung, intensive Grünlandnutzung, Trockenlegung von Mooren, industrielle Landwirtschaft, Insektensterben und Klimawandel, aber auch intensive Freizeitnutzung von einstigen Brutarealen haben dazu geführt, dass er immer seltener zu beobachten ist und noch seltener erfolgreich brüten kann. Nahe Leipzig brütet er noch.

Fassadenbegrünung am Haus der Demokratie. Foto: Ralf Julke

Eigentum verpflichtet – auch zum Artenschutz!

Leipzig wächst – die Lebensräume für Tiere und Pflanzen schrumpfen. Durch den steigenden Bedarf an Bauplätzen für Wohnraum, Infrastruktur, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen verschwinden ehemals brachliegende Flächen. Durch Sanierungen und Modernisierungen gibt es immer weniger Hohlräume und Ritzen im Mauerwerk, die Fledermäusen und Vögeln bis dahin als Rückzugsraum dienten. Die Stadt wird dichter und das ist auch gut so. Damit können artenreiche Flächen am Stadtrand vor einer ständig in die breite wachsende Stadt geschützt werden.

Kaukasicher Leopard. Foto: Biosphere Expeditions

Biosphere Expeditions und NABU vergeben erstmals kostenlosen Expeditionsplatz

Die Naturschutzorganisationen Biosphere Expeditions und NABU ermöglichen es Laien seit 2014, aktiv am Schutz des Schneeleoparden im nördlichen Tian-Shan-Gebirge mitzuwirken. Für das kommende Jahr bieten die Organisationen erstmals auch eine Expedition nach Armenien an, wo in den entlegenen Khustup-Bergen im Süden des Landes seltene Leoparden, Luchse und Bären leben, die es dringend zu schützen gilt. Für die Expeditionen im kommenden Jahr nach Armenien und Kirgistan gibt es jetzt auf www.biosphere-expeditions.org/wettbewerb einen Expeditionsplatz im Wert von ca. 3.000 Euro zu gewinnen.

Neu in Sachsen: die Weißrandfledermaus. Sie wurde erstmals in Dresden an der Elbe nachgewiesen. Foto: Joachim Frömert

Warum die Alpenfledermaus auf einmal einen Plattenbau in Leipzig toll findet

Wie wichtig es ist, auch bei Gebäudesanierungen darauf zu achten, welche Tiere die Gebäude zu ihrem Unterschlupf gemacht haben, zeigen jetzt zwei Fledermausnachweise in Sachsen. Beide Fledermausarten waren im Freistaat bislang nicht nachweisbar. Nun aber scheinen sich Alpen- und Weißrandfledermaus in Sachsen zunehmend heimisch zu fühlen. Die eine wurde in Dresden gefunden, die andere in Leipzig.

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