17.8 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Dauerbeobachtung von Kamm- und Teichmolch in den Papitzer Lachen

Anzeige
Werbung

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Werbung

    Die Papitzer Lachen sind Teil des FFH-Gebietes Leipziger Auensystem. In diesem Gebiet stehen Kammmolch und Rotbauchunke, als FFH-Arten unter einem besonderen Schutz. Um diesem Schutz gerecht zu werden, ist es wichtig durch ein sogenanntes Monitoring mehr über diese Amphibien in Erfahrung zu bringen. Beim Molchmonitoring, das vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) gemeinsam mit der Universität Leipzig in den Papitzer Lachen durchgeführt wird, werden die Teich- und Kammmolche mit Hilfe von Wasserfallen seit 2018 gezählt und per Foto erfasst.

    2018 konnten für beide Molcharten ausgewachsene Tiere (adulte Individuen) und Larven (juvenile Individuen) beobachtet werden, wobei die Nachweise für den Teichmolch um ein Vielfaches größer waren. Insgesamt wird dadurch deutlich, dass die Papitzer Lachen dem Kamm- und Teichmolch als Reproduktionsstandort dienen. Zusätzlich konnten für beide Amphibienarten trotz hoher Fangzahlen nahezu keine Wiederfänge gemacht werden, was auf relativ hohe Individuenzahlen in beiden Artengruppen hindeutet. Anhand dieser Beobachtungen wird die naturschutzfachliche Bedeutung für dieses Gebiet unterstrichen.

    In diesem Jahr (2019) konnten für fast alle im Gebiet untersuchten Lachen adulte Teich- und Kammmolche nachgewiesen werden, mit Ausnahme von zwei Lachen in denen ein hoher Besatz an Raubfischen beobachtet wurde. Allerdings wird im Vergleich zum letzten Jahr (2018) deutlich, dass die Anzahl der nachgewiesenen Teichmolche stärker abgenommen hat als die Anzahl der Kammmolche.

    Es wird angenommen, dass sich die meisten Molche noch vom sehr trockenen und damit stressigen Sommer 2018 erholen. Deshalb lassen sie die Fortpflanzung dieses Jahr aus und sind sehr wahrscheinlich in den Landlebensräumen geblieben. Diese Erholungsphase nutzen die Tiere, um Kraft für die Paarung im nächsten Jahr (2020) zu sammeln. Daher werden die im nächsten Jahr in den Papitzer Lachen vorliegenden Wasserbedingungen sehr wichtig für den dortigen Reproduktionserfolg von Kamm- und Teichmolch sein.

    Um mehr über den Aufenthaltsort der versteckt lebenden adulten Kamm- und Teichmolche in den Landlebensräumen (Sommer- und Winterhabitate) herauszufinden, wird derzeit ein Spürhund ausgebildet. Dieser soll nach einem entsprechenden Training durch eine hundefachkundige Wissenschaftlerin vom UFZ im nächsten Jahr (2020) zum Einsatz kommen.

    Das Projekt Lebendige Luppe hat die Wissenschaftler bei dieser Arbeit in den Papitzer Lachen filmisch begleitet, d.h. die Leerung der Wasserfallen, das anschließende Wiegen, Vermessen und Fotografieren der Molche als auch das Trainieren des Spürhundes. Das Video können Sie sich auf unserer Homepage www.lebendige-luppe.de anschauen.

     

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige