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Eigentum verpflichtet – auch zum Artenschutz!

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    Leipzig wächst – die Lebensräume für Tiere und Pflanzen schrumpfen. Durch den steigenden Bedarf an Bauplätzen für Wohnraum, Infrastruktur, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen verschwinden ehemals brachliegende Flächen. Durch Sanierungen und Modernisierungen gibt es immer weniger Hohlräume und Ritzen im Mauerwerk, die Fledermäusen und Vögeln bis dahin als Rückzugsraum dienten. Die Stadt wird dichter und das ist auch gut so. Damit können artenreiche Flächen am Stadtrand vor einer ständig in die breite wachsende Stadt geschützt werden.

    Das Konzept der „doppelten Innenentwicklung“, welches die Stadt Leipzig für die Stadtentwicklung anstrebt, umfasst aber auch die Weiterentwicklung bestehender Lebensräume. Doch genau an diesem Punkt klemmt es noch, denn bei privaten Investor/-innen steht der Schutz der biologischen Vielfalt nicht so hoch im Kurs wie eine auf Hochglanz polierte Fassade oder ein kuschliger Schottergarten im Hinterhof.

    Als Fraktion Die Linke im Stadtrat Leipzig fordern wir deswegen eine Grünsatzung. Ihre Ziele müssen die Förderung der Biodiversität, die Verbesserung des Stadtklimas, eine Durchgrünung der Stadt und der Schutz der natürlichen Ressourcen wie Luft, Wasser und Boden sein.
    Michael Neuhaus, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion, erklärt: „Das Grundgesetz regelt: ‚Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen‘.

    Für den Schutz der biologischen Vielfalt im Interesse dieses Allgemeinwohls ist der Markt allerdings auf beiden Augen blind. Durch eine angemessene Fassaden- und Dachbegrünung, die an ökologischen und nicht profitorientierten Gesichtspunkten ausgerichtet ist, können wir Einfluss auf das Stadtklima nehmen und etwas dagegen tun, dass Leipzig zum Backofen wird.“

    Durch die Luftreinigungsfunktion von Pflanzen reduziert sich die Luftverschmutzung, damit nach der Coronakrise Atemmasken nicht mehr zum Alltag gehören müssen. Mit aufeinander abgestimmten und artspezifischen Strukturen, wie Nistplätze und Nahrungsangebote, können wir Baumaßnahmen so gestalten, dass gegenwärtig noch häufige Arten, wie beispielsweise Spatzen, dies auch bleiben.

    „Der Schutz der biologischen Vielfalt ist also nicht bloß für umweltverliebte Bäumeknuddler interessant, sondern im Sinne der Allgemeinheit. Indem wir den Ball wieder an die Investor*innen zurückspielen, stellen wir sicher, dass vor allem diejenigen den Artenschutz bezahlen, die Lebensräume vernichten.“

    Der Ökolöwe fordert eine verbindliche Grünsatzung für Leipzig

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