Was das kleine Gehirn eines 15 Millionen Jahre alten Äffchens vom Victoriasee den Forschern verrät

Für die Leute, die immer nur glauben, dass es auf eine Menge Muskeln und schiere Größe ankommt, wenn es um Überlegenheit geht, gibt es jetzt mal eine dieser kleinen wissenschaftlichen Geschichten, die deutlich machen: Größe ist nicht das entscheidende Kriterium, sondern Komplexität. Und das galt auch schon vor 15 Millionen Jahren. Da gab es zwar noch keine Menschen. Aber die Altweltaffen waren schon da und schaukelten in den Bäumen.
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Dass einer der ältesten Vertreter der Altweltaffen, der Victoriapithecus, überhaupt gefunden wurde, machte im Jahre 1997 erstmals Schlagzeilen, als sein versteinerter Schädel auf einer Insel innerhalb des Victoriasees in Kenia gefunden wurde, wo das Äffchen vor 15 Millionen Jahren lebte.

Aber: Wie kann man in einen versteinerten Schädel hineinschauen? Geht das überhaupt?

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Fred Spoor vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und dem University College London (UCL) in Großbritannien hat es geschafft und jetzt erstmals das Gehirn das Äffchens sichtbar gemacht. Und die Überraschung war perfekt – denn eine wichtige Voraussetzung für unser heutiges, hochkomplexes Menschengehirn war damals schon vorhanden: ein zwar winziges,  aber erstaunlich faltenreiches Gehirn.

Und das verdeutlicht, so die Forscher, dass sich im Stammbaum der Primaten die Komplexität des Gehirns vor dessen Größe entwickelt haben könnte. Und besonders auffallend war die Größe des Riechlappens: Er war bei Victoriapithecus etwa dreimal so groß wie bei heute lebenden Affenarten.

Was nicht heißt, dass das Äffchen mit der Nase gedacht hat. Aber augenscheinlich standen die Primaten vor der Entscheidung, welches Sinnesorgan eigentlich für ihre eigene Entwicklung das wichtigere sein würde. Denn besonders exzellente Riecher sind ja in den meisten Fällen Bodenbewohner. Oben in den Bäumen (falls Victoriapithecus in die Bäume hat flüchten müssen), ist ein guter Gesichtssinn möglichst mit echter 3D-Funktion viel besser, eigentlich sogar überlebenswichtig.

Ein Lob auf die modernen CT-Verfahren

Den Forschern Fred Spoor und Lauren Gonzales von der Duke University ist es mithilfe modernster Bild gebender Verfahren jetzt gelungen, tatsächlich in den Schädel eines Altweltaffen der Art Victoriapithecus hinein zu schauen. Die Wissenschaftler erstellten ein dreidimensionales Computermodell des Affengehirns und berechneten, dass das Gehirnvolumen des Tieres nur etwa 36 Kubikzentimeter betrug. Es war also weniger als halb so groß wie die Gehirne von heute lebenden Affen derselben Körpergröße. Ihr bildhafter Vergleich: eine Pflaume im Vergleich zu einer Orange.

„Als Lauren Gonzalez die Scans analysiert hatte, rief sie mich an und sagte: ‚Du wirst nicht glauben, wie das Gehirn aussieht‘“, erinnert sich Co-Autorin Brenda Benefit von der New Mexico State University, die den Schädel gemeinsam mit ihrem Kollegen Monte McCrossing zuerst entdeckt hatte.

„Diese Studie belegt die Stärke moderner digitaler Bild gebender Methoden, wenn es darum geht, wertvollen Fossilien wesentliche Informationen zu entlocken, die ansonsten unerkannt geblieben wären“, fügt Fred Spoor hinzu, ein Experte für die Erforschung fossiler Funde mithilfe von Computertomografie und 3D-Visualisierung.

Komplexität schafft Chancen

Trotz seiner eher kümmerlichen Proportionen erwies sich das Gehirn des Äffchens als überraschend komplex. CT-Scans offenbarten zahlreiche markante Falten und Mulden. Der sogenannte „Riechlappen“, der Bereich im Gehirn, der der Verarbeitung von Gerüchen dient, war etwa dreimal so groß wie erwartet.

„Victoriapithecus verfügte wahrscheinlich über einen besseren Geruchssinn als viele heute lebende Affen- und Menschenaffenarten“, erklärt Lauren Gonzales von der Duke University. Ist das nun ein Verlust, dass dieses gut ausgebildete Riechvermögen verloren ging? Wahrscheinlich nicht. Wohl eher eine Konsequenz aus einer anderen Lebensweise. Wenn das Sehvermögen wichtiger ist zum Überleben, spielt die Nase nicht mehr die größte Rolle. Mit den Worten von Lauren Gonzales: „Bei heute lebenden höheren Primaten ist das Gehirn sehr groß und der Riechlappen sehr klein. Mit einem besseren Sehvermögen ließ möglicherweise der Geruchssinn nach. Statt einen Kompromiss zwischen Riechen und Sehen einzugehen, könnte sich Victoriapithecus beide Fähigkeiten erhalten haben.“

Ein Problem für so eine Wertung ist freilich der gewaltige zeitliche Abstand von 15 Millionen Jahren. Aus dieser Zeit hat sich sowieso nur erhalten, was auf irgendeine Art versteinert wurde. Und das ist nicht wirklich viel. Die Befundkette hat also nach wie vor Lücken und Interpretationsspielräume. Auch wenn die Forscher überglücklich sind über das Äffchen vom Victoriasee. Schon allein, weil man in diesem kleinen Schädel forschen kann, ergeben sich neue Einblicke in die frühe Evolution des Gehirns bei Primaten während einer Epoche, aus der nur sehr wenige Fossilien vorhanden sind.

Ein einzigartiger Schädel

„Dies ist der älteste Schädel eines Altweltaffen, der bisher gefunden wurde, und fast der einzige Fund, anhand dessen wir die frühe Evolution des Gehirns von Altweltaffen überhaupt erforschen können“, sagt Brenda Benefit. Und gerade weil dieses kleine Gehirn so viele Antworten gibt, wird ein alter Streit nun wohl notwendig in neuen Bahnen verlaufen.

In Ermangelung von Fossilbelegen war sich die wissenschaftliche Gemeinschaft bisher uneins, ob Primatengehirne erst größer und anschließend komplexer wurden oder umgekehrt.

„Für den Teil des Primaten-Stammbaums, dem auch Menschenaffen und Menschen zugeordnet sind, nimmt man an, dass die Gehirne erst größer und dann komplexer wurden“, sagt Gonzales. „Unsere Studie belegt jetzt, dass es sich bei Affen umgekehrt verhielt: Erst kam die Komplexität, dann die Größe.“

Und tatsächlich gilt für Altweltaffen wohl dasselbe wie für die frühen Hominiden: Nicht die Größe des Gehirns entschied über die evolutionären Vorteile, sondern seine zunehmende Komplexität.

Die jetzige Studie stütze nämlich auch die Behauptung, dass die geringe Gehirngröße des menschlichen Vorfahrens Homo floresiensis, dessen 18.000 Jahre alter Schädel im Jahre 2003 auf einer entlegenen indonesischen Insel gefunden wurde, längst nicht so erstaunlich ist, wie es den Anschein hat. Trotz eines Gehirns von der Größe von etwa einem halben Maß Bier konnte Homo floresiensis bereits Feuer machen und Steinwerkzeuge benutzen, um große Tiere zu töten und zu zerlegen.

„Gehirngröße und -komplexität müssen sich nicht zusammen und zur selben Zeit entwickeln: Sie können sich auch unabhängig voneinander entwickeln“, so Brenda Benefit.

Max-Planck-Institut
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