Wie kommen wir raus aus der Falle von Technikgläubigkeit und Umweltzerstörung?

Im Mai war der Chemiker Prof. Dr. Michael Braungart Gastredner der 13. Helmholtz Environmental Lecture (HEL) im Umweltforschungszentrum (UFZ). Wir hätten es gern geschafft, da hinzugehen und zu berichten. Aber wir haben es nicht geschafft. Deswegen freuen wir uns, dass Steffen Reichert den Mann für den Oktober-Newsletter des UFZ einfach mal interviewt hat. Titel: „Die Grenze unseres Planeten ist unsere Intelligenz.“

Während alle möglichen Leute jetzt glauben, sie müssten das Anthropozän wie ein eigenes Erdzeitalter behandeln, beschäftigt sich Braungart mit den Folgen dessen, was wir tun. Gemeinsam mit dem Architekten William McDonough hat er das Cradle to Cradle-Konzept („Von der Wiege zur Wiege“) entwickelt.

Ein Konzept, das eigentlich auf der Hand liegt. Wir haben die Erde in eine Müllgrube verwandelt. Kein Teil unseres wunderschönen Planeten bleibt von den giftigen, nutzlosen und unverrottbaren Resten unseres Wirtschaftens verschont. Wir plündern die Ressourcen, vernichten Wälder, fischen die Meere leer und verwandeln sie gleich noch in Kloaken. Unser Elektronikschrott landet auf Müllhalden in Afrika, Agro-Chemie sabbert in Flüsse und Seen. Selbst unsere Nahrung aus dem Supermarkt ist voller Zutaten, die unser Körper eigentlich nicht braucht.

Wir stecken in einer Spirale, die über kurz oder lang (eher über kurz) in den Blackout führt. Nichts geht mehr. Wasservorräte sind unwiederbringlich zerstört, Ressourcen verloren, biologische Systeme kollabieren.

Und wir machen einfach so weiter? Kaufen immer neuen Schnickschnack, den wir schon in einem Jahr wieder „entsorgen“, in dem dummen Glauben, das Teil wäre damit wirklich weg? Obwohl doch die Nachrichtenkanäle voll sind mit Bildern von qualmenden Müllhalden in aller Welt, manchmal auch mit abfackelnden Recyclinglagern hierzulande. Nichts kommt weg. Aber fast alles verwandelt sich in eine giftige und tödliche Last.

Und dann sieht man diese watteweichen Eiertänze der Umweltminister, die gerade den Leuten, die für all diese Zerstörungen verantwortlich sind, nicht zu nahe treten wollen: nicht den riesigen Agro-Konzernen, nicht den Baufirmen, die mit immer neuen Riesenprojekten die Erde versiegeln, nicht den von rasendem Innovationseifer besessenen Elektronikherstellern, nicht mal den Kohlekonzernen, die für eine brandgefährliche Energieart ganze Landschaften zerstören. Nur nicht umdenken.

Aber: Haben wir nicht den besten Umweltschutz weltweit?

Nicht die Bohne, sagt Michael Braungart. Steffen Reichert hat ihn gefragt: „Sie kritisieren auch die moralische Intention von heutigem Umweltschutz. Warum?“

„Mir geht es nur um Qualität und Innovation. Ein Produkt, das Abfall verursacht, ist einfach nur schlechte Qualität. Wir müssen aufpassen, dass wir auf halbem Wege nicht stehen bleiben.“

Womit er eigentlich schon den Kern dessen benannt hat, was im Prinzip Cradle to Cradle (C2C) steckt: Wer heute noch Produkte erfindet und Innovationen auf den Markt bringt, die nicht 100-prozentig recyclebar und wieder- und weiterverwendbar sind oder gar 100-prozentig wieder in die natürlichen Stoffkreisläufe eingehen können, der hat’s nicht begriffen. Der hat nicht gemerkt, dass die jetzige Art unseres Wirtschaftens schon von vorgestern ist. Überleben werden wir nur, wenn wir jetzt eine ganz andere Innovationsstufe betreten. Die längst möglich ist. Braungart redet ja nicht nur in Vorträgen über sein Anliegen – er setzt die Idee mit dutzenden Niederlassungen seiner Firma weltweit um. Man kann heute schon Produkte bauen, die wieder komplett – ohne Rückstände, Überbleibsel oder Umweltzerstörungen – in die Kreisläufe zurückkehren können.

„Stoffe müssen so gemacht werden, dass sie in biologische Systeme zurückkehren und dort nützlich sind“, sagt Braungart im Interview. Und er spricht dann einen Gedanken aus, der die Sicht auf diese neue Art, Dinge zu erfinden, deutlich ändert: „Darum ist eine Kultur der Großzügigkeit, der Verschwendung im positiven Sinne gefragt. Ein Kirschbaum im Frühling, der vermeidet oder reduziert auch nicht, aber alle Materialien des Baumes sind nützlich. Und so können wir es in der Technosphäre auch machen.“

Eine Ursache dafür, dass wir es einfach nicht fertigbringen, von den umweltzerstörenden Technologien loszukommen, sieht er in unserem Besitzdenken: Die meisten Menschen glauben, dass sie all die Dinge auch besitzen müssen, die sie eigentlich nur brauchen und gebrauchen. Als könnte man diesen ganzen teuren Schrott vererben und weitergeben. Obwohl man ihn doch schon nach kurzer Nutzung entsorgt.

Die heutige Innovationsmaschine ist vom Haben-Wollen angetrieben. Oft sind es nur marginale Verbesserungen, die ein Produkt scheinbar besser und innovativer machen. Mit Nachhaltigkeit hat das alles nichts zu tun, selbst wenn sich die Produzenten fette Öko-Siegel auf die Zertifikate kleben.

Dabei liegt der logische Schritt in der Umkehr unserer Denkweise: Wir definieren nicht die Zutaten auf Grundlage des neu entwickelten Produkts, sondern denken von den Zutaten her. Braungart: „Ich lege alle Zutaten fest, so dass man die Produkte auch essen, kompostieren oder verbrennen könnte.“ Und dann konstruiert man aus den Zutaten das Produkt, das man braucht.

Braungart erklärt es auch am Beispiel von Papier, das in früheren Zeiten mal ein voll kompostierbares Produkt war. Dann hat man es mit lauter chemischen Zusatzstoffen angereichert, die es haltbarer, vielseitiger, glänzender und industriell einsetzbar machten. Aber die Zutaten machten es hochgiftig – es kann nicht mehr kompostiert werden. Und daran ändert sich auch nichts, wenn die giftigen Zutaten von 90 auf 50 reduziert werden. Was ja heutzutage schon als Erfolg im Umweltschutz verkauft wird.

Braungart sagt es deutlich: Weniger Gift ist kein Erfolg. Es bleibt umweltschädigend. Wir müssen unsere Produkte so herstellen, dass sie komplett wieder in die Kreisläufe gehen können – ohne Bestandteile, die verbrannt oder auf großen Müllhalden gesichert werden müssen. Oder die gar in Trinkwasser, Flüsse und Meere geraten.

Dann können wir sogar verschwenderisch sein. Verschwenderisch wie ein Kirschbaum.

Schluss mit dem ganzen Effizienz-Gehabe, sagt Braungart auf die Frage von Steffen Reichert: „Sie sagen: Ökoeffektivität statt Ökoeffizienz. Was meinen Sie damit?“

Antwort: „Schauen sie sich Blumen an. 50 Rosen für eine Frau sind völlig ineffizient, aber sehr effektiv. Die Natur ist nicht effizient, sie ist effektiv.

Und vor allem macht sie vor, wie echte Stoffkreisläufe funktionieren. Sie zeigt einen Weg, den wir gehen können und der nicht mit der Erschöpfung der Erde endet, mit Öko-Kriegen um die letzten Ressourcen und einer kollabierenden Staatengemeinschaft, die nicht mal in der Lage ist, ihre Lebensgrundlagen zu sichern. Aber Braungart hat es deutlich gesagt: Wenn wir scheitern, dann scheitern wir an unserer fehlenden Intelligenz, an unserer eigenen Dummheit. An einem Effizienzdenken, dass nicht fähig ist, den Reichtum unserer Welt zu bewahren.

In Asien, so sagt Braungart, habe man die C2C-Idee schon verstanden. Und das kann bedeuten, dass die asiatischen Staaten diese Innovationswelle einläuten und die von Effizienz besessenen Europäer und Amerikaner diesmal das Rennen verlieren.

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