Warum scheitern die Weltklimakonferenzen nun seit Jahrzehnten? Warum kommen die Staaten über schöne Versprechen nicht hinaus und die Menschheit bekommt trotz großer neuer Ziele einfach nicht die Kurve? Gründe dafür gibt es eine Menge. Ein Grund ist aber ganz gewiss der: Regierungen sind erpressbar und stehen unter enormem Lobbydruck. Während Veränderungen auf kommunaler Ebene, wo Menschen einander kennen, leichter umsetzbar sind. Städte sind die tatsächliche Basis der Klimawende.

Der Schwarze Peter wird weitergereicht

Sie haben auch nicht das leidige Trittbrettfahrer-Problem von Nationalregierungen, über das Klaus Eisenack, Jan Kilian Fjornes und Matteo Roggero in ihrem Beitrag zu diesem Jahrbuch „Können lokale Regierungen das Klima retten?“ schreiben. Die drei sind Ressourcenwissenschaftler. Und das Trittbrettfahrer-Phänomen taucht bei jeder Klimakonferenz auf. Wirklich bei jeder.

Die großen Nationen zögern und schielen auf die Schwellenländer, die wieder bremsen, weil sie beim Wohlstand noch aufholen wollen zu den reichen Industriestaaten im Westen. Und die ärmeren Länder des Südens können kaum handeln, weil ihnen Geld und Ressourcen fehlen. Also wird weiter gefeuert auf Teufel komm raus. Und die Staatschefs treten mit Leidensmiene vor die Kameras, weil dann leider ein radikaler Umbau des Landes zur Klimaneutralität nicht möglich ist. Sonst würden ja auch die Trittbrettfahrer profitieren.

Drei Viertel der Weltbevölkerung sind Stadtbewohner

Dieses Jahrbuch Ökologie rückt erstmals die zentrale Rolle der Städte bei der Klimawende in den Blickpunkt. Denn längst leben drei Viertel der Weltbevölkerung in Städten. Sie erleben dort, welche Folgen der Klimawandel hat. Und sie erleben, wie sie eine alte Wirtschaftsweise in Lebensverhältnisse zwingt, die eigentlich menschenunwürdig und nicht auszuhalten sind – und das nicht nur in den Slums der Mega-Cities, die im Süden heranwachsen.

Auch die Bewohner der europäischen Städte leiden unter zunehmender Hitzebelastung, unter schlechter Luft, Lärm, dem Zwang zur (Auto-)Mobilität, steigenden Mieten, Gentrifizierung, zunehmender Anonymität und dem Verlust von Aufenthaltsqualität, weil die Straßen dem Auto gehören, Parks übernutzt sind und oft Grüninseln zur Naherholung fehlen.

Wie bekommt man resiliente Städte?

Viele Beiträge im Jahrbuch beschäftigen sich natürlich erst einmal mit der Analyse, mit der Ökologie in den Städten, ihren Wasserproblemen (zu viel und zu wenig Wasser), ihren Architekturproblemen, ihrer Sozialökonomie und der Frage, wie Städte eigentlich resilient werden können – und zwar gegen alles, was da mit dem Klimawandel auf uns zukommt.

Denn sie sind es ja, die sich transformieren müssen, damit ihre Bewohner die schlimmsten Folgen des Klimawandels überhaupt ertragen können. Und man merkt schnell, dass hier alles zusammengehört: das bezahlbare Wohnen für alle, die Energieeffizienz, die Versorgung mit Energie aus alternativen Quellen, die regionale Lebensmittelversorgung, die Grünflächen und die lokale Politik.

Und schon da gehen die Autoren immer wieder auf internationale Beispiele ein, die es längst gibt, Beispiele, in denen Städte gezeigt haben, dass sie fähig sind, Dinge anders zu machen. Und Probleme auf kommunaler Ebene zu lösen.

Denn darum geht es letztlich.

Es kommen dann viele Stadtplaner und Architekten zu Wort. Und da wird es sehr redundant. Leider, muss man sagen. Denn das sind alles Leute, die nur zu gern in theoretischen Höhen schweben. Das kennen wir ja auch aus Leipzig: Die Stadtpolitik hat schon Stapel schöner Papiere produziert, die das „Hätte, Könnte, Wäre“ sehr schön umschreiben. Aber wenn es konkret wird, die Dinge zu ändern, fehlen die klaren Vorgaben, verliert sich das Ganze in schönen Formeln. Weshalb Leipzig seine Klimaziele für das Jahr 2022 genauso gründlich verfehlt wie die meisten anderen Städte und Staaten. Hätte ja klappen können.

Nein: hätte nicht klappen können.

Ohne Bürger kein Mut zur Veränderung

Denn die Dinge ändern sich nur, wenn man die alten Vorstellungen vom Normalen verlässt und wirklich aufmalt, was sich alles ändern muss. Und wenn man die Bürger mitnimmt. Deswegen kommt natürlich auch Leipzig vor – ganz hinten im Buch, wo ein paar Städte weltweit einen kleinen Steckbrief bekommen haben, in dem ihre Ansätze, den Klimawandel zu meistern, skizziert sind. Für Leipzig darf das OBM Burkhard Jung tun.

Leipzig kommt auch mit einem anderen Mega-Thema vor, nämlich der „Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“, weil Wolfgang Tiefensee, der das Papier damals initiiert hatte, durchaus klar war, dass die Städte Europas die Entwicklung hin zur Nachhaltigkeit selbst managen müssen.

2007 wurde die „Leipzig Charta“ in Leipzig unterzeichnet. Zehn Jahre später wurde das Nachfolgepapier unterschrieben. Und noch immer klemmt es. Auch in Leipzig. Die Hoffnung, dass Leipzig zur Vorbildstadt werden könnte, hat leider getrogen. Und trügt bis heute.

Verbesserte Klimaschutzbilanz täuscht

Denn die Verbesserungen in der CO2-Bilanz, die Burkhard Jung nennt – von 11,32 Tonnen CO2 pro Einwohner im Jahr 1990 auf 5,72 Tonnen im Jahr 2019 – sind eben nicht das Resultat einer nachhaltigen Klimaschutzpolitik, sondern resultieren zu 90 Prozent reineweg aus der Umstellung der Stadt von der Kohlefeuerung aus DDR-Zeiten auf nicht ganz so klimaschädliche Heizverfahren in den frühen 1990er Jahren.

Seit 20 Jahren ist fast nichts mehr passiert. Die Pro-Kopf-Emissionen sind zum größten Teil nur deswegen weiter gesunken, weil die Bevölkerung der Stadt gewachsen ist, sich also vor allem der Anteil der Industrie pro Kopf beständig verringert hat. Gleich geblieben ist das CO2-Aufkommen pro Kopf bei Heizung und Verkehr. Natürlich auch deshalb, weil Leipzigs Stadtverwaltung selbst 2014, als sie ihr Programm für die Klimaschutzkommune verkündete, so tat, als müssten die Leipziger/-innen ihr Verhalten nicht ändern.

Die amtliche Angst vor Veränderung

Wenn man aber den Leuten einredet, sie könnten so weitermachen wie bisher, ändert sich auch in der Stadtpolitik nichts, bleibt der ÖPNV unterfinanziert, wird das Radwegenetz nicht ausgebaut, wird dem Automobil der Vorrang in allen Planungen gelassen. Werden immer neue Eigenheimsiedlungen ausgewiesen, werden Brachen zugebaut, wird die Stadt  immer lauter und stressiger.

Man erkennt in vielen Beiträgen die Leipziger Probleme allesamt wieder. Man liest aber eben auch von Kommunen anderswo, die es mal anders gemacht haben, die sich Dinge getraut haben, die die Lobbyisten der alten Fossilwirtschaft uns immer als undenkbar eingeredet haben.

Etwa die Einführung von richtigen Bürgerhaushalten, sodass alle Einwohner/-innen selbst über Großprojekte mitbestimmen können. Bürgerbeteiligung nicht nur als Feigenblatt. Natürlich geht das. Genauso, wie man den ganzen Durchgangsverkehr aus der Innenstadt verbannen kann und dafür überall Radwege baut – siehe Paris. Oder Amsterdam. Oder Kopenhagen.

Natürlich bleiben Fragen ungelöst, wenn die Rahmenbedingungen eine Katastrophe sind – etwa die Bodenfrage. Denn Boden ist überall knapp, in den (wachsenden) Städten aber besonders. Aber was passiert, wenn die freien Flächen Spekulationsobjekte sind und Zocker und Hasardeure mit dem spekulieren, was für städtische Infrastrukturen dringend gebraucht wird?

Ganz zu schweigen von den katastrophalen Folgen von 40 Jahren Neoliberalismus, der ganz zentral zum Ausverkauf gemeinsamer Güter geführt hat – von wichtigen Wasserreservoirs über Krankenhäuser bis hin zu Wohnungen. Dass Deutschland heute so ein massives Problem mit der Wohnungsnot hat, hat damit genauso zu tun wie unsere Probleme in der Krankenversorgung und der Pflege.

Wenn Bürger sich abserviert fühlen

Irgendwann muss man es einfach so deutlich sagen: Nein, Private können nicht alles besser. Und billiger schon gar nicht. Sie gehen mit den gemeinsamen Gütern falsch um, weil sie Gewinne erwirtschaften wollen.

Aber das Gemeinwesen interessiert sie dabei praktisch gar nicht. Dass so viele Menschen in den Demokratien des Westens rebellieren, hat auch damit zu tun: dieser Verachtung für das Gemeinwesen. Für die Menschen, die selbst an dem Ort, an dem sie wohnen, das Gefühl haben, nichts mitentscheiden zu können.

Weshalb die Bürgerbeteiligung in etlichen Beiträgen des Buches das wichtigste Thema ist. Und zwar nicht die in Deutschland übliche Placebo-Beteiligung – man darf mal seine Meinung dazu abgeben. Sondern eine echte Bürgerbeteiligung mit richtigen Bürgerparlamenten, die selbsttätig entscheiden können, was sich in ihrem Lebensumfeld verändern soll.

Wird das Geld in eine neue Schnellstraße gesteckt oder doch besser in einen Bürgerpark? Bleiben die Straßen im „Besitz“ der Autofahrer oder dürfen wieder Kinder darauf spielen und Bäume wachsen? Wie wird das eigene Wohnviertel eigentlich resilient gegen all das, was mit dem Klimawandel auf uns zukommt? Und wie schaffen Bürger einen wirklich umweltverträglichen Verkehr? Machen auch Autobesitzer mit und gestalten den ÖPNV, den sie selbst gut finden würden?

Wie weit tragen die Begrünungsmaßnahmen, die ja auch im Leipziger Stadtrat immer wieder Thema sind? Oder müssen Städte künftig auf ganz andere Weise grün werden und gleichzeitig Schwammstadt? Und wie bekommt man wieder Plätze und Ortsteilzentren, in denen sich Menschen wieder begegnen können? Ein Mega-Thema aus dem Corona-Lockdown, in dem viele Menschen zum ersten Mal wieder erfahren haben, wie still eine Stadt sein kann und wie herrlich das Grün in der nächsten Parkanlage.

Wenn Menschen sich nicht mehr begegnen können

Das komplette Bild der Stadt der Zukunft bekommt man in diesem Sammelband natürlich noch nicht. Dazu sind die Städte als Akteure viel zu lange vernachlässigt worden und liegen noch immer viel zu viele Entscheidungskompetenzen auf der nationalen Ebene, werden Kommunen gegängelt und bevormundet, wenn es um das Ausgeben von Geldern geht. Obwohl alle wissen, dass sich die Klimawende in den Kommunen abspielt.

Und dass dort das Bewusstsein für die Veränderung viel größer ist als in jeder Regierung. Dort lässt es sich auch am besten messen. Die meisten deutschen Städte haben längst eine Klimabilanz (auch wenn die Leipziger Zahlen inzwischen auch schon wieder vier Jahre alt sind). Sie wissen, welcher Bereich klimaschädlich ist und wie er umgebaut werden kann.

Sie wissen auch, wie es ihren Einwohnern geht in den Ortsteilen – ob es dort echte Aufenthaltsqualitäten gibt und sich die Menschen gern mit ihrem „Kiez“ identifizieren. Gibt es echte und lebendige Nachbarschaften? Gibt es Gremien, in denen die Bürger mitreden können, wenn es um ihre Belange vor Ort geht?

Das ganze Kapitel „Die Stadt als Vorreiter einer neuen Moderne“ beschäftigt sich mit diesen Ansätzen. Und gleichzeitig zeigen gerade hier die Beiträge, wie sehr das alte Bild der autogerechten Stadt noch immer unser Denken bestimmt. Obwohl sich auch die meisten Städteplaner sicher sind, dass Autos in modernen Städten nichts mehr zu suchen haben.

Jedenfalls nicht diese Massen von geparkten Automobilen, die wertvollen Straßenraum fressen, enorme Energieverschwender sind und das Leben in den Städten so gefährlich machen. Während die wirklichen Umweltverkehre vom Rad bis zum ÖPNV völlig unterfinanziert sind. Obwohl gerade sie enormes Potenzial bieten, die Stadt besser zu vernetzen – auch mit dem Umland, wo ja die Zwänge nicht aufhören.

Noch keine Idee für die wirklich kompakte Stadt

Dass das alles geht, zeigen selbst die richtig großen Städte von Paris bis Mexiko City. Städte können voneinander lernen, ist ein Tenor in diesem Buch. Weshalb dann die schon existierenden internationalen Städtebündnisse auch extra erwähnt werden – so wie die „Leipzig Charta“. Und natürlich wird überall sichtbar, wo es noch klemmt und hakt, weil die alten Wachstumsregeln in den Köpfen stecken. Man denke nur an den weiterhin enormen Flächenfraß für Gewerbe-, Straßen- und Wohnungsbau. Dabei geht kompakte Stadt auch anders.

Und muss auch anders funktionieren, denn dass die Innenstädte der deutschen Städte veröden, hat sich zwar durch Corona verschärft, war aber vorher schon sichtbar, weil sich gerade regionale kleine Händler die enormen Mieten nicht mehr leisten konnten und die völlig unregulierten Online-Händler auch noch den verbliebenen Geschäften die Kundschaft abgraben.

Kundschaft, die in oft viel zu großen Wohnungen sitzt und nicht mal beim Stromverbrauch auf die Kosten gucken muss. Es steckt auch eine Menge Ungerechtigkeit in der Klima- und Wohnungskrise. Und so steht auch die Frage: Ist es nicht an der Zeit, dass die wirklichen Verschwender für ihre Klimabelastung endlich zahlen? Und dass die, die sich die steigenden Preise schon längst nicht mehr leisten können, endlich in den Fokus der Stadtpolitik rücken?

Möglichkeiten der Städte sind (noch) stark begrenzt

Auch die Frage taucht auf, obgleich sie Städtepläner unter den aktuellen Bedingungen kaum lösen können. Städte werden tatsächlich erst zu Motoren der Transformation, wenn sie ihre sozialen Probleme auch eigenständig lösen können, also auch die Mittel dafür in die Hand bekommen.

Richard Loske und Roland Schaeffer gehen mit ihrem Beitrag zur „Antiquiertheit unserer Infrastrukturen“ auf das alles entscheidende Thema ein: nicht nur darauf, wie resiliente Infrastrukturen in Städten eigentlich aussehen müssten, sondern auch auf die elementare Rolle der Stadtgesellschaft.

„Die neue Achtsamkeit beim Umgang mit den Mitbürgern und Mitbürgerinnen und der Umwelt sollte auch als politische Ressource wahrgenommen werden“, schreiben sie. „Sie sucht im städtischen Zusammenleben etwas, das der Soziologe Hartmut Rosa als ‚Resonanzerfahrung‘ beschrieben hat. Klimaneutrale Städte werden anders aussehen.“

Die Pandemie hat viele Probleme sichtbar gemacht

Auch das haben viele Stadtbewohner in der Corona-Zeit begriffen: Wie sehr ihnen diese Resonanz mit Anderen gefehlt hat. Fehlende Resonanz macht krank, einsam und wütend. Oder depressiv. Wahrscheinlich wird so mancher Forscher der Corona-Pandemie einmal dankbar sein, weil sie lauter Dinge sichtbar gemacht hat, die schon vorher falsch liefen.

Und die wir jetzt ändern können. Und müssen. Denn das ist der andere Teil der Botschaft: Wenn drei Viertel aller Menschen in Städten leben (und Leipzig mit seinen 600.000 Einwohnern ist ein Winzling verglichen mit Metropolen wie Tokio, Jakarta oder Moskau), dann entscheidet sich genau hier, ob wir die Klimawende hinbekommen. Dann sind es Städte, die Modelle zur (Klima-)Resilienz entwickeln müssen. Und dazu werden sie alle ihre Bewohner brauchen – und damit andere politische und soziale Modelle, als sie jetzt noch selbstverständlich sind.

Modelle, die eben auch sichtbar machen, dass „Stadt“ schon längst das normale Lebensmodell fast aller Menschen geworden ist. Man könnte auch sagen: zwangsläufig wurde. Denn in der Stadt stecken alle modernen Lebensentwürfe, alle ökonomischen und sozialen Antworten auf die Fragen, die die Moderne stellt – von der Digitalisierung über die Mobilität bis zur Bildung. Und das wird sich auch nicht mehr ändern. Hier müssen die Lösungen für die resiliente Stadt der Zukunft gefunden werden.

Zeit, das Schwarz/Weiß-Denken zu beenden

Und hier muss auch die Symbiose zwischen Ökologie und Technologie gefunden werden, wie Loske und Schaeffer feststellen. Denn noch immer ist es eines der beliebtesten politischen Argumente, dem ökologischen Denken per se Technikfeindlichkeit zu unterstellen und den Menschen einzureden, es gäbe entweder nur „ökologischen Verzicht“ oder neue, revolutionäre Technologien (die irgendwann in der Zukunft erfunden werden).

Es ist das beliebte Schwarz/Weiß-Denken, das auch negiert, dass das sture Beharren auf veralteten Technologien richtig Geld gekostet hat. Zeit sowieso. Die wertvolle Zeit, die wir zum Ausbau umweltfreundlicher und dezentraler Technologien gebraucht hätten. Und eben zur Stärkung der Resilienz unserer Städte. Und ihrer Bevölkerungen – das muss hinzugefügt werden. Denn wer die Schwächsten immer nur als Störfaktor der Stadtentwicklung betrachtet, hat gar nichts begriffen.

In der Einleitung betonen die Autoren natürlich noch etwas, was hierher gehört, weil sich eben tatsächlich die Zukunft der Menschheit in den Städten entscheidet. „Der Niedergang der Zivilisation ist eine denkbare Seite des Anthropozäns, die andere die erneute Befreiung des Menschen aus selbstgeschaffenen Zwängen.“

Die Stadt ist das derzeit gültige Lebensmodell unserer Zivilisation. Hier entscheidet sich, ob unsere Zivilisation an ihren selbst geschaffenen Problemen scheitert oder lernt, ganz lokal, Lösungen für all die gehäuften Probleme zu finden. Und das geht nur, indem man auch Stadtgesellschaft und Teilhabe völlig neu denkt. Und vor allem auch Wirklichkeit werden lässt. Das wird wohl das Schwerste in dieser Herausforderung: Die „Entscheider“ dazu zu bringen, ihre Entscheidungsmacht zu teilen. Und den „ganz normalen Bürgern“ die Fähigkeit zuzugestehen, Lösungen für den Ort zu finden, an dem sie leben.

Heike Leitschuh, Achim Brunnengräber, Pierre Ibisch et. al. (Hg.): Das Zeitalter der Städte, Hirzel Verlag, Stuttgart 2022, 24 Euro.

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