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Montag, 18. Januar 2021

Alte Kästnerschule wird als Interim für die „Telemänner“ vorbereitet

Von Ralf Julke

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    Im September startet ein neues Gymnasium in Leipzig. Noch nicht eigenständig, erst einmal nur als Außenstelle des Schillergymnasiums in Gohlis. Aber es ist dringend notwendig. Immer mehr innerstädtische Gymnasien platzen aus allen Nähten. Der Plattenbau, den bis 2013 die Erich-Kästner-Grundschule genutzt hat, wird jetzt fit gemacht als Interim.

    Ab Schuljahresbeginn 2015/2016 soll es die ersten Klassen aufnehmen – vorerst als Außenstelle des nahe gelegenen Friedrich-Schiller-Gymnasiums. Tatsächlich aber sollen hier die ersten Klassen entstehen, die zum Schuljahresbeginn 2017/2018 in das neue Schulgebäude an der Telemannstraße einziehen. Dort wird seit Februar ein neues Gymnasium für die Südvorstadt gebaut.

    Das Interim in der ehemaligen Kästner-Schule an der Georg-Schumann-Straße kann nach Auskunft des Sozialdezernats mit bis zu vier Parallelklassen starten, also die Aufnahmesituation bei den vorhandenen innerstädtischen Gymnasien entspannen.

    Welche Kinder das sein werden, die hier ab September die Schulbank drücken, entscheiden die Wünsche, die die Eltern bei der Anmeldung für die 5. Klasse angegeben haben. In der Handreichung der Stadt zu den „Freien Plätzen in weiterführenden Schulen der Stadt Leipzig“ ist der Plattenbau in Gohlis als Möglichkeit zur Anmeldung mit angeführt: „AST Erfurter Straße/Gymn. Telemannstraße“.

    Diese Möglichkeit müssen schon viele Eltern bewusst gewählt haben. Denn für das neue Schuljahr wurden am dreizügigen Friedrich-Schiller-Gymnasium in Gohlis schon 131 Kinder angemeldet. Selbst wenn man 28 Kinder je Klasse rechnet, kämen nur 84 am Schiller-Gymnasium gut unter. Rund 50 wären dann die Ersten, die in der Erfurter Straße ihren Start in die 5. Klasse wagen. Da aber auch andere Gymnasien eine deutliche Über-Anmeldung haben, werden wohl auch noch Kinder, bei denen der Zweit- und Dritt-Wunsch das neue Telemann-Gymnasium war, in das neue Interim wechseln. Welche und wieviele genau das sein werden, kann die Leipziger Stadtverwaltung zum Zeitpunkt noch nicht sagen.

    Aber die Kästner-Grundschule ist ja auch ausgezogen, weil der 40 Jahre alte Plattenbau schon ziemlich heruntergewirtschaftet ist. Da muss also noch einiges passieren, damit er ab September wieder nutzbar wird. Dafür wird nicht das komplette Gebäude hergerichtet, sondern nur der notwendig gebrauchte Gebäudeteil für die zwei Jahrgänge, die hier unterkommen sollen. Dafür werden 145.600 Euro eingesetzt. In denen stecken dann all die vielen Reparaturarbeiten, die nach jahrelangem Verschleiß notwendig sind: Reinigen und Instandsetzen der Sanitäranlagen, Verbesserung der Beleuchtung, Ausbesserung der Bodenbeläge, Ersatz fehlender Tafeln, „Gangbarmachen“ der Fenster, Streichen der Toiletten, Unfallquellenbeseitigung im Außenbereich.

    Aber es muss auch ein Fachunterrichtsraum eingebaut werden, den es in einer Grundschule nicht gibt, für Biologie. Der Werkraum muss hergerichtet werden (ist aber trotzdem nur zum Teil nutzbar). Eine Ausgabeküche muss neu möbliert werden. Und eine neue Telefonanlage muss ins Haus. Bis zum Schuljahresbeginn im September soll alles fertig sein.

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