Die Mehrheit der Sachsen wünscht sich eine Schule, in der die Kinder länger gemeinsam lernen, nicht nur bis zur vierten Klasse. Doch seit Jahren mauert die regierende CDU, hält am alten Schulsystem mit der frühen Trennung der Kinder fest. Seit September sammelt das Bündnis Gemeinschaftsschule in Sachsen Unterschriften für einen Volksantrag, damit die Bürger selbst entscheiden können, was sie wollen. 40.000 Unterschriften werden gebraucht. Bis zum 1. Juni soll gesammelt werden.

Die Unterschriftensammlung des Bündnisses „Gemeinschaftsschule in Sachsen – Länger gemeinsam Lernen“ für den Volksantrag zum längeren gemeinsamen Lernen steht vor dem Abschluss, teilt das Bündnis mit. „Inzwischen liegen 35.757 bestätigte Unterschriften vor. Bei schönem Wetter läuft die Sammlung wieder deutlich besser als in den Wintermonaten. Wir rufen nun zu unserem letzten Aktionstag auf, der anlässlich des Kindertages am 1. Juni sachsenweit stattfinden wird“, erklärt Burkhard Naumann, Koordinator des Bündnisses.

Ziel des Bündnisses „Gemeinschaftsschule in Sachsen – Länger gemeinsam Lernen“ ist es, durch Unterschriftensammlung zum Volksantrag eine Änderung des Schulgesetzes sowie des Gesetzes über die Schulen in freier Trägerschaft herbeizuführen. Die Gemeinschaftsschule soll als zusätzliche Schulart in Sachsen ermöglicht werden. Für die Sammlung stützt sich das Bündnis auf eine Reihe von Unterschriftenbüros, von denen aus die offiziellen Bögen – nur diese werden anerkannt – verteilt und wieder eingesammelt werden.

„Unsere Aktionswoche Anfang Mai war das entscheidende Teilstück unseres Endspurts – das Ziel ist jetzt zum Greifen nah. Nun rufen wir bis zum 1. Juni und besonders zu diesem Tag noch einmal zu Aktionen auf“, sagt Naumann. „Danach gilt es, die Unterschriften bestätigen zu lassen sowie die Bögen zu sortieren. Wir wollen die Unterschriften noch deutlich vor dem Ende der Wahlperiode des Landtages an den Landtagspräsidenten übergeben. Wir danken sehr herzlich allen, die bisher zum Gelingen der Initiative beigetragen haben und das auch künftig tun wollen.“

Engagierte können sich – nicht nur am Aktionstag – mit Informations- und Sammelständen, Tür-zu-Tür-Aktionen sowie Diskussions- und Info-Veranstaltungen beteiligen. Aktionen können wie gewohnt unter www.gemeinschaftsschule-in-sachsen.de/aktionen registriert und dann zentral beworben werden.

Zwei Leipziger Termine stehen schon fest.

Am Donnerstag, 23. Mai, sammelt die SPD Leipzig-Mitte in der Beethovenstraße 6 (auf dem Fußweg vor der Universitätsbibliothek Albertina) von 11 bis 13 Uhr Unterschriften.

Und am Samstag, 25. Mai, sammeln Tobias Peter und Ingmar Dietz von Bündnis 90/Die Grünen von 10 bis 14 Uhr vor dem ALDI Rabet, Konradstraße 27, Unterschriften für den Volksantrag und informieren über die Gemeinschaftsschule.

Die in Zahlen gegossene Bilanz für die Ungerechtigkeit in Sachsens Bildungssystem

Die in Zahlen gegossene Bilanz für die Ungerechtigkeit in Sachsens Bildungssystem

- Anzeige -

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar