Mit solchen Fördersummen können wichtige Projekte tatsächlich vorangetrieben werden. Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag Dirk Panter hat das Kinder- und Jugendmuseum UNIKATUM in Plagwitz am Montag, 20. Juni, besucht. Dabei hatte er eine gute Nachricht im Gepäck: Eine neue Ausstellung des Kindermuseums erhält Zuwendungen in Höhe von insgesamt 400.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Vermögen ehemaliger Parteien und Massenorganisationen der DDR (PMO-Mittel) und werden durch die Sächsische Staatsregierung vergeben.

Vor Ort besichtigte Dirk Panter auch die Dauer- und Wechselausstellungen. Er sprach mit Annegret Hänsel, der Geschäftsführerin und Roland Kersting, dem Projektmanager über die Details und den aktuellen Stand der Entwicklung.

„Ich freue mich, dass ein erheblicher Anteil der Finanzierung der Ausstellung mit PMO-Mitteln möglich gemacht wird“, sagte Panter. „Das sächsische Kabinett hat 400.000 Euro für das UNIKATUM bewilligt. Dieses Geld aus der Vergangenheit fließt nun in die Zukunft. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, die Arbeit solcher wertvollen soziokulturellen Orte unterstützen zu können, damit uns diese noch lange erhalten bleiben.“

Das UNIKATUM in der Zschocherschen Straße. Foto: Büro Dirk Panter
Das UNIKATUM in der Zschocherschen Straße. Foto: Büro Dirk Panter

Das Projekt, eine mobile Dauerausstellung des UNIKATUMs, soll den Berufszweig Handwerk aufwerten. 2023 soll sie erst vor Ort zu sehen sein und dann mobil von Schule zu Schule reisen und Kindern und Jugendlichen auf spielerische Weise Handwerksberufe näherbringen. Denn gerade Handwerksbetriebe haben derzeit ein riesiges Nachwuchsproblem, obwohl ihre Lewiszungen überall gebraucht werden – auch und gerade in den Bereichen Klimaschutz und Energiewende.

Nur wissen viele Kinder überhaupt nicht, welche Vielfalt von Handwerksberufen es überhaupt gibt und wo man sie erlernen kann.

Geplant sind deshalb auch begleitende Workshops und Planspiele im Unterricht. Das Projekt soll in Kooperation mit der Handwerkskammer Leipzig organisiert werden. Die Mittel sollen in Technik und Aufbau der mobilen Ausstellung fließen.

„Mit der innovativen Ausstellung wird zugleich ein wichtiger Beitrag zur Berufsorientierung und zur Aufwertung des Lebenswegs Handwerk geleistet“, findet auch Dirk Panter. „Das ist ein wichtiger Impuls für die junge Generation in Sachsen.“

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