Medien machen in Fakenews-Zeiten, Teil 23

Geschwätz ist wichtiger als Information oder Der wohltätige Herr Zuckerberg

Für alle LeserFakenews beginnen damit, dass Worte umgedeutet werden. So wie bei Newspeak in „1984“. So ein simples Wort wie Wohlbefinden, mit dem jetzt der mächtige Facebook-Chef Mark Zuckerberg öffentlich gemacht hat, was die Spatzen schon lange von den Dächern pfeifen: Sein Netzwerk hat die Prominenz von Informationsseiten (also auch den Wert von Zeitungen wie der unseren) herabgesetzt. Die Nutzer bekommen die seriösen Nachrichten nicht mehr prominent angezeigt. Dafür verkündet Zuckerberg seine Art von „sozialem Wohlbefinden“.

„Ich ändere das Ziel für unsere Produkt-Teams: Statt sich darauf zu konzentrieren, Ihnen beim Finden relevanter Inhalte zu helfen, sollen sie Ihnen helfen, bedeutsamere soziale Beziehungen zu haben“, zitiert ihn dpa.

Heißt: Beiträge von Medien, Unternehmen und politischen Gruppen bekommen die Nutzer seltener zu sehen, dafür die Beiträge von Freunden, Kumpels und Familie noch prominenter. Zuckerberg meint, das steigere dann das Wohlbefinden der Nutzer.

Und dann lässt er im Grunde die Katze aus dem Sack: Er will keine informierten Nutzer und hält das Lesen von Zeitungsartikeln („relevanten Inhalten“) sogar für schädlich.

dpa zitiert ihn mit den Worten: „Andererseits kann das passive Lesen von Beiträgen oder das Anschauen von Videos – selbst wenn sie unterhaltsam oder informativ sind – nicht so gut sein.“

Was dpa nicht meldet, hat die „New York Times“ deutlicher auf den Punkt gebracht: Für Zuckerberg geht es nur ums Geschäft. Herabgestuft werden die Medien nicht, weil sie mediale Inhalte bieten, sondern weil die das Facebook-Geschäft (aus seiner Sicht) erschweren. Denn erstens ist das, was Zeitungen in der Regel bieten (und was Diskussionsstoff für Millionen Facebook-Nuzer ist) „non-advertising content“. Das heißt: Sie haben nicht bezahlt dafür, dass ihre Texte bei Facebook gepostet werden.

Und das will Zuckerberg ändern. Das schmutzige Angebot haben die Medienhäuser längst auf dem Tisch und einige folgen dem auch: Sie bezahlen dafür, dass ihre journalistischen Inhalte auch bei Facebook in der Timeline erscheinen. Aus journalistischen Beiträgen wird eingekaufter Inhalt. Bei Facebook scheppert die Kasse. Damit profitiert das Netzwerk doppelt von den Medien – eigentlich sogar dreifach. Denn die Online-Werbung hat es ihnen schon lange entzogen. Die Texte bekam es bislang gratis – jetzt lässt sich Facebook auch noch dafür bezahlen, dass die journalistischen Texte nicht nicht gesehen werden.

Ist das genial?

Es ist Mark Zuckerbergs ganz spezielle Erkenntnis aus dem, was er im Präsidentschaftswahlkampf 2016 falsch gemacht hat.

„The Facebook farm has become increasingly unwholesome. The company is at the center of a storm over the promotion of false news stories, some potentially placed with the intention of interfering with the 2016 presidential election“, beschreibt das die „Times“. Fakes und Shitstorms gerade auf Facebook haben den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf zu einer Schlammschlacht gemacht – und Zuckerbergs Lehre daraus lautet: Die Medien sind schuld.

Der Mann müsste sich eigentlich bestens mit Donald Trump vertragen.

Aber er kleidet das nicht in eine Trumpsche Verdammungslegende gegen die Medien, sondern verkleidet das in die Behauptung, die Nutzer seines Netzwerks würden sich nicht mehr wohlfühlen und deshalb doch wieder mehr soziale Kontakte mit Freunden und Familie wünschen.

Aber die „Times“ (mit Bezug aufs „Wall Street Journal“) stellt auch noch trocken fest, dass dahinter ein völlig anderer Gedanke steckt, auch wenn das aus Sicht der „Times“ erst einmal so klingt: „Time spent on the site by users will probably fall, and that means advertising will grow more slowly.“

Denn wenn Nutzer längere Artikel lesen, verweilen sie natürlich länger auf einer Seite. Was die Verweildauer erhöht. Ob das freilich das Wachstum der Werbeerlöse beeinträchtigt?

Wohl eher nicht.

Denn Facebook lebt nicht von der Verweildauer auf Artikeln, sondern von Interaktion. Jeder Klick ist bares Geld wert. Und der Großteil der Werbung auf Facebook wird nach Klicks, nach Interaktion bezahlt, nicht nach Verweildauer. Menschen, die ausführliche Beiträge lesen, bringen also nicht so viel Geld wie Leute, die auf jeden Shitstorm, jede Fakenews, jede Sensation mit Kommentaren, Likes und Weiterverteilen reagieren. Und das funktioniert mit „friends and family“ besser, schneller und anzeigenwirksamer als mit längeren Artikeln, die erst gelesen sein wollen.

Heißt im Klartext: Mark Zuckerberg will von dem, was die US-Präsidentschaftswahl zu einer Kakophonie gemacht hat, noch mehr: Noch mehr Geschwindigkeit (obwohl die meisten Nutzer schon jetzt von der Dichte der News überfordert sind), noch mehr Aufregung, noch mehr Klicks. Und zwar alles wegen der Unternehmensperformance.

Denn – auch das deutet die „Times“ an: Facebook könnte die Grenze seines Wachstums erreicht haben. Denn im Grunde hat es mit Google zusammen längst den größten Teil aller Online-Werbebudgets an sich gebunden. Die Medien in den USA und Deutschland sitzen sowieso längst nur noch am Krümeltisch. Das heißt aber auch: Da ist nicht mehr viel zu steigern, egal, wie sehr Zuckerberg das Tempo noch erhöht, indem er diese so gar nicht wohltuenden Zeitungsartikel auch noch wegdrückt.

Tatsächlich ist es eine Unverschämtheit, wenn er behauptet, längere Texte täten seinen Nutzern nicht gut. Entweder sind diese Nutzer schon längst Junkies, die nur noch Häppchen vertragen und mit Texten länger als 140 Zeichen total überfordert sind. Oder Zuckerberg hat selbst ein Problem mit etwas längeren Texten und Dokus.

Dann steht er freilich für eine Manager-Elite, die nicht mehr weiß, wovon sie redet und die die Zusammenhänge einer Gesellschaft nicht mehr überblickt. Auch nicht die Rolle der Medien in einer Demokratie, die nun einmal nicht irgendein soziales Wohlbehagen braucht, sondern möglichst viele Menschen, die verstehen, wie unsere Gesellschaft funktioniert. Oder wie ein riesiges Netzwerk tickt, das seine Jagd nach immer mehr Clicks und Likes und Werbeumsätzen als „sozial“ verkauft, gar als Versprechen für ein Wohlbehagen.

Da muss man schon ziemlich unter Drogen stehen, um diesen Interaktionsdruck auf Facebook noch als Wohlbehagen zu interpretieren oder die dortigen „Freundschaften“ gar als soziale Kontakte zu betrachten. Da kann man wirklich nur noch eines raten: Klinkt euch aus Leute, und geht lieber in die nächste Kneipe an der Ecke. Da trefft ihr keine „friends“, sondern echte Menschen. Und manchmal hängt da auch noch ganz gemütlich eine Zeitung am Ständer, die man lesen kann, ohne dass man ständig zum Kommentieren und Liken genötigt wird.

Die Serie „Medien machen in Fakenews-Zeiten“.

Medien machen in Fakenews-Zeiten
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