Leipziger Zeitung Nr. 65

Warum die neue Leipziger Zeitung geradezu einlädt, mal über den Saurier Youtube nachzudenken

Für alle LeserErstaunlich, aber so ist es: Mit ihrer Unverfrorenheit, sich auf dem digitalen Markt zusammenzuraffen und zu nehmen, was scheinbar nur herrenlos herumlag, haben es die großen Internet-Konzerne, allen voran Google mit seiner Flimmerbildchentochter Youtube, geschafft, ein ganz heißes Eisen wieder auf die Tagesordnung zu bringen: den entfesselten Kapitalismus und seine neoliberalen Orgien.

Auf einmal beschäftigte sich ein ganzes EU-Parlament wieder mit der Frage: Gelten im Internet nun Regeln? Und wenn nein: Was richtet das eigentlich mit unserer Gesellschaft an? Zum Beispiel die um sich greifende „Alles for free“-Mentalität, die Millionen Nutzer dieser Netzwerke in dem Glauben wiegt, man könne alles einfach so herunterladen, was da irgendwo rumliegt, man müsse niemanden fragen, vielleicht, weil Mama Youtube die ganze Zeit erzählt, dass man sich schon kümmert und dass man wacht über seine unmündigen Kinder.

Einige von denen betreiben erfolgreiche Kanäle, verdienen sogar ein bisschen Geld damit und erzählen ihren Nutzern dann, dass das das Internet ist. Und seit ein paar Monaten erzählen sie ihnen auch, dass ihr geliebtes Internet in Gefahr ist, wenn Uopload-Filter eingeführt werden. Filter, die einfach kontrollieren, ob der hochgeladene Stoff schon irgendwo urheberrechtlich geschützt ist oder ob er neu ist und originär. So wie die meisten dieser flitzigen Youtube-Kanäle, denen Youtube-Managerin Susan Wojcicki angst und bange gemacht hat mit ihrer dreisten Behauptung, das Videonetzwerk werde gleich mal 35 Millionen Kanäle abdrehen, wenn die neue Urheberrechtsnovelle kommt.

Nichts davon ist geschehen. Die Zahl war einfach so aus der Luft gegriffen. Samt der Behauptung, Youtube könne nicht filtern, was urheberrechtlich geschützt ist, wofür Youtube Lizenzen erworben hat und wofür nicht. Das ist technisch alles möglich.

Aber mit dieser Kampagne hat Youtube gezeigt, wie milliardenschwere Konzerne heute Politik machen, nicht nur beeinflussen, sondern machen, wohl wissend, dass die vielen jungen Menschen, die mit dem und im Internet aufgewachsen sind, eine Macht sind. Wenn sie sich in den Netzwerken verabreden, geht die Post ab.

Das hat eine gute und eine schwarze Seite. Die schwarze Seite ist – hier offen sichtbar – die leichte Manipulierbarkeit einer ganzen Nutzergruppe.

Was noch etwas anderes zeigt, was jetzt so langsam in den Fokus der Kritik rückt: Am 3. April berichtete die „Süddeutsche“ darüber.

Bernd Graff schreibt dort: „Die weltgrößte Videoplattform Youtube soll jahrelang die ausdrücklichen Bitten von eigenen Mitarbeitern ignoriert haben, sogenannte ‚toxische Videos‘ aus dem Angebot zu entfernen oder aus seinen Empfehlungsspalten zu nehmen. Gemeint sind Beiträge mit politischer Propaganda und Fake News, mit Verschwörungstheorien, diskriminierenden oder extremistischen Inhalten. Das berichtet der Wirtschaftsdienst Bloomberg in einem ausführlichen Report. Die Unternehmensleitung der Google-Tochter – genannt wird die CEO Susan Wojcicki – habe die internen Meldungen stets mit dem Hinweis auf die Bedeutung solcher Filme für die Reichweite ignoriert. Man habe keine Einbrüche im ‚Nutzerengagement‘ hinnehmen wollen.“

Das heißt, eines der größten und wirksamsten sozialen Netzwerke hat mit Hass, Gewalt und Fake News regelrecht Stimmung gemacht, weil das Quote bringt, weil man damit riesige Klickzahlen erreicht.

VÖ am 05.04.2019. Die LEIPZIGER ZEITUNG Nr. 65. KLICK zum Vergrößern

Nur dummerweise ergibt das auf Youtube dann auch das verstörende Bild, dass die eingeblendeten Kanäle voller Verschwörungstheorien, Gewalt, Missgunst, Bosheit und wissenschaftlich völlig irren Auftritten sind. Als wäre die ganze Welt über Nacht verblödet. Und das Schlimme ist: Den Stoff ziehen sich Millionen User täglich rein und sind dann (da sie kein Korrektiv sehen) überzeugt: So ist die Welt.

Diese Debatte hat gerade erst begonnen, denn sie trifft sie alle – von Facebook bis Youtube. Sie haben mit diesem irren Stoff ihre Nutzerzahlen hochgejazzt, aus denen sie dann ihre Geschäfte generieren. Und gerade die Kritik aus den USA zeigt: Sie kommen damit nicht mehr so einfach durch. Wer solche Veröffentlichungsmaschinen betreibt, muss auch inhaltlich Verantwortung übernehmen.

Die Giganten behaupten zwar, sie würden sich bemühen. Aber gerade Mark Zuckerbergs Wunsch nach weltweiten Regeln im Internet macht deutlich, dass diese Netzwerke den Teufel wohl nicht mehr in die Flasche bekommen. Sie brauchen dringend die Unterstützung kluger Gesetzgeber, die sie quasi von außen dazu zwingen, den Müll aus den Kanälen zu beseitigen.

Denn darum geht es. Nicht um die ganzen Geschäftsmodelle der meisten Youtube-Stars.

Aber wozu der Ausflug?

Weil mehrere Demonstrationen in Leipzig dieser Tage zeigen, wie mobilisierbar auch und gerade die junge Generation ist, wenn es ihre Lebenswelt betrifft. Und die „Leipziger Zeitung“ Nr. 65 beschäftigt sich damit – in vielen Facetten. Im Kern steht überall die zentrale Frage der kapitalistischen Gesellschaft: Freiheit versus Egoismus. Wo ist die Balance? Und wo muss einer irrelaufenden Entwicklung von der Gemeinschaft eine Grenze gezogen werden?

Die Debatten ballen sich derzeit, denn nicht nur viele junge Menschen bekommen mit, dass alles viel zu lange vor sich hingelaufen ist

– bei den viel zu lange geduldete Umweltsündern (Seite 3)

– bei der verfehlten Förderpolitik (Seite 4)

– bei der Sicherung neuer Wohnquartiere (Seite 6)

– bei der Förderung der falschen Großprojekte (Seite 7)

– bei der verzögerten Energiewende (Seite 8)

– in der Wohnungspolitik (Seite 9)

– in der Fluglärmkommission (Seite 10)

.. nur um einen kleinen Einstieg in die neue „Leipziger Zeitung“ zu geben, die Nr. 65. ganz klassisch auf Papier gedruckt, auch wenn wir mit der L-IZ auch online zeigen, dass man sich vor den Riesensauriern des Internets nicht fürchten muss. Und dass das geliebte Internet auch dann nicht verschwindet, wenn irgendeine Youtube-Managerin droht, irgendwas abzuschalten. Gerade Youtube, das mit dieser Menge freiwillig bestückter Kanäle seine Geschäfte macht.

Für alle Kiddies, die es bis hierher geschafft haben zu lesen: Nicht ihr seid von diesem Moloch Youtube abhängig, sondern Youtube ist von euch abhängig. Ihr seid es, die klare Regeln für einen menschlichen Umgang dort in diesem Netzwerk fordern dürft. Tut es einfach. Es ist euer verdammtes Recht.

Die neue „Leipziger Zeitung“ liegt an allen bekannten Verkaufsstellen aus. Besonders in den Szeneläden, die an den Verkäufen direkt beteiligt werden. Oder einfach abonnieren und direkt im Briefkasten vorfinden.

Leipziger ZeitungUploadfilterYoutube
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Angebot zum Tag der Bibliotheken in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig
Foto: Thomas Meyer / OSTKREUZ

Foto: Thomas Meyer / OSTKREUZ

Am Donnerstag, 24. Oktober findet deutschlandweit der „Tag der Bibliotheken“ statt. Nutzen Sie unsere Angebote, um die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig (besser) kennen zu lernen.
Wofür wir uns schämen: Ein Roman über Kindheitsmuster, falsche Rollen und den Mut zum eigenen Leben
Tomas Blum: Wofür wir uns schämen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserManchmal braucht es ein paar Umwege bis zum ersten Roman – zum Beispiel über 20 Jahre Arbeit als Autor und Ghostwriter in Wirtschaft und Politik. Und dann vielleicht noch den Kontakt zu einer einzigartigen Lektorentruppe wie die des Leipziger Liesmich Verlages, den diese ambitionierten Leipziger ja extra gegründet haben, um verheißungsvolle Manuskripte tatsächlich zum Überraschungsbuch werden zu lassen. So auch Tomas Blums „Wofür wir uns schämen“.
Im Leipziger Jubiläenkalender bis 2025 sind die Frauen wieder nur Mauerblümchen
Gedenktafel am Ort, wo Clara Wiecks Geburtshaus stand. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist wirklich nicht einfach, die Diskussion um den 200. Geburtstag von Clara Schumann hatte es ja gezeigt. Erst ein lauter Protest aus der Bürgergesellschaft sorgte dafür, dass „CLARA19“ noch nachträglich ins Jubiläumsprogramm der Stadt Leipzig kam und entsprechende Förderung erhielt. Jetzt ist „CLARA19“ der Festivalreigen, an dem in Leipzig 2019 niemand mehr vorbeikommt. Aber irgendwie bleibt das Frauenthema für Leipzigs Verwaltung ein ganz, ganz schweres.
Warum gibt es eigentlich keine neue Straßenbahnverbindung in der Zweinaundorfer Straße?
S-Bahn-Station Anger-Crottendorf: Hier könnte ein direkter Straßenbahnanschluss hin. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBis zur großen Netzreform 2001 gab es noch einige Linien, die Strecken befuhren, wo man heute eine regelmäßig verkehrende Straßenbahn zu Recht vermisst. Zu diesen Linien gehörte auch die damals noch durch die Zweinaundorfer Straße verkehrende Linie 8. Und das zu einem Zeitpunkt, als Leipzig wieder auf Bevölkerungswachstum umschaltete. Doch die Netzreform hat Denkblockaden ausgelöst, die bis heute gelten.
Die Leipziger Mieterprobleme von heute sind andere als die der 1990er Jahre
Wie ist ein guter Zustand für alle erreichbar, wenn es um Wohnen und Mieten geht. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserDer Mieterverein ist in Leipzig seit 1992 aktiv. Damals konnte er die Leipziger dazu beraten, wie man mit der neuen, marktwirtschaftlichen Mieterwelt umgehen muss. Aber heute könnte er eine völlig neue Rolle bekommen, stellt das Netzwerk „Leipzig – Stadt für alle“ fest und ruft alle Mitglieder des Mietervereins auf, am 21. Oktober an dessen Vollversammlung teilzunehmen.
Einige Thesen über himmlische Heimstätten und die kalifornische Kanalisation
Gilt für New York genauso wie für Schleußig: Bezahlbarer Wohnraum für alle! Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserMit Thesen ist es so eine Sache: Sie bestechen zum einen durch ihre Einfachheit, sind zugleich aber höchst komplizierte Gebilde. Der einfache Teil der Geschichte beginnt für gewöhnlich damit, dass Menschen Thesen über die Welt aufstellen, in der sie leben. Werden diese Thesen populär, dann werden auch die Menschen, die sie aufgestellt haben, bekannt. Mitunter erreichen sie sogar den Rang eines Popstars, werden als Legenden verehrt oder auf sonst einen Thron erhoben. Und den Nimbus des Quasi-Heiligen gibt's gratis dazu.
Politischer Kitsch: Ein philosophischer Versuch, die Sehnsucht der Deutschen nach sentimentaler Scheinpolitik zu erklären
Alexander Grau: Politischer Kitsch. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWir leben in seltsamen Zeiten. Das merkte nicht nur der hessische Philosoph und Journalist Alexander Grau, der mit seinem Buch „Hypermoral“ schon einmal versucht hat zu erfassen, warum in unserer Gesellschaft so eine riesige Lücke klafft zwischen Realität und politischer Geste. Mit „Politischer Kitsch“ versucht er das Phänomen von einer anderen Seite zu erfassen. Denn wo Rationalität verschwindet, regiert der moralische Kitsch.
SC DHfK Leipzig vs. TBV Lemgo 34:32 – Lemgos Lazarettliste zu lang
Viggo Kristjansson feiert mit seinem DHfK-Team einen weiteren Heimsieg. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserSchon zum Pressegespräch war klar, Lemgo wird ohne einige verletzte Stammspieler anreisen. Zur langen Liste der Invaliden gesellten sich kurzfristig zwei weitere Spieler. Schon zu Beginn der ersten Halbzeit sah es aus, als könnten die Leipziger daraus Kapital schlagen. Eine 10:5-Führung stand auf der LED-Anzeige. Doch mit Kampfeswillen und leidenschaftlichem Einsatz gestalteten die Gäste das Spiel spannend, führten gar zur Pause wieder.
Ein Dorf geht auf Zeitreise
Schadensbegehung. © LiebDorf1813

© LiebDorf1813

Vom 18. Oktober bis 20. Oktober 2019 werden auf dem historischen Marktplatz von Liebertwolkwitz, in den angrenzenden Gehöften und rund um die Kirche wieder Ortsgeschichte und -geschichten aus der Zeit um 1800 dargestellt.
ADFC ruft auf zur Fahrraddemo am 29. Oktober in der Inneren Jahnallee und um den Promenadenring
Gelunges Beispiel für „shared space“: Die Schlösserstraße in Erfurt. Foto: ADFC Leipzig

Foto: ADFC Leipzig

Für alle LeserIn Leipzigs Verkehrspolitik dauern wichtige Weichenstellungen mittlerweile erstaunlich lange. Erst 2021 soll eine beschlussfähige Vision für die Gestaltung des Innenstadtrings vorliegen. Erst 2020 sollen die ersten Teilstücke des Rings für den Radverkehr freigegeben werden. Bei so einem Tempo wird man als Radfahrer alt und grau, bevor sich wirklich etwas ändert und das Radfahren am Ring kein Gefahrenparcours mehr ist. Zeit für eine Demo, findet der ADFC.
Ab 22. Oktober im Alten Rathaus zu sehen: Briefe und Postkarten von Max Schwimmer
Max Schwimmer: Brief an Wilhelm Geyger, 20.7.1940 (Ausschnitt). Foto SGM

Foto SGM

Für alle LeserIm Ausstellungsabteil „Neu im Museum“ im zweiten Obergeschoss des Alten Rathauses zeigt das Stadtgeschichtliche Museum regelmäßig Neuzugänge aus seiner Sammlung. Diesmal gibt es mit den Postsendungen eines Leipziger Künstlers einen ganz besonderen Augenschmaus. Zuvor in Privatbesitz, wird ab dem 22. Oktober ein wertvolles Konvolut von Autographen des Leipziger Künstlers Max Schwimmer erstmals öffentlich gezeigt.
Nicht schon wieder Äcker opfern: Dohna will aus IPO-Zweckverband aussteigen
Heute Natur, morgen Beton: Von den IPO-Plänen betroffene Landschaft bei Pirna. Foto: B. Borchers

Foto: B. Borchers

Für alle LeserDohna liegt ziemlich weit im Osten Sachsens, 15 Kilometer östlich von Dresden an der Müglitz. Und der Stadtrat von Dohna hat jetzt etwas getan, was in Sachsen Einmaligkeitswert besitzt: Er hat sich gegen die weitere Versiegelung der Landschaft ausgesprochen und Dohna soll deshalb aus dem Zweckverband Industriepark Oberelbe (IPO) aussteigen.
Noch zehn Jahre bis zur kompletten LED-Beleuchtung in Leipzig
Nachtbeleuchtung am Wintergartenhochhaus. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserAb und an überarbeitet die Stadt Leipzig ihre Lichtkonzeption. Die letzte Konzeption stammt noch aus den 1990er Jahren. Da wurde die gesamte noch aus DDR-Zeiten stammende Beleuchtung durch damals moderne Natriumhochdrucklampen ersetzt. Doch mittlerweile ist ein ganz anderes Leuchtenzeitalter angebrochen. LED-Lampen lösen die alten Stromfresser ab. Aber mittlerweile spielt auch das Thema Lichtverschmutzung eine Rolle.
Zwischenzeiten: Michael Kerstgens Fotos aus dem Mühlhausen des Jahres 1990
Michael Kerstgens: Zwischenzeiten. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIrgendetwas ist da passiert, das die Menschen in Ostdeutschland völlig verändert hat seit jenem Jahr des Aufbruchs 1990, als sie die Tristesse eines erstarrten Landes hinter sich ließen, um mit einer erstaunlichen Grimmigkeit aufzubrechen in blühende Landschaften. Auch in der thüringischen Stadt Mühlhausen, die der aus Hessen stammende Fotograf Michael Kerstgen im Frühjahr 1990 besuchte und festhielt in eindrucksvollen Fotos.
Konzert zum 172. Todestag von Felix Mendelssohn Bartholdy im Paulinum
Paulinum der Universität Leipzig. Foto: René Loch

Foto: René Loch

Als Felix Mendelssohn Bartholdy am 4. November 1847 starb, war die Trauer unendlich groß. Während der Trauerfeier am 7. November in der Paulinerkirche nahmen zahlreiche Freunde, Weggefährten, aber auch Leipziger Bürgerinnen und Bürger („ganz Leipzig“, heißt es in einer zeitgenössischen Quelle) vom Ehrendoktor der Universität Leipzig Abschied.