Mit „Leipzig Museum on Tour. Leipziger Schätze unterwegs“ fährt das Stadtmuseum vielsprachig auf die Stadtfeste des Sommers

Für alle LeserMuseen haben ja ein gewisses Schwellenproblem. Wer nicht sowieso ein gewohnheitsmäßiger Museumsbesucher ist, scheut sich meist, eine Museumsausstellung zu besuchen. Auch dann, wenn es eigentlich um die Geschichte seiner Stadt geht. Das Stadtgeschichtliche Museum dachte sich an dieser Stelle: Wenn die jungen Leute nicht kommen, fahren wir eben hin zu ihnen. Und nehmen ein paar schöne Anschauungsstücke mit: Museum on Tour eben.
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Und dabei stehen natürlich all jene jungen Menschen im Fokus, die aus der ganzen Welt nach Leipzig kommen und hier heimisch geworden sind. Um diesen jungen Menschen unterschiedlicher Herkunftsländer einen Zugang zur Geschichte dieser Stadt zu bieten, die Stadtgeschichte dabei aber auch interessant und facettenreich zu vermitteln, bedarf es vielfältiger und oft auch ungewöhnlicher Wege, befand die Museumsmannschaft und initiierte in Kooperation mit dem Verein Mühlstraße 14 e. V. das besondere Projekt „Museum on Tour. Leipziger Schätze unterwegs“.

Teilnehmer und Teilnehmerinnen verschiedener Nationalitäten zwischen 18 und 35 Jahren wählten in der Ständigen Ausstellung im Alten Rathaus ihre Lieblingsobjekte zur Leipziger Stadtgeschichte aus. Dabei standen folgende Fragen im Vordergrund: Wie sehen junge Leipziger und Leipzigerinnen aus unterschiedlichen Ländern ihren neuen Wohnort? Wie beurteilen sie die Geschichte(n) und Exponate rund um Leipzigs Stadtgeschichte? Welche Parallelen gibt es zwischen Leipzig und ihren Herkunftsorten?

Ausgewählt wurden zum Beispiel die Amtskette des Oberbürgermeisters, das Modell der Lipsia für die Bekrönung des Neuen Rathauses oder eine Sänfte aus dem 18 Jahrhundert.

Auf einem speziell umgebauten Lastenfahrrad werden diese Objekte jetzt als Nachbildungen in einer mobilen und interaktiven Ausstellung präsentiert. Und die Ausstellung geht in diesem Sommer gleich zu mehreren Stadtteilfesten auf Tour.

Wobei auch die jungen Leute, die das Projekt mitgestalten durften, ein bisschen stolz sind, so wie die 27-jährige Sawsan aus dem Jemen: „Ich fand es toll, über das Museum meine neue Stadt, ihre Geschichte und Deutschland kennenzulernen.“

Die Ausstellungsmacher sind jetzt auf diversen Leipziger Stadtteilfesten anzutreffen, um dort ihre Präsentation vorzustellen und mit den Besuchern anregende Gespräche zu führen. Und man profitiert auch noch von der begeisterten Truppe, die das Projekt auf die Räder gebracht hat. Denn das Besondere ist, dass der Austausch nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Französisch, Vietnamesisch oder Arabisch geführt werden kann. Die Besucher dürfen sich auf Objekte zum An- und Ausprobieren, auf 3D-Museumsräume sowie auf interessante, oft überraschende Informationen und Geschichten freuen.

Die Termine im Sommer 2019

30. Juni: Paunsdorfer Stadtteilfest | Freifläche des Grünen Bogens 04329 Leipzig (am Wildtiergehege)
6. Juli: Westbesuch am Südende des Bürgerbahnhofs Plagwitz
18. August: Schönauer Parkfest – Grünauer Stadtteilfest, Schönauer Straße, 04205 Leipzig (ab 12 Uhr)
24. August: LO.Fe – Leipziger Osten Fest im Stadtteilpark Rabet Hedwigstraße, 04315 Leipzig
14. September: Internationales Tanzfest im Lene-Voigt-Park 04317 Leipzig (ab 15 Uhr)

Stadtgeschichtliches Museum
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Cover: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)

Für alle LeserEs ist ja nicht nur Südtirol, wo über den massenhaften Einsatz von Pflanzenschutzmitteln diskutiert wird und wo jetzt die Agrarlobby versucht, den Autor des Buches „Das Wunder von Mals“ wegen Rufmord ins Gefängnis zu bringen. Das Thema betrifft die komplette europäische Landwirtschaft, die von riesigen Monokulturen dominiert wird, die ohne den Einsatz von Pestiziden gar nicht mehr funktionieren würden. Da hätten wir schon gern erfahren, wie viele Tonnen Pflanzenschutzmittel zum Beispiel auch in Sachsen jedes Jahr ausgebracht werden.