Uta trifft Nina: Sieker-Ausstellung lädt ab dem 7. Juni nach Naumburg ein

Für alle LeserNicht nur in Leipzig, auch in der Region erwachen die Museen und Ausstellungen wieder zum Leben, empfangen ihr Publikum unter den nötigen Schutzauflagen. Was meistens nicht wirklich stört, weil man ja sowieso nur schauen und staunen möchte. Und vielleicht die Frage beantwortet bekommen: Was hat Nina Hagen eigentlich mit der berühmten Uta von Naumburg zu tun? Die Antwort gibt es ab Sonntag, 7. Juni, in der Naumburger Marienkirche.
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Lebendig, ausdrucksstark und faszinierend präsentiert die Ausstellung die vom Fotografen Jürgen Sieker geschaffene Bildserie „Uta trifft Nina“ vom 7. Juni bis 31. Oktober 2020 in der Marienkirche am Naumburger Dom.

In intensiven Porträtstudien werden Prominente aus Politik und Gesellschaft berühmten Kunstwerken wie den Naumburger Stifterfiguren gegenübergestellt. Mensch und Kunst scheinen auf einzigartige Weise in einen Dialog zu treten. Sie offenbaren dabei die berührende Menschlichkeit in den Kunstwerken – ebenso wie die ureigene Kunst eines jeden menschlichen Gesichts.

Jürgen Sieker, der sich in den 1990er-Jahren einen Namen als Portraitfotograf gemacht hat, führt von 1999 bis 2009 einen umfangreichen Dialog zwischen der Fotografie und der Skulptur der letzten fünf Jahrtausende in den unterschiedlichsten Kulturkreisen der Erde. Schlusspunkt und aus seiner Sicht durchaus auch Höhepunkt bildet die Auseinandersetzung mit den Werken des Naumburger Meisters.

In der Ausstellung „Uta trifft Nina“ werden in der Marienkirche am Naumburger Dom fotografische „Portraits“ der Skulpturen mit Prominentenportraits konfrontiert und gleichzeitig Werke des Naumburger Meisters im Kontext mit Meisterwerken der Weltskulptur präsentiert. Dabei werden dem Betrachter die beiden Wesensmerkmale, die die Naumburger Werke so einzigartig erscheinen lassen, veranschaulicht: die außerordentliche Lebendigkeit und die herausragende künstlerische Qualität.

Der Fotograf Jürgen Sieker. Foto: Jürgen Sieker

Der Fotograf Jürgen Sieker. Foto: Jürgen Sieker

Der 1949 geborene Fotograf Jürgen Sieker wuchs in Karlsruhe auf. Von 1976 bis 2005 lebt und arbeitet Sieker in Bremen als Fotograf und Kunsterzieher. Erste Fotoserien entstehen in den 70er Jahren. Zu dieser Zeit fotografierte er vor allem Kulturlandschaften. Allmählich kommt der Mensch in seinen Darstellungen deutscher und italienischer Städte sowie in seinen Industrielandschaften ins Bild. Beherrschend bleibt jedoch das Umfeld, das ihn umgibt.

Dieser Prozess setzt sich bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Fernsehen fort. Jürgen Sieker durfte in Bereichen dabei sein, die sonst für Journalisten tabu sind. So wurde er z. B. zu Dreharbeiten eines Tatorts mit Götz George eingeladen. Einige der Stars, die sonst eher an werbewirksamen Glamourfotos interessiert sind, waren zum ersten Mal bereit, sich einer eher kritischen, an Ausdrucksstärke orientierten Vorgehensweise eines Fotografen zu stellen.

Das Portraitieren der Stars baut Sieker schließlich zu einem eigenständigen Thema aus: Die Umgebung bleibt nun völlig ausgespart, der Fotograf konzentriert sich vollständig auf die Physiognomie des Dargestellten. Es entstehen u. a. Gesichtsstudien von Willy Brandt, Michail Gorbatschow, Armin Mueller-Stahl, Naomi Campbell, Nina Hagen und vielen anderen. Die 1993 in dem Bildband „famous faces“ veröffentlichten Aufnahmen zeigen „Runzeln, Falten, Verwerfungen, die man sonst nicht zu sehen bekommt. Gelebtes Leben.“ („Die Zeit“, 25. März 1994).

Eine vielleicht noch weitergehende Form des Näherkommens praktizierte er bei der Arbeit an seiner Serie „Hommage à Toulouse-Lautrec“, die 1994 in der Bremer Kunsthalle präsentiert wurde. Wie der Maler freundet sich Sieker mit den Künstlern eines Varietés an. So gelingt es ihm, selbst in ihrer Intimsphäre Bilder zu machen.

Die Auseinandersetzung mit Toulouse-Lautrec weckt in Jürgen Sieker das Interesse, sich verstärkt mit dem Thema Bewegung auseinanderzusetzen: In seiner Serie „Movimente“, kunstvoll im Studio inszenierte, an Skulpturen erinnernde Körperstudien, beschäftigt er sich mit dem Kräftespiel der einzelnen Glieder, den Bauformen des Körpers und seinen Bewegungsmöglichkeiten als Ausdrucksmittel.

In Fortsetzung der Auseinandersetzung mit dem bewegten Körper entstanden in der zweiten Hälfte der 90er Jahre Serien über das Russische Staatsballett, den spanischen Flamencostar Maria Serrano sowie den Ausdruckstänzer Leonard Cruz. Die Auseinandersetzung mit dem Schaffen anderer Künstler nimmt einen zentralen Platz im Werk Jürgen Siekers ein. 1999 begann er in Zusammenarbeit mit verschiedenen bedeutenden europäischen Museen seine Serie „Kopf an Kopf“, die im Überseemuseum Bremen präsentiert wurde und zu der ein gleichnamiger Bildband erschien (2001 vom Design Zentrum Nordrhein-Westfalen mit dem red dot award best of the best ausgezeichnet).

Bud Spencer und Reglindis. Foto: Jürgen Sieker

Bud Spencer und Reglindis. Foto: Jürgen Sieker

Der Wunsch, Werke des Naumburger Meisters in die Bildserie aufzunehmen, musste zunächst unerfüllt bleiben, da Siekers Arbeitsweise, die wesentlich darauf basierte, die Objekte selbst auszuleuchten, aufgrund der hohen Positionierung im Westchor des Naumburger Doms nicht realisierbar war.

Erst 2009 ergab sich diese Möglichkeit und so bildeten für den Künstler seine „Portraits“ der Naumburger Stifterfiguren den Schlusspunkt und aus seiner Sicht auch Höhepunkt seines Projekts, in dem sich Sieker intensiv mit den Werken von Bildhauern aus der ganzen Welt aus zehn Jahrtausenden auseinandersetzt. Er lässt deren Werke in einen Dialog treten und eröffnet dem Betrachter eine neue Sicht auf die dargestellten Kunstwerke.

In seinem Buch- und Ausstellungsprojekt „Uta trifft Nina“ fasst Jürgen Sieker die Bildserien „famous faces“ und „Kopf an Kopf“ zusammen und kommt darin zu verblüffenden Gegenüberstellungen von menschlichen Portraits und seinen Abbildungen von Skulpturen, denen er eine große Lebendigkeit verleiht.

Seit 2005 wohnt Jürgen Sieker in Eisenach und Paris. Er beginnt sein fünfzehnjähriges Projekt „Paris“. War Sieker bisher konsequenter schwarz-weiß-Fotograf, so arbeitet er bei dieser Serie fast ausschließlich in Farbe.

Bei aller Unterschiedlichkeit der Themen weisen Siekers Arbeiten übereinstimmende stilistische Merkmale auf: eine sehr klare Bildkomposition, eine inhaltliche Konzentration aufs Wesentliche und eine kunstvolle Gestaltung durch Licht, Schatten und Farben. Immer ist bei der Findung der bildnerischen Mittel das oberste Ziel, dem Bildgegenstand gerecht zu werden.

Zu den meisten seiner Bildserien hat Sieker Bildbände veröffentlicht.

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