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Nach Frankfurt nach Leipzig: Am 25. Oktober startet das Festival „Literarischer Herbst“ in Leipzig

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    Das Festival „Literarischer Herbst“ setzt auch in diesem Jahr in der Woche nach der Frankfurter Buchmesse auf direkte Begegnungen mit dem Publikum – und den Schulterschluss zum lokalen Buchhandel: Vom 25. bis 31. Oktober werden in Leipzig mehr als 60 Autorinnen und Autoren zu 23 Veranstaltungen erwartet. Dazu ist mit den „Herbst Tapes“ schon im September ein eigener Podcast gestartet.

    Während im letzten Herbst deutschlandweit Veranstaltungen abgesagt werden mussten, wurde in Leipzig aufgrund niedriger Inzidenzen buchstäblich bis zum Lockdown gelesen. Auch in diesem Jahr kündigen die Organisatoren für die Woche nach der Frankfurter Buchmesse ein Programm an, das „die ganze Bandbreite dessen bietet, was Literatur will und kann – kühn und poetisch, literarisch klug, politisch“.

    Das reicht von Auftritten von Angelika Klüssendorf und der Bachmann-Preisträgerin 2020 Helga Schubert über den vor wenigen Wochen mit dem Joseph-Breitbach-Preis ausgezeichneten Karl-Heinz Ott bis zu einem Abend mit dem neu gegründeten Kanon Verlag („Alles auf Anfang“), einer Lesung mit Live-Musik von Peter Licht oder der öffentlichen Verleihung des Edit-Essaypreises.

    Neben bewährten Herbst-Formaten wie „Beste erste Bücher“, dem „Lyrikhotel“ oder dem gemeinsamen Campus-Programm mit der Literaturzeitschrift Edit und der Galerie für Zeitgenössische Kunst wird es auch neue Kooperationen geben: Über den Dächern der Stadt, in der gläsernen Kuppel der Leipziger Volkszeitung, sind Pieke Biermann und Johannes Groschupf mit ihren preisgekrönten Berlin-Krimis zu erleben. Die Leipziger Poetikvorlesung mit Rosa von Praunheim, einem Pionier des queeren Kinos, wird das Festival im Paulinum am Augustusplatz beschließen.

    Seit Mitte September hat das Festival auch einen eigenen Podcast: Mit den „Herbst Tapes“, einem Best-of des letzten Jahrgangs, der auf Plattformen wie Spotify oder Apple Podcast abonniert werden kann, lässt sich die Wartezeit bis zum Start Ende Oktober verkürzen. Unter dem Motto „Kauf’ vor Ort, sonst ist er fort!“ wird der Literarische Herbst von sieben lokalen Buchhandlungen unterstützt – mit kreativen Schaufenster-Ideen und Büchertischen.

    „Wir planen kein Corona-Notprogramm“, so die Organisatoren des Festivals, empfehlen jedoch eine möglichst frühe Reservierung, da auch in diesem Jahr aufgrund geltender Hygienekonzepte mit weniger Tickets zu rechnen ist. Tsitsi Dangarembga, die Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels, die am Tag nach ihrer Paulskirchen-Ehrung aus Frankfurt nach Leipzig kommt, wird pandemiebedingt nur im Livestream zu erleben sein.

    Der Podcast „Herbst Tapes“.

    Die Festival-Veranstalter hatten schon 2020 auf das Format Podcast abgestellt, weil der Zugang zu den Veranstaltungen durch Corona zwangsläufig limitiert war: Und sie wollten auch nicht streamen, sondern etwas Nachhaltiges schaffen.

    Die sechs Folgen der ersten „Staffel“ erscheinen im Wochenrhythmus bis zum Festivalstart: Es gibt zwei lange Folgen mit den Lyrikhotels, die einerseits vom Duo Thomas Böhme/Kathrin Schmidt (HT #3) und andererseits vom Duo Kerstin Preiwuss/Marcel Beyer (HT #5) bestritten wurden, dazu vier kürzere mit den Debütant/-innen Marina Frenk, Verena Keßler, Marius Goldhorn, Deniz Ohde und Christian Schulteisz.

    Zu hören ist das auf Spotify, Apple Podcast und allen anderen relevanten Plattformen. Direkt zur Spotify-Seite.

    Detaillierte Informationen werden laufend auf der Festival-Website zum „Literarischen Herbst“ ergänzt.

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      2 KOMMENTARE

      1. Hallo Torsten, Du hast es erfasst, das Leben besteht aus lauter deepen Widersprüchen. Es ist uns wichtig, mit den lokalen Buchhändlerinnen und Buchhändlern, die wir kennen und schätzen und die gerade in Corona-Zeiten über sich hinausgewachsen sind, zusammenzuarbeiten. Podcasts mögen wir deshalb trotzdem nicht mit dem Dosentelefon übertragen, sondern über gängige Portale. Wir hoffen, dass unser Karma-Konto damit nicht völlig im Eimer ist. Peace!

      2. „Seit Mitte September hat das Festival auch einen eigenen Podcast: Mit den „Herbst Tapes“, einem Best-of des letzten Jahrgangs, der auf Plattformen wie Spotify oder Apple Podcast abonniert werden kann, lässt sich die Wartezeit bis zum Start Ende Oktober verkürzen. Unter dem Motto „Kauf’ vor Ort, sonst ist er fort!“ wird der Literarische Herbst von sieben lokalen Buchhandlungen unterstützt – mit kreativen Schaufenster-Ideen und Büchertischen.“

        Wow, diese Idee ist deep praktizierter Zen. Einfach mal die größtmögliche Widersprüchlichkeit leben und andere dazu einladen. Lokal kaufen auf Spotify und Apple. Haha! (Ich hoffe, das irgendwann jemand dafür zur Rechenschaft gezogen wird.)

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