Als im Februar kurzfristig die Leipziger Buchmesse 2022 abgesagt wurde, wurde auch gleich noch das Lesefest „Leipzig liest“ gecancelt. Dabei erwischte es auch den von der Edition Outbird anlässlich der Leipziger Buchmesse geplanten traditionellen Literarischen Buchmessesalon. „Aufgrund der Messeabsage haben wir uns für einen Alternativtermin im schönsten Frühlingsgewand entschieden“, lädt Verleger Tristan Rosenkranz jetzt zum neuen Termin am 21. Mai ein.

„Das LineUp hat sich dadurch ein wenig geändert, dürfte aber an Attraktivität nichts verloren haben“, verspricht er.

Terminiert ist der Literarische Buchmessesalon jetzt für Samstag, 21. Mai, von 19 bis 22.30 Uhr in der Kunstgalerie Raum 16 (Sinnträger Tattoo) in der Windscheidstraße 51 (Rückseite Werk 2 / hinter der Frauenkultur).

Das Literarisches Salonprogramm

19 Uhr: Einlass, Moderation M. Kruppe

19.35 Uhr: Christian Mahlow liest aus seinem Roman „Die Walin„
Die Walin ist eine fesselnde Parabel, die vom einsamen und absurden Kampf eines Mannes um das Überleben eines Zwergwal-Weibchens in seinem Wohnzimmer erzählt. Seine verzweifelten Bemühungen sind ein kafkaesker Grenzgang zwischen unerfüllter Liebe, Schuldgefühlen und Selbsterkenntnis. Christian Mahlow wird diese Stimmung ins Publikum tragen und mit Sicherheit intensive Bildern erzeugen.

20.05 Uhr: Dominique M. & Tine Täger präsentieren den Roman „Ephemer“
Einen tiefen Sog baut „Ephemer“ bereits mit den ersten Seiten dieses Romans auf, die aus der Feder des Musikers und Bandleaders von „Anderes Holz“, Dominique M. Täger, da zu Papiere flossen. Sein erzählerischer Sound löst unweigerlich ein inneres Vibrieren aus, wie er da Figuren zeichnet, sprachliche Feinheiten fernab schnöde verkümmernden Sprechs verarbeitet und David Lynch-Momente in seinen Stoff einspeist. Dominique wird diese musikalische Präsentation des Romans gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Tine aufführen.

20.50 Uhr: Ulrike Serowy liest aus ihrem Roman „Wölfe vor der Stadt“
Eine halbverlassene Stadt, die nach und nach im Nebel versinkt. Helena, eine junge Künstlerin, führt darin ein zurückgezogenes Leben. Da machen Gerüchte die Runde: Die Wölfe sollen zurückgekehrt sein und um die Stadt streichen. Helena selbst wird von bösen Ahnungen geplagt und von Träumen heimgesucht, die nicht ihre eigenen sind. Sie lernt Johannes kennen, der nur wenig von sich preisgibt und ebenso verloren scheint wie sie. Doch Johannes trägt ein Geheimnis in sich, das sie beide an den Rand des Daseins bringen wird.

21.20 Uhr: „M. Kruppe“ liest aus seinem neuen Erzählband „Lange Nächte in Tampere“
Als Mitte Januar 2022 ein Freund anrief und ein Stipendium in Finnland vorschlug, war der erste Gedanke Kruppes: „Ähm … nein! Denn ich bin eher so der karibische Typ.“ Warum er dann trotzdem, schon zwei Wochen später, von Leipzig nach Berlin, von Berlin nach Helsinki und von Helsinki nach Tampere reiste, was er auf seinem Trip erlebte, wie er die Menschen in Finnland und die finnische Sprache wahrgenommen hat, was er überhaupt einen ganzen Monat in der Kulturhauptstadt Finnlands getan hat und was das alles auch mit Obdachlosigkeit und Armut zu hat, beschreibt er in diesem im Entstehen befindlichen Buch. Neben diesen Impressionen reist der Autor in seine Vergangenheit ebenso zurück, wie in sein innerstes Ich und erzählt, mal ernst, mal mit viel Humor, über ein Leben „am Rande der Gesellschaft“.

21.50 Uhr: Aufführung von Marcel Schreiters Kurzfilm „Vom östlichen Rande“
„Bukarest – city of good life“ – ein rasant erzählter Bildband des Filmemachers und Fotografen Marcel Schreiter der Hauptstadt Rumäniens, der Anfang 2021 in der „Edition Outbird“ erschienen ist. Untermalt mit melancholischen Texten Michael Schweßingers. Dem voran gingen Jahre, die die beiden in Bukarest verbrachten. Beide kennen die Stadt mit ihren unterschiedlichen Facetten, zahlreichen Schicksalen und rapiden Entwicklungen. 2016 haben sie bereits weit vor diesem Buch diesen Kurzfilm über Bukarest gedreht – ein Zeitverlust, eine Melancholie, die uns da in eine andere und doch fremdvertraute Welt blicken lässt.

Darüber hinaus gibt es zur Veranstaltung an der Bar eine Auswahl internationaler Whiskys sowie einen Stand mit den Verlagsprodukten der Edition Outbird.

Das Ticket zu 8 Euro kann auf der Website von Outbird erworben werden.

Das Förderticket, mit dem die unabhängige Verlagsarbeit von Outbird unterstützt wird, kann man zu 12 Euro auch dort erwerben.

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