Bach in the Central Station

Dale Henderson gastiert zum Bach-Fest 2017 in Leipzig

Für alle LeserDa stelle man sich vor: Es ist Bach-Fest in Leipzig, und keiner kommt dran vorbei. Nicht nur, weil das Bach-Fest natürlich auch wieder Open Air zu erleben ist, wohl die schönste Art, den Leipziger Marktplatz zu bespielen, sondern weil auch ein freundlicher Violincellospieler aus New York da ist, der Bach dort spielt, wo ihn niemand erwartet. In diesem Fall: im Hauptbahnhof. Dale Henderson heißt der Bursche.

Sein Projekt „Bach in the Subways“ kennen die Leipziger schon. Wenn auch ohne seinen Erfinder. 2015 zum Beispiel brachten Leipziger Musiker die Stationen der S-Bahn zum Klingen. Den Youtube-Clip dazu finden Sie unterm Text.

Der natürlich befremdlich wirkt: Einige Leute bleiben stehen und lauschen, andere laufen vorbei, ohne auch nur innezuhalten. Züge fahren ein und aus.

Aber genau das ist das Bild unserer Zeit: Eile, Geschäftigkeit und Gedankenlosigkeit.

Und mit Bach können die Meisten nichts anfangen. Nicht nur in Leipzig, obwohl hier zumindest dieser stille Hauch der Verehrung durch die Gassen streicht und die meisten Leipziger ihren Thomaskantor lieben. Auch wenn sie seine Musik nicht verstehen, nicht hören. Was tragisch ist. Was mit fehlender Vermittlung in der Schule oder im Elternhaus zu tun hat. Und mit einer veränderten Einstellung zu Musik – heute muss es dröhnen, rocken, wimmern, alles übertönen. Musik ist für die Meisten keine Begegnung mehr mit sich, Gott und der Welt.

Bachs Musik aber lädt zur Begegnung ein. Sie wühlt auf, wenn man eintaucht. Sie berührt das Menschliche, eben da, wo die meisten nicht mehr berührt werden wollen. Wer sich darauf einlässt, erlebt eine Überwältigung. Das geht selbst gestandenen Musikern so, wie John Eliot Gardiner in seinem Bach-Buch so eindringlich beschreibt.

Aber Dale Henderson sah das nicht ein, warum das der Ton der Zeit sein sollte. Warum man den Eilenden Bach nicht nahebringen sollte.

2010 stieg der Musiker erstmals hinab in die Tiefen der New Yorker U-Bahn und spielte dort auf seinem Violoncello Bach. Suchte die Begegnung, und es klappte.

„Er war überzeugt davon, dass die sinkenden Zuhörerzahlen für klassische Musik daraus resultierten, dass viele Menschen klassische Musik niemals live und aus der Nähe hören können, und dass Bach der perfekte Botschafter für diese Kunstform sei“, heißt es heute auf der Homepage zu „Bach in the subways“. Denn das Projekt ist kein Ein-Mann-Projekt geblieben.

Am 10. März 2011 postete er auf Facebook“ „Musicians: pick any subway station & any time between 12:00 a.m. and 11:59 p.m. on Monday, March 21, play Bach, and when people try to give you money don’t take it. Just tell them it’s Bach’s birthday, and to enjoy the music. This is Bach in the Subways Day! If interested contact me.…“

Eine echte Geburtstagseinladung, der viele Musiker folgten und an Bachs Geburtstag in der New Yorker U-Bahn Bach spielten.

Das Projekt weckte ein weltweites Echo und wuchs sich zu einem riesigen Projekt aus, an dem weltweit hunderte Musiker teilnahmen. In 141 Städten in 40 Ländern gab es mittlerweile „Bach in the Subways“. Auch wenn es nicht immer die U-Bahn war, sondern auch mal ein anderer Platz, an dem die Nimmermüden strömen und auf einmal Bach erklang.

Leipzig war – wie erwähnt – auch schon Schauplatz.

Aber Dale Henderson war noch nicht hier.

Jetzt ist er es. Fast schüchtern ließ er am Donnerstag, 8. Juni, die Aufmerksamkeit der Fotografen vor dem Bachdenkmal auf dem Thomaskirchhof über sich ergehen.

Obwohl er die Aufmerksamkeit nun seit sieben Jahren kennt. Immer wieder zieht er los, um den großen Meister aus Leipzig an öffentlichen Plätzen zu würdigen.

Und jedes Jahr zu Johann Sebastian Bachs Geburtstag am 21. März tun sich seither Musiker aus aller Welt spontan zusammen, um den Boden zu bereiten für künftige Generationen von Klassik-Freunden und um ihre eigene Freude und Inspiration mit anderen zu teilen.

Nur in Leipzig war er noch nicht. Am originalen Ort. Das holt er jetzt nach.

Vom 8. bis 10. Juni ist Dale Henderson auf Einladung der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH, des Bach-Archivs Leipzig und mit Unterstützung von Turkish Airlines für zwei originelle Auftritte in Leipzig, die er im Rahmen des Bachfestes absolviert.

Der eine Auftritt fand gleich am 8. Juni um 22:30 Uhr bei „500 Minuten Bach“ in der Thomaskirche statt, der nächste ist dann tatsächlich in jenem Freiraum, in dem sich auch die Leipziger viel zu selten Zeit nehmen, innezuhalten und zu lauschen: Am 10. Juni um 14 Uhr ist Dale Henderson mit seinem Violoncello in den Promenaden Hauptbahnhof bei den „BachSpielen Leipzig“ zu erleben.

Zwischendrin bleibt ihm Zeit (auch mit Hilfe des LTM) Leipzig endlich einmal kennenzulernen. Und eine Einladung ist auch schon ausgesprochen: 2018 kann es passieren, dass Dale Henderson tatsächlich zu Bachs Geburtstag am 21. März in Leipzig ist und den großen Meister der Barockmusik zelebriert – vielleicht sogar unten in Leipzigs schöner U-Bahn, die eigentlich eine S-Bahn ist.

In eigener Sache: Lokaler Journalismus in Leipzig sucht Unterstützer

Johann Sebastian BachBach in the SubwaysDale Henderson
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Polizeibericht, 19. Juli: Trickbetrug, Kleidercontainer in Flammen, Hitlergruß im Zug
Leipziger Sozialdemokraten wollen Streikenden bei Halberg-Guss den Rücken stärken
Für ein erfolgreiches Studium an sächsischen Hochschulen
Landrat Emanuel trifft nordsächsischen Teilnehmer der Sängerakademie
Fachkräfteportal „Heimat für Fachkräfte“ mit neuen Angeboten
Touristik & Caravaning in Leipzig wird durch „FERN.licht“ unter neuem Namen um den Bereich Reisefotografie erweitert
Verfassungsbeschwerde gegen den Bau der Erdgaspipeline „Nord Stream 2“ erfolglos
Staatssekretär Brangs heute auf Digital-Tour in Leipzig
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Das zentrale Werk in der Ausstellung „Thietmars Welt“: Thietmars Chronik
Erste Seite der Originalchronik Thietmars von Merseburg, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Msrc.Dresd.R.147, Blatt 1v und Blatt 4r. Foto: Deutsche Fotothek/Regine Richter, Lizenz: CC-BY-SA 4.0 International

Foto: Deutsche Fotothek/Regine Richter, Lizenz: CC-BY-SA 4.0 International

Für alle LeserWer seit Sonntag, 15. Juli, nach Merseburg in die Sonderausstellung „Thietmars Welt. Ein Merseburger Bischof schreibt Geschichte“ reist, taucht ein in die Welt, in der der einstige Bischof Thietmar lebte. Eine Welt, in der das Bistum Merseburg darum kämpfte, seine Macht und Größe auszuweiten und dabei auch der Westen dessen, was wir heute Sachsen nennen, erstmals ins Licht der Geschichte trat. Mitsamt einem Burgward an der Pleiße.
Das Tierchen fehlte noch: Die verwirrte Hyäne
Nachdem der Alte gegangen war ... Grafik: L-IZ

Grafik: L-IZ

LeserclubNatürlich war der Mond angebissen. Sie hatten nur die kleine 5-Watt-Funzel angeschaltet, als der alte Kommissar sich wie ein schlechtes Gewissen in ihre Wohnung drängte. Oder wuchtete. Es kam wohl auf die Perspektive an. Und aus dem Sessel, in dem Herr L. gesessen hatte, als der Alte kam, hatte er bestenfalls eine verwirrende Untersicht auf ein kantiges Gesicht, dem – so betrachtet – die Vertraulichkeit fehlte.
NSU-Prozess, Halberg Guss, Flohmarkt, Weltkrieg und der lange Schatten der Treuhand
Echtes Sommer-Lesefutter: Leipziger Zeitung Nr. 57. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist Juli, der Sommer bricht seine Rekorde. Und nun ist auch die neue Leipziger Zeitung, die am Freitag, 20. Juli, an allen guten Verkaufsstellen ausliegt, ein echtes Sommerprodukt geworden. Eins, in dem es kocht – 100 Jahre Geschichte, 29 Jahre Treuhand, Turbokapitalismus rings um den Kampf von Halberg Guss und das Schweigen der Sachsen zu einem seltsam ausgegangenen NSU-Prozess.
Der Streit um den Umgang mit Leipzigs Stadtwald geht weiter
Femelloch in der Nonne. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNach der Enthüllung der Informationstafeln in der Nonne zum Waldumbau am 7. Juli ist ein Streit wieder offen entbrannt, der Streit um den richtigen Umgang mit Leipzigs Auwaldbeständen. Insbesondere die Ankündigung, dass es im nächsten Winter wieder massive Baumfällungen im Stadtwald geben soll, sorgte für Protest. Selbst in der Burgaue soll wieder ein kompletter Hektar gefällt werden.
Kritik von Grünen und Linken an der Willkür bei der Festlegung „gefährlicher Orte“ in Sachsens Städten
Ortstermin im November in der Eisenbahnstraße: Markus Ulbig, Burkhard Jung, Bernd Merbitz (v.r.n.l.). Foto: René Loch

Foto: René Loch

Für alle LeserBeim Aufbau belastbarer Personalstrukturen hängt Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) heillos hinterher. Und nun entpuppt sich auch noch ein Lieblingsprojekt seines Amtsvorgängers Markus Ulbig (CDU) als völlig willkürlich: die Einrichtung sogenannter „gefährlicher Orte“. Eigentlich gibt es ja gar keine, teilt nun stellvertretend Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange mit. Sie sind eher so etwas wie täglich veränderliche Einsatzschwerpunkte. Eine echte Definition gibt es gar nicht.
An die soziale Unwucht der Beitragserhebung haben sich die Verfassungsrichter nicht herangetraut
Logo auf dem MDR-Hochhaus in Leipzig. Foto: Matthias Weidemann

Foto: Matthias Weidemann

Für alle LeserIrgendwie klang das gleich mal wie Mit-Jubel, als die „Zeit“ am Mittwoch, 18. Juli, das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Rundfunkbeitragserhebung besprach: „Für ARD, ZDF und Deutschlandradio, deren Legitimation von Rechtspopulisten beharrlich und zusehends aggressiv infrage gestellt wird, dürfte das eine Genugtuung sein.“ Da hat man wohl nicht gemerkt, dass zwar die Rechtspopulisten besonders laut wetterten – aber die Kritik kam viel fundierter aus ganz anderer Richtung. Und das Urteil hat sich um den eigentlichen Streitfall generös herumgedrückt.
Innenminister Roland Wöller widerlegt seine LVZ-Verkündung zu 1.000 zusätzlichen Polizisten per Landtagsantwort selbst
Polizisten bei einem Einsatz in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs ist schon erstaunlich: Selbst die sächsische FDP, die 2010 noch den völlig sinnfreien Kürzungskurs von Innenminister Markus Ulbig (CDU) unter dem schönmalerischen Titel „Polizeireform 2020“ mittrug, findet mittlerweile unmöglich, was der sächsische Innenminister in seiner Personalpolitik anstellt. Denn die geplante Zahl von 14.000 Polizeibediensteten im Freistaat Sachsen, die bis 2022 erreicht werden sollte, wird verfehlt. Um mindestens zwei Jahre.
Wir sind alle nur Menschen oder Zweifel ist immer angebracht
Den schießich ab ...! Grafik: L-IZ

Grafik: L-IZ

LeserclubNoch eine kurze Konfrontation? So ein Moment, in dem sich die beiden besten Kollegen aller Zeit anstarren wie zwei wilde Löwen und Kollege Stachelschwein knurrt: „Wozu, zum Teufel, brauchst du meine Hilfe? Du kennst das doch alles besser als ich. Du bist doch mit Don Leone durch die Stadt gebrettert und hast die Hühner aufgescheucht.“ – „Du meinst: die Leute.“ – „Nein, die Hühner.“
Ab August gibt’s „King Liar“ in der Moritzbastei
King Liar. Foto: Theaterturbine

Foto: Theaterturbine

Für alle LeserMan denkt zwar an einen gewissen Immobilien-Tycoon, der sich mit Prahlereien auf den Präsidentenstuhl der USA hinaufgetobt hat, wenn man ein Stichwort wie „King Liar“ hört. Aber wenn ab dem 8. August im Sommertheater der Moritzbastei „King Liar. Reine Familiensache“ auf dem Spielplan steht, dann geht es doch eher wie bei Shakespeare zu: Ein alternder Vater gibt die Macht ab. Aber genau das ist der Prüfstein, an dem sich erweist, welches der Kinder ... na ja, so ungefähr.
Nicht nur geparktes Blech ist ein Problem in der Jahnallee, sondern auch Lärm und Abgase sind eins
Die innere Jahnallee um 17:30 Uhr am Freitag, den 15. Juni 2018. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser Es wird ein Politikum. 4.300 Unterschriften hat Volker Holzendorf schon gesammelt für seine Petition „Sicheren Radverkehr in der Inneren Jahnallee ermöglichen“. Darin fordert er die Anlage von „protected bikelanes“, also geschützten Radfahrstreifen, in diesem engen Straßenabschnitt, in dem es in den letzten Monaten verstärkt zu Unfällen mit Radfahrern gekommen ist. Jetzt bekommt er auch Unterstützung vom VCD Leipzig.
Wie eine 0,02-Prozent-Bewegung sich die Meinungshoheit in der Demokratie ertrollt
Der Verehrer des Hasses ... Grafik: L-IZ

Grafik: L-IZ

Für alle LeserGehören Sie auch zu den Leuten, die das Gefühl haben, dass alles immer schlimmer wird? Die nach einem Tag am Smartphone denken, dass dieses Land und seine Bewohner längst auf dem wilden Marsch in eine neue Diktatur sind? Oder in Anarchie oder irgendeine andere Art Weltuntergang? Dann hat das einen Grund. Denn zu nichts eignen sich die sogenannten „sozialen Netwerke“ besser als dazu, die Gesprächskultur einer ganzen Gesellschaft zu zerstören. Wer die Meinungshoheit kapert, bestimmt den politischen Ton.
Nach Veröffentlichungen zum neuen Müll-Skandal stellt Volkmar Zschocke eine neue Nachfrage an Sachsens Regierung
Volkmar Zschocke (B90/Grüne). Foto: Juliane Mostertz

Foto: Juliane Mostertz

Für alle LeserSeit dem 16. Juli ist die Geschichte in der Welt. Michael Billig hat öffentlich gemacht, wie viele illegale Mülldeponien in Sachsen existieren, behördlich geduldet werden oder mittlerweile ein Fall für den Kadi sind. In einer Landtagsanfrage hatte sich Volkmar Zschocke von den Grünen schon mit dem Thema beschäftigt. Nach der Veröffentlichung sieht er weiteren Auskunftsbedarf der Regierung.
Die eindrucksvolle Bergkirche von Schönbach und 700 Jahre Geschichte
Michael Beyer (Hrsg.): Die Bergkirche Schönbach. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMit diesem Buch beschenkt sich ein unermüdlicher Verein selbst. Denn eigentlich bemüht sich der Verein der Freunde und Förderer der Bergkirche Schönbach ja seit 1990 darum, die eindrucksvolle Kirche im seit 2010 nach Colditz eingemeindeten Schönbach Stück für Stück zu sanieren. Aber wann findet man da mal eine Pause, um über das Erreichte in einem eigenen Büchlein zu berichten? Die fünf Autoren in diesem Buch haben sich die Zeit jetzt genommen.
Sportnachrichten aus dem Internet – das sollte ein gutes Newsportal für Sie bereithalten
Foto: skeeze

Foto: skeeze

Durchschnittlich verbringt jeder Mann zwei Stunden in der Woche damit sich mit Informationen rund um den Sport im Internet einzudecken. Das World Wide Web zählt dabei schon seit einigen Jahren als Informationsquelle Nummer eins, wenn es darum geht auf dem aktuellen Stand in der Sportwelt zu bleiben. Printmedien haben hier schon lange ausgedient und werden meistens nur noch im Urlaub oder auf Reisen gebraucht, um sich die Zeit zu vertreiben.
In Sachsens Gefängnissen fehlen Personal, Bildungs- und Therapieangebote
Justizvollzugsanstalt in der Leinestraße. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs ist leider in der sächsischen Justizpolitik nicht anders als in der Polizeipolitik: Statt über die Jahre eine kluge Personalplanung zu betreiben, ist man sehenden Auges mitten hinein in einen allgegenwärtigen Personalmangel geschliddert. Und nun glaubt man sogar den Mangel an Justizpersonal durch mehr Überwachung kompensieren zu können.