Wer bekommt denn jetzt Papas alte Papierbude?

Ab August gibt’s „King Liar“ in der Moritzbastei

Für alle LeserMan denkt zwar an einen gewissen Immobilien-Tycoon, der sich mit Prahlereien auf den Präsidentenstuhl der USA hinaufgetobt hat, wenn man ein Stichwort wie „King Liar“ hört. Aber wenn ab dem 8. August im Sommertheater der Moritzbastei „King Liar. Reine Familiensache“ auf dem Spielplan steht, dann geht es doch eher wie bei Shakespeare zu: Ein alternder Vater gibt die Macht ab. Aber genau das ist der Prüfstein, an dem sich erweist, welches der Kinder ... na ja, so ungefähr.

Das Moritzbastei-Sommertheater ist eine feste Institution des Leipziger Kulturkalenders. Ab dem 8. August wird die TheaterTurbine ihre Produktion „King Liar“ im Innenhof der Moritzbastei auf die Bühne bringen.

Regisseur Christian Hanisch hat sich bei der Wahl des Stoffes tatsächlich ein wenig an die berühmte Tragödie von William Shakespeare „The Tragedy of King Lear“, die wahrscheinlich 1605 entstand, angelehnt. Aber er hat das Ganze in die Gegenwart versetzt und ein kleines gutbürgerliches Familiendrama draus gemacht.

Die Fabel:

„Die Kinder eines reichen Papierfabrikbesitzers besuchen ihren Vater jedes Jahr auf seinem Anwesen im Grünen zu seinem Geburtstag. Während die Haushälterin Gina die Tische deckt und ihr Sohn Edmund ein Ständchen am Klavier einstudiert, trudeln die Gäste auf dem Landsitz ein. Familienfoto – Torte essen – Geschenke übergeben.

Das jährliche Einerlei wird erschüttert, als der Vater an seinem 67. Geburtstag verkündet, dass er sich aus der Papierfirma zurückziehen und die Geschäftsführung an eines der drei Kinder übergeben möchte. Doch wen hat der Vater im Auge? Wer kann seinen Ansprüchen genügen? Denn die drei Kinder Cordelia, Reginald und Gundbert könnten nicht unterschiedlicher sein. Das Familienidyll gerät immer mehr aus den Fugen. Und welche Rolle spielt eigentlich die Haushälterin und warum hat Cordelia ihren neuen Freund Karl mit zum Fest gebracht?!

Wir alle kennen und lieben sie, die Familie – Komödie und Tragödie in einem! Auf der Bühne und im wahren Leben. Angelehnt an Shakespeares König Lear wird die TheaterTurbine in diesem Sommer die lieben Verwandten mit all ihren furchtbar liebenswerten Marotten auf die Open-Air-Bühne der Moritzbastei bringen. Vorsicht: Wiedererkennungsgefahr!“

Das Stück – frei entwickelt nach Shakespeares „King Lear“ – ist eine Familiengeschichte und somit Tragödie und Komödie zu gleichen Teilen. Die Kinder eines Papierfabrikanten sehen sich mit der Tatsache konfrontiert, dass der Patriarch sein Werk in die Hände – eines! – seiner Nachkommen zu legen gedenkt. Damit werden Tür und Tor für jegliche Form menschlichen Verhaltens geöffnet – und man weiß schnell nicht mehr genau, ob man Lachen oder Weinen soll…

Das Ensemble der TheaterTurbine steht für hochklassiges Improvisationstheater, die Mitglieder spielen auch bei Produktionen der Academixer oder der preisgekrönten Impro-Serie „Adolf Südknecht“.

Premiere für „King Liar“ ist am Donnerstag, 9. August, um 20 Uhr.

Am Vortag, dem 8. August, ist öffentliche Generalprobe.

Weitere Vorstellungen gibt es am 10. und 11. August und dann wieder vom 14. bis 18. August und vom 21. bis 26. August. Bei Regen in der Veranstaltungstonne.

Regie: Christian Hanisch, Bühne + Kostüme: Alisa Hecke, Regieassistenz: Danilo Riedl

Es spielen: Heike Ronniger, Victoria Schaetzle, Johannes Gabriel, Michael Hinze, Thorsten Giese, Raschid D.Sidgi, Armin Zarbock

MoritzbasteiSommertheater
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