Der in Halle heimische Mitteldeutsche Verlag startet mit der Leipziger Buchmesse in sein 80. Verlagsjubiläum und präsentiert in Halle 5 (G301) sein aktuelles Programm, lädt zu Lesungen mit Autor/-innen ein und blickt auf seine bewegte Geschichte zurück. Seit seiner Gründung am 24. April 1946 sind mehr als 4.000 Bücher von über 1.000 Autorinnen und Autoren in den Bereichen Belletristik, Sach- und Fachbuch bis hin zu Kunst- und Reiseliteratur erschienen.
Ab den 1950er Jahren war das Verlagshaus ein belletristischer Verlag für DDR-Autor/-innen. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen und staatlichen Vorgaben konnten große Erfolge gefeiert werden. Werke bedeutender Autorinnen und Autoren wie Bruno Apitz, Werner Bräunig, Volker Braun, Elke Erb, Christa Wolf und Erich Loest prägten das Programm.
Besonders erfolgreich war Bruno Apitz’ Roman „Nackt unter Wölfen“, der in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurde, über eine Million verkaufte Exemplare erreichte und bis heute das erfolgreichste Buch des Verlags ist.
Nach der Wiedervereinigung stand der Verlag vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen. 1996 musste er Insolvenz anmelden und bekam neue Eigentümer. Seit 2004 ist Roman Pliske der Geschäftsführer des Mitteldeutschen Verlags. Er sagt: „Wir sind immer noch da, kleiner, beweglicher und neugierig, wie am ersten Tag. Überprüfen Sie es und lassen Sie uns miteinander ins Gespräch kommen!”
Bis heute ist der Mitteldeutsche Verlag im eigenen Verständnis ein Traditionshaus, das in die Zukunft schaut und ein Regionalverlag mit Weitblick, der jährlich ca. 100 Neuerscheinungen publiziert.
Veranstaltungen ders Mitteldeutschen Verlages auf dem Messegelände und bei „Leipzig liest“
Franziska Haug (Hg.) – „bin männlich, bin weiblich, doppelt“. Queere DDR-Literatur. Sachbuch. Queerness und Sozialismus – Eine Rückschau. Mittwoch, 18. März, 19:30 Uhr im Conne Island
Unė Kaunaitė – „2084“, Roman. Aus dem Litauischen übersetzt von Markus Roduner. Eine literarische Dystopie über Liebe und Selbstverlust in der digitalen Zukunft. Ein visionärer Roman über KI, Identität und Moral in der Tradition von Orwell und Ishiguro.
Donnerstag, 19. März, 17:00 Uhr in der naTo
Samstag, 21. März, 11:00 Uhr im Forum Die UNABHÄNGIGEN: Halle 5, H313
Samstag, 21. März, 18.30 Uhr in der Allianz Generalvertretung Christian Klas // Weinlesen
Olaf Jacobs und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (Hg.) „Die DNA des Ostens“, Sachbuch. Differenzierte Einblicke in ostdeutsche Lebenssichten. ? Begleitendes Buch zum MDR-Podcast und der TV-Dokumentation. Interviews mit Christoph Dieckmann, Hannah Abdullah, Alexander Prinz, Joachim Gauck u. a.
Freitag, 20. März, 12.30 Uhr i Forum Sachbuch: Kontexte, E604, Halle 5
Samstag, 21. März, 12:00 Uhr in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
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