Auch in Leipzig begannen am heutigen Montag die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Bis zum 29. März bietet ein vielfältiges Programm von Workshops, Lesungen, Diskussionen etc. die Möglichkeit, Initiativen und Vereine der Stadt kennenzulernen, welche sich für Vielfalt, Solidarität und gegen Rassismus einsetzen. Außerdem: Die Bundesregierung befürchtet eine größere Bodenoffensive Israels im Libanon und in mehreren Bundesländern streiken die Beschäftigten des Öffentlichen Nahverkehrs. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 16. März 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Internationale Wochen gegen Rassismus
Am heutigen Montag starten die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Auch die Stadt Leipzig beteiligt sich sehr mehr als 20 Jahren an den Aktionstagen, welche Zeichen für Vielfalt, Solidarität und ein respektvolles Miteinander setzen. In diesem Jahr stehen die Tage unter dem Titel „100 Prozent Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“.
Insgesamt 62 Veranstaltungen unterschiedlichster Art umfasst das diesjährige Programm, welches bis zum 29. März gilt. Fast 40 Akteure aus Stadt und Zivilgesellschaft bieten unter anderem Workshops, Diskussionen, Rundgänge, Begegnungsformate und Konzerte bieten Raum für Austausch, Information und Aktionen zum gemeinsamen Engagement an.
„Die Aktionswochen sind eine Einladung an alle Leipzigerinnen und Leipziger, genauer hinzusehen und miteinander ins Gespräch zu kommen“, betont Ilkay Alves, amtierende Leiterin des Referats für Migration und Integration der Stadt Leipzig. „Wir freuen uns sehr über das große Engagement und die vielen kreativen Ideen der Initiativen in unserer Stadt.“
Das gesamte Programm kann hier eingesehen werden.
Nein zu Mehrkosten beim Drucken von Personalausweisen
Die Stadt Leipzig gab heute bekannt, die von der Bundesregierung auferlegten Mehrkosten, welche seit dem 1. März für das Drucken von Personalausweisen vonnöten wären, nicht bezahlen zu wollen. In einer Mitteilung vom heutigen Montag hieß es, die Stadt trage „diese unabgestimmte Kostenerhöhung des Bundes nicht mit und wird weiterhin den bisherigen Betrag in Höhe von 27,23 Euro an die Bundesdruckerei überweisen.“
Eine neue, kurzfristige Kostenerhöhung der Bundesdruckerei führt zu den Mehrkosten in Höhe von rund 170.000 Euro. Seit Anfang des Monats verlange die Bundesdruckerei beispielsweise für einen Personalausweis für Bürgerinnen und Bürger unter 24 Jahren 29,61 Euro. Der über Gebühren gedeckte Betrag liege allerdings bei 27,60 Euro. Dadurch entstünden für die Stadt Leipzig nicht gedeckte Sachaufwendungen in Höhe von 2,01 Euro pro Ausweis. Dieser Fehlbetrag müsste aus dem eigenen Haushalt gedeckt werden.
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) findet klare Worte für die Forderung der Regierung: „Wer bestellt, bezahlt. Dieser Grundsatz muss in den Finanzbeziehungen zwischen Bund, Ländern und Gemeinden gelten und ich werde seit Monaten nicht müde, dies öffentlich einzufordern. Wenn Druckkosten seitens des Bundes erhöht werden, müssen auch die Gebühren, die die Gemeinden erheben dürfen, entsprechend angepasst werden. Das geschieht hier nicht, der Bund wälzt ohne Rücksicht Mehrkosten auf die Kommunen ab. Das können und wollen wir nicht mittragen.“
Zu dem Thema wird unser Redakteur René Loch einen ausführlichen Beitrag liefern.
Krieg im Nahen Osten
Der Krieg im Nahen Osten wird fortgesetzt. Durch Angriffe durch Israels Luftwaffe wurden am Montag Anlagen in Teheran zerstört, in welchen der Iran Fähigkeiten für Angriffe auf Satelliten im Weltraum entwickelt haben soll. Seit Beginn der Angriffe durch die USA und Israel seien laut Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani allein in der iranischen Hauptstadt Schäden an 18.180 Wohnungen und Geschäftseinheiten entstanden.
Währenddessen zeigt sich die NATO ablehnend gegenüber den Forderungen des US-Präsidenten Donald Trump, die Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel zusätzlich abzusichern.
Die Bundesregierung schaut derweil in den Libanon und warnt die israelische Regierung vor einer größeren Bodenoffensive. “Der Blick auf diesen Teil des Kriegsgebietes erfüllt uns mit Sorge, weil wir Vorbereitung für eine größere israelische Bodenoffensive sehen”, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. Eine solche Offensive würde laut Kornelius “die ohnehin angespannte humanitäre Lage in der Region deutlich verschlechtern (..) und noch mal zu einem erhöhten Fluchtgeschehen beitragen.“
Denkfreiheit, Geburtstagsfeiern und Klimabuchmesse
Worüber die LZ berichtet hat:
Stelldichein beim Börsenverein: Warum Bücher unersetzlich sind für die Denkfreiheit
80 Jahre: Der Mitteldeutsche Verlag beginnt seine Geburtstagsfeiern auf der Leipziger Buchmesse
Der Countdown läuft: Vom 19. bis 22. März gibt es die 6. Klimabuchmesse in Leipzig
Warnstreiks im ÖPNV und Räder zählen
Was heute außerdem wichtig war: Ab heute werden in der Landsberger Straße auf Höhe der Louise-Otto-Peters-Allee sowie im Robert-Koch-Park auf dem Weg südlich der S-Bahn-Trasse zwei neue Radzählstellen gebaut. Ab Ende des Monats kommen zwei weitere Standorte auf dem Dittrichring sowie in der Käthe-Kollwitz-Straße hinzu. Insgesamt gibt es dann 23 Zählstellen für den Radverkehr, verteilt im gesamten Stadtgebiet. Sie helfen dabei, Trends und Schwankungen im Mobilitätsverhalten sichtbar zu machen.
Die Gewerkschaft ver.di ruft für den kommenden Donnerstag, 19. März, Beschäftigte im Öffentlichen Nahverkehr erneut dazu auf, ihre Arbeit niederzulegen. In Bayern, dem Saarland, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Hamburg sollen ganztägig die Räder stillstehen. Ob Bremen und Hessen sich ebenfalls an den Warnstreiks beteiligen, wird am Mittwoch entschieden.
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