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Bombendrohung am Hauptbahnhof Leipzig: Es waren zwei verärgerte Teenager

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    Das sorgte am Montag, 4. Juni, so richtig Furore: Der Hauptbahnhof Leipzig musste wegen einer Bombendrohung evakuiert werden. Um 13:10 Uhr ging telefonisch beim Bundespolizeipräsidium in Potsdam eine Bombendrohung für den Hauptbahnhof Leipzig ein. Passsend dazu dann wenig später die Meldung einer nicht zuordenbare Laptop-Tasche.

    Um 13:40 Uhr teilte ein Mitarbeiter des Fundbüros Hauptbahnhof Leipzig mit, dass er eine solche aufgefunden wurde, die auf Grund der äußeren Erscheinung den Schluss einer Bedrohung zuließ. Die herbeigerufenen Einsatzkräfte der Bundespolizei gingen von einem Sprengsatz aus und leiteten erforderliche Maßnahmen ein.

    Die Entschärfergruppe der Bundespolizei wurde angefordert. Der Nahbereich um das Fundbüro wurde geräumt und abgesperrt. Durch die Einsatzkräfte der Bundespolizei und Kräfte der Polizeidirektion Leipzig wurden Absperrmaßnahmen rund um die die Westhalle des Hauptbahnhofs in Gang gesetzt. Die Bahnsteigebene wurde von Gleis 1 bis 13 wurden gesperrt, also die Hälfte der Gleisanlagen – nicht – wie ein besonders gut informiertes Blatt titelte „der komplette Bahnhof“.

    Von 16:20 Uhr bis 17:30 Uhr kam es dann logischerweise zu Einschränkungen im Bahnverkehr. Die in den Untergeschossen befindlichen Geschäfte waren freilich nicht von der Sperrung betroffen. Einschränkungen im Straßenverkehr gab es auch nicht.

    Gegen 17:00 Uhr machten sich dann die Spezialisten der Bundespolizei an die Entschärfung der vermeintlichen Bombe. Gegen 17:30 Uhr waren sie dann fertig. Was sie dann feststellten, war, dass es sich um eine nicht zündfähige Attrappe ohne Sprengstoff handelte. Die Sperrungen konnten also wieder aufgehoben werden.

    Der reguläre Zugverkehr wurde wieder aufgenommen. Die Kriminalpolizei der Polizeidirektion Leipzig hatte bereits die Ermittlungen am Tatort eingeleitet.

    Und noch am selben Tag könnten die Verursacher der ganzen Aufregung dingfest gemacht werden: Gegen 22:50 Uhr erschienen zwei Jugendliche mit ihrer Betreuerin auf dem Polizeirevier Leipzig-Nordost. Die beiden Jugendlichen gaben an, für die Bombendrohung im Hauptbahnhof verantwortlich zu sein. Noch am Abend wurden sie vernommen. Als Grund für die Tat nannten sie ein ganz biblisches Motiv: „Rache“.

    Die Beiden waren am Tag zuvor, Sonntag, 3. Juni, auf Grund ihres Verhaltens durch die Bundespolizei aus dem Hauptbahnhof verwiesen worden. Sie müssen sich nun wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten strafrechtlich verantworten.

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