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Rachedrama in der „Stö“: Mitbewohnerin lieferte Drogendealer ans Messer

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    Am Dienstag begann vor dem Leipziger Landgericht der Prozess gegen Arwed W. (36) und Daniel R. (37). Die beiden Ex-Bewohner des alternativen Wohnprojekts "Stö" sollen spätestens ab Mai 2011 im großen Stil mit Marihuana gedealt haben. Bei einer Großrazzia am 12. Oktober 2012 beschlagnahmte die Polizei in der Stockartsraße 3/5 rund 12 Kilo Rauschgift und mehrere Waffen. Grund für die Durchsuchung war der Hinweis einer ehemaligen Mitbewohnerin.

    Weil Fanny J. sich mit der Hausgemeinschaft überworfen hatte, musste die 34-Jährige das alternative Wohnprojekt „Stö“ verlassen. Aus Rache erstattete die Frau Anzeigen gegen ihre Mitbewohner. Unter anderem weil man sie vergewaltigt hätte. Arwed W. sagte in diesem Verfahren gegen J. aus. Sie würde regelmäßig Crystal konsumieren und sei nicht voll zurechnungsfähig. Daraufhin zeigte sie W. und dessen Geschäftspartner Daniel R. wegen ihrer Drogendeals an.

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    Bei einem Treffen im Clara-Zetkin-Park offenbarte sie sich den Beamten. „Sie wollte mit der Stockartstraße abschließen“, erinnert sich Polizist Ronny M. (32). „Sie wollte aus dem Milieu raus.“ Die Ermittler nahmen daraufhin Daniel R. ins Visier. Der gelernte Maler beschaffte die Drogen. Arwed W. übernahm den Weiterverkauf. Angeblich, um den eigenen Bedarf zu decken. „Die Gewinne standen nicht im Vordergrund“, betonte R. „Wir wollten sicher stellen, dass man selber sauberes Marihuana konsumieren kann.“ Eine zweifelhafte Aussage, deren Gegenteil sich offenbar nicht beweisen lässt. Die Ermittler konnten von den gefundenen Kilos nur rund 700 Gramm zweifelsfrei den Angeklagten zuordnen. Beide legten zum Prozessauftakt ein Geständnis ab.

    Zuvor hatten sich die Beteiligten auf einen Deal verständigt. Arwed W. drohen nun höchstens 3 Jahre und 8 Monate Haft. Daniel R. könnte mit einem blauen Auge davon kommen. Sollte sich seine Version, er habe von den Waffen nichts gewusst, bewahrheiten, darf er nach der Hauptverhandlung das Gefängnis verlassen. Auf Bewährung. Der Prozess wird am 23. Januar fortgesetzt. Dann soll Fanny J. vernommen werden.

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