Zündler setzten heute Nacht eine Lagerhalle in der Franz-Flemming-Straße in Brand +++ Ein Unfallverursacher fuhr einfach weiter - Zeugen gesucht +++ Spirituosen im Wert von 330 Euro gestohlen +++ Zwei Vollcross-Motorräder wurden aus einer Scheune entwendet.

Lagerhalle abgefackelt

Hohe, graue Rauchsäulen aus der leerstehenden Lagerhalle einer ehemaligen Fabrik in der Franz-Flemming-Straße sorgten dafür, dass die Kameraden der Feuerwehr gestern kurz vor Mitternacht ausrücken mussten. Ein Zündler hatte auf bisher unbekannte Weise das Gebäude in Brand gesetzt. Da die leerstehende Lagerhalle aufgrund einer gepflegten Wildnis und kompletten Umzäunung schwer zugänglich war und es auch als einsturzgefährdet galt, fiel die Entscheidung, dieses kontrolliert herunterbrennen zu lassen. Mit Hilfe eines Leiterwagens sollten später die restlichen Flammen gelöscht werden. Die Leipziger Kripo hat die Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen.

Um 23:30 Uhr hatte ein Leipziger (22) auch einen Brand in der Franz-Flemming-Straße gemeldet. Bisher Unbekannte hatten in einem ehemaligen Fabrikgebäude Feuer gelegt, welches kurz darauf durch die Feuerwehr gelöscht werden konnte. Da der Hinweisgeber für die vor Ort kommenden Polizeibeamten bezüglich seines Fahrverhaltens kein Unbekannter war, machten sie ihn vorsorglich darauf aufmerksam, dass ihm nach wie vor kein Führerschein zur Verfügung steht. Der junge Mann nahm den Ratschlag zur Kenntnis und ging wie er gekommen war – zu Fuß.

Das normgerechte Verhalten reichte jedoch offenbar nur bis zur Fahrertür seines Kleintransporters. Denn knapp 90 Minuten später begegneten ihm die Beamten in der Merseburger Straße am Steuer des Renaults. Sie stoppten die Fahrt und fanden auch am Fahrzeug Gründe zur Beanstandung vor: Die Kennzeichen ließen sowohl die Zulassungsplakette als auch das Prüfsiegel vermissen. Der Wiederholungstäter gab überdies zu, dem Renault extra einen neuen Anstrich verpasst zu haben, um dadurch dem wachen Blick der Gesetzeshüter zu entgehen. Der Versuch war ebenso untauglich, wie einst das gefälschte Untersuchungsgutachten, mit dessen Hilfe er gegenüber der Fahrerlaubnisbehörde seinen Führerscheinentzug rückgängig machen wollte.

Einfach weitergefahren – Zeugen zu Unfall gesucht

Ein 18-Jähriger fuhr am Samstag, 17:16 Uhr, mit seinem Nissan Micra im rechten Fahrstreifen der Prager Straße in Richtung Innenstadt, gefolgt von einem Vespa-Fahrer (19). In Höhe des Gutenbergplatzes wechselte plötzlich ein weißer Kombi (Typ unbekannt) vom linken in den rechten Fahrstreifen und scherte so knapp vor dem Micra ein, dass der 18-Jährige bremsen und ausweichen musste, um nicht touchiert zu werden. Dabei verlor er die Kontrolle über sein Auto und stieß gegen einen Baum. Der Vespa-Fahrer konnte auch nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf den Micra auf. Der Vespa-Fahrer und sein Sozius (m: 16) wurden bei dem Aufprall so schwer verletzt, dass sie stationär in einer Klinik behandelt werden mussten. Der Fahrer des weißen Kombi hingegen fuhr, ohne anzuhalten, in Richtung Zentrum davon.

Jetzt fahndet die Polizei nach dem Kombi-Fahrer, der sich unerlaubt vom Unfallort entfernte und bittet Zeugen, die Hinweise zum Fahrzeug (Typ, Farbe, amtliches Kennzeichen, Besonderheiten) und zum Fahrer des Kombi geben können, sich bei der VPI Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255-2847 zu melden.

Nicht weit gekommen

Nach einem Trinkgelage unter freiem Himmel versuchte gestern Nachmittag ein 44-Jähriger, seinen Heimweg auf einem rosa Damenrad zu bestreiten. Doch bereits nach wenigen Metern im Weißdornweg zog das Gleichgewicht im ungleichen Duell mit der Schwerkraft den Kürzeren. Durch den Sturz knallten mehrere Bierflaschen auf die Straße und zerbrachen. Als zwei zufällig anwesende Zeugen den Betrunkenen baten, die Scherben zu beseitigen, ernteten sie jedoch lediglich Beschimpfungen. Der 44-Jährige setzte sich dann wieder auf sein Rad, erreichte schwankend die Wendeschleife am Ende der Straße und kam dort erneut zu Fall. Erst jetzt besann er sich seiner Möglichkeiten und nutzte das Fahrrad dann doch lieber als Gehhilfe. Wenig später verweigerte er eingetroffenen Polizeibeamten zwar einen Atemalkoholtest, erreichte dadurch aber nur, dass bisher kein Wert für die alkoholische Beeinflussung bekannt ist. Die obligatorische Blutentnahme konnte er nicht aufhalten.

“Abendmahl” gesichert…

Einen bunten Strauß Alkohol mit Duftnoten von Goldwasser, Ouzo, Feigling, Mariacron und vielen anderen Wässerchen organisierte sich ein “Notdürftiger” in der Nacht zum Sonntag. Er schlug das Fenster eines Einkaufsmarktes in der Alten Salzstraße ein und stieg in den Kundenraum. Anschließend begab er sich schnurstracks in die Spirituosenabteilung und nahm ca. 34 Flaschen der begehrten Getränke aus den Regalen, um diese für sich zu sichern. Offenbar dachte sich der Langfinger anschließend, dass zu einem ordentlichen Getränk auch die richtige Beilage gehört. Also auf in die Süßwarenabteilung und mehrere Packungen Pralinen und Chips eingesteckt. Dabei beschädigte er ein Warenregal. Anschließend flüchtete der Dieb mit seinen Schätzen, die durch die Marktleiterin nach ersten Schätzungen mit ca. 330 Euro beziffert wurde.

Vollcross-Motorräder aus Scheune gestohlen

Unbekannte Täter gelangten auf bisher unbekannte Art und Weise in der Nacht zum Sonntag auf das Vierseitengehöft in Colditz ein. Hier öffneten sie gewaltsam ein Nebengelass, indem sie das Vorhängeschloss aufbrachen und anschließend die zwei Honda Vollcross-Motorräder entwendeten. Die Motorräder können wie folgt beschrieben werden:

1. Motorrad
– Typ, Modell : CRF 450R
– Farbe: rot/weiß
– Aufdruck Startnummer “101”
– Michelin-Bereifung
– Kettenblatt goldfarben
– Procircuite 4R-Auspuffanlage
– Aufkleber an Gabel vorn “Double-ee-Suspension”
– Baujahr 2009

2. Motorrad
– Typ, Modell : CRF 450R
– Farbe: rot/weiß
– serienmäßige Ausstattung
– Dekorsatz “Macing Offroad”
– Doppelauspuffanlage
– Vordergabel-Aufkleber “Double-ee- Suspension”
– Baujahr 2014

Die gestohlenen Motorräder haben einen Gesamtwert von 11.500 Euro.

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