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31. Leipziger Sicherheitskonferenz tagte: Was kann eigentlich für die Sicherheit der Senioren getan werden

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    Im Rahmen der 31. Sicherheitskonferenz hat der Kriminalpräventive Rat der Stadt Leipzig (KPR) am Montag, 30. Juni, das Thema Seniorensicherheit behandelt. Ziel der Veranstaltung in der Alten Börse war es, sicherheitsbezogenes Handeln zu stärken und Maßnahmen zur Prävention weiterzuentwickeln. Aber eine nicht ganz unwichtige Erkenntnis war: Man kann die älteren Bürger nicht einfach über einen Leisten scheren.

    „Prävention für Senioren muss sich den Bedürfnissen der Senioren entsprechend ausrichten“, sagte Leipzigs Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal. „Mit den Seniorensicherheitsberatern haben wir im KPR bereits ein hervorragendes kostenloses Beratungsangebot von Senioren für Senioren geschaffen. Künftig möchten wir unsere zehn Seniorensicherheitsberater noch besser innerhalb der Stadt vernetzen, beispielsweise mit den zehn Seniorenbüros.“

    Maßgebend für eine optimale Prävention sei nicht die Zahl der Delikte, sondern vielmehr die Art der Gefährdung älterer Menschen: Nimmt man die Polizeiliche Kriminalstatistik für Leipzig, bilden Senioren ab dem 60. Lebensjahr sogar die kleinste Opfergruppe.

    Viel wichtiger sei es daher, dass man die Form der Gefährdungspotenziale im hohen Alter genauer unter die Lupe nimmt. Vor allem Betrugsdelikte und Trickdiebstähle stehen dabei im Fokus. Heiko Rosenthal und Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz kündigten eine gemeinsame Informationskampagne des KPR und seinen Partnern zum Schutz vor dem Enkeltrick und ähnlichen Betrügereien an. Hierzu gab es bereits erste erfolgreiche Gespräche.

    Kerstin Motzer, Seniorenbeauftragte der Stadt Leipzig, ist es wichtig, im Themenfeld Seniorensicherheit nicht nur auf die bekannten Delikte wie beispielsweise betrügerische Kaffeefahrten hinzuweisen: „Untersuchungen mit älteren Menschen zeigen, dass auch Gewalt- und Opfererfahrungen in häuslichen Pflegebeziehungen große Bedeutung zukommt. Ich freue mich deshalb, dass die Sicherheitskonferenz auch dieses schwierige Thema aufgezeigt hat.“

    Die Stadt und die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH vereinbarten eine engere Zusammenarbeit der Seniorensicherheitsberater des KPR und der LVB-Mobilitätsberatung, welche die unkomplizierte Nutzung von Bus und Bahn auch im Alter ermöglicht. Mit der intensiven Zusammenarbeit zwischen den Seniorensicherheitsberatern des KPR und der Mobilitätsberatung für Senioren der LVB können beide Seiten das Angebot für ältere Menschen nochmals deutlich verbessern.

    www.leipzig.de/kpr
    www.lvb.de/angebote

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