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Kriminelle Vereinigung: Sachsens Justiz ermittelt in Leipzigs linker Szene

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    Die sächsische Justiz ermittelt in Leipzigs linker Szene. Justizminister Jürgen Martens (FDP) teilte Mitte Juni im Rahmen seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion mit, dass eine linksextreme Gruppierung im Visier der Behörden steht, die im Leipziger Stadtgebiet aktiv sein soll. Laut Martens werfen die Strafverfolger zwölf Verdächtigen die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor.

    Der Gruppe sollen zwölf Beschuldigte angehören. Die Betroffenen wissen mutmaßlich noch nicht, dass gegen sie ermittelt wird. Razzien oder Festnahmen gab es in diesem Zusammenhang bislang nicht. Allerdings gelang es Szene-Aktivisten Ende März, im Stadtteil Connewitz eine Observationsmaßnahme der Dresdner Staatsanwaltschaft zu stören.

    Die Behörde ist sachsenweit für die Verfolgung krimineller Vereinigungen zuständig. Unbekannte hatten in der Simildenstraße in einem leerstehenden Altbau eine versteckte Kameraanlage entdeckt und entfernt. Fotos der hochpreisigen Technik erschienen zuerst auf dem linken Portal „Indymedia“.

    Die Strafverfolger geben sich reserviert. „Aufgrund des noch nicht abgeschlossenen Ermittlungsverfahrens kann ich derzeit keinerlei Auskünfte über den Verfahrensstand geben“, teilte Oberstaatsanwalt Lorenz Haase am Dienstag mit. Über die Delikte, die die ominöse Gruppe begangen haben soll, kann deshalb nur spekuliert werden.

    Vor der Kommunalwahl verübten Unbekannte wiederholt Anschläge gegen NPD-Bewerber. Unter anderem gingen zwei private Fahrzeuge von Neonazis in Flammen auf. Hinzu kamen Farbbeutelwürfe – auch in Wohnungen. In einem Fall verwechselten die Täter offenbar ihr Ziel, sodass eine unbeteiligte Seniorin zu Schaden kam.

    Weiter verübten Unbekannte im Leipziger Süden neben Farbschmierereien an Häuserfassaden mehrere Brandanschläge gegen Autos, die im Zusammenhang mit linken Protesten gegen Gentrifizierung stehen könnten.

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