Gastkommentar von Christian Wolff: Wort zum Montag – oder – Worauf es ankommt

In meinem Bücherschrank steht ein kleines Brevier mit dem Titel "Einander achten und aufeinander achten. Hundert Worte von Johannes Rau". Johannes Rau (1931-2006) war von 1999 bis 2004 Bundespräsident und ein glänzender Formulierer prägnanter Sätze. Manches dieser Worte möchte man heute großflächig in allen Städten und Ortschaften plakatieren. Zum Beispiel: "Im Grundgesetz steht, die Würde des Menschen ist unantastbar. Da steht nicht: Die Würde der Deutschen, sondern da steht: die Würde des Menschen." Ein weiterer Gedanke lautet: "Wer Minderheiten angreift, legt einen Sprengsatz an das Fundament unserer Gesellschaft."

Und: „Wir werden und wir dürfen uns von niemandem dazu verleiten lassen, ganze Religionen oder ganze Völker oder ganze Kulturen als schuldig zu verdammen.“ Und schließlich „Toleranz beginnt mit Respekt. Der Dialog ist der stärkste Feind der Intoleranz.“

Wenn wir diese Zitate über das legen, was derzeit Montag für Montag in Dresden und anderen Städten geschieht und sich in kleineren Ortschaften wie Tröglitz täglich an Hass und Feindschaft gegenüber den Fremden abspielt, dann merken wir, welches Gift in unser gesellschaftliches Zusammenleben gedrungen ist.

Wie aber gelangen wir zu einer „Entgiftung“? Wie können wir der Gefahr entgehen, vorschnell die Pauschal-Parolen gegen Asylbewerber, Ausländer, Journalisten, Politiker, Moslems damit zu rechtfertigen, dass sich hinter ihnen angeblich nur die Sorgen und Nöte der Menschen verbergen? Wie gelangen wir zu einem Dialog mit denen, mit denen wir uns schwer tun, der also Intoleranz überwindet?

1. Das erste ist: Klarheit in den Reaktionen.

Als im Jahr 1993 von Rechtsextremisten in Solingen ein Brandanschlag auf eine türkische Familie verübt wurde, dem fünf junge Menschen zum Opfer fielen, war es der damalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Johannes Rau, der nicht nur sofort an den Ort des grausamen Geschehens fuhr. Er verstand diese Gewalttat zum einen als ein Scheitern seines Integrationsbemühens und – wie seine Frau später berichtete – wollte aus der Politik aussteigen. Zum andern hatte er diese Gewalttat als Herausforderung angenommen und sich vorgenommen, noch klarer gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aufzutreten – ohne die Probleme und Schwierigkeiten zu verschweigen, die sich aus dem Zusammenleben der Verschiedenen ergeben. Rau sagte einmal: „Integration ist das Finden eines ‚Wir‘.“

Darum dürfen nicht die Probleme, die das multikulturelle und -religiöse Zusammenleben der Verschiedenen mit sich bringen, zum Maßstab für die Gestaltung der Integration erhoben werden. Maßstab für unser Handeln muss das bleiben, was uns Respekt und Achtung ermöglicht: die im Grundgesetz verankerte Würde, auf die jeder Mensch einen Anspruch hat und aus der heraus sich hasserfüllte Ausgrenzungen verbieten. Überall dort, wo die Würde infrage gestellt wird, ist es erste Bürgerpflicht, diese zu verteidigen und für diese einzutreten – und danach können wir über alles reden.

2. Wer Kurs halten will, benötigt einen klaren Kompass.

Diesen finden wir nicht in aktuellen Ereignissen, sondern in dem, was unaufgebbare Grundlage eines friedlichen Zusammenlebens ist: die rechtsstaatliche Demokratie. Diese Grundlage wurde von den Verfassungsvätern und -müttern in den Grundrechtsartikeln des Grundgesetzes festgehalten – als Essenz der jüdisch-christlichen Glaubenstradition und als Konsequenz aus den Verbrechen des Nationalsozialismus. Es ist heute unsere Aufgabe, diesen Kompass durch Bildung und Erziehung an die nächste Generation weiterzugeben und immer neu auszurichten. Das aber geht nur durch praktisches Tun und gelebte Bejahung der Verfassung. Mehr denn je ist ein Verfassungspatriotismus angesagt. Nicht Nationalität ermöglicht den Zusammenhalt einer Gesellschaft, sondern ihre Grundwerte bilden die Basis für Achtung und Respekt unter so unterschiedlichen Menschen.

3. Wenn die vergangenen Wochen eines zutage befördert haben, dann einen erschreckenden Mangel an politischer Bildung und Demokratiebejahung.

Aber wie steht es mit beidem in Schulen und Hochschulen? Wir haben uns angewöhnt, die Demokratiedefizite der Politik (was immer unter diesem Begriff verstanden wird) anzulasten. Stattdessen bedarf es keines besonders kritischen Blickes um zu erkennen, dass die demokratischen Strukturen und Mitbestimmungsmöglichkeiten in unseren Bildungseinrichtungen erschreckend verkümmert sind. In den Universitäten des Freistaates Sachsen haben fast feudalistische Strukturen Einzug gehalten. Was ist in den vergangenen 25 Jahren an lebendiger Demokratie in Schulen vermittelt worden? Kann es verwundern, dass die Wertschätzung einer demokratischen Verfassung nicht besonders ausgebildet ist, wenn der Grundton in vielen Klassenzimmern Ostdeutschlands ist: Das, was sich heute Demokratie nennt, ist auch nicht viel besser als das, was wir hatten.

Diese fatale Gleichsetzung und Verachtung der jetzigen Demokratie, bei gleichzeitig wachsender Akzeptanz autoritärer Systeme wirkt sich verheerend aus und muss dringend beendet werden. Es bedarf 25 Jahre nach der Friedlichen Revolution eines erneuten demokratischen Aufbruchs – aber nicht durch Verweigerung und Abgrenzung, sondern durch Beteiligung: „Politik lebt davon, dass möglichst viele mittun. Niemand sage, dass Einmischung sinnlos ist.“ (Johannes Rau)

4. Derzeit finden an vielen Orten Dialoge statt

So z. B. in der Sommerfelder Kirche (Leipzig) in der vergangenen Woche. Auf dem Podium eine Bundestagsabgeordnete (CDU), ein Landtagsabgeordneter (CDU), ein Stadtrat (CDU), dazu ein Vertreter einer Bürgerinitiative und drei Pfarrer. Kein Vertreter des Flüchtlingsrates, kein Migrant, kein Vertreter einer muslimischen Gemeinde – von Vertreter/innen anderer Parteien ganz zu schweigen. Eine ebensolche „Vielfalt“ bei der Reihe „Streitfragen Ost-West“ des Deutschlandfunks und der „Leipziger Volkszeitung“ zum Thema „Der empörte Bürger“.

Auf dem Podium: Frank Richter, Landeszentralstelle für politische Bildung aus Dresden, Hans-Joachim Maaz, Psychotherapeut aus Halle/Saale, Antje Hermenau, ehemalige Landtagsabgeordnete aus Dresden, Jan Emendörfer, Chefredakteur der LVZ aus Leipzig – alle gebürtige Ostdeutsche. Kein „empörter Bürger“, kein Vertreter der Initiativen, die Legida/Pegida entgegentreten und sich vor Ort für eine Willkommenskultur einsetzen. Was aber ist daran Dialog, wenn man doch nur unter sich bleiben will und nicht das Gespräch mit denen sucht, die man nicht kennt? Dialogisches Leben, offene Kommunikation, demokratische Diskurse sind etwas anderes als: Wir setzen uns einmal zusammen und erklären uns die Welt, wie wir sie haben wollen. Nein, es setzt Neugier auf den fremden Nächsten und seine Lebensweise sowie Gewissheit über die eigene Identität voraus. Wo beides fehlt, gerät der Dialog zur Pflege der Vorurteile und kann nur langweilen.

So auch im Deutschlandfunk. Da wurde so getan, als würden die Montags-Spaziergänger das politische Leben bestimmen und als seien die sog. Ängste und Nöte eine neue Offenbarung. Dabei handelt es sich um sattsam bekannte Phobien. Und so wurde konsequent all das verschwiegen, was sich in den vergangenen Wochen an Verständigung, an Willkommenskultur und an demokratischem Widerstand gegen Fremdenfeindlichkeit entwickelt hat.

5. „Die Gesellschaft braucht Nächste.

Menschen, die fragen: Wie kann ich mich der Welt zuwenden? Und nicht: Wie bekomme ich mehr Zuwendung?“ Auch ein Zitat von Johannes Rau und wahrhaft ein „Wort zum Montag“. Denn diese in sich verschlossenen Spaziergänger in Dresden und anderswo wehren genau diese Frage ab: Wie können wir uns der Welt, Europa, den Menschen, die mit uns leben, zuwenden? Darum die Attitüde: Entweder ihr folgt unserer „Wahrheit“, oder wir schotten uns weiter ab. Gott sei Dank hat das keine Zukunft.

Dafür gibt die Fragestellung eine Leitlinie für zukünftige Diskurse und Dialoge an: Wie öffnen wir uns dem Weltgeschehen so, dass erkennbar bleibt: Wir sind Teil einer Welt und haben nur die eine Möglichkeit, mit dem fremden Nächsten gemeinsam das Leben zu gestalten. Das aber beginnt vor meiner Haustür und manchmal auch im eigenen Haus.

* Kommentar *
Print Friendly, PDF & Email
 
6 Kommentare


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Freitag, der 10. Juli 2020: Die Kurve bleibt flach
Auch in Leipzig ist die Kurve flach, aber nicht ganz so flach wie im Rest Sachsens. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser/-innenDas Ende der Woche bietet einen guten Anlass, auf die Entwicklung der Corona-Zahlen in Sachsen zurückzublicken. Die schlechte Nachricht: Die meisten Neuinfektionen gibt es in Leipzig. Die gute Nachricht: Es sind nur neun innerhalb einer Woche. Die Stadt äußert sich derweil zum Projekt Eutritzscher Freiladebahnhof, das laut „Bild“ mittlerweile „auf der Kippe“ steht. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 10. Juli 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Die „Völkerschauen“ und Ernst Pinkert im Zoo Leipzig – wann und wo erfolgt die Aufarbeitung?
Straßenschild Ernst-Pinkert-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie AG Leipzig Postkolonial begrüßt die aktuelle öffentliche Auseinandersetzung über Leipzigs koloniales Erbe, einschließlich der Debatten über den Leipziger Zoo, seinen Gründer Ernst Pinkert und die von ihm veranstalteten „Völkerschauen“. Wir sehen dies als Auftakt für eine überfällige Aufarbeitung der Kolonialzeit und ihrer Spuren in der Gegenwart in der städtischen Erinnerungspolitik. Diese ist heute angesichts aktueller Ereignisse, dem weltweit offenkundigen Rassismus sowie dem Widerstand dagegen, dringlicher denn je.
Mit genehmigtem Hygienekonzept noch 70 Veranstaltungen bis Jahresende 2020
Das Leipziger Messegelände. Foto: Leipziger Messe

Foto: Leipziger Messe

Für alle LeserDie Leipziger Buchmesse war eine der ersten Veranstaltungen, die wegen der Corona-Pandemie im März abgesagt werden mussten. Das Virus erschwert ausgerechnet große Veranstaltungen, das, womit die Leipziger Messe ihre Geschäfte macht. Und dabei war ihr Veranstaltungskonzept in den letzten Jahren aufgegangen. Auch 2019 konnte der Umsatz gesteigert werden.
Tempo 30 im kompletten Südteil und Querungsverbot für Kraftfahrzeuge an der Richard-Lehmann-Straße
Tempo 30 am Wiedebachplatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWahrscheinlich wäre das Thema längst gegessen, wenn die Stadt gleich nach der Verabschiedung des Radverkehrsentwicklungsplans 2012 darangegangen wäre, die Bernhard-Göring-Straße tatsächlich zur Fahrradstraße zu machen. Sie wäre von Radfahrer/-innen längst angenommen, Kraftfahrer hätten sich dran gewöhnt. Und es hätte viele Unfälle so nicht gegeben. Jetzt hat das Verkehrs- und Tiefbauamt die Straße wenigstens erst einmal zur Tempo-30-Zone gemacht.
Der Stadtrat tagte: Anbau-Kubus der Apollonia-von-Wiedebach-Schule wird gebaut und Turmfalke muss umziehen + Video
Apollonia-von-Wiedebach-Schule. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Mittwoch, 8. Juli, wurde auch das mittlerweile heiß diskutierte Projekt des geplanten Schulanbaus an der Apollonia-von-Wiedebach-Schule in Connewitz vom Stadtrat abgestimmt. Ein Projekt, bei dem am Ende nicht wirklich klar war, wer für die desolate Informationspolitik eigentlich verantwortlich war: Die Baubürgermeisterin? Der Sozialbürgermeister? Die stadteigene LESG als Bauträger? Hätte der Stadtrat überhaupt noch zeitlichen Spielraum gehabt, wären wohl so richtig die Fetzen geflogen.
Die kleine Beltjungfrau: Ein Zeichentrickfilm zeigt Zerstörung durch den drohenden Ostsee-Tunnel
Die kleine Beltjungfrau. Grafik: Beltretter e.V.

Grafik: Beltretter e.V.

Für alle LeserDas Urteil ist hart, aber deutlich: „Unsere Meere werden geplündert, zerstört und verschmutzt, nur für den kurzfristigen Profit – mit drastischen Folgen für die Artenvielfalt und letztlich für uns alle“, sagte Thilo Maack, Greenpeace-Meeresbiologe, anlässlich der jüngsten Studie von Greenpeace zu Ostsee und Nordsee. Beiden Meeren geht es dreckig, ihren Fischbeständen sowieso. Und eigentlich müssten die Anrainer die Finger von jedem Bauprojekt lassen, das die sensiblen Gebiete zu stören droht. Hilft jetzt wenigstens die kleine Beltjungfrau?
Donnerstag, der 9. Juli 2020: Klimadebatten bestimmen den Tag
Kundgebungsteilnehmer/-in vor der Kongresshalle, in der der Stadtrat tagte. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser/-innenSei es die anderthalbstündige Debatte im Stadtrat, die Präsenz von Klimaaktivist/-innen vor der Kongresshalle oder das Anbringen von Werbeplakaten in der Nacht zuvor – das Klimathema dominiert den Tag in Leipzig. Außerdem: Der Fall Oury Jalloh sorgt weiter für Fragezeichen und sächsische Kinos dürfen sich über finanzielle Hilfen freuen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 9. Juli 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Der Stadtrat tagt: Leipzig verschiebt die Klimarettung um eine Woche + Video
Der Druck von außen wächst freundlich aber bestimmt. Die Omas for Future und die Parents bei der Übergabe der Klimawünsche an OB Jung. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserLeipzig war im vergangenen Oktober dem Beispiel vieler Städte gefolgt und hat den „Klimanotstand“ ausgerufen. Nun soll ein Sofortmaßnahmenprogramm folgen. Die Abstimmung darüber war eigentlich für Donnerstag, den 9. Juli, geplant. Doch weil kurzfristig noch einige Änderungsanträge hinzukamen, entschied sich die Mehrheit des Stadtrates, die Abstimmung um eine Woche zu verschieben.
Der Stadtrat tagt: Konzept für die Umweltbibliothek geplant, aber kurzfristig nicht mehr Geld
Stadtrat Michael Neuhaus (Die Linke). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Umweltbibliothek hat einen hohen Stellenwert für vergangene und aktuelle Kämpfe der Umweltbewegung. Darüber herrschte im Stadtrat weitgehend Einigkeit. Kurzfristig mehr Geld bekommt sie dennoch nicht. Stattdessen soll die Verwaltung bis September ein langfristiges Konzept für den Erhalt der Einrichtung erarbeiten. Denkbar wäre, dass die Stadtbibliothek die Trägerschaft übernimmt.
Der Stadtrat tagte: Verwaltung hat jetzt aller zwei Jahre Berichtspflicht zum Ausbau des Radnetzes in Leipzig + Video
Die Baudezernentin Dorothee Dubrau (Parteilos) bei einer ihrer letzten Ratsversammlungen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEigentlich war es eher eine Informationsvorlage, die der Stadtrat zur Kenntnis nehmen sollte: Nach Jahren des Wartens hat das Dezernat Stadtplanung und Bau endlich ein neues Konzept „HauptnetzRad und Wegweisung SachsenNetz Rad“ erarbeitet, das das veraltete Konzept aus dem Radverkehrsentwicklungsplan von 2010 ersetzen soll. Was nicht nur die SPD zu der drängenden Frage brachte: Und wann kommt endlich der neue Radverkehrsentwicklungsplan?
Pfarrer Andreas Dohrn im Interview: „In kirchlichen Konflikten klare Kante zu zeigen, hat sich bewährt.“
Andreas Dohrn hat eine Meinung. Er ist aktiv und mischt sich in die Diskussion zu aktuellen Themen ein, so wie hier bei der Demo am 16. Mai gegen das unsolidarische Bündnis Widerstand2020. © Michael Freitag

© Michael Freitag

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 80, seit Freitag, 26. Juni im HandelEr ist engagiert und streitbar. Pfarrer Andreas Dohrn mischt sich ein und bringt sich ein. Zuletzt stritt er sich mit Finanzbürgermeister Torsten Bonew und beide blockierten sich gegenseitig auf Facebook, beim Rücktritt des Sächsischen Landesbischofs Carsten Renzing bohrte Dohrn so lange, bis sich etwas tat. Aber haben nun die Konflikte in der Gesellschaft zugenommen oder mischt er sich gern ein? Was hat Corona mit der hiesigen Kirche gemacht und warum hat die Peterskirche die Toiletten tagsüber nun immer geöffnet?
Der Stadtrat tagt: Feuerwerk soll reduziert werden – Verwaltung zweifelt Rechtmäßigkeit an
Stadtrat Jürgen Kasek (B 90/Die Grünen) am 20. Mai 2020 in der Kongresshalle zur Ratsversammlung. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSilvesterfeuerwerk spaltet nicht nur die Meinungen jener, die es lieben oder hassen, sondern auch den Leipziger Stadtrat. Kaum eine Fraktion war sich am Donnerstag, den 9. Juli, einig, wie sie sich zu einem Antrag der Grünen verhalten soll, der auf eine deutliche Einschränkung des Feuerwerks abzielte. Am Ende gab es mehrheitlich Zustimmung. Die Verwaltung hat jedoch bereits erklärt, dass viele Maßnahmen rechtswidrig wären.
Der Stadtrat tagt: Die erste Fortsetzung der Juli-Sitzung im Livestream und als Aufzeichnung
Der Stadtrat tagt in der Kongresshalle am Zoo. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser/-innenEinen neuen Baubürgermeister gewählt, ein Statement gegen Islamfeindlichkeit beschlossen, die Termine für den Doppelhaushalt 2021/22 bestimmt und einiges mehr – das war der erste Teil der Ratsversammlung. Am heutigen Donnerstag geht es gleich weiter, unter anderem mit einer „klimapolitischen Stunde“. Die L-IZ wird darüber und über weitere Themen berichten. Ab circa 14 Uhr ist zudem ein Livestream verfügbar.
Endlich wieder vor Publikum: TheaterBundT freut sich aufs Freilufttheater mit „Don Quijote“
TheaterBundT: Don Qhijote. Foto: Clemens Albert

Foto: Clemens Albert

Für alle LeserDarf gespielt werden? Lange haben Theaterfreunde gezittert – jetzt gibt es auch von TheaterBundT die gute Nachricht: Ab Samstag, 18. Juli, gibt es wieder Sommertheater in Leipzig. In der Open-Air-Saison 2020 lockt der Cervantes-Klassiker „Don Quijote“ in einer denkbar kuriosen Inszenierung … Und das auch noch in Connewitz: auf der Freiluftbühne im „Willsons“ in der Bornaischen Straße 3.
Auch die Mitstreiter/-innen von „health for future Leipzig“ wenden sich mit einem dringenden Appell an die Ratsfraktionen
Melanie Gerhards mit einer Corona-Karikatur von Jörg Schwulst, die alles sagt. Foto: health for future Leipzig

Foto: health for future Leipzig

Für alle LeserAm heutigen Donnerstag, 9. Juli, hat der Stadtrat seine klimapolitische Stunde angesetzt. Ab 16 Uhr wollen sich Stadträtinnen und Stadträte intensiv mit den klimapolitischen Folgen für Leipzig beschäftigen. Initiativen wie „Fridays for Future“, „Parents for Future“ oder der BUND werden die Brisanz des Themas vor der Kongresshalle sichtbar machen, Und auch „health for future Leipzig“ meldet sich zu Wort. Denn viel zu oft wird vergessen, dass die Klimaerhitzung gravierende gesundheitliche Folgen haben wird.