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Tanners Sommer-Special-Interview mit der Sanftwut-Kabarettistin Annemarie Schmidt

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    Im Sommer sind auch mal andere Dinge wichtig. Da soll ausgeruht werden und wenn's schön ist, dürfen ein paar Gedanken freigelassen werden zum Selbst und zum Morgen der Welt. Deshalb fragt Tanner Menschen nach ihrer Eigensicht und bringt diese dazu, innezuhalten und darüber nachzudenken. Heute: Die Sanftwut-Kabarettistin Annemarie Schmidt.

    Wohin fahre ich dieses Jahr in den Urlaub?

    Urlaub? Dieses Jahr? Vermutlich nach Markkleeberg, an den See, oder in die Südvorstadt, in unseren Garten. Vielleicht auch mal zu meinen Eltern ins Muldental, mal sehen, da bin ich noch ganz entspannt. Auf jeden Fall wollten wir ein paar Nächte zelten, egal wo. Urlaub ist auch eine Kopfsache wie ich finde, da braucht man nicht unbedingt weit reisen, vielleicht aber auch doch … wir werden sehen!

    Welches ist mein Traumort und warum?

    Mein Traumort … hmmm, das ist ja der Ort meiner Träume und meine Träume finden doch tatsächlich ganz oft in einem großen alten Haus statt und dieses steht in einem lichten Wald. Im Haus wohnen mindestens tausend Leute und trotzdem ist es ruhig und alle sind entspannt. Warum das mein Traumort ist, hmm …. da müsstest Du mal mein Unterbewusstsein im Traum interviewen! Oder einen Traumwissenschaftler dazu befragen. Jedenfalls gibt es dort immer etwas zu entdecken und ich bin nie wirklich allein, das ist cool! Vielleicht treffe ich Dich auch bald in meinem Haus …

    Welches Buch liegt derzeit auf meinem Nachttisch und warum? Und um was geht es darinnen?

    Da haste mich jetzt, Volly. Da liegt ein Buch, aber wenn ich wüsste warum das da liegt … Ich lese da echt selten drin. Lieber erkundige ich mich im Internet über Neuigkeiten. Ich möchte es gern aktuell haben. Aber ich verrate dir trotzdem, welches Buch am Bett liegt, es heißt „Mit dem Mond leben – Das Wissen vom richtigen Augenblick – Die Mondkräfte im Alltag nutzen“. Na ja, das sagt ja schon alles über den Inhalt. Also kein Roman oder ähnliches.

    Wenn ich die Möglichkeit hätte, diese Welt gut zu machen, vielleicht sogar zu heilen – und ich würde es auch machen wollen, wie sähe diese Welt ab morgen aus?

    Diese Welt gut machen … ha … das ist gut! Wir haben doch alle die Möglichkeit, unsere Welt gut zu machen, wir müssen es nur tun! Jeder kann seinen persönlichen kleinen Beitrag leisten, und sei es „nur“ Fragen zu stellen und sich zu informieren! Und mal ehrlich, wenn unsere Welt erst gut ist, dann sind wir doch alle geheilt.

    An was glaube ich oder an wen und warum?

    Da ich in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen bin, habe ich bei dem Wort „Glauben“ erst einmal immer die Assoziation zum Christentum oder Religionen überhaupt. Aber um an etwas zu glauben muss man ja nicht gleich religiös sein. Glaube spielt eine zentrale Rolle in meinem Leben. Ich glaube an das Gute im Menschen, das gibt’s! Und ich glaube auch, dass etwas Göttliches in uns allen steckt, das muss nur jeder für sich selbst herausfinden. Und so abgedroschen folgender Satz auch klingt: Glaube kann Berge versetzen! Natürlich stimmt das!!! Da gibt es noch einen schönen Spruch: Alle haben immer gesagt „Das geht nicht!“, bis ein Neuer kam, der glaubte, dass es geht und der hat es einfach gemacht! So oder so ähnlich … Wissen ist ein ganz großer Schatz, wenn man es besitzt. Aber auch Glaube (egal an wen oder was) ist, meiner Meinung nach, genauso wertvoll und kann einen voranbringen, allein schon der Glaube an sich selbst!

    Was mag ich an mir und was mag ich nicht an mir? Und warum natürlich!

    Ich mag mich, das reicht doch eigentlich! Ich mag meine verrückten Ideen, damit wird mir nie langweilig. Ich mag meine Zöpfe, und ich mag meine blauen Augen, weil die einfach toll sind!!! Ich mag jetzt gar nicht alles aufzählen was ich an mir mag, das klingt dann ganz selbstverliebt und so ist es ja nicht wirklich … na vielleicht doch … aber nur ein bisschen. Ich mag nicht, dass ich manchmal sehr zornig und aufbrausend sein kann. Das ist einfach Mist. Und dass ich auch nur ein Mensch bin mit Gefühlen, Hormonen … Kann man das nicht einfach mal abstellen??! Hätte ich keine Gefühle, kein Gewissen und keine Hormone, keine Freunde – das Leben wäre so simpel. Aber auch langweilig! Genau! Im Grunde mag ich es doch, ein wenig unperfekt zu sein, so wie die anderen Menschlein um mich herum auch! Es ist und bleibt spannend auf dem Planeten Erde!

    Wenn ich mich an meinen letzten Traum erinnere, welche Geschichte war das?

    Es war furchtbar. Meine kleine, liebe, süße Lieblingskatze Robin ist beinahe ums Leben gekommen, dann bin ich aufgewacht. Puh! Da gibt es ehrlich gesagt nicht mehr viel jetzt zum drumherum erzählen. Katze fast tot. Aufgewacht. Ende. So und weil ich jetzt gerade eingenickt bin, habe ich noch was geträumt: Die winzige Gurkenpflanze, die ich unlängst aus dem Garten mitbrachte, weil die dort sicher in der Hitze gestorben wäre, ist auf dem Balkon über Nacht zu einer prächtigen Pflanze herangewachsen mit riesigen Blättern und Gurken! So ähnlich, wie die verzauberte Bohnenstange … aber halt eine Gurke. Das war schön und alle haben wir Gurke gegessen!

    Gibt es ein Motto, nach dem ich mein Leben gestalte? Und wenn ja, welches ist das und warum?

    „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ von Erich Kästner, weil ich denke, dass einem das liebe Glück nicht zufliegt. Man muss immer ein bisschen dafür leisten. Die Leistung kann sehr verschiedener Natur sein: materiell, spirituell, physisch, manchmal auch kaum erkennbar aber immer tut man etwas dafür. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Ach ja und auch ganz wichtig, „Was du gibst, ist, was du bekommst!“ Denn, wenn man den Menschen mit Respekt und Achtung begegnet und wenn man zudem immer mal lächelt, einfach so … dann macht das unsere Welt schon ein klein wenig besser und ich persönlich habe nur gute Erfahrungen damit gemacht. Macht doch alle mit! Einfach mal lächeln! Wer selbst lächelt, wird auch lächelnden Gesichtern begegnen!

    Was macht mich traurig?

    Natürlich gibt es immer mal irgendwas was mich traurig stimmt, besonders aber wenn Menschen einander schlecht behandeln und wenn meine Liebsten traurig sind, das macht mich traurig. Ansonsten bin ich ein glücklicher Mensch! Ich bin nicht gerne traurig!

    Wann und in welchem Zusammenhang hat sich in letzter Zeit mein Mitgefühl geregt?

    Mein Mitgefühl regt sich, wenn es in den Nachrichten schon wieder darum geht, dass ein Haufen junger Menschen einfach ertrinkt oder im Krieg stirbt oder einfach nur stirbt, weil es nichts zu essen gibt. Und dem anderen Haufen Menschen ist es im Grunde egal, denn es gibt noch größere Probleme, als sterbende und hungernde Menschen: Geld! Das Geld – alle haben Angst um ihr Geld und die, die viel Geld haben, haben Angst, dass es mal nicht mehr wird und trotzdem ist das Geld irgendwie immer weg. Das kann doch nicht wahr sein, dass Geld in dieser Welt mehr wert ist als ein Menschenleben. Ich finde, wir alle müssen mal mitüberlegen, wie es dazu kommt, dass das Geld in unserer Gesellschaft einen so hohen Stellenwert genießt und was man dagegen tun könnte!!!

    Was wollte ich schon immer einmal sagen? Aber es passte nie so wirklich – doch, da die Frage ja jetzt hier gestellt wurde, nehme ich die Chance beim Schopfe und sage es allen einfach mal:

    Es ist total doof von uns Menschen, dass wir uns geißeln lassen müssen von Zahlen auf Konten beziehungsweise von Papier und Münzen in unseren Portemonnaies. Ist doch so! Wir können nicht viel machen aber, aber wir können etwas tun! Teilt, was ihr habt! Bepflanzt eure Gärten! Kauft so wenig, wie möglich und seid lieb zueinander! So ein klitzekleines bisschen revoluzzern ist doch toll!

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