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Leipzigs Pastafari-Gemeinschaft wächst

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    Trotz der Behinderung durch den Katholikentag konnte die Kirche des fliegenden Spaghettimonsters am Sonntagmittag am Augustusplatz einen Erfolg verbuchen: Über 51 neue Pastafaris konnte die Weltanschauungsgemeinschaft für sich gewinnen. Wohl das bekannteste Neumitglied war die Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann (Piraten). Die Veranstaltung fand im Rahmen des Alternativprogrammes des Bündnisses „(K)eine Million“ zum Katholikentag statt, das die Förderung der christlichen Großveranstaltung kritisiert.

    Knapp 100 Personen versammelten sich am Sonntagmittag im Grimmaischen Steinweg, während sich mehrere tausende Christen zum Hauptgottesdienst auf dem Augustusplatz versammelt hatten. Ursprünglich war für halb Zwölf eine Nudelmesse geplant – eine Zeremonie der Kirche des fliegenden Spaghettimonsters (FSM).

    Weil der Gottesdienst auf dem Augustusplatz jedoch länger andauerte als geplant, durfte die Nudelmesse erst verspätet beginnen. Eine Auflage des Ordnungsamtes untersagte die Nutzung von Beschallungstechnik während des Gottesdienstes auf dem Augustusplatz.

    Zu Beginn der Messe wies Bruder Spaghettus, der mit bürgerlichen Namen Rüdiger Weida heißt und Vorsitzender der Kirche des Fliegenden Spaghetti Monsters Deutschland e.V. ist, darauf hin, dass die Gründung einer sächsischen Gemeinde nicht stattfinden würde entgegen anderer Meldungen. Es gebe nur Gemeinden auf lokaler Ebene, so Spaghettus.

    Im Mittelpunkt steht die Nudel

    Rechtlich betrachtet sich der deutsche Ableger der Satirereligion als Weltanschauungsgemeinde. Nach deutschem Recht ist damit ein Zusammenschluss von Personen gemeint, der eine nicht religiöse Sichtweise auf die Welt pflegt.

    In Sachen Weltanschauung hat die Kirche einiges zu bieten: Die zentralen Inhalte sind im Evangelium des fliegenden Spaghettimonsters von Bobby Henderson niedergeschrieben. Die Maxime heißt jedes Dogma anzuzweifeln.

    Die Welt wurde von einem nicht nachweisbaren fliegenden Spaghettimonster geschaffen. An der globalen Erwärmung ist die Abwesenheit von Piraten Schuld, die die Vorfahren der Pastafaris waren, deshalb wird von jedem Gläubigen verlangt, sich wie ein Pirat zu kleiden. Nach dem Tode wartet auf die Anhängerschaft ein Biervulkan und eine Stripperfabrik.

    Entsprechend orientiert sich auch das Vokabular. Wohlwollende Zustimmung wird mit dem bekannten Piratenlaut „Arrrgh“ beantwortet und Gebete mit Ramen – einer japanischen Nudelart – beendet.

    Offen für alle

    Doch wie kommt der Glaubensanwärter nun zu seiner Aufnahme in die Gemeinschaft? Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann durfte es am Sonntagmittag vormachen. Im Rahmen der feierlichen Messe konvertierte sie. Zu der Aufnahmeprüfung gehörte das Aufeinanderreihen von Penne auf einer Spaghetti.

    Aufgrund der hohen Anzahl von über 51 Neuanwärtern führte Bruder Spaghettus eine vereinfachte Aufnahme durch, bei der die Anwärter vom Biere und der Nudel zehrten, wie es das Evangelium vorsieht.

    Leipzig ist allerdings keinesfalls Pastaneuland, wie Spaghettus hervorhob. Bereits 2014 fand in Leipzig eine Trauung im Rahmen der zeremoniellen Bestimmungen in Piratenkluft statt.

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      2 KOMMENTARE

      1. Unappetitlich finde ich allenfalls das bigotte Getue der Anhänger der Kinderf***sekte – aber die Geschmäcker sind halt verchieden.

      2. Ich esse sehr gerne Teigwaren. Aber das Geschilderte ist recht unappetitlich. Letztlich ist es ein Spaß auf Kosten einer Minderheit im deutschen Osten.

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