Nachdenken über ... Paniksituationen

Warum wir wieder lernen sollten, Menschen, die ihren Beruf beherrschen, zu achten und zu respektieren

Für alle LeserJüngst habe ich hier Jan Skudlareks Buch „Der Aufstieg des Mittelfingers“ besprochen. Mit einigen naheliegenden Vermutungen darüber, warum unsere Gesellschaft gerade dabei ist, regelrecht auszurasten und die Kontrolle zu verlieren. Aber Beleidigung gehört auch heute nicht zum „guten Ton“. Sie ist Zeichen für etwas Anderes.

Das wurde mir am Mittwochmorgen bewusst, als ich mal wieder Straßenbahn fuhr in Leipzig. Wer hier Straßenbahn fährt, sieht das richtige Leben. Jeden Tag. Was übrigens ein Grund dafür ist, warum wir heute so viel falsche Politik haben: Politiker, die mit dem realen Leben der sogenannten „einfachen Leute“ nicht mehr in Berührung kommen, machen zwangsläufig falsche und weltfremde Politik.

Was ist passiert?

Das, was man als Mitfahrender immer befürchtet, wenn ältere Leutchen – unsicher auf den Beinen, gar mit Gehhilfe – eingestiegen sind und sich vorsichtig zum nächsten Sitzplatz vortasten. Das dauert manchmal. Die Beine machen nicht mehr richtig mit, Unsicherheit kommt hinzu, der Gehstock verhakt sich usw. Sie wissen selbst, wie das aussieht. Oft fiebert man selbst mit, wenn die älteren Herrschaften es noch nicht ganz in den Sitz geschafft haben, die Bahn schon anfährt und auch jüngere Fahrgäste Mühe haben, sich auf den Beinen zu halten.

Diesmal ist es wirklich passiert. Die Bahn fuhr an, die ältere Dame drehte es aus der letzten Schrittbewegung und sie rutschte mit beiden Beinen unter die Sitze.

Nicht, dass nicht sofort hilfreiche Fahrgäste hinzugesprungen wären. Sind sie. Die Leipziger helfen, wenn sie gebraucht werden. Nur ist das nicht einfach, eine ältere Dame mitten in der Fahrt behutsam auf die Beine zu bekommen. Man braucht selbst festen Stand und ein gutes Stück Selbstvertrauen. Erst recht, wenn die Bahn noch einmal bremst und dann wieder losfährt.

Da merkte man schon, wie die Helfer selbst in Panik gerieten. Und anfingen, wütend zu werden. Auf den Fahrer natürlich, der das Drama augenscheinlich nicht mitbekommen hatte. Aber doch mitbekommen musste. So was sieht man doch. „Halten Sie verdammt noch mal an!“ Und so weiter. Sie wissen, wie das ist: Da gerät man schnell in Eskalation.

Darüber habe ich schon mehrfach geschrieben. Wir leben in einer Zeit, in der Situationen immer öfter eskaliert werden. Hamburg war das typischste Beispiel. Und alles, was mittlerweile über den dortigen Polizeieinsatz bekannt wurde, bestätigt die Vermutung: Die Einsatzleitung war völlig überfordert, hatte weder die Übersicht noch die Lage im Griff – und hat in ihrer Panik zur Eskalation gegriffen. Dass man den Einsatzleiter überhaupt noch im Amt gehalten hat, verblüfft nur noch.

Aber dieselben Mechanismen beobachten wir bei einem amerikanischen Präsidenten, von dem selbst seine Partei weiß, dass er völlig überfordert und ungeeignet ist. Von den Brexit-Machern kennen wir es. Von deutschen Obergrenzern auch: Sichtlich sind sie für ihren Job allesamt völlig ungeeignet, besitzen keinerlei Souveränität in ihrem Handeln (und strahlen auch keine aus) und befördern damit natürlich die Panikmache, die dazu führt, dass auch die Bürger zunehmend in Panik geraten.

Der Grund ist übrigens ganz simpel: Wir haben Kompetenz entwertet.

Das typischste Beispiel dafür sind die Lehrer. Es ist einer der anspruchsvollsten Berufe, die es gibt – aber behandelt werden sie wie Lückenfüller, Fließbandarbeiter und ungebildete Deppen, wie Billigarbeitskräfte, die man jederzeit ersetzen kann, versetzen und umsetzen sowieso. Kein Mensch fragt sie, wie sie Schule organisieren würden, wenn sie mal dürften.

Wir haben aus einem einst anerkannten und geachteten Beruf etwas gemacht, was niemand werden möchte, der auch nur noch ein bisschen Hochachtung vor sich hat. Oh ja, auch zurückgetretene Bildungsminister in Sachsen sind mit daran schuld. Und das wissen sie auch.

Aber worum geht es eigentlich?

Genau um diesen Moment in der Straßenbahn, in dem sichtlich überforderte Fahrgäste begannen, panisch zu werden.

Und in dem eine resolute junge Frau aufsprang, dazwischenging und laut und energisch sagte: „Jetzt übernehme ich.“

Ich hab sie nicht gefragt, wo sie das gelernt hat. Aber so etwas lernen gute KindergärtnerInnen, TherapeutInnen, PflegerInnen, Lehrerinnen im Grundschulbereich vielleicht auch.

Denn das war professionell. Das war eine Frau, die wusste, wie man in solchen Situationen kompetent reagiert. Sie übernahm nicht nur und machte Anweisungen, wie die alte Dame vorsichtig unter beiden Schultern genommen und zum Stehen gebracht werden konnte. Sie redete auch gleich beschwichtigend ein – nicht nur auf die erschrockene Dame, sondern auch auf den zitternden Mithelfer, dem man anmerkte, dass er hin- und hergerissen war zwischen Helfenwollen und Verzweifeltsein.

Ich füge das nur ein: Mir wäre es wahrscheinlich genauso gegangen.

Vielleicht wäre ich auch laut geworden und hätte dann den Fahrer angeblafft, der endlich mitbekommen hatte, dass was passiert war, und ganz verstört nach hinten kam. Und der natürlich ebenso erschrocken war, dass er auf einmal angeschrieen wurde – also verteidigte er sich und schrie zurück.

Sie kennen das ja: So beginnen Eskalationen. Genau so.

Und was machte die junge Frau, die so tatkräftig eingeschritten war? Sie redete auf alle drei beruhigend ein: die alte Dame, den verstörten Fahrgast und den Fahrer. „Es ist alles gut. Es ist nichts passiert. Kein Grund zur Aufregung.“

Und dann für jeden Einzelnen extra: „Alles ist in Ordnung. Es ist nichts passiert.“

Man merkte schnell, dass die Dame viel weniger erschrocken war als der Fahrgast und der Fahrer, die beide mit der Situation sichtlich überfordert waren. Sie haben das nicht gelernt und nicht geübt. (Wenn ich was zu sagen hätte bei den LVB, würde ich das wenigstens üben lassen. Das würde die meisten Fahrer viel ruhiger und unaufgeregter werden lassen.)

Und als Fahrgast hat man das natürlich auch nicht geübt. Was eigentlich nicht so schlimm ist. Aber gerade weil so etwas so schnell Panik auslöst, sagt mir das etwas anderes: Nämlich dass wir allesamt sehr viel an Souveränität eingebüßt haben. Wir sind jeden Tag irgendwie alle in Panik, immer ganz dicht am Ausrasten. Dazu genügen die kleinsten Auslöser, sofort sind wir auf 180. Weil wir augenscheinlich allesamt (nicht nur die Lehrer) das dumme Gefühl haben, dass wir unser eigenes Leben nicht mehr beherrschen. Wir sind außer uns. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und voller Ressentiments sind wir auch noch, während uns etwas anderes völlig fehlt: Wir bekommen kaum noch Bestätigung für das, was wir tun und können.

Es wird viel geredet über Professionalität in unserer Gesellschaft. Überall wimmelt es von „Profis“. Aber der Begriff ist augenscheinlich erst aufgekommen, als die eigentliche Professionalität der Menschen, die ihren Beruf wirklich beherrschen und darin souverän sind, systematisch begonnen wurde zu untergraben. Mitsamt den Berufsbildern.

Deswegen sind die Menschen selten geworden, die in ihrem Berufsfeld noch souverän agieren – ohne Angst vorm Rausschmiss, Anschiss, Entwürdigung oder Anfeindung.

Und im Hinterkopf habe ich das verflixte Gefühl, dass das genau der Grund dafür ist, dass es derzeit in Ostdeutschland so gärt und rumort und wütet.

Wer mir widersprechen mag, soll’s tun. Mit Argumenten bitte.

Aber ich habe gestern Morgen gesehen, wie groß unser Bedarf an wirklich kompetenten Menschen ist, die auch in brisanten Situationen nicht die Ruhe und die Übersicht verlieren. Die tun, was sinnvoll ist und dabei auch merken, wenn die anvertrauten Kinder, Senioren, Mitmenschen beginnen, in Panik zu geraten und zu eskalieren.

„Es ist alles gut. Nichts ist passiert.“

Und erst als die ältere Dame sicher in ihrem Sitz saß, die vergewissernde Frage: „Ist auch alles in Ordnung mit Ihnen? Tut auch wirklich nichts weh?“

Tat es zum Glück nicht. Sie war mit dem Schrecken davongekommen. Und wir anderen auch.

Und ich weiß jetzt, dass wir auf alle diese überheblichen Profis verzichten können und dabei nichts verlieren. Aber wir brauchen wieder Mitmenschen, die in ihrem Beruf souverän und geachtet sind und nicht panisch werden, wenn ein Malheur passiert.

Gerade diese Menschen brauchen wir. Überall.

Wie wichtig sie sind, merken wir meist erst, wenn alle anderen schon in Panik geraten sind.

„Es ist nichts passiert.“

Natürlich ist was passiert. Und ich hab wieder was gelernt dabei.

Die ganze Serie „Nachdenken über …“

Nachdenken über ...
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
6 Kommentare

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Kretschmer dankt langjähriger DGB-Landeschefin
Polizeibericht, 15. Dezember: Sparkassen-Container gesprengt, Versuchter Totschlag, Radler gestürzt
Juliane Nagel (Linke): „Wohnfähigkeitsprüfung“ in Leipzig zurückgenommen
SPD Leipzig-Nordwest für eine baumstarke Stadt
Polizei erhält ersten Survivor
Leipziger Mathematiker erhält Leibniz-Preis 2018
Private Krankenversicherung treibt Versicherte in wirtschaftliche Not – Reform dringend nötig
„Mobilität in Städten“: Leipziger Haushalte werden wieder befragt
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

BUND findet 13 von 17 gekauften Weihnachtsbäumen mit Pestiziden belastet
Und gleich nach dem Fest werden sie entsorgt: Weihnachtsbäume. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVielleicht doch lieber auf den Weihnachtsbaum verzichten? Das legt ein neuer Test des BUND nahe. Auf die Idee muss man erst einmal kommen. Aber eigentlich liegt sie nahe, wenn man weiß, dass die alljährlich verkauften Riesenmengen an Weihnachtsbäumen eben nicht aus dem Wald kommen, sondern von Plantagen. Und dort werden sie augenscheinlich heftig mit Pestiziden besprüht.
Erwerbstätigenzahl in Sachsen im Herbst 2017 auf neuem Höchststand
Die Entwicklung der Erwerbstätigenzahl. Grafik: Freistaat Sachsen, Landesamt für Statistik

Grafik: Freistaat Sachsen, Landesamt für Statistik

Für alle LeserDie Konjunktur ist auf einem Hoch, meldet das IWH in Halle. Die Wirtschaft in Deutschland brummt – trotz aller außenpolitischen Querelen. Und das hat weniger mit der fleißigen Industrie zu tun, als mit der wachsenden Dienstleistungswirtschaft in Deutschland. Denn Dienstleistung braucht Leute. Das hat auch in Sachsen zu einem neuen Beschäftigungshoch im Herbst geführt.
Linksfraktion beantragt sofortige Verhandlungsaufnahme für einen attraktiven Lehrer-Tarifvertrag in Sachsen
Schülerprotest 2012 in Leipzig. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserGleich am 6. Dezember – kaum war die Meldung zur geplanten Verbeamtung sächsischer Lehrer in der Welt – ruderte das Kultusministerium zurück und verschickte um 16:07 Uhr eine Korrektur: Nein, es ginge noch nicht um die Verbeamtung aller Lehrer, sondern um die „Prüfung der Verbeamtung der Lehrer“. Die CDU-Fraktion im Landtag hatte die Entscheidung im Alleingang getroffen. Ohne Absprache mit dem Koalitionspartner SPD. Der meldete sich wenig später entsprechend deutlich zu Wort.
Schönfärberei schafft keine Gerechtigkeit
Sachsen-Euro. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer „Sachsen Monitor“ kann zwar nichts dafür, dass Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich das Feld räumte, denn befragt wurden die Sachsen für diese Studie ja schon im August, deutlich vor der Bundestagswahl am 24. September, die gerade die Ergebnisse der sächsischen CDU abschmieren ließ und die AfD prozentual zur Nr. 1 machte. Veröffentlicht wurde der „Sachsen-Monitor“ erst nach der Wahl, am 28. November. Am 14. Dezember wurde er dann im Landtag diskutiert.
Bernd Göbels freundlich-verschmitzter Blick auf ein Leben als Künstler in Deutschland
Bernd Göbel: Verschiedenes Hell. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferDie Leipziger kennen ihn. Zumindest wissen sie, was er getan hat. Denn Bernd Göbel ist der Schöpfer jener ironischen Skulptur, die seit November 1990 in der Grimmaischen Straße steht, die ursprünglich mal „Beginn einer Reihe“ heißen sollte, jetzt aber „Unzeitgemäße Zeitgenossen“ heißt. Und noch heute erzielen die „Pädagogikerin“, der „Stadtgestaltiker“ und die „Rationalisatikerin“ ihre Wirkung.
Immer wieder Wurzen: Angriff auf Wohnung eines Geflüchteten
Angriff auf die Wohnung eines Geflüchteten in Wurzen. Foto: Kira Hoffmann / pixabay (Symbolbild)

Foto: Kira Hoffmann / pixabay (Symbolbild)

Für alle LeserDie sächsische Kleinstadt Wurzen ist ein Schwerpunkt rassistischer Gewalt gegen Geflüchtete – obwohl viele Einwohner das leugnen. Nachdem sich im Juni bereits ein Mob geformt hatte, der von der Polizei noch gestoppt werden konnte, wurde nun eine Wohnung mit Pflastersteinen beworfen. Eine Person soll dabei verletzt worden sein.
Freibeuter-Antrag zum Personalmanagement wurde mit kleiner, aber wichtiger Änderung der SPD-Fraktion beschlossen
Der Turm des Neuen Rathauses. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMit Stadtratsbeschlüssen ist es manchmal gar nicht so einfach. Da geht es um Nuancen, damit sie auch wirklich korrekt sind. Beim Streit der Grünen mit dem OBM hat man ja gesehen, wie schnell sich Oberbürgermeister Burkhard Jung in seiner Hoheit verletzt sieht. Man hat es mit zwei gewählten Repräsentanten zu tun – OBM und Stadtrat – die beide höchst bedacht auf ihre Gestaltungsräume sind. Das war am Mittwoch, 13. Dezember, auch bei der Entscheidung zum Bewerbermanagement der Stadt Thema.
Polizistin gefilmt: Berufung gegen Freispruch für Beschwerdeführer
Beschwerden an die Polizei können als Bumerang zurückkommen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserWeil er rechtswidrig ein Video verbreitet haben soll, in dem eine Polizeibeamtin zu sehen ist, musste der Journalist Marco Santos in der vergangenen Woche vor Gericht erscheinen. Das Verfahren endete mit einem Freispruch. Es erregte jedoch viel Aufmerksamkeit, da die Anzeige erst auf eine Beschwerde über das Verhalten der gefilmten Polizistin folgte. Im Hintergrund geht es auch um die Arbeit der Beschwerdestelle der Polizei. Nun hat die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt.
Mehr Macht für den OBM, leises Misstrauen für die Stadträte in den Aufsichtsräten
Burkhard Jung in Action. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserLeipzigs Oberbürgermeister misstraut den Stadträten und ihrem wirtschaftlichen Sachverstand. So interpretieren die Grünen den am Mittwoch, 13. Dezember, mit knapper Mehrheit beschlossenen neuen Gesellschaftsvertrag für die Stadtholding LVV. Mit nur einer Stimme Mehrheit hat der Stadtrat – nach teilweise hitziger Debatte – die Neufassung des Gesellschaftsvertrages, also des grundlegenden unternehmerischen Regelungswerkes, zur städtischen Holding LVV GmbH beschlossen.
EPH-Konzern bestätigt, dass er für Lausitzer Braunkohle nicht haftet und einen zeitnahen Kohleausstieg nicht akzeptiert
Kohlekraftwerk Boxberg in der Lausitz. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserModerne Konzerne poltern nicht. Sie schnurren und erklären ganz freundlich, über welche Instrumente sie verfügen, wenn die Politik nicht spurt. Zum Beispiel in der Kohlepolitik, wo schon aus Klimaschutzgründen in den nächsten 15 bis 20 Jahren der Komplettausstieg aus der Kohleverstromung fällig ist. Nicht mit uns, so klingt die Ansage von EPH-Manager Jan Špringl im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin „Capital“.
Gerade bei der Verminderung von Rußpartikeln hat die Leipziger Umweltzone Wirkung gezeigt
Einfahrt in die Leipziger Umweltzone. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserLeipzigs Umweltzone funktioniert. Zumindest, was den Ruß betrifft. Das war das Fazit, das am Donnerstag das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zusammen mit dem Leibniz-Institut für Troposphärenforschung und Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal bei einer Pressekonferenz in Leipzig ziehen konnte. 2011 war Leipzigs Umweltzone in Betrieb gegangen.
Leipzig steigt per Stadtratsbeschluss aus Rüstungsfonds, Investitionen in schmutzige Energien und Saatgutinvestitionen aus
Ist vielleicht doch der Mensch das Maß aller Dinge? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer 13. Dezember im Stadtrat war auch eine kleine Zeitenwende. Der Grünen-Antrag zum Ausstieg Leipzigs aus zukunftsschädigenden Finanzanlagen fand eine Mehrheit. Auch wenn es vor allem ein Zeichen ist, macht Leipzig damit deutlich, welche Art Wirtschaft einfach nicht mehr akzeptiert werden kann – von der Agrogentechnik über Rüstungsindustrie bis zur Agrarspekulation. Leipzigs Geld wird dafür nicht mehr zur Verfügung gestellt.
Über das Trotzdem-Zeitungmachen, alte Sachsen-Seligkeit, die Bedeutung des Kuschelns und die Träume der Leipziger
Leipziger Zeitung Nr. 50. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserDie Weihnachtsausgabe der „Leipziger Zeitung“ ist auch eine kleine Jubiläumsausgabe: die Nr. 50. Was natürlich reizt, eine Jubiläumsfeierausgabe draus zu machen. Haben wir aber nicht gemacht. Nur den Moment, uns mal kurz zu besinnen, haben wir genutzt, und diesmal auch das Zeitungsmachen selbst thematisiert. L-IZ-Leser kennen es schon: Wie denkt man Zeitung in einer Zeit, in der die Fakenews-Produzenten sich dicke machen?
Sachsens Finanzminister Georg Unland gibt seinen Abschied selbst bekannt + Update
Staatsminister Prof. Dr. Georg Unland (CDU). Foto: SMF/momentphoto, Oliver Killig

Foto: SMF/momentphoto, Oliver Killig

Für alle LeserMit der CDU-Fraktion geht Finanzminister Georg Unland im Guten auseinander. Immerhin hat er neun Jahre lang die Finanzpolitik des Freistaats gestaltet. In der Sitzung der CDU-Landtagsfraktion am Donnerstag, 14. Dezember, hat Prof. Georg Unland erklärt, dem nächsten Kabinett des neuen Ministerpräsidenten Michael Kretschmers nicht mehr zur Verfügung zu stehen.
Meinungen zur sächsischen Kommunalrechts-Novelle vom Mittwoch gehen weit auseinander
Der Sächsische Landtag. Foto: Steffen Giersch

Foto: Steffen Giersch

Für alle LeserKaum war der neue Ministerpräsident am 13. Dezember gewählt, stürzte sich der Sächsische Landtag in die Debatte um das neue Kommunalrecht für Sachsen. Dabei ging es vor allem um ein Thema, das auch in Leipzig schon für Furore gesorgt hat: Wie viele Mitspracherechte bekommen die Stadtbezirksbeiräte? Oder soll die Novelle nur eine „Lex Dresden“ sein, weil die Aufwertung der Dresdner Stadtbezirksbeiräte der Regierung ein Dorn im Auge ist?