Gastkommentar von Christian Wolff

Jetzt von Gandhi lernen: Politik mit Prinzipien

Für alle Leser1925 benannte Mahatma Gandhi (1869-1948), ein glühender Anwalt des gewaltlosen Widerstands, sieben Sünden der modernen Gesellschaft: „Politik ohne Prinzipien, Reichtum ohne Arbeit, Genuss ohne Gewissen, Wissen ohne Charakter, Geschäft ohne Moral, Wissenschaft ohne Menschlichkeit, Religion ohne Opfer.“ Damit schuf Gandhi so etwas wie einen gesellschaftspolitischen „Beichtspiegel“, also eine Hilfe, um öffentliche Vorgänge kritisch zu hinterfragen und gewissenhaft zu prüfen. Er ist so aktuell wie vor fast 100 Jahren.

Schließlich bedarf auch heute alle politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche Tätigkeit der Rückbindung an das, woraus sich unsere Grundwerte speisen, will sie sich nicht im billigen Opportunismus verlieren. Drei der genannten Sünden sind mehr als präsent:

  • Reichtum ohne Arbeit, wenn wir daran denken, wie sich Geldmengen vermehren, ohne dass derjenige, der den Gewinn einstreicht, einen Finger krümmen muss – aber dieser Reichtum Armut produziert.
  • Genuss ohne Gewissen, wenn wir die (eigene) Bedenkenlosigkeit betrachten, mit der wir wie selbstverständlich alles in Anspruch nehmen und verbrauchen, was die Erde an Ressourcen hergibt –ohne die Lebensmöglichkeiten kommender Generationen im Blick zu haben. Die FridaysForFuture-Bewegung prangert diesen Genuss ohne Gewissen ziemlich unerbittlich an.
  • Geschäft ohne Moral, wenn wir bedenken, dass ethische Maßstäbe im Wirtschaftsleben eher in Sonntagsreden entwickelt werden, als dass sie sich im Alltagsgeschäft niederschlagen. Die kriminellen Vorgänge in der Autoindustrie in den vergangenen Jahren haben das überdeutlich werden lassen.

Die Sünden der modernen Gesellschaft rufen die modernen Ablasspriester auf den Plan. Sie pressen den Menschen aber kein Geld ab. Vielmehr beruhigen und beschwichtigen sie (was aber auch jedem teuer zu stehen kommt): Alles nicht so schlimm, säuseln sie; oder sie poltern: Mit moralischen Werten lässt sich weder wirtschaften noch regieren. Ihr Ziel ist klar: Prinzipien und Moral sollen im politischen Alltagsgeschäft keine zu hohe Bedeutung erlangen. Denn sie sind Sand im Getriebe.

Das wird in diesen Tagen vor allem bei der Diskussion über Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien und die sog. NATO-Verpflichtung, zwei Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) für die Verteidigung auszugeben, überdeutlich. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz bemerkte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), dass wir Deutschen nicht so tun sollten, als seien wir moralischer als die Franzosen oder menschenrechtspolitisch weitsichtiger als die Britten. Das hört sich so wunderbar demütig an – ist aber eigentlich nichts anderes als rhetorische Moralinsäure, in der sich grundsätzliche Erwägungen zur Unkenntlichkeit auflösen sollen.

Abgesehen davon, dass der Waffenhandel mit Saudi-Arabien seit Jahren blüht (im vergangenen Jahr 400 Mio Euro), geht es aktuell um die Frage, ob sich Deutschland weiter an Waffenlieferungen in ein Land beteiligen soll, das im Jemen als Kriegspartei auftritt, in allen militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten involviert ist und den internationalen Terrorismus fördert, ganz zu schweigen von den Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land. Eine Politik mit Prinzipien müsste eigentlich zu dem Schluss kommen, dass sich jede Form von Waffenexporten in ein Land wie Saudi-Arabien verbietet. Es sind Menschen, die mit diesen Waffen getötet und deren Lebensgrundlagen zerstört werden. Das ist unvereinbar mit dem Ziel, das sich Deutschland in der Präambel des Grundgesetzes gesetzt hat: dem „Frieden in der Welt zu dienen“.

Was aber hat die militärische Unterstützung eines kriegführenden Landes mit diesem Verfassungsauftrag zu tun? Diese Frage müssen die Verantwortung tragenden Politiker beantworten. Und auch diese: Wann endlich kommt es dazu, dass Voraussetzung für Waffenproduktion und -handel eine überzeugend friedenspolitische Perspektive Deutschlands in einem vereinten Europa ist?

Ein ähnlich kritischer Einspruch ist zu richten an die völlig abstrakte und willkürlich erscheinende Vereinbarung in der NATO, jedes Mitgliedsland, also auch Deutschland, müsse zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung ausgeben. Es ist geradezu abenteuerlich, wie nicht nur bei Politiker/innen, auch bei sehr vielen Kommentator/innen so getan wird, als würde Deutschland, weil es derzeit „nur“ 1,2 Prozent des BIP für Verteidigung ausgibt, Zusagen nicht einhalten und Vertrauen zerstören. Dabei bleibt niemandem verborgen, dass die Hochkonjunktur der Rüstungsproduktion Teil der absolut a-moralischen, aggressiv-gewissenlosen Politik eines Donald Trump ist.

Da sollen Milliarden Euro für militärische Aufrüstung aufgewandt werden, ohne dass dies mit einem friedenspolitischen Konzept unterfüttert, ohne dass eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufgemacht wird, ohne dass die Aktivitäten einbezogen werden, die zu jeder Friedenspolitik dazu gehören: nichtmilitärische Konfliktlösungsansätze und entwicklungspolitische Initiativen in Krisenregionen. Wenn man dann noch bedenkt, welche Misswirtschaft und Verschwendungsmentalität gerade im Rüstungssektor und in der Bundeswehr vorhanden sind, dann ahnt man, wozu eine so prinzipienlose Politik führt: zu einer gefährlichen Verselbstständigung des Militärischen. Das aber hat mit Friedenspolitik nichts mehr zu tun. Dem muss sich die Sozialdemokratie verweigern.

Es kann nur hilfreich sein, sich im politischen Diskurs uns des „Beichtspiegels“ von Gandhi immer wieder zu bedienen. Dabei sollten wir uns von niemandem vorschreiben lassen, welches Maß an Moral, Gewissen, Menschlichkeit anzuwenden ist. Wer Politik mit Prinzipien ausübt, macht sich nicht unangreifbar. Er erhebt auch nicht den Anspruch auf Wahrheit und Richtigkeit. Er bestreitet nur das Ansinnen, in den Bereichen, die unser aller Leben berühren, Grundwerte nicht mehr gelten zu lassen.

* Kommentar *RüstungsexporteFriedenspolitikfridaysforfuture
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Grüne: Leipzigs Wärmewende macht Weiterbetrieb von Lippendorf wohl schon 2023 obsolet
Braunkohle-Kraftwerk Lippendorf bei Böhlen. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserRecht seltsam fand die Grünen-Fraktion im Leipziger Stadtrat die Meldung, dass der nun zwischen Bund und Kohleländern vereinbarte Ausstiegspfad einen Betrieb des Kohlekraftwerks Lippendorf im Leipziger Südraum bis 2035 vorsieht. „Die Ankündigung, das Braunkohlekraftwerk am Rande Leipzigs bis 2035 am Netz zu lassen, vermittelt den Eindruck, als würden die Lippendorfer Schlote manchem die Sinne vernebeln“, erklärt die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Katharina Krefft.
Wenn die Vorurteile einer Zeitung gleich mal zu Suggestivfragen für ahnungslose Senioren werden
Leipzig, Silvester 2019. Connewitzer Kreuz. Foto: Jan Kaefer

Leipzig, Silvester 2019. Connewitzer Kreuz. Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserEs gibt längst genug kritische Artikel über Umfragen und ihre zuweilen manipulativen Wirkungen auf die Öffentlichkeit. Es gibt auch Kritik an den viel zu vielen Wahlumfragen, die oft gerade erst die Stimmung schaffen, die dann über Wählerpräferenzen entscheidet. Aber was die LVZ am Mittwoch, 15. Januar unter der Überschrift „Umfrage: Die meisten Leipziger haben Connewitz-Krawalle satt“ veröffentlichte, hat mit einer seriösen Umfrage nichts mehr zu tun.
Der vierte und letzte Band der großen Leipziger Stadtgeschichte zum Jubiläum der Ersterwähnung
Ulrich von Hehl (Hrsg.): Geschichte der Stadt Leipzig. Vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserOb das 20. Jahrhundert tatsächlich DAS Zeitalter der Extreme war, als das es der britische Historiker Eric Hobsbawm in seinem 1994 erschienenen Buch „Age of Extremes. The short twentieth century 1914–1991“ bezeichnete, werden noch Generationen von Historikern diskutieren. Ulrich von Hehl jedenfalls, der die Einleitung in den nun vierten Band der Leipziger Stadtgeschichte schrieb, fand den Begriff sehr praktikabel. Auch für die Leipziger Geschichte. Und für diesen vierten Band.
Der Tag: Burkhard Jung liegt in einer Umfrage zur Oberbürgermeisterwahl klar vorn
Burkhard Jung (SPD). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserOberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) darf sich freuen: Laut einer repräsentativen LVZ-Umfrage würde er aktuell 34 Prozent der Stimmen erhalten. Sein härtester Konkurrent Sebastian Gemkow (CDU) käme nur auf 20 Prozent. Nicht freuen durfte sich AfD-Kandidat Christoph Neumann. Er hatte Alexander Gauland zum Wahlkampf eingeladen, doch der stand im Stau. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 17. Januar 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Heiko & Roman Lochmann – „Willkommen Realität“
© Philipp Gladsome

© Philipp Gladsome

Als die Zwillingsbrüder Heiko und Roman Lochmann mit zwölf Jahren begannen, als »Die Lochis« im Kinderzimmer Videos zu drehen und diese auf YouTube hochzuladen, hätten sie sich niemals träumen lassen, dass sie einmal zu den erfolgreichsten deutschen Social-Media-Stars zählen würden. Die riesige Fan-Gemeinde der sympathischen Entertainer und Musiker geht inzwischen in die Millionen. Mit zwanzig Jahren haben sie sich nun entschieden, das Kapitel »Die Lochis« zu schließen, um sich künstlerisch weiterzuentwickeln.
Silvester in Connewitz: Anwalt beklagt rechtswidrige Untersuchungshaft
Polizeieinsatz am Connewitzer Kreuz in der Silvesternacht. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDrei Männer befinden sich aktuell in Untersuchungshaft, weil sie sich an den Ausschreitungen in der Silvesternacht in Connewitz beteiligt haben sollen. Der Rechtsanwalt eines Betroffenen bewertet die U-Haft für seinen Mandanten als rechtswidrig. Der zuständige Ermittlungsrichter sei befangen gewesen; es fehle zudem ein wichtiges Dokument. Außerdem beruhe der Tatverdacht lediglich auf den Aussagen zweier Polizisten – doch diese seien nicht besonders vertrauenswürdig.
Absage der Absage: OB-Wahlveranstaltung der AfD darf in städtischer Immobilie stattfinden
Christoph Neumann (AfD) kann seine OB-Wahlveranstaltung in der "Großen Eiche" durchführen. Eine Entscheidung, die nun auch für alle anderen OB-Wahl-Bewerber/-innen gilt. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDa gab es aber ein ordentliches Hin und Her seit dem gestrigen Donnerstag auf den heutigen Freitag, 17. Januar. Erst sprach das Dezernat Wirtschaft eine Kündigung gegenüber dem Vermieter des soziokulturellen Zentrums „Große Eiche“ wegen einer Wahlkampfveranstaltung mit Alexander Gauland (AfD) und Christoph Neumann (AfD) aus, woraufhin sich die AfD wehrte. Von einer möglichen Schadenersatzklagedrohung ist unter der Hand die Rede. Auch das Rechtsamt der Stadt Leipzig schaltete sich ein und am Ende stand eine durchaus wegweisende Entscheidung für derzeitige Wahlkämpfe.
Sachsen muss sich jetzt schon auf einen viel früheren Kohleausstieg vorbereiten
MIBRAG-Tagebau Peres im Kohlerevier Vereinigtes Schleenhain. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserDer Mann, der eigentlich den Fachkommentar zum am Donnerstag, 16. Januar, formulierten Kohleausstiegs-Zeitplan der Bundesregierung aus dem Sächsischen Landtag hätte liefern können, ist mittlerweile ja Staatsminister im Umweltministerium: Dr. Gerd Lippold, der Kohlespezialist der Grünen, der nun qua Amt Sachsens Ausstieg aus der Kohle managen muss. Doch am Donnerstag merkte auch die Linksfraktion den Pferdefuß in diesem teuren Peter-Altmeier-Kompromiss.
AfD-Wahlveranstaltung mit Alexander Gauland findet nicht mehr in der Großen Eiche statt + Update
Alexander Gauland (hier am 21.11.2017 im Bundestag) will am 17. Januar 2020 Christoph Naumann bei seiner OB-Kandidatur in Leipzig unterstützen. Foto: Bilderdienst des bundestag.de, Fotograf: Achim Melde

Foto: Bilderdienst des bundestag.de, Fotograf: Achim Melde

Für alle LeserAm Morgen warb die Leipziger AfD auf ihrer Facebook-Seite noch mit dem Konterfei von Alexander Gauland für eine Veranstaltung in der Großen Eiche in Böhlitz-Ehrenberg. Doch der Fraktionsvorsitzende der Rechtsaußen-Partei und sein Leipziger Parteifreund Christoph Neumann, der OBM-Kandidat der AfD, müssen sich woanders ein Plätzchen suchen, um über die „Wende für Leipzig“ zu philosophieren. Denn die „Große Eiche“ ist ein städtisches Gebäude.
Von Kohlekraftwerken, kirchlichen Kassenbüchern und Klimamodellen
Dicke Dampfschwaden über den Kühltürmen. Foto: Matthias Weidemann

Foto: Matthias Weidemann

Für alle LeserAngesichts der großspurigen Ankündigungen von Donald Trump und den politischen Weichenstellungen seiner Ministerien müsste man eigentlich meinen, dass die amerikanische Kohleindustrie gerade goldene Zeiten erlebt. Tut sie aber nicht. Denn immer mehr Kohlekraftwerke müssen schließen – und sie tun es in einem immer schnelleren Tempo.
Jetzt können die Leipziger zeigen, ob sie auch in selbst organisierten Veranstaltungen miteinander ins Gespräch kommen können
Die ersten Besucher zur Eröffnung des LeipzigZimmers am 16. Januar. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserOrigami-Kurs, Schreibwerkstätten und neues aus dem Naturkundemuseum: Die ersten Interessenten haben sich schon angemeldet für das LeipzigZimmer in der Stadtbibliothek Leipzig, das am Donnerstag, 16. Januar, offiziell eröffnet wurde. Es soll mehr sein als ein üblicher „Ort der Begegnung“. Eher sogar ein Experiment: Wie lässt sich das Miteinander der Leipziger Bürger wieder beleben in einer Zeit, in der scheinbar überall die Aggressionen zunehmen?
Über 5.000 Unterstützer fordern mehr Artenschutz im Leipziger Stadtgebiet
Trauriger und viel zu häufiger Anblick: Wie hier in Leipzig sind Baumfällungen in Sachsen an der Tagesordnung. Foto: Karsten Peterlein

Foto: Karsten Peterlein

Für alle LeserLeipziger Naturschutzverbände hatten im März 2019 unter dem Titel „Bauen und Natur erhalten! Artensterben stoppen! Wertvolle Grünflächen für LeipzigerInnen schützen!“ eine Petition gestartet, die auf der Plattform openPetition online gestellt wurde. Sie hat inzwischen mehr als 5.500 Unterstützer. Da die Petition das notwendige Quorum erreicht hat, wurde sie am 14. Januar 2020 beim Stadtrat eingereicht, meldet der NABU.
Auch das Kraftwerk Lippendorf soll nach den Vorstellungen der Bundesregierung bis zum 31. Dezember 2035 weiterlaufen
Landschaftsidylle Braunkohletagebau mit Kraftwerk Lippendorf. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserSeit Donnerstag, 16. Januar, hat Deutschland so etwas wie einen Ausstiegspfad aus der Kohle. „Die Bundesregierung hat den Ministerpräsidenten der Länder Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt einen Stilllegungspfad für die Braunkohlekraftwerke in Deutschland vorgestellt, den sie beabsichtigt mit den Betreibern der Braunkohle-Kraftwerke und -Tagebaue vertraglich festzulegen. Die Ministerpräsidenten stimmen diesem Stilllegungspfad zu“, meldete die Bundesregierung. Ein Kompromiss mit jeder Menge Fragezeichen.
Theaterkollektiv subbotnik singt und spielt „Die weiße Insel“
Die Schaubühne Lindenfels in der Karl-Heine-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Die Performanceformation subbotnik präsentiert in einer Mischung aus Lesung, Live- Hörspiel und Bühnenmusik einen Abend über drei Forscher, die sich 1897 in den Weiten der Arktis verlieren. Das Gastspiel zeigt die Schaubühne Lindenfels in ihrer Reihe „Expedition 4x6“, deren zweite Etappe die „Polarzeit“ thematisiert.
Der Tag: Fridays for Future widerspricht Ministerpräsident Kretschmer beim Kohlekompromiss
Fridays for Future Leipzig ist mit dem neuen Kohlekompromiss nicht zufrieden. Archivfoto: L-IZ.de

Archivfoto: L-IZ.de

Für alle LeserWährend Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer den neuen „Kohlekompromiss“ als vernünftige Lösung bezeichnet, bewertet Fridays for Future Leipzig die Vereinbarung „eher als Skandal“. Zudem ermittelt die „Soko LinX“ erneut wegen eines abgebrannten Baggers. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hingegen ermittelt wegen eines Hitler-Darstellers nicht mehr. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 16. Januar 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.