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    LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 74, seit 20. Dezember im HandelIch wünsche mir eine Welt ohne Filter und Photoshop. Eine Welt, in der das normal sein wieder normal ist. Durch Social Media wie Instagram werden total falsche Schönheitsideale kreiert. Ich kenne extrem intelligente Mädchen, die immer selbstbewusst, stark und an ihrer Umwelt interessiert waren. BIS, ja bis sie in die Pubertät kommen. Diese Phase – zusammen mit Social Media – lässt sie sich dann nur noch auf ihr Äußeres und auf anderen gefallen zu wollen fokussieren.

    Sie reduzieren sich selbst auf ihr Mädchensein und verlieren ihre Träume und Ziele komplett aus den Augen. Mädchen in dieser Phase sexualisieren sich selbst und lassen sich in klassische Rollen-Bilder ihrer Großmütter reinfallen. In ihrer Social-Media-Scheinwelt geht es darum, dünn zu sein, um schmale Taillen, schöne lange Haare und – gaanz wichtig – um die Anzahl der Likes.

    Das Titelblatt der letzten LZ für 2019. Leipziger Träume zum Jahresschluss. Foto: Screen LZ
    Das Titelblatt der letzten LZ für 2019. Leipziger Träume zum Jahresschluss. Foto: Screen LZ

    Und weil all das oft nicht der Fall ist, wird mit Filtern und Weichzeichnern nachgeholfen. Auch im realen Leben geht es um die Aufmerksamkeit von Jungs und ums dümmliche Kichern, wenn Jungens mal was sagen – egal wie blöd es ist.

    Wie weit wir von der wirklichen Gleichberechtigung weg sind, sieht man auch an der Debatte um die finnischen Ministerinnen. Sollte es nicht eine Selbstverständlichkeit sein, die gleiche Anzahl an Männern und Frauen in wichtigen Posten zu haben? Ist die ganze Debatte nicht deshalb total sinnlos und chauvinistisch???

    Obwohl wir fast alle in einer ziemlich emanzipierten Gesellschaft hier in Deutschland leben und Gleichberechtigung sogar im Grundgesetz steht, glaube ich, das Mädchen und Frauen auch mitmachen müssen.

    Deswegen wünsche ich mir, dass junge Mädchen und Frauen Emanzipation und Gleichberechtigung, etwas, das viele Frauen vor Jahren für uns erkämpft haben, akzeptieren und verteidigen, anstatt sich nur oft mit äußerlichen und sexistischen oberflächlichen Werten zu beschäftigen. Alle Mädchen müssen sich endlich beteiligen, um etwas so Selbstverständliches wie Emanzipation voll und ganz zum Leben zu erwecken. Und ich zitiere das Bild mit dem Spruch, das über meinem Bett hängt.

    „Ich bin wie ich bin.“ Mit und ohne Filter.

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