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Der Tag: Das Coronavirus dominiert nun auch in Leipzig das Geschehen + Video

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    Obwohl es in Leipzig noch keine Verdachtsfälle gibt, ist das Coronavirus nun hier angekommen. Bereits am Wochenende stand RB Leipzig wegen eines möglicherweise rassistischen Vorfalls im Stadion in der Kritik; heute folgte die Buchmesse mit der Absage der diesjährigen Ausgabe. Im Osterzgebirge gibt es derweil den ersten bestätigten Coronavirus-Fall in Sachsen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 3. März 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

    Nachdem gestern der frisch wiedergewählte Oberbürgermeister Burkhard Jung kurzfristig ein Interview mit der LVZ abgesagt hatte, folgte heute die nächste Absage – allerdings ganz anderer Art. Die Buchmesse, die Manga-Comic-Con und das Lesefest „Leipzig liest“ werden nicht wie geplant vom 12. bis 15. März stattfinden. Das teilte die Stadt heute mit.

    „Die Gesundheit unserer Bürger und der Stadt steht für uns an erster Stelle“, lässt sich Jung in dem Statement zitieren. Grund für die Absage ist das sich weiter ausbreitende Coronavirus. Ebenfalls seit heute ist bekannt, dass es in Sachsen den ersten bestätigten Fall gibt. Es handelt sich um eine Person im Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge, die sich nun in „häuslicher Isolation“ befindet, wie das sächsische Gesundheitsministerium schreibt.

    Burkhard Jung gegenüber L-IZ.de zu den Gründen der Absage der Buchmesse Leipzig 2020

    Video: L-IZ.de

    In einem Interview mit dem MDR sagte Landrat Michael Geisler, dass aktuell mehrere Kontaktpersonen überprüft würden. Am Ende des Textes findet sich zudem ein Gespräch mit einem Virologen der Uniklinik Leipzig.

    RBL-Funktionäre treffen sich mit Japanern

    Auch im Fußball war das Coronavirus am Wochenende ein Thema. Während in anderen Ländern bereits Spiele abgesagt wurden, gibt es ähnliche Maßnahmen in Deutschland noch nicht. Am Sonntag sorgte allerdings ein Vorfall bei RB Leipzig für Empörung: Die Security entfernte mehrere japanische Besucher/-innen aus dem Stadion. Dies sei aus Sorge vor dem Virus geschehen, da es sich bei Japan um ein Risikogebiet handle.

    RB Leipzig erklärte gestern, dass dies ein Fehler gewesen sei. Besucher/-innen aus angeblichen Risikogebieten sollten lediglich verstärkt kontrolliert werden. Am Montagabend folgte zudem ein Treffen hochrangiger RBL-Funktionäre mit einem Vertreter der japanischen Gruppe. Laut Verein gab es einen „konstruktiven Austausch“.

    Man wolle die Betroffenen zum nächsten Heimspiel einladen. Auch beim Lokalrivalen Chemie denkt man nun über eine Einladung nach.

    Einen lesenswerten Text zu dem Vorfall findet man beim „Spiegel“. Dessen Autor Danial Montazeri ordnet das Geschehen als rassistisch ein – ein Wort, das in den Stellungnahmen von RB Leipzig bislang nicht zu finden ist. Montazeri verweist zudem darauf, dass sich aus den Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts, auf die sich RBL beruft, ein solches Vorgehen nicht ansatzweise ableiten lasse.

    Thüringens Landtag wählt morgen erneut

    Was heute außerdem wichtig war: In Thüringen steigt mal wieder die Spannung. Morgen soll erneut der Ministerpräsident gewählt werden. Bislang sind die Kandidaturen des Ex-Amtsinhabers Bodo Ramelow (Linke) und des Faschisten Björn Höcke (AfD) bekannt. Die aktuelle Lage hat heute unter anderem die Tagesschau zusammengefasst.

    Übrigens: Wir haben uns heute mit Oberbürgermeister Jung zum Interview getroffen. Das Video findet man hier.

    Die Leipziger Buchmesse 2020 findet nicht statt

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