Bisse, Blutspuren, ein süßlicher Geruch und vielleicht sogar Kot – es gibt viele Anzeichen, an denen man erkennt, dass man vielleicht unter einem Befall von Bettwanzen leidet. Während es Betroffenen meist sehr peinlich ist, sollten sie auch einiges dafür tun, die Schädlinge schnellstmöglich loszuwerden.

Bettwanzen – jetzt handeln

Mit Bettwanzen ist nicht zu spaßen. Die Insekten ernähren sich während ihres Lebenszyklus ausschließlich von Ihrem Blut. Dabei entstehen sehr unangenehme Bisse, die neben einem Jucken und Schmerzen sogar zu allergischen Reaktionen führen können. Allerdings sind die Tiere abgesehen davon nicht gesundheitsschädlich. Dennoch ist eine schnelle Handlungsweise notwendig, um den Bettwanzen schnell den Garaus zu machen und sie ein für alle Mal loszuwerden.

Bettwanzen lieben Wärme und werden von dem CO2, das die Menschen durch das Ausatmen ausstoßen, regelrecht angezogen. Daher ist der Ort, an dem wir schlafen, besonders beliebt für die Insekten.

Woran erkenne ich einen Bettwanzenbefall?

Bevor Sie überhaupt etwas gegen Bettwanzen unternehmen können, müssen Sie sich zunächst sicher sein, ob es sich um Bettwanzen (Cimex lectularius) handelt. Den meisten Betroffenen fällt bei einem Bettwanzenbefall auf, dass sie immer wieder rote Stiche bzw. Bisse auf der Haut haben. Meist sehen Sie die Bettwanzen selbst jedoch nicht. Daher ist es häufig gar nicht so einfach, herauszufinden, ob es sich bei dem Verdacht wirklich um die lästigen Schädlinge handelt.

Ist der Bettwanzenbefall schon weiter fortgeschritten, kann es passieren, dass Sie auf Textilien Blut- und Kotspuren feststellen. Außerdem ist es in diesem Stadium möglich, dass Sie die Bettwanze selbst entdecken. Falls, dass der Fall sein sollte, sollten Sie genau wissen, wie das Insekt aussieht.

Es handelt sich dabei um ein braunes Tier, das einen recht flachen Körper hat und eher rundlich aussieht, wenn es sich mit Blut vollgesaugt hat. Eine ausgewachsene Bettwanze misst etwa 5-7 mm und unterscheidet sich optisch stark von anderen Wanzenarten.

Was hilft gegen Bettwanzen?

Man kann sich als Erstes die Mühe machen und den gesamten Raum, inklusive aller Einrichtungsgegenständen mit einem Dampfsauger zu bearbeiten. Man darf dabei aber auch wirklich keinen Quadratzentimeter auslassen, ansonsten ist die Mühe vergebens gewesen. Es gibt aber auch die Option, einen Kammerjäger zu bestellen. Der Vorteil davon, einen Profi zu engagieren, ist, dass die Arbeit gründlich und korrekt durchgeführt wird. Nachdem der Kammerjäger Ihre Wohnung verlassen hat, ist diese frei von jeglichem lästigen Getier.

Wer zunächst einmal ohne fremde Hilfe versuchen möchte, die Untermieter im eigenen Schlafzimmer zu bekämpfen, kann sich auch eines Bettwanzensprays bedienen. Es gibt spezielle Chemikalien, welche Bettwanzen sofort vertreiben oder abtöten. Überdies haben Sie beim Kauf eines hochwertigen Produkts erst einmal eine lange Zeit lang Ruhe vor dem Ungeziefer. Manche Sprays bieten bis zu drei Monate einen sorgfältigen Schutz gegen Bettwanzen. Bitte im Anschluss kräftig und lange den Raum auslüften lassen, schließlich sind dies alles Gifte, mit denen das Getier bekämpft wird!

Helfen Hausmittel gegen Bettwanzen?

Nicht jeder möchte zu Chemie greifen, wenn ein Bettwanzenbefall festgestellt wurde. Das ist auch absolut verständlich, immerhin befinden sich die Tierchen meist im Schlafzimmer. Allerdings helfen Hausmittel nur bedingt.

Da Bettwanzen von Wärme angezogen werden, ist es nur logisch, dass sie Kälte weder mögen noch gut vertragen. Daher wird zu einer Bekämpfung mit Kälte geraten. Textilien werden daher bei etwa -18 °C ins Gefrierfach gegeben. Am besten lassen Sie Ihre Bettwäsche bis zu 3 Tage dort, damit jedes gelegte Ei des Ungeziefers abgetötet wird.

Darüber hinaus sollten Sie alles gründlich reinigen, am besten mit heißem Dampf, wie schon kurz angerissen. Sämtliche Bettwäsche einmal kräftig durchwaschen. Achten Sie darauf, Ihre Bettwäsche mindestens 30 Minuten lang bei mindestens 60 °C zu waschen. Vertragen die Textilien es, können Sie die Temperatur noch weiter erhöhen, um sicherzugehen, dass keine Bettwanze überlebt.

Wussten Sie, dass Sie vermutlich schon ein natürliches Hausmittel gegen Bettwanzen im Gewürzregal stehen haben? Die Rede ist von Kurkuma. Die Forschung hat herausgefunden, dass das enthaltene Kurkumin eine antimikrobielle Wirkung und hat und dafür sorgt, dass die Bettwanzen nicht mehr atmen können.

Um Kurkuma gegen Bettwanzen einzusetzen, streuen Sie das Gewürz großzügig auf Ihre Textilien und saugen diese anschließend ab. Das einzige Risiko, welches hierbei besteht, ist, dass Sie womöglich nicht jede befallene Stelle erreichen. Daher sollte Kurkuma lediglich als ergänzende Maßnahme zum Einsatz kommen.

Bettwanzen vorbeugen – so klappt’s

Um gar nicht erst zu Mitteln gegen Bettwanzen greifen zu müssen, können Sie auch einfach vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Stellen Sie Ihr Bett am besten so auf, dass es keinen direkten Kontakt zur Wand hat. Außerdem sollten Kissen, Decken und andere Textilien nicht auf dem Boden liegen. Ebenso ist eine gründliche Reinigung des Schlafzimmers unabdingbar. Saugen Sie regelmäßig den Boden und wechseln Sie die Bettwäsche immer wieder.

Damit Bettwanzen sich gar nicht erst einnisten, können Sie Duftkerzen aufstellen, die ätherische Öle enthalten. Minz-, Lavendel- und Nelkenöl sorgen dafür, dass Bettwanzen schnell das Weite suchen. Wer keine Kerzen aufstellen möchte, kann sich auch speziellen Duftsäckchen bedienen, die denselben Zweck erfüllen. So können Sie vermeiden, dass Ihr zu Hause zu einer Brutstätte von lästigen Bettwanzen wird.

- Anzeige -

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar