Artikel aus der Rubrik Gesellschaft

25 Jahre MJA Leipzig e.V. - 25 Thesen aus der Praxis

These #7: Es gibt keine wertlosen Menschen.

Foto: MJA Leipzig e.V.

Für alle LeserDie Akzeptanz einer gesellschaftlichen Unterschicht ist inhuman und zynisch, daher müssen wir diesem Prozess entgegenwirken und Chancengleichheit herstellen. Deutschland, ein Wohlfahrtsstaat mit Sozialleistungssystem und Schulpflicht. Wie kann es dann eine neue Unterschicht geben und durch was zeichnet sie sich aus? Weiterlesen

Ein Wettbewerb ums Gaggaudebbchen der Lene-Voigt-Gesellschaft mit herrlicher Konkurrenz

Gäste aus Dresden holen souverän zwei Gaggaudebbchen an die Elbe

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNein, das Sächsische ist kein Selbstläufer. Während andere Bundesbürger mit ungebrochener Selbstverständlichkeit ihren Dialekt sprechen, ist er in Sachsen am Verschwinden, sagen Eltern ihren Kinder lieber: „Sprich richtig Hochdeutsch!“ Und meinen es auch gut. Oft genug nicht ahnend, dass damit auch ein Stück Seele verloren geht. Und ein Stück wirklich guter Literatur. Die herrlichen Mundarttexte von Lene Voigt zum Beispiel. Um die ging es am Dienstag, 28. Mai, wieder im Kabarett Sanftwut. Weiterlesen

Gastkommentar von Christian Wolff

Wahlnachlese: Reden, ja – aber auch wissen, wie und mit wem

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAlle wollen in Sachsen reden und die Menschen ernst nehmen: Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD), Landesbischof Carsten Rentzing. Man brauche ein Programm, wie man mit den Leuten ins Gespräch kommt, meinte Dulig am Dienstag im ARD Morgenmagazin. Das alles nach dem katastrophalen Ergebnis der Europa- und Kommunalwahlen in Sachsen. Weiterlesen

Nach der Europa-Wahl

Hallo, ist da wer? oder Wer entscheidet jetzt eigentlich, wie es mit der EU weitergeht?

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserViele, viele Redakteure haben die Ergebnisse der Europa-Wahl in den letzten zwei Tagen kommentiert. Viele im alten (und daher ziemlich falschen) Links-Rechts-Geklapper. Manche auch etwas klüger, weil sie – wie etwa „Zeit“-Korrespondent Ulrich Ladurner – auch direkt aus Brüssel berichten. Aber selbst an Nebensätzen merkt man, wie sehr die alten Schemata im Kopf feststecken. Dabei weiß Ladurner, wo die eigentlichen Probleme liegen. Weiterlesen

Protestkundgebung

Tag 1 nach der Wahl: 250 Menschen demonstrieren in Leipzig gegen die AfD

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserAm Abend der Kommunal- und Europawahlen hat sich die politische Landkarte in Sachsen blau gefärbt. Mit einer Ausnahme: Leipzig. Hier holte die AfD nicht die meisten Stimmen und blieb zudem etwas hinter den eigenen Erwartungen zurück. Für etwa 250 vor allem junge Menschen kein großer Grund zur Freude: Sie demonstrierten am Montag, den 27. Mai, gegen die Partei und warben für mehr Engagement im ländlichen Raum. Weiterlesen

Gastkommentar von Christian Wolff: Voll krass – die Botschaften der Wahlen am 26. Mai 2019

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser Das Positive vorneweg: Die hohe Beteiligung an den Europawahlen und die klare Absage an die rechtsnationalistischen Zerstörer der Europäischen Union zeigen an, dass die Bürgerinnen und Bürger die Demokratie in Deutschland wertschätzen und die europäische Einigung stärken wollen. Zwar sind 11 % Stimmenanteil für die Rechtsnationalisten der AfD genau 11 Prozent zu viel. Aber ein weiterer Rechtsruck ist ausgeblieben. Doch in Ostdeutschland hat er sich verfestigt, vor allem in Sachsen. Weiterlesen

Fridays For Future

Studierende und Schüler vereint: Fast 5.000 junge Menschen streiken für das Klima + Videos & Bildergalerie

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs war der bislang mit Abstand größte „Klimastreik“ in Leipzig: Studierende und Schüler haben am Freitag, den 24. Mai, gemeinsam für Klimaschutz demonstriert. Sie machten deutlich, dass die Fridays-For-Future-Bewegung gerade erst an Fahrt aufnimmt. So wollen sich beispielsweise die Studierenden dafür einsetzen, dass das Thema Nachhaltigkeit an der Universität und in der Stadt auf die Tagesordnung kommt. Weiterlesen

„Engagiert, erkrankt, ermordet“

Jetzt gibt es auch eine Gedenk-Broschüre für Diakonisse Marie Runkel

Foto: Kay Zimmermann

Für alle LeserIm Juni 2018 erinnerte das Leipziger Diakonissenhaus und das Diakonissenkrankenhaus mit einem Stolperstein an das tragische Schicksal der ehemaligen Diakonisse Marie Runkel. Sie wurde im Jahr 1941 aufgrund einer psychischen Erkrankung im Alter von 62 Jahren in der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein ermordet. Unter dem Titel „Engagiert, erkrankt, ermordet“ ist soeben eine Gedenk-Broschüre erschienen, die sich mit dem Leben, beruflichen Wirken und mit dem Tod von Marie Runkel auseinandersetzt. Weiterlesen

FPÖ-Skandal in Österreich

Gastkommentar von Christian Wolff: Wen wundert’s noch + Neuwahlankündigung in Österreich

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDass Menschen, die Führungspositionen in der Gesellschaft einnehmen, sich verfehlen, ist leider nichts Neues. Es kommt in allen gesellschaftlichen Bereichen vor: Wirtschaft, Gewerkschaften, Parteien, Kirchen, Verbände. Niemand ist davor gefeit. Denn es gehört zum menschlichen Wesen, dass er den Erwartungen nicht gerecht wird, die in ihn gesetzt werden und dass er sich nicht an Grundrechte und Grundwerte hält, die ein friedliches Zusammenleben ermöglichen. Darum sind Transparenz, Öffentlichkeit, demokratische Strukturen, politische Bildung und streitiger Diskurs in allen Bereichen und auf allen Ebenen so wichtig. Weiterlesen

Kunstobjekt zur Erinnerung an den Druck der Erstausgabe „Das Kapital“ von Karl Marx in Leipzig eingeweiht

Ein gewaltiger Bleisatz, eine Leipziger Druckerei und das labile Gleichgewicht einer vielstimmigen Gesellschaft

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs hat ein Jahr länger gebraucht als geplant, sonst hätte der Einweihungstermin an der Nürnberger Straße/Ecke Brüderstraße schon vor einem Jahr stattfinden können, direkt zum 200. Geburtstag von Karl Marx, der zwar nur ab und zu mal in Leipzig weilte, dessen wichtigstes Werk aber, „Das Kapital“ in Leipzig gedruckt wurde. Und so fand ein herrlich streitbarer Termin zur Skulpturenthüllung am Montag, 13. Mai statt. Weiterlesen

Kein Uni-Abschluss? In diesen Berufen kann gut verdient werden!

Diese Jobs versprechen ein gutes Gehalt ohne abgeschlossenes Studium

Bildquelle: StockSnap / pixabay.com

Für einen guten Verdienst im Job ist nicht zwangsläufig ein Abschluss an der Universität notwendig. Berufe wie Steuerberater, Pilot oder Fluglotse kommen auch ohne ein aufwendiges Studium aus. Früh lernen Kinder und junge Erwachsene, dass sie in der Schule aufpassen und später ein Studium absolvieren müssen, um einmal Karriere zu machen und viel Geld in ihrem Job zu verdienen. Abgesehen, dass dies grundsätzlich ein solider Lebensentwurf ist, gibt es auch zahlreiche Jobs, die ein gutes Beispiel für erfolgreiche Karrieremöglichkeiten nach einer Ausbildung darstellen. Zu den Top-Verdienern gehören dabei unter anderem Piloten und Fluglotsen. Weiterlesen

Gastkommentar von Christian Wolff: Mut zur Intoleranz statt bloße Zweckmäßigkeiterwägungen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm vergangenen Montag wurde er von Frank Plasberg in „Hart aber fair“ wieder einmal ausgerollt: der Teppich, auf dem der AfD-Kandidat für die Wahlen zum Europaparlament, Guido Reil, wortreich seine Opferrolle zelebrieren konnte. Da scharten sich schützend um ihn Frank Plasberg, Ralf Schuler von der BILD-Zeitung und teilweise Boris Palmer, grüner Oberbürgermeister von Tübingen. Als ob diejenigen, die seit Jahren sich nur auf zwei Dinge verstehen – gegen Minderheiten zu hetzen und die demokratischen Institutionen zu zerstören – irgendeine Schützenhilfe oder gar Verständnis bräuchten, geschweige denn verdient hätten. Weiterlesen

Aktion „Proteststaffel“

Leipziger „Seebrücke“ demonstriert mit einem Schlauchboot für Seenotrettung

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserNoch immer sterben jährlich mehrere hundert bis tausend Menschen im Mittelmeer, weil sie während ihrer Flucht nach Europa in Seenot geraten und nicht gerettet werden können. Private Seenotretter werden von einigen europäischen Staaten nicht wie Helden, sondern wie Kriminelle behandelt. Gegen solche und ähnliche Zustände protestierte die „Leipziger Seebrücke“ erneut am Montag, den 13. Mai. Zudem rief die Organisation zur Teilnahme an einer Demonstration am Sonntag auf. Weiterlesen

Eine andere Nationalhymne für Deutschland

Linker Fraktionsvorsitzender plädiert für Brechts „Kinderhymne“

Foto: DiG/Trialon

Für alle Leser„Es geht nur mit einer Anti-Hymne“, schrieb uns ein Leser. Und die gäbe es natürlich, nämlich von Bertolt Brecht die „Kinderhymne“. In der vergangenen Woche hatte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow für eine neue Nationalhymne plädiert. Er ist nicht der Einzige, der mit dem Restbestand aus dem „Lied der Deutschen“ so herzlich unzufrieden ist. „Die Diskussion ist überfällig, und der Anstoß von Bodo Ramelow kommt zur rechten Zeit“, meinte auch Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag. Weiterlesen

Ein Leserbief zu „Spaß und Tod“

Schusswaffen – Nur ein paar Fälle, die nicht ins Gewicht fallen?

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 9. Mai besprachen wir hier das engagierte, hochemotionale aber auch faktenreiche Buch von Roman Grafe „Spaß und Tod“ über die Sportschützenszene in Deutschland, die Bewaffnung mit tödlichen Sportwaffen und die tödlichen Folgen für die Gesellschaft, von denen die Amokläufe in Winnenden oder Erfurt nur die Spitze des Eisbergs sind. Logisch, dass es dazu auch Reaktionen aus der Schützenszene gibt. Weiterlesen

Nachdenken über ... eine unsingbare Nationalhymne

Auch die dritte Strophe ist falsches Pathos mit juristischer Hintertür

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBodo Ramelow singt die dritte Strophe, sagt er. Aber eigentlich wäre es Zeit für eine neue Nationalhymne, eine, die Ostdeutsche genauso begeistert mitsingen können wie Westdeutsche. Aber wie das so ist in Deutschland: Ein Sturm der Entrüstung fegte über den thüringischen Ministerpräsidenten hinweg. Vielleicht muss man das Blechgeschmetter von Hymnen mögen, um dieses Lied nach Kaisermelodie irgendwie toll zu finden. Dann aber bitte mit allen drei Strophen. Weiterlesen

Gastkommentar von Christian Wolff: Brauchen wir eine neue Nationalhymne?

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserPünktlich zum Jubiläum des Grundgesetzes plädiert der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow (Die Linke), für eine neue Nationalhymne. Der Grund: „Ich singe die dritte Strophe unserer Nationalhymne mit, aber ich kann das Bild der Naziaufmärsche von 1933 bis 1945 nicht ausblenden. … Ich würde mir wünschen, dass wir eine wirklich gemeinsame Nationalhymne hätten.“ Weiterlesen

Hitschfeld zur Diskussion um die Einführung einer CO2-Steuer

Ineffizienz, Widersprüche und Überregulierung führen Deutschlands Energiepolitik ad absurdum

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserPolitik ist eben leider nur zu oft reine Lobbypolitik. Mit Vernunft hat sie eher weniger zu tun. Das wissen nicht nur die Schüler und Schülerinnen, die bei „Fridays for Future“ demonstrieren. Eine vernünftige Politik hätte schon längst umgesteuert, wohl auch längst eine ordentliche CO2-Steuer eingeführt. Und – so betont der Leipziger Strategieberater Uwe Hitschfeld – das völlig widersprüchliche System aus Steuern und Abgaben entfilzt. Weiterlesen

Linkes Bündnis

Kritische Einführungswochen: Uni Leipzig dementiert Zusammenarbeit mit Verfassungsschutz

Universität Leipzig. Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSchon seit Monaten ist bekannt, dass sich Unirektorin Beate Schücking im vergangenen Jahr mit Gordian Meyer-Plath, dem Präsidenten des sächsischen Verfassungsschutzes getroffen hat. Thema waren die von linken Studierenden organisierten „Kritischen Einführungswochen“ an der Universität. Auf Nachfrage teilte die Hochschule nun mit, dass es keine Zusammenarbeit und keine weiteren Treffen mit dem Geheimdienst gegeben habe. Weiterlesen

Nachdenken über ... den Umgang mit Kevin

Warum eine dysfunktionale Marktwirtschaft mit Gerechtigkeit nichts zu tun hat

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas dürfte den Kollegen von der „Zeit“ dann doch etwas sauer aufgestoßen sein. Nicht dass jetzt die halbe Republik über die vermeintlichen Enteignungs-Forderungen von Juso-Chef Kevin Kühnert diskutiert. Das war ja sogar beabsichtigt mit dem Interview. Aber dass die Konkurrenz auch noch das Interview kritisieren würde – und zwar sehr berechtigt – das dürfte eine kleine Überraschung gewesen sein. Und das auch noch aus der eigentlich doch konservativen F.A.Z. Weiterlesen