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Systemrelevant heißt auch gefährdet: Corona grassiert vor allem in Sozialberufen

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    Homeoffice schützt tatsächlich, auch wenn man nach fast einem Jahr wirklich langsam die Nase voll hat. Aber wer zu Hause am Rechner arbeiten kann, hat ein deutlich geringeres Risiko, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren, als all die Menschen, die dort arbeiten müssen, wo es ohne viele Kontakte nicht geht. Und besonders heftig betroffen sind die sozialen Berufe, kann die BARMER jetzt belegen.

    Beschäftigte in Sozialberufen sind in Sachsen am stärksten vom Coronavirus betroffen. Dies geht aus einem aktuellen Branchenvergleich der BARMER hervor. So waren im vierten Quartal vergangenen Jahres von 1.000 BARMER-versicherten Erwerbstätigen in der Altenpflege etwa 22,5 wegen einer Covid-19-Infektion krankgeschrieben. Dahinter folgen Beschäftigte in Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst, Geburtshilfe mit 20,7 je 1.000 Betroffenen.

    In den Bereichen der nicht ärztlichen Behandlung, dazu gehören beispielsweise Physio-, Ergo-, Sprachtherapie, Ernährungsberatung, auch Musik- und Kunsttherapie, weist die Statistik einen Wert von 14,7 aus.

    „Corona grassiert vor allem in Bereichen, bei denen es zu direkten Interaktionen zwischen Menschen kommt und Homeoffice nicht möglich ist. Es ist daher dringend erforderlich, dass sich gerade diese Beschäftigten konsequent impfen lassen, sobald sie an der Reihe sind und der Impfstoff verfügbar ist“, sagt Dr. Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der BARMER in Sachsen.

    Dauer der Covid-19-Erkrankungen unterscheiden sich

    Unterschiede zwischen den einzelnen Berufsbranchen gibt es bei der Dauer der Erkrankungen. Das wird beim Blick auf die Auswertung des sachsenweiten Vergleichs deutlich. So lag im vierten Quartal des vergangenen Jahres, die Dauer der Krankschreibungen mit 16,5 Fehltagen bei Covid-19 erkrankten Beschäftigten in der nicht ärztlichen Behandlungsbranche der Physio-, Ergo-, Sprach- und sonstigen Therapien noch vor den Beschäftigten in der Altenpflege, mit 16,4 Ausfalltagen. Bei Beschäftigten in Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst und Geburtshilfe waren es dagegen nur 14,7 Fehltage.

    Die geringsten Fehlzeiten haben Covid-19-erkrankte Beschäftigte im sachsenweiten Vergleich in der Elektrotechnik mit 9,8 Tagen sowie in den Bereichen Rechnungswesen, Controlling und Revision mit 9,6 Tagen.

    „Die Dauer von einzelnen Krankschreibungen ist in Branchen geringer, in denen sich Abstands- und Hygieneregeln tendenziell leichter einhalten lassen und ein Arbeiten zu Hause möglich ist“, interpretiert Dr. Magerl diese unterschiedlichen Zeiträume der Krankschreibung.

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