Ein Schloss und eine Kirche teilen sich einen Turm in Altranstädt an der Europa-Route „Places of Peace“

Protzig stehen sie da, und ein Hauch Romantik umgeistert ihre Zinnen, Tore, Bäume und Parks von Schlössern, Burgen und Herrenhäusern, selbst dann noch, wenn sie längst verlassen sind. Manches Haus zeigt neuen Putz, frische Farbe, ausgebesserte Details an Skulpturen, Fenstern und Fassaden. Glück haben sie gehabt, diese alten Bauten, wenn sich jemand um sie kümmert.

Manche Tore sind verschlossen, Schilder warnen vor wachenden Hunden. Anderswo sind Besucher willkommen und schauen sich um (wie L-IZ.de),  staunen oder lassen sogar ihre Fantasie spielen…

Altranstädt und Großlehna nebenan haben anheimelnde Dorf-Atmosphäre, liegen etwas versteckt nahe ihrem Verwaltungssitz Markranstädt und nahe der Großstadt Leipzig. Selbst Leipziger geraten hier ins Staunen. Anderswo macht man geführte Rundgänge und Rundfahrten mit Erklärungen zu sichtbaren und nicht sichtbaren Daten und Fakten. Doch ein paar Kilometer von zu Hause entfernt…?

Auch in Altranstädt muss man sich die Hintergründe etwas genauer erklären lassen. Wer kennt schon das „Friedenszimmer“? Im Heimatkunde- oder Geschichtsunterricht kam es bei Leipzigern nicht vor. Oder doch? War da mehr von Kriegen direkte als den Orten, wo Frieden geschlossen worden ist?

Weder Hügel, Gewässer oder besondere Zufahrten heben das Schloss hervor, doch die Säulen neben dem Hoftor tragen Wappen. Scheunendächer in der Nähe scheinen das Schloss zu überragen, dem man seinen Grundriss nicht ansieht, wenn zunächst Kirche, Turm und Schlossbau ins Blickfeld kommen. Dass das Gotteshaus und das Schloss sich den Turm teilen, kann man innen sogar erlaufen. Vom Schloss kommt man in die Patronatsloge in der für ein Dorf beachtlich großen Kirche. Wann hier was gebaut oder umgebaut und benutzt wurde ist Geschichte, die Glocke im Turm von Kirche und Schloss lässt die Altranstädter nach wie vor hören, was die Stunde geschlagen hat.

Weltgeschichte in Altranstädt

Ein Obelisk im Hof und ein Mausoleum der einstigen Schlossherren von Hohenthal auf dem nahen Friedhof verraten Dimensionen, die man auf einem Dorf nicht sucht. Aber zum Beispiel finden kann, wenn Freunde die Leipziger Bekannten zu einer Geburtstagsfeier mit „regionalkundlicher Fortbildung“ nach Altranstädt einladen.

Im 12. Jahrhundert wurde bereits ein Zisterzienser-Klostergut mit einem romanischen Turm errichtet. Ende des 16. Jahrhunderts bekamen die Herrschaften ein neues Schloss und 1745 wurde die Kirche neu gebaut. Foto: Karsten Pietsch

Im 12. Jahrhundert wurde bereits ein Zisterzienser-Klostergut mit einem romanischen Turm errichtet. Ende des 16. Jahrhunderts bekamen die Herrschaften ein neues Schloss und 1745 wurde die Kirche neu gebaut. Foto: Karsten Pietsch

Da schauten schon Leipziger in den Atlas um dann festzustellen, dass sie hier schon oft, schnell und ahnungslos vorbeigefahren sind… Altranstädt, sagte uns der ehrenamtliche, passionierte und beflissene Museumsführer damals sinngemäß, sei die Hauptstadt Europas mindestens für einen Wimpernschlag der Weltgeschichte gewesen. Man glaubt es sofort, zumal es um die Beendigung von Kriegen ging.

Nachschlagewerke sind kurz und bündig: „Das Schloss wurde bis 1620 auf den Grundmauern eines Klosters errichtet, welches bereits im 12. Jahrhundert erwähnt wurde. Als Besitzer sind bis 1588 die Familie Wiedemann und nachfolgend die Familien Schütz, Badehorn, von Weißenbach, Frau von Brandenstein, Frau von Helldorf, die Familien von Meusebach, von Friesen, Cammann und ab 1771 von Hohenthal bekannt. 1706/1707 war das Schloss Wohn- und Amtssitz vom Schwedenkönig Karl XII.“ (sachsens-schloesser.de)

Zurück ins Mittelalter: Auf Altranstädter Flur war ein Klostergut des Zisterzienserklosters Altzella, das schon über einen Turm im romanischen Stil verfügte. Im Zisterzienserorden lassen sich die Klöster und Filialen wie in einem Stammbaum verfolgen, von Frankreich über das Kloster Kamp bis nach Neuzelle und auch nach Kloster Buch bei Leisnig und Altzella bei Nossen. 1541 wurde das Kloster säkularisiert und Ende des 16. Jahrhunderts begann der Bau der Dreiflügelanlage unter Beibehaltung des romanischen Turmes.

Machthaber und Feldherren kamen in Altranstädt zum Friedensschluss zusammen, was den Großen nordischen Krieg 1706 beendete. In Altranstädt residierte der schwedische König Karl XII. für ein Jahr. Beim Frieden zu Altranstädt zwischen Karl XII. und August dem Starken verzichtete Sachsen auf die polnische Krone und gibt das Bündnis mit Russland auf. Wieder einmal müssen oder dürfen sich die Sachsen geschlagen geben.

Nächster Fakt mit europäischer Bedeutung ist die Altranstädter Konvention 1707 zwischen Karl XII. und Österreich, bedeutete Religionsfreiheit in Schlesien und Rückgabe von 107 protestantischen Gotteshäusern durch Kaiser Joseph I.. Schon mancher Polen besuchende Sachse staunte, dass in evangelisch-lutherischen Gemeinden im heutigen Polen der Ortsname Altranstädt quasi kirchliche Allgemeinbildung ist.

Sicherheitsstufe 1706/1707?

Was muss da losgewesen sein, in diesem Altranstädter Jahr von September 1706 bis September 1707? VIPs unterschiedlicher Sicherheitsstufen wurden angekündigt, reisten an und ab, gingen auf dem Schloss ein und aus, wurden verpflegt und für die Reise versorgt. Pferde mussten ruhiggestellt und auf Trab gehalten werden. Gab es damals Protokoll-Abteilungen? Sicherheitsdienste? Absperrungen? Polizeischutz für Auserwählte und Polizeischutz gegen Demonstranten und Gegendemonstranten? Was haben Schloss- und Feldköche unternommen, beschafft und gekocht? Was aßen die Schweden, was mochten die Österreicher? Leipziger Allerlei in Edel-, Spar- oder Resteversion?

Place of Peace

Ernste Hintergründe, echte Akteure und tatsächliche Wirkungen kann man sich am besten in der Ausstellung mit Informationstafeln, Uniformen und Zinnfiguren und natürlich von den  Altranstädter Vereinsmitgliedern erklären lassen.

Seit 1907 erinnert ein Obelisk an die 1707 geschlossene Altranstädter Konvention. Sie bedeutete evangelisch-lutherische Glaubensfreiheit für Schlesien. Foto: Karsten Pietsch

Seit 1907 erinnert ein Obelisk an die 1707 geschlossene Altranstädter Konvention. Sie bedeutete evangelisch-lutherische Glaubensfreiheit für Schlesien. Foto: Karsten Pietsch

Allein die historischen Fakten darzustellen, oder auch nur anzudeuten, war schon oft genug Herausforderung für Journalisten, die Formate von zwei Minuten Sendedauer oder 20 Textzeilen einzuhalten hatten.

Mögen die Sachsen auch besiegt worden sein: in Altranstädt wurde mindestens zwei Mal Frieden mit internationaler Bedeutung geschlossen.

Zur Erinnerung daran wurde vor Jahren europaweit eine Route „Places of Peace“ ins Leben gerufen, deren Akteure untereinander in Verbindung stehen, die Altranstädter hatten guten Grund, sich daran zu beteiligen. Wenn frühere Handelsstraßen auch die Wege der Söldner und Landsknechte waren, die in den Krieg zogen, so wurden sie auch der Heimweg für die Überlebenden. Die Route „Places of Peace“ allerdings orientiert sich an den teilnehmenden Orten. Wermsdorf und Dahlen mit dem Vertrag des „Hubertusburger Friedens“ zur Beendigung des Siebenjährigen Krieges sind die nächsten Stationen an der Route.

1745 wurde die Kirche neu gebaut und Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die hofseitige Galerie geschlossen. Steht man heutzutage im Hof, kann man das nachvollziehen. Fenstergewölbe aus Sandstein stammen aus der Renaissance, ein Portal aus dem Barock, die Eingangshalle zeigt Renaissance-Formen. Der Sachse hebt eben Altes gern auf. Im Jahr 1907 wurde der Obelisk im Hof errichtet, man feierte 200 Jahre Altranstädter Frieden und Konvention.

Jahr 2000: Wohnungen im Schloss

Nach der Bodenreform 1945 übernahm die Gemeinde Großlehna das Schloss,  landwirtschaftliche Nutzung in den umliegenden und neu entstandenen Gebäuden verhinderte auch den Abriss, etwa zur Baumaterial-Gewinnung. Bis zum Jahr 2000 gab es in den drei Gebäudeflügeln rund um das Altranstädter Friedenszimmer-Museum noch etliche Wohnungen.

Perspektiven als Kulturzentrum sahen Studenten, deren Planungen im November 2000 veröffentlicht worden sind. Studierende der HTWK Leipzig entdeckten in ihrem Projekt das Schloss Altranstädt als schwedisch-polnisch-deutsches Kulturzentrum. Laut Zeitung von damals hatte das Regierungspräsidium auch schon den deutschen Kulturattaché in Polen einbezogen. Man kalkulierte für das Projekt 4,8 Millionen Mark und war der Meinung, die Bauarbeiten in internationalen Sommereinsätzen bewerkstelligen zu können.

Was da baulich geplant war, lässt heute Erschauern. Zwar sollte das Friedenszimmer erhalten bleiben, aber der Haupteingang verlegt, die westliche Schlosswand arkadenartig geöffnet und der Schlosshof unter einem Glasdach zum Speiseraum und mit dem Gemeinschaftsraum unter den Arkaden verbunden werden. Ein Zeltplatz war nördlich des Schlosses vorgesehen (LVZ vom 21.11.2000) . Es kam anders, und das Schloss behielt – baulich gesehen – seinen Frieden.
Allerdings ist ein Kulturzentrum tatsächlich entstanden, in anderer Dimension, in etlichen Etappen über Jahre verteilt.

Stadt und Verein kümmern sich ums Schloss und seine Besucher

Seit 2002 kümmert sich ein Förderverein um die Erhaltung und Nutzung des Schlosses. Mit der Eingemeindung nach Markranstädt kam die Stadt plötzlich zu einem Schloss! Und sie gab es symbolisch zur Nutzung dem Verein und den Bürgern nicht zuletzt mit einem offiziellen Standesamts-Trauzimmer zurück! Man fühlt sich förmlich noch einmal an die Bodenreform von 1945 erinnert: “Junkerland in Bauernhand“, und das im 21. Jahrhundert.

Mit dem Trauzimmer dürfte die Restaurierung mit sanftem Umbau die Krönung erhalten haben. Räume für gastronomische Nutzung entstanden, eingebaute Küche, Sanitärbereiche waren ja zunächst noch ein Traum, als zu den Tagen des offenen Denkmals oder Schlossvereins-Veranstaltungen schon quasi auf der Baustelle unter putzlosem Gewölbe ausnahmsweise Kaffee und Kuchen auf die Tische kamen.

„Politischer Ort 2015“

Eine Auszeichnung als „Politischer Ort 2015“ ist die jüngste Anerkennung der Markranstädter-Altranstädter Mühen, verliehen von der Sächsischen Landeszentrale für Politische Bildung.

Ein Extra-Projekt wurde die Kunstgalerie, für die sich quasi eingemietete Kuratoren oder Kunstfreunde des Fördervereins engagiert haben, und sie fanden oft regionale Künstler deren Kunst mit dem Ort, dem Schloss, den begrenzten Räumen und Wänden korrespondieren konnten. „Farbgestöber“ heißt gerade die vierte Ausstellung des Jahres 2015. Kerstin Adler und Wolf-Dieter Trümpler zeigen ihre Arbeiten bis zum 4. Oktober 2015.

Mittelpunkt des Schlosses blieb das Friedenszimmer, für das der Verein sogar neue Porträtgemälde einstiger Friedenvertragspartner in Auftrag gegeben hatte. Ausstellungstafeln, eine Vielzahl von Exponaten, Zinnfiguren, ein Vortragsraum und eigene Publikationen künden von den Absichten und Möglichkeiten des Vereins.

Erinnerungen vergolden, in Ehren gehaltene Räume werden im Zeitgeist verbessert. Es ist in Museen müßig zu streiten, warum und wann Wanddekorationen ergänzt worden sind, wie und woher Möbel dazu kamen, und Zutaten bis hin zu Tintenfass und Schreibfeder auf dem Tisch.

Erinnerung an frühere Schlossbesitzer: Wappen überm Tor. Foto: Karsten Pietsch

Erinnerung an frühere Schlossbesitzer: Wappen überm Tor. Foto: Karsten Pietsch

Einstige Schlossbesitzer sahen aber in den letzten Jahren nach Ablauf von Schutzfristen für Museumsgüter ihre Rechte verletzt und stellten Eigentumsansprüche. Aussage, Wirkung und Wert hat aber das Friedenszimmer nur in seiner Gesamtheit als Denkmal wie es über Jahrzehnte von Altranstädter Heimatfreunden und Historikern bewahrt worden ist.

Familie Bach in Altranstädt

Es ist etliche Jahre her und heute ist nichts mehr so zu sehen, wie es einst Location-Scouts und Szenenbildnern der Produktionsfirma für die MDR-Reihe „Geschichte Mitteldeutschlands“ gefallen hat, denn sie sahen in Altranstädter Mauern ein Wohnhaus der Familie Johann Sebastian Bachs. Mit wenigen Zutaten wurden für die Dreharbeiten die vermeintlich authentischen Räume hergestellt, und mit dem damaligen Thomaskantor Georg Christoph Biller verkörperte ein Bach-Seelenverwandter den berühmten Amtsvorgänger. Er soll dann auch später, nach dem Film, noch für kleinere Konzerte unter die Bach-Perücke und ins Barock-Kostüm geschlüpft sein.

Vorsicht!

Geschichten von unterirdischen Gängen aus dem Ort zum einstigen Kloster, wir reden vom 12 bis 16. Jahrhundert, werden gelegentlich berichtet. Von archäologischen Befunden war bisher aber dazu nichts zu lesen…

Zwei andere Geschichten findet man in diesem Band – und es heißt wirklich M-ä-h-r-c-h-e-n:  „Sagen, Legenden, Mährchen und Erzählungen aus der Geschichte des sächsischen Volkes in einer Reihe … bearbeitet von Adolph Segniz, Mitglied des Königl. Sächs. Vereins zur Erforschung und Erhaltung vaterländischer Alterthümer, Erster Band, Meißen, 1839.

Es geht um Johannes Limmer, dem Pfarrer zu Markranstädt, der wegen seiner Unduldsamkeit und öffentlichen schweren Schmähungen gegen Andersdenkende im Jahr 1545 Seltsames erlebte. Die Geschichte soll zuweilen mit Wundern in Zusammenhang gebracht worden sein! Eine Ballade beginnt so:
„Zu unsers Doctor Luthers Zeiten
Da gab es noch der Wunder viel,
Man wusste klüglich sie zu deuten
Und ohne große Streitigkeiten
Erreicht man oft dadurch sein Ziel.“

Einst lästert’ er (Limmer) mit heftgen Worten
Laut von der Kanzel Luthers Lehr’
Und öffnete der Hölle Pforten
Schön für den Ketzer böse Horden
Und warf den Bannstrahl um sich her.

Als er am Morgen drauf erwachte,
Da sah den jungen Tag er nicht,
Sah nicht die Sonn’, die sonst ihm lachte,
Ihm ihre Morgenstrahlen brachte –
Geblendet war sein Augenlicht.“
Kurz und knapp:
Der Pfarrer nahm die neue Lehre Luthers an, und – am nächsten Morgen – hatte er sein Augenlicht wieder.

„Als wieder heitre Tag’ ihm lachten,
Pries er durch Lehr’ und Wandel Gott.
Stets sei, ihr Lieben, euer Trachten,
Nie Andrer Glauben zu verachten!
So lehrt’ er, bis ihn rief der Tod.“

Klaus Narr aus Altranstädt

Aus Altranstädt rührt die Geschichte von einem in Altranstädt geborenen! Klaus Narr, oder auch Claus Narr geschrieben, jener berühmte Hofnarr „bei dem Churfürten Ernst, bei dem Herzog Albrecht, bei dem Erzbischof Ernst zu Magdeburg, bei Churfürst Friedrich dem Weisen, bei dem Churfrüsten Johann dem Beständigen“.

Alte Schloss-Mauer mit frischem Grün. Foto: Karsten Pietsch

Alte Schloss-Mauer mit frischem Grün. Foto: Karsten Pietsch

So beschreibt es die Legenden-Sammlung, als ein Vater seinen Sohn hinaus in die Welt schickte:
„Klaus, sagte der Vater, Du musst nun von hier,
Ich kann Dich nicht länger behalten,
Bin arm, hab’ der jüngeren Kinder noch vier,
Musst selber Dich nunmehr erhalten.“

Beim Gänsehüten begegnete Klaus dem Churfürst Ernst von Sachsen, regierend von 1464 bis 1486 und der engagierte ihn sofort und vom Felde weg als Hof-Narr. „Und Vieles, was einst des Narren Mund sprach, sprechen Weise noch heute gar weislich ihm nach.“

Altranstädter Extras:

Heiraten? Feiern? Das Standesamt ist da, Platz für Catering und Hochzeitsgesellschaft ist unter Gewölben, im Hof und auf den Wiesen rundum.

Wer Ideen hat und eine Location sucht, darf neugierig gemacht werden! Aber ebenso wer eine Location sucht, die zu Ideen inspiriert! Lost Places und marode Gemäuer bietet das Schloss nicht.

So hat beispielsweise die Hieronymus-Lotter-Gesellschaft, der Förderverein des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, ein Sommerfest in Altranstädt ausgerichtet. Nach Vortrag und Schlossführung folgten ein Konzert mit Orgelmusik und Gesang in der Kirche, danach das gesellige Beisammensein im Garten.

Wann? Wie? Wohin? Weiter?

Vereinssitz: Am Schloss 2, Altranstädt, 04420 Markranstädt, Tel. 034205 41 77 99.

Zwischen Markranstädt und Leuna, Ortsteil Günthersdorf gibt es eine Autobahn und eine Landstraße! Genau die ist richtig, dann aufpassen! Und nicht am Abzweig-Wegweiser vorbeifahren!  – Der Linienbus fährt bis nach Altranstädt.

Aktuelles

Am 20. September 2015 ist von 13:00 Uhr bis 19:00 Uhr Schlossfest in Altranstädt.

Aktuelles – ständig! Denn Nachrichten des jährlichen Veranstaltungsplanes und Erfahrungen zeigen, im Schloss Altranstädt ist eigentlich immer was los, an Ideen scheint kein Mangel zu sein. Fortlaufende Anlässe, Daten, Fakten und Veranstaltungen von einzelnen Spontan-Besuchern über private Veranstaltungen eben bis zum Schlossfest sorgen für Zulauf aus nah und fern.

„Farbgestöber“ in der Kunstgalerie Schloss Altranstädt, Kerstin Adler und Wolf-Dieter Trümpler zeigen ihre Werke bis zum 4. Oktober 2015. Öffnungszeiten: Samstags, sonntags und feiertags 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr und nach telefonischer Anmeldung.

Im internen Vereinsleben geht es meistens im Winter mit der Jahreshauptversammlung los und im Frühjahr folgt ein Freiwilliger Arbeitseinsatz. Am 11. November wird am Kriegerdenkmal ein Kranz niedergelegt, am sogenannten Poppy Day, und so tun es auch alle anderen Mitglieder an der Route „Places of Peace“.

MarkranstädtSchlösser
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