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Leipzigs Zukunft liegt im Westen

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    Der Leipziger Stadtrat hat beschieden, dass das Naturkundemuseum in einem Schuppen auf dem Gelände der einstigen Baumwollspinnerei gelagert werden soll. Im gleichen Schuppen soll dann auch noch Theater gespielt werden. Zumindest das altgediente Pflaster des Spinnereihofes wird nach jahrhundertelanger Dienstleistung auch dieser Herausforderung mit ganzem Kopfstein entgegenhalten.

    Deuten wir die Zeichen richtig: Leipzigs Zentrum verlagert sich nach Westen. Was mit der Reaktivierung des Kinos in der Karl-Heine-Straße begann und zur Schaubühne Lindenfels wurde, hat Nachwirkungen. Sogar die fallen gelassene Philippuskirche mit repariertem Dach zieht wieder Organisten und Freunde kaputter Orgeln unter bröckelndem Deckenputz an! Was ehrt den Industriepionier Karl Heine besser, als dass ein Luxusliner mit dem Namen Weltfrieden auf dem Kanal mit dessen Namen zwischen Leipzig und Hamburg schippert? Und von einer durchgehenden Wasserstraße träumt. Eines Tages, dann, ja dann, könnte auch die MS Weltfrieden im Mittelmeer in Not geratenen Schlauchbooten und ihren Besatzungen zu Hilfe eilen! Frau von der Leyen muss nur wissen, dass hier noch ein – friedfertiger, unbewaffneter, vom Taschenmesser des Kapitäns abgesehen – Kreuzer zur Verfügung steht und auslaufen kann, so weit ihn die Leipziger Gewässer tragen. Hm, hm – weit kommt er nicht … noch nicht!

    Zurück zum Lindenauer Hafen.

    Ziele gibt's jede Menge. Man muss sich nur für eins entscheiden. Foto: Karsten Pietsch
    Ziele gibt’s jede Menge. Man muss sich nur für eins entscheiden. Foto: Karsten Pietsch

    Am 23. Februar hat ein Zukunftslabor in Plagwitz getagt. Egal was da nun besprochen wurde, wir wissen es noch nicht, hätten aber auch ein paar Ideen. „Leipziger Westen wird zur Smart City“, schrieb die Zeitung. „Smart soll heißen, intelligent, effizient, technologisch, fortschrittlich und zukunftssicher organisieren“. Was auch immer das ist, vielleicht will man nur die Erfahrungen aus der Georg-Schumann-Straße, neudeutsch als Perlenschnur bezeichnet, wiederholen …

    In Leipzig als einer Metropole der Zukunft wäre es vorteilhaft, Verkehrsströme von Fußgängern nach Absicht und Dringlichkeit zu trennen. Die Stadtverwaltung wird im Haus des früheren Rats des Stadtbezirks Leipzig-West am Lindenauer Markt zu finden sein. Nachdem die 15 Bürgerämter des Ordnungsamtes dezentral auf die Stadtteile verteilt worden sind, zum Beispiel in einstige Leipziger Rathäuser in Stötteritz, Eutritzsch, Wahren etc. sowie die Rathäuser von Engelsdorf und Plaußig. Die OBM haben hier ihr gemeinsames Sekretariat. Sie arbeiten – in Rotation – in den 15 Bürgerämtern. Die Abteilungen Internationale Beziehungen und Wirtschaftsförderung wurden der Leipziger Messe GmbH angegliedert. Die Abteilung Kulturprojekteförderung wurde der Sachsen-Lotto GmbH einverleibt. Das Gebäude Hostel Rathaus-Pleißenburg kann zeitweise als Refugee-Welcome-Hotspot genutzt werden.

    Vorteile sind, dass der Leipziger Westen über ein Wasserwegenetz verfügt. Bei einer späteren Fusion mit Sachsen-Anhalt und Thüringen zu Sachsen-Anhalt-Thüringen bestehen kurze Wege, entweder zur dann bestehenden Landeshauptstadt Halle oder, wenn anders entschieden, zum gemeinsamen Verwaltungssitz der Metropolregion Mitteldeutschland zum Beispiel mit Sitz in Leuna, Ortsteil Günthersdorf oder Markranstädt-Schloss Altranstädt.

    Die Schaubühne Lindenfels wird zum Wolfgang Krause-Zwieback Nationaltheater, die Musikalische Komödie in der Dreilindenstraße zur Volksoper. Das frühere Opernhaus, das Schauspielhaus und das Gewandhaus werden von der Leipziger Messe GmbH an den Vereinsvorsitzenden des Gewandhausorchesters e. V. oder interessierte Event-Produzenten vermietet.

    Das Gebiet zwischen Thomaskirche und Augustusplatz wird zum Fahrrad-Areal mit Fußgängernutzung erklärt. Die Höfe am Brühl werden komplett für den Radfahrerverkehr freigegeben. Der Hauptbahnhof wird ausschließlich Fußgängern vorbehalten, zunächst schrittweise, nach evtl. Einstellung des ICE- und Fernverkehrs auch in der oberen Etage.

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