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Polizeibericht, 27. August: Radelnder Handtaschendieb, Antänzer unterwegs, Gescheiterte Enkeltricks

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    Gleich zweimal schlug gestern ein Handtaschendieb im Leipziger Stadtgebiet zu und erbeutete dabei jeweils eine Tasche mit diversen Dokumenten und Bargeld +++ In der Bockstraße erfasste ein Autofahrer eine 17-Jährige und fuhr von dannen - In beiden Fällen werden Zeugen gesucht +++ In der Innenstadt wurde ein 21-Jähriger von einem "Antänzer" um seine Geldbörse erleichtert +++ Dubiose Anrufe - Vier ältere Damen ließen sich nicht auf's Glatteis führen.

    Radelnder Handtaschendieb

    Gleich zweimal schlug gestern ein Handtaschendieb im Leipziger Stadtgebiet zu und erbeutete dabei jeweils eine Tasche mit diversen Dokumenten und Bargeld. Der unbekannte Täter näherte sich dabei auf einem Fahrrad anderen Fahrradfahrerinnen und stahl ihnen entweder unbemerkt aus einem Körbchen die Gegenstände oder riss sie ihnen direkt vom Arm. Anders als der in der Vergangenheit agierende und bereits festgenommene Täter, der im Bereich Grünau aktiv war, hat es dieser Täter nicht auf alte Damen mit Rollator abgesehen, sondern der hier beschriebene Täter legt vorrangig Wert auf Handtaschen in Fahrradkörben.

    1. Fall
    Eine junge Frau (26) wollte gestern Mittag mit dem Fahrrad in Richtung Gohlis fahren. Auf ihrem Weg hatte sie kurz an der Skaterbahn neben den Höfen am Brühl angehalten – dort war noch alles in Ordnung gewesen. Kurz darauf, nach der Überquerung der Ampel, als sie in die Pfaffendorfer Straße hineinfahren wollte, stellte sie fest, dass ein Stoffbeutel, den sie im Körbchen auf dem Gepäckträger transportiert hatte, weg war. Offensichtlich muss ihr der Beutel auf dem kurzen Weg zwischen Skaterbahn und Eingang Pfaffendorfer Straße gestohlen worden sein. Darin hatten sich ihre Geldbörse und diverse Dokumente befunden. Der Schaden wird auf etwa 400 Euro geschätzt.

    2. Fall
    Die Frau auf dem Fahrrad (39) wollte gestern Nachmittag an der Kreuzung Nonnenstraße/Industriestraße nach links in die Industriestraße abbiegen und musste dafür verkehrsbedingt halten. Von hinten näherte sich in diesem Moment ein männlicher Fahrradfahrer. Als er an der 39-Jährigen vorbei fuhr, ergriff er ihre Handtasche, die sie über den Arm trug und zog fest daran. Die Fahrradfahrerin versuchte zwar noch, die Tasche festzuhalten, doch der Unbekannte war stärker als sie. Er entriss ihr das Objekt seiner Begierde und fuhr direkt geradeaus weiter auf der Nonnenstraße in stadteinwärtiger Richtung. In der Handtasche hatten sich das Portemonnaie mit Bargeld und diverse Dokumente der Frau befunden. Der Schaden wird auf etwa 400 Euro geschätzt.

    Den Mann konnte die 39-Jährige wie folgt beschreiben:
    – ca. 30 – 40 Jahre
    – ca. 175 – 180 cm
    – schlanke Gestalt
    – heller Fahrradhelm
    – dunkles T-Shirt
    – dunkle kurze Hose
    – vermutlich helle Turnschuhe
    – fuhr ein dunkles Mountainbike.

    Wer hat den Vorfall an der Kreuzung Industriestraße/Nonnenstraße beobachtet und kann Hinweise zum Täter liefern? Zeugen werden gebeten, sich bei dem Polizeirevier Südwest, Ratzelstraße 222 in 04207 Leipzig, Tel. (0341) 9460-0 zu melden.

    Unfallzeugen gesucht – 17-Jährige verletzt

    Ein Unbekannter fuhr gestern mit seinem Auto auf der Nieritzstraße in östliche Richtung. Er passierte den Kreisverkehr und bog, gegen 20:18 Uhr, in die Bockstraße ein, wobei er von seiner Fahrspur abkam und über die auf der Bockstraße integrierte Verkehrsinsel fuhr. Zu allem Unglück erfasste er eine 17-Jährige, die gemeinsam mit einem 15-Jährigen auf der Verkehrsinsel stand, und verletzte sie. Der Autofahrer, hielt zwar kurz, setzte aber seine Fahrt, ohne sich bekannt zu machen, fort.

    Nun ermittelt die Polizei und bittet Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt, zum Fahrer und/oder dessen Fahrzeug machen können, sich beim Polizeirevier Südost, Richard-Lehmann-Straße 19, in 04177 Leipzig, Tel. (0341) 3030 – 100 zu melden.

    Schwing mit mir das Tanzbein …

    … es sollte nicht zu Deinem Schaden sein. Doch weit gefehlt. Die ersten Schritte mögen entweder noch von Begeisterung zum Tanz und der körperlichen Annäherung geprägt sein oder dem heftigen Bemühen, den unerwünschten Körperkontakt abzuwehren. Doch schon bald stellt sich totale Ernüchterung ein, dann, wenn die zum Tanz Gebetenen feststellen, dass das Portemonnaie oder Handy oder beides aus der Tasche – ganz gleich welcher, der Hosentasche, der Handtasche, der Bauchtasche, … fehlen.

    So kann sich nun auch ein 21-Jähriger in die Reihen derer gesellen, die bereits diese Erfahrung machen mussten. Auch ihm wurde gestern Nachmittag in der Petersstraße durch einen „Tänzer“ das Portemonnaie aus der Hosentasche gezogen, während der Unbekannte unerhört aufdringlich war und ihn umarmte. Kurz nachdem der 21-Jährige sich losreißen konnte, bemerkte er, dass das Portemonnaie weg war.

    Den Dieb beschrieb er bei der Anzeige dann folgendermaßen:
    – dunkelhäutig,
    – südländisch,
    – ca. 1,75m groß,
    – dünn,
    – ca. 17 Jahre alt,
    – schwarze, etwas längere, lockige Haare
    – bunte Kleidung, kurze Hose.

    Mit dem Portemonnaie waren zusätzlich Personalausweis, Schülerausweis, Krankenkarte, Schüler-Fan-Ticket und ein zweistelliger Geldbetrag verschwunden.

    Die Polizei warnt vor dem Phänomen! Die Diebe, die zum Tanz auffordern, haben es auf das „Beste“ abgesehen – Ihr Geld! – und tatsächlich geübte Finger, die das Unterfangen selten scheitern lassen, sobald sich ein „Opfer“ nähert. Also passen Sie auf Ihre Wertgegenstände auf und tragen Sie diese in geschlossenen Taschen.

    „Oma, ich bins! Hier ist dein Enkel!“

    So oder ähnlich melden sich die Täter bei ihren Opfern, um sie dann mit einer hohen Geldforderung zu überrumpeln. Die Gründe für die unerwartete Geldforderung sind dabei mannigfaltig und einfallsreich. Sie reichen von einem Hauskauf, über den Erwerb eines Fahrzeuges, bis hin zu Schulden oder Reparaturkosten. Die Opfer, meist im ersten Moment erfreut über den Anruf einer freundlichen Stimme, verbunden mit der Aussicht einen Verwandten, der weit weg wohnt, nach langer Zeit wiederzusehen, lassen sich bisweilen auf das Gespräch ein. Irgendwann merken sie jedoch, dass der Anrufer nicht der Enkel aus der Ferne sein kann. Oder die Geldforderung erscheint ihnen doch zu dreist. Zum Ärger der Täter legen ihre Gesprächspartner dann verfrüht auf und es kommt nie zu einer Geldübergabe. Leider kommt es jedoch hin und wieder doch vor, dass eine alte Dame oder ein alter Herr sich überreden lässt und den Tätern Geld übergibt. Am gestrigen Tag kam es gleich zu vier Anrufen solcher Art, die jedoch allesamt nicht zum Erfolg für die Täter führten!

    Der erste Anruf ging in Borsdorf etwa gegen 11:30 Uhr bei einer 82-Jährigen ein. Der Anrufer meldete sich mit den Worten: „Oma, hier ist dein Enkel!“ Ohne große Umschweife erklärte der Mann am Telefon, dass er 18.000 Euro für den Kauf eines Autos bräuchte. Die 82-Jährige erklärte ihrem vermeintlichen Enkel, dass sie nicht so viel Geld habe. Der Anrufer wiederum bat dann um „wenigstens“ 8.000 Euro. Doch auch damit konnte die alte Dame nicht dienen. Letztendlich beendete sie das Gespräch und informierte die Polizei.

    Im zweiten Fall meldete sich der Anrufer gegen 12:15 Uhr wie folgt: „Ich bin in der Nähe und will dich heute noch besuchen kommen…“. Die 76-Jährige aus Möckern, die den Anruf entgegennahm, wurde dann um 5.000 Euro für den Kauf einer Eigentumswohnung gebeten. Sie sagte, dass sie so viel nicht haben würde. Das Gespräch wurde beendet, mit der Aussage, dass man später noch mal miteinander telefonieren wolle. Die 76-Jährige beschlich ein ungutes Gefühl, woraufhin sie versuchte, ihre Enkelin zu erreichen. Kurz darauf läutete das Telefon und der Unbekannte war erneut in der Leitung. Er sagte, dass hier die Polizei sei und fragte mit wem sie telefoniert habe. Die ältere Dame erklärte ihren Anruf und gab den Hörer dann an ihre Tochter weiter – in dem Moment legte der Fremde auf.

    Im dritten Fall landete der Betrüger in der Leitung einer 78-Jährigen in Mockau. Hier begrüßte er sie etwa gegen 12:15 Uhr mit den Worten: „Hallöchen, ich bin es. Dein Enkelkind.“ Und forderte ebenfalls 18.000 Euro für einen Autokauf. Die 78-Jährige erklärte, dass sie so viel Geld nicht in der Wohnung hätte. Der Fremde forderte sie dann auf, zur Sparkasse zu gehen. Gewieft antwortete die Dame, dass die Sparkasse heute geschlossen habe. Hierauf legte der Fremde unverwandt auf.

    Im schließlich letzten und vierten Fall ertönte erneut eine männliche Stimme: „Du wirst ja wissen, wer hier ist.“ Die 86-Jährige, bei der gegen 12:30 Uhr in Holzhausen angerufen wurde, glaubte, dass es ein Bekannter sei und bejahte diese Frage. Kurz darauf fragte der Fremde unvermittelt nach 6.000 Euro, die er für einen Wohnungskauf bräuchte. An dieser Stelle ahnte die 86-Jährige bereits den Betrug und verkündete dem Anrufer, dass er sich für seine Masche eine andere suchen solle und legte auf. Sofort informierte sie die Polizei.

    In allen vier, der Polizei bekannt gewordenen Fällen waren die Anrufer männlich und sprachen akzentfrei Deutsch. Derzeit ist den Ermittlern nicht bekannt, ob es sich dabei um ein und denselben Anrufer handelte oder aber ob es verschiedene Personen waren.

    Couragierte Autofahrerin …

    … stoppte Unfallflucht. Der Fahrer (71) eines VW Golf hatte gestern Nachmittag auf der Arndtstraße/Höhe August-Bebel-Straße einen Unfall mit einer Schadenshöhe von ca. 2.500 Euro verursacht und war danach einfach weitergefahren. Die Frau (48), mit deren Auto er kollidierte, fuhr ihm hinterher, stoppte ihn und nahm ihm kurzerhand die Autoschlüssel ab. Somit endete seine Flucht. Die 48-Jährige rief dann die Polizei. Die Beamten ermitteln wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort.

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