Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Polizeibericht, 23. Juni: Verfolgungsfahrt, Paketzusteller beraubt, Jugendliche bestohlen

Am heutigen Nachmittag kam es im Leipziger Osten zu einer Verfolgungsfahrt eines gestohlenen Audis +++ Am Hermelinplatz wurde ein Paketzusteller geschlagen und beraubt +++ In der Karl-Liebknecht-Straße wurden zwei 17-Jährige bestohlen und bedrängt – In allen Fällen sucht die Polizei Zeugen.

Gestohlenes Fahrzeug verfolgt – Zeugen gesucht

Am heutigen Nachmittag, 14:00 Uhr, kam es zu einer Verfolgungsfahrt im Leipziger Osten. Ein schwarzer Audi hielt trotz mehrfacher deutlicher Aufforderung auf der Plaußiger Straße nicht an. Stattdessen gab der Fahrer Gas und versuchte über die Zweenfurther Straße, Karl-Herting-Straße, Cunnersdorfer Straße, Geithainer Straße Watzdorfstraße, Wurzner Straße, Riesaer Straße zu entkommen. In der Permoser Straße verloren die Beamten das Fahrzeug aus den Augen, fanden es aber kurz danach abgestellt wieder. Vom Fahrer fehlte jede Spur. Die Eigentümerin des Fahrzeuges war fast gleichzeitig auf dem Polizeistandort in der Eisenbahnstraße erschienen und zeigte an, dass ihr der Fahrzeugschlüssel und das Fahrzeug entwendet wurden.

Die Polizei sucht nun andere Verkehrsteilnehmer, die durch das Verhalten des Fahrzeugführers gefährdet wurden – z.B. stark bremsen mussten. Auch Zeugen, die den Fahrer wiedererkennen, werden gesucht. Hinweise zum Sachverhalt oder Fahrer bitte an das Polizeirevier Südost, Richard-Lehmann-Straße 19 in 04177 Leipzig, Tel. (0341) 3030 -100.

Paketzusteller beraubt

Ein Paketzusteller (36) geriet gestern, 15:25 Uhr, ins Visier von Räubern. Der 36-Jährige, der im Laufe des Tages schon einige Pakete ausgeliefert hatte und nun dieses EINE per Nachnahme dem am Hermelinplatz wohnenden Empfänger zustellen wollte, wurde von zwei Unbekannten überfallen. Was war geschehen? Der Bote war also an der Empfängeradresse aus dem Lieferauto ausgestiegen, und lief mit Paket sowie Quittung unterm Arm zum Hauseingang. Währenddessen hatte er schon den Mann bemerkt, der neben dem Hauseingang saß und beim Einparken aufstand, um in seine Richtung zu gehen.

Misstrauisch geworden, ging nun der 36-Jährige auf den Hauseingang zu und versuchte, ausreichend Abstand zum Unbekannten zu wahren, der bereits nach dem Paket fragte. So erklärte der Paketzusteller, dass er erst seinen Ausweis und den Nachnahmebetrag in Höhe von ca. 3.700 Euro sehen wolle, bevor das Paket die Hände wechseln würde.

Der Unbekannte versuchte indes, die Distanz zu verkürzen und wiederholte immer wieder aufgeregt sein Verlangen, das Paket sehen zu wollen. Dann plötzlich umklammerte er den Boten und schüttelte ihn hin und her – das Paket sollte so endlich aus den Armen des 36-Jährigen fallen. Dieser wiederum versuchte, sich aus dem Griff zu befreien, stieß dabei mit dem Ellenbogen. Daraufhin ließ der Unbekannte kurz ab, stürzte sich aber einen Moment später wieder mit geballten Fäusten auf ihn, schlug mit hartem Schlägen gegen das Paket, so dass dieses zu Boden fiel.

Der 36-Jährige versuchte, sich zwar noch in den Weg zu stellen, wurde aber von einem zweiten Unbekannten behindert, der hinzugekommen war. Diesen kurzen Moment nutzte der Schläger, schlüpfte an dem Boten vorbei und schnappte sich das Paket. Dann rannte er Richtung Straßenbahnwendeschleife. Der 36-Jährige hinterher. Er sah noch die Fersen des Flüchtenden, doch im Wohngebiet Heiterblickallee/Otterstraße verlor sich dessen Spur.

So ließ der 36-Jährige die Polizei rufen und beschrieb den Gesetzeshütern gegenüber beide Täter folgendermaßen:

  1. Täter
    – 14 – 18 Jahre alt,
    – ca. 170 cm groß,
    – kräftige Statur, sehr muskulös,
    – südländischer Typ,
    – sprach gebrochenes deutsch
    – schwarze, strubbelige Haare, ca. 3 – 4 cm lang
    – trug rote Marken-Turnschuhe, eine graue knielange Hose (ähnlich einer Baggyhose mit Taschen an der Seite), eine schwarze Sportjacke, ein rotes Basecap mit weiß abgesetztem „NY“- Emblem und weißen Ziernähten
  1. Täter
    – 18 – 30 Jahre alt,
    – ca. 198 cm groß,
    – sehr kräftig und muskulös,
    – trug eng anliegendes, blau-oranges Muskelshirt, quer-gestreift und orange, helle Jeanshose
    – Ohrring („blingbling“-Stecker ) im linken Ohr
    – sehr kurz rasierte dunkle Haare (im Millimeterbereich)

Zeugen sagten später noch aus, dass beide Männer vor Eintreffen des Paketzustellers auf der Treppe neben dem Hauseingang gewartet hätten. Nun ermittelt die Polizei wegen Raubes.

Wer hat an dem Tattag den Mann, auf den die Beschreibung passt, samt Paket im Wohnviertel Heiterblickallee gesehen und Angaben zu seiner Fluchtrichtung machen? Wer kennt die beschriebenen Männer und weiß, wo sie sich derzeit aufhalten? Zeugen melden sich bitte bei der Kripo Leipzig, Dimitroffstraße 1, in 04107 Leipzig oder unter der Telefonnummer: (0341) 966 4 6666.

Jugendliche bestohlen

Eigentlich wollten gestern zwei 17-Jährige nur den Abend genießen, als sie bei Musik aus einer Bluetooth-Box in der Karl-Liebknecht-Straße in Höhe des Kant-Gymnasiums saßen. Gegen 22:00 Uhr wurden sie durch einen Unbekannten angesprochen. Dieser fragte nach Zigarettenpapier. Als ihm dieses bereitwillig hingehalten wurde, griff er nicht danach, sondern nach dem Lautsprecher und rannte damit weg. Erst dann bemerkten die beiden, dass der Dieb noch drei Begleiter bei sich hatte. Von denen wurden zwei gleich aggressiv und verlangten die Herausgabe ihrer Fahrräder. Diese gaben beide nicht her, sondern riefen eine andere Gruppe um Hilfe, die in der Nähe lagerte. Die drei ergriffen daraufhin die Flucht, wurden kurz von den Alarmierten verfolgt, jedoch ohne Erfolg. Sie riefen die Polizei. Die ermittelt nun wegen versuchten Raub und Diebstahl.

Die Unbekannten konnten wie folgt beschrieben werden:

  1. Person – der Box-Dieb: ca. 170 cm groß, schwarze Hautfarbe, muskulöse Statur, 19 Jahre, Sportklamotten
  2. Person: ca. 180 cm groß, arabischer Typ, korpulent, schwarzer Dreitagebart, ca. 20-30 Jahre alt, Basecap mit nach hinten gedrehtem Schild, kurze Jogginghose, ärmelloses Shirt
  3. Person: kleiner als die anderen, helle Hautfarbe, osteuropäisches Erscheinungsbild, ca. 20 Jahre, muskulös, kantiges Gesicht, kurze Hose, freier Oberkörper, roter Rucksack auf dem Rücken

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei dem Polizeirevier Leipzig-Zentrum, Ritterstraße 19-21 in 04109 Leipzig, Tel. (0341) 7105-0 zu melden.

Vorsicht! – Trickdieb unterwegs

Gestern Nachmittag klingelte es in Torgau an der Wohnungstür eines 81-Jährigen. Gewarnt vor den Gefahren fragte er über die Wechselsprechanlage, was das Begehr des Besuchers sei. „Kabelinstandsetzung“, so der Unbekannte. Daraufhin ließ der ältere Herr den vermeintlichen Techniker ins Haus, der nun weiterhin erzählte, die Sendequalität im Haus prüfen zu müssen. Daraufhin stand er kurze Zeit später in der Wohnung. Er ließ sich die Kabelanschlüsse zeigen und verlangte einen Kontoauszug, der die Überweisung monatlicher Gebühren belegte. Der 81-Jährige holte letztlich eine Geldkassette in der er die Auszüge vermutete und öffnete diese. Wohl aufbewahrt befanden sich darin allerdings Sparbücher und Bargeld in Höhe eines mittleren vierstelligen Betrages – die Nummer nicht zu finden. Zwischenzeitlich ersann sich der vermeintliche Techniker eine List, wie er den 81-Jährigen aus dem Wohnzimmer in ein anderes locken könnte. Gedacht – getan. So hatte er einen kurzen unbeobachteten Moment und konnte das Geld, welches in der noch offenen Geldkassette auf dem Sofa lag, stehlen. Dann hörte der 81-Jährige ihn nur noch rufen, dass der Techniker in den Keller müsse, um dort die Anschlüsse zu prüfen und war schon verschwunden.

Der 81-Jährige selbst schaute wenig später im Keller nach, traf aber niemanden an. Da ahnte er, dass er einem Betrüger aufgesessen war. Der Blick in die Kassette schließlich bestätigte seinen Verdacht. Umgehend rief er die Polizei und erstattete Anzeigen wegen Diebstahls.

Der Polizei gegenüber beschrieb er den Täter als seriös aussehend:

– ca. 180 cm groß,
– kräftige Gestalt,
– gepflegtes Äußeres,
– einheimischer Dialekt,
– rotes T-Shirt,
– blaue lange Hose,
– Sportschuhe/Turnschuhe,
– dunkles volles, ca. 5 cm langes Haar,
– trug einen Zettel und Stift in der Hand.

Mann nach Hundeattacke schwer verletzt

Auf ihrem Spaziergang, am westlichen Ufer des Sees – im Volksmund auch als Bagger bekannt – wurde gestern Vormittag ein Pärchen (m: 80; w: 78) ganz plötzlich von drei nicht angeleinten Hunden attackiert. Die großen Boxermischlinge mit einer Schulterhöhe von ca. 55 cm – so Zeugen – stürzten sich auf den 80-Jährigen und rissen ihn zu Boden. Dann bissen sie immer wieder zu. Diese Attacke konnte erst der herbeigeeilte Hundehalter (34) gemeinsam mit zwei weiteren Passanten beenden, die gemeinsam die aggressiven Vierbeiner vom älteren Herrn weg zogen. Mit zahlreichen Bisswunden an Kopf, Arm und beiden Unterschenkeln kam der 80-Jährige zur stationären Behandlung in ein umliegendes Krankenhaus. Die Unterarme der Ehefrau, die sich gegen den Angriff wehrte und dadurch Schwellungen erlitt, mussten ambulant behandelt werden. Gegen den Hundehalter wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Entblößter am Kinderspielplatz

Gestern Nachmittag meldeten aufgebrachte Eltern einen Mann der Polizei, der am Spielplatz mit heruntergelassener Hose herumlief und sich den anwesenden Kindern und Eltern präsentierte. Erst als die wütenden Eltern demonstrativ die Polizei riefen entfernte sich der Mann. Er wurde aber dann in der Nähe des Spielplatzes, Grüne Gasse/Bernhardtstraße, gestellt. Der 28-jährige Obdachlose wirkte stark orientierungslos und war aggressiv. Er wurde zur medizinischen Behandlung in das Klinikum Altscherbitz gebracht. Nun muss er sich wegen exhibitionistischer Handlungen vor Kindern verantworten.

Fahrzeuge angezündet

Fall 1

Durch unbekannten Täter wurde ein in der Brandtstraße am Straßenrand abgestelltes Firmenfahrzeug, ein VW Fox, auf bisher unbekannte Art und Weise in Brand gesetzt. Die Polizei wurde heute Nacht durch einen anonymen Hinweisgeber darüber informiert. Die Kameraden der Feuerwehr Leipzig-Mitte waren mit einem Löschfahrzeug vor Ort. Der Motorraum brannte vollständig aus. Ein in der Nähe stehender VW Polo wurde durch die Hitzeeinwirkung ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Über die Höhe des Sachschadens konnten bisher noch keine Angaben gemacht werden. Der angebrannte VW Fox wurde zur weiteren kriminaltechnischen Tatortarbeit sichergestellt und abgeschleppt.

Fall 2

Nur wenige Minuten später zündete in der Selneckerstraße ein unbekannter Täter einen, ebenfalls am Straßenrand abgestellten Geländewagen Nissan X-Trail, eines 56-jährigen Besitzers an. Der Brand zerstörte den vorderen Bereich des Fahrzeuges komplett. Die Kameraden der Feuerwehr Südwache waren schnell vor Ort und löschten diesen. Auch hier wurde ein daneben stehender geparkter Mercedes Vito eines 65-jährigen Geschädigten durch die Hitzeeinwirkung in Mitleidenschaft gezogen. Die Höhe des Schadens beläuft sich auf ca. 45.000 Euro.

Fall 3

Ein Taxifahrer informierte heute Nacht die Polizei telefonisch darüber, dass es auf einem Gelände in der Haferkornstraße brennt. Die Beamten und die Feuerwehr waren nach wenigen Minuten vor Ort. Es handelte sich hier um ein umfriedetes Gelände, dass mittels einem Metallzaun und einem Schiebetor gesichert ist. Auf dem Gelände einer Immobilienfirma brannten insgesamt fünf Fahrzeuge. Es handelte sich dabei um einen VW Golf, einen Audi A 1, einen Mercedes Transporter und zwei Mercedes Benz Vito. Ein weiterer Audi A 1 wurde versucht anzubrennen. Die Beamten der Kriminalpolizei übernahmen den Tatort und führten eine umfangreiche kriminaltechnische Tatortarbeit durch. Über die Höhe des Gesamtschadens liegen noch keine Erkenntnisse vor. Ermittelt wird in alle Richtungen.

Fall 4

Unbekannter Täter zündete auf bisher unbekannte Art und Weise einen in der Kregelstraße geparkten Kleinbus Mercedes Vito einer Immobilienfirma an. Durch eine Streife der Bundespolizei wurde der Brand heute Nacht zufällig entdeckt und mittels Feuerlöscher im Bereich des Motorraumes gelöscht. Die Kameraden der Feuerwehr trafen nur wenige Minuten später mit einem Löschfahrzeug ein und öffneten den Motorraum, da immer noch starker Qualm aus dem Motorraum stieg. Das Fahrzeug wurde zu weiteren kriminaltechnischen Untersuchungen sichergestellt. Am Brandort wurden umfangreiche Arbeiten zur Spurensuche und Sicherung durchgeführt. Über die Höhe des Sachschadens liegen gegenwärtig keine Erkenntnisse vor. Auch hier wird in alle Richtungen ermittelt und eventuell Zusammenhänge zu den anderen Brandorten geprüft.

Fußgängerin lief bei „Rot“

Gestern Abend überquerte eine 23-Jährige an der Fußgängerampel bei „Rot“ die Eutritzscher Straße/Delitzscher Straße. Dabei wurde sie von einem Skoda (Fahrer: 56) erfasst und schwer verletzt. Sie musste in einem Krankenhaus stationär aufgenommen werden. Am Pkw entstand Schaden in Höhe von ca. 2.000 Euro. Die junge Frau erhält ein Verwarngeld.

PolizeiMelderZeugenaufrufe
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder--> Rücktritt vom Kauf der Uferrandflächen am Werbeliner See
St. Elisabeth-Krankenhaus: Orthopäden nehmen ersten OP-Roboter Ostdeutschlands in Betrieb
Basketball: Starker Auftritt der Wölfe gegen Berlin nicht belohnt
Fahrplanabweichungen vom 26. bis 28. April 2019 im Streckennetz der Mitteldeutschen Regiobahn
Am 16., 17. und 18. Mai im Westflügel: Spleen – Charles Baudelaire. Gedichte in Prosa
Premiere am 23. Mai: Schön ist es auch anderswo und hier bin ich sowieso
Am 25. Mai im Kupfersaal: Wigald Boning – Wie ich Weltmeister im Langsamschwimmen wurde
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Die größten Probleme Leipzigs aus Sicht der befragten Bürger
Die größten Probleme aus Bürgersicht. Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2018

Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2018

Für alle LeserDie Leipziger Bürgerumfragen fragen auch jedes Jahr aufs Neue die Problemsicht der Leipziger ab. Welches sind – aus Sicht der Bewohner – die größten Probleme der Stadt? Das könnte eine sehr gute Orientierung für die Verwaltung sein, wo sie in den nächsten Jahren ihre Schwerpunkte setzen sollte. Aber die Tabellen verraten dann auch sehr deutlich, dass es 1. darauf ankommt, wen man fragt, und 2. was für einen Medienkonsum die Befragten haben.
Bürgerinitiativen aus dem Leipziger Osten laden zum Informationspaziergang am 3. Mai ein
Straße An der Tabaksmühle mit Wilhelm-Külz-Park (rechts). Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser250 Demonstranten zählte die LVZ am 3. April bei einer Demonstration über Paunsdorfer, Engelsdorfer und Sommerfelder Straße. Zwei Bürgerinitiativen demonstrierten dort gegen den überhand nehmenden Durchgangsverkehr durch Mölkau und für den Bau des Mittleren Rings. Zum Entsetzen jener Bürgerinitiativen, die nun seit Jahren gegen den Ausbau des östlichen Mittleren Rings kämpfen.
Leipzigs Umweltdezernat hat eigentlich keine Lust auf ein regionales Biosiegel
Ein paar Äpfel aus der Region, noch ohne Siegel. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Biosiegel des Märkischen Wirtschaftsverbunds e. V. „Fair regional“ könnte ein Vorbild sein, fand die Grünen-Fraktion im März. Da reichte sie einen entsprechenden Antrag ein: Leipzig soll ein „Siegel für regionale Bioprodukte entwickeln“.
Jugendparlament beantragt, dass die Stadt das Black Triangle kaufen oder pachten soll
Graffiti zum Black Triangle. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Dienstag, 15. Januar, rückte Leipzigs Polizei mit Großaufgebot an und durchsuchte das zuvor zwei Jahre lang besetzte Gelände des Black Triangle. Eine Riesenshow. Obwohl kein Mensch das Gelände wirklich erwerben möchte. Selbst die Stadt Leipzig winkte im Februar ab: Allein die Kosten der Altlastenbeseitigung und des Denkmalsschutzes würde die Sache aus ihrer Sicht völlig unbezahlbar machen.
Stadt Land Volk: Der Versuch, sich über Nation, Migration und Demokratie zu streiten
Michael Bröning, Michael Wolffsohn: Stadt Land Volk. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWas passiert, wenn man zwei streitbare Leute zu einem Streitgespräch über Demokratie, Migration, Volk und Nation einlädt? Immerhin alles fette Brocken, an denen man sich richtig Beulen holen kann. In diesem Fall hat es der F.A.Z.-Redakteur Reinhard Bingener versucht und Michael Bröning und Michael Wolffsohn zum Streitgespräch gebeten.
Leipzigs Mietpreisansteig macht gerade jungen Leipzigern und Familien mit Kindern immer größere Sorgen
Die größten Probleme der Leipziger. Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2018

Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2018

Für alle LeserLeipzigs Bürgerumfragen erfassen die Leipziger Mietpreisentwicklung im Grunde wie ein Seismograph. Sie beschränken sich bei der Befragung der Bürger eben nicht auf die reinen Angebotsmieten, also das, was gerade auf dem Leipziger Wohnungsmarkt angeboten wird. Sie erfassen das, was die Leipziger wirklich zahlen. Und das hat sich seit 2013 doch spürbar verändert.
Braucht Leipzig ein eigenes Lobbyregister?
Eingang zum Neuen Rathaus: Wer geht hier alles aus und ein? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAls der Stadtrat 1995 die Beteiligung von Bürgervereinen bei Bauplanungen beschloss, war das ein echter Fortschritt. Fortan wurden die Initiativen der Betroffenen zumindest um ihre Stellungnahme gebeten. Auch wenn die Planer dann doch haufenweise Gründe fanden, sie trotzdem zu ignorieren. Nun haben die Freibeuter einen Antrag vorgelegt, der die Beteiligungsmöglichkeiten deutlich erweitern soll. Nur mit dem Begriff „Lobbyregister“ griffen sie augenscheinlich in ein Regalfach zu hoch.
Am 16., 17. und 18. Mai im Westflügel: Spleen – Charles Baudelaire. Gedichte in Prosa

Foto: Helmut Pogerth

Die manchmal düster-bestialische, manchmal heiter-melancholische Atmosphare des Baudelaireschen Kosmos spielt mit dem Menschen an der Schwelle zur Moderne: zwischen apathischer Lebensgier und erotisierter Todessehnsucht, zwischen Sehnsucht nach Unendlichkeit und brutaler Belanglosigkeit, im Tragischen meist lapidar, im Komischen immer subtil.
Jetzt fällt der Stadt die zehn Jahre dauernde Verweigerungspolitik im Nahverkehr auf die Füße
Straßenbahnstau in Connewitz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Donnerstag, 18. April, diskutierte der Stadtrat zum ersten Mal über das von der Linksfraktion beantragte 365-Euro-Ticket für Leipzig. Nicht über den Antrag selbst, sondern über den Fragenkatalog, den die Freibeuter-Fraktion dazu am 5. April gestellt hatte. Am selben Tag hatten Sven Morlok, René Hobusch und Naomi-Pia Witte auch den Antrag gestellt, den Antrag der Linken abzulehnen und sich ganz auf das Nachhaltigkeits-Szenario zu konzentrieren.
Jugendparlament beantragt, die KarLi zur Fahrradstraße zu machen
Peterssteinweg. Foto: Martin Schöler

Foto: Martin Schöler

Für alle LeserKennen Sie auch dieses Gefühl, wie in Watte gewickelt zu sein, schön bemuttert von allen Seiten und daran gewöhnt, dass Sie dies nicht dürfen und jenes leider, leider verboten ist? Und auch in 100 Jahren nicht möglich sein wird, weil dies und das nicht geht? Also quasi den eingebauten Bedenkenträger immer eingeschaltet als Denksperre? Und dann kommen diese jungen Leute aus dem Jugendparlament und beantragen einfach mal, die ganze KarLi zur Fahrradstraße zu machen. Im Jahr 2019. Im Jahr von „Fridays for Future“.
Premiere am 23. Mai: Schön ist es auch anderswo und hier bin ich sowieso
Schön ist es auch anderswo. Foto: Mim Schneider

Foto: Mim Schneider

„Wir leben und wissen nicht wozu. Wir sterben und wissen nicht wohin. Leicht ist zu sagen, was man jetzt und nachher will. Aber niemand kann angeben, was er überhaupt will in diesem doch so zweckhaften Dasein. Mich wundert, dass ich fröhlich bin – sagt ein alter Türspruch.“ (Ernst Bloch)
Leben: Die acht Kindheitsgeschichten von Oleg Senzow jetzt bei Voland & Quist
Oleg Senzow: Leben. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist ein berührendes Buch. Es ist ein aufrüttelndes Buch, eines, das nicht nur daran erinnert, dass der ukrainische Filmemacher Oleg Senzow seit fünf Jahren nach einer falschen Anklage und einem Schauprozess ganz in alter stalinistischer Manier in einem russischen Straflager eingesperrt ist. Als Faustpfand oder als Symbol für Putins Politik gegenüber der Ukraine, das ist eigentlich egal. Zerstört werden soll damit auch ein Mensch, der nicht ins Raster des eingeschüchterten Untertanen passt.
Gastkommentar von Christian Wolff: Osterfeuer
Das leuchtend goldene Kreuz in der Notre-Dame. Foto: Kurt Muehmel, Wikipedia

Foto: Kurt Muehmel, Wikipedia

Für alle LeserWenn Gotteshäuser wie Synagogen, Kirchen, Moscheen aus welchen Gründen auch immer geschändet, beschädigt, zerstört werden, fühlen sich Menschen im Innersten getroffen – unabhängig davon, ob sie selbst religiös gebunden sind oder nicht. Denn mit Gotteshäusern verbinden viele Menschen das, was ihrem Leben Fundament, Halt und Identität jenseits aller materiellen Absicherungen, Zugehörigkeit zu Religionsgemeinschaften und Nationalismen verleiht: Gott, die ganz andere, unverfügbare Macht, der ich mich in aller Hilflosigkeit anvertrauen kann, ohne dass sich irgendjemand dazwischenschaltet.
Entscheidet der Stadtrat tatsächlich schon im Mai zur Einführung des Wiener Modells in Leipzig?
Straßenbahntunnel an der Jahnallee. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie SPD hat es im Wahlkampfprogramm, die Grünen haben Unterstützung signalisiert, der Ökolöwe sammelt Unterschriften, die Linksfraktion hat es im Stadtrat gleich mal beantragt: die Einführung eines 365-Euro-Jahrestickets ab 2021 in Leipzig. Doch sicher, dass der Stadtrat dem Antrag noch in seiner Mai-Sitzung zustimmt, ist man sich auch beim Ökolöwen nicht. Denn so ein Tempo ist in der Leipziger Stadtpolitik seit über 20 Jahren nicht mehr üblich. Die Bedenkenträger regieren.
Der Elster-Saale-Kanal stammt tatsächlich noch aus der „Potenzialanalyse“ von 2011
Die Schleusenruine Wüsteneutzsch. Foto: Gernot Borriss

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAls OBM Burkhard Jung am 29. März die Leipziger Vorschlagsliste für die Strukturmaßnahmen zum Kohleausstieg vorstellte, war so manches Altprojekt darunter, bei dem man sich zu Recht fragte: Was hat das mit tragfähigen Strukturen für die Zeit nach der Kohle zu tun? Darunter fand sich auch – mit 174 Millionen Euro dotiert – der Weiterbau des Elster-Saale-Kanals. Da fragten sich nicht nur die Grünen, was das soll und wie so ein Projekt in die Liste geriet.