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Polizeibericht, 5. Juli: Hinterhältiger Diebstahl, Fahrradfahrer verlässt Unfallort, Keine „Ruhe“ vor der Polizei

In der Bornaischen Straße wurde eine 83-Jährige mittels falscher Hilfsbereitschaft um ihr Portemonnaie gebracht – die Polizei sucht nach Zeugen +++ In Schkeuditz prallte ein Radfahrer gegen ein Auto und verließ den Unfallort. Erste Hinweise liegen der Polizei schon vor. Die Polizei bittet, dass der Radfahrer sich in einem Polizeirevier melden sollte +++ Einsatzkräfte der gemeinsamen Ermittlungsgruppe „Bahnhof/Zentrum“ haben gestern Abend ein weiteres Mal Augenmerk rund um den Schwanenteich gelegt.

Hinterhältiger Diebstahl

Gegen 11:00 Uhr kehrte eine Dame (83) gestern vom Einkaufen heim. Sie betrat in der Bornaischen Straße gemeinsam mit einem jungen Mann das Treppenhaus und freute sich über dessen höfliches Angebot, ihren Rollator die sechs Stufen bis zum oberen Treppenabsatz hinauf zu tragen. Sie sagte dankend zu und überließ ihm die Gehhilfe. Als sie auf dem Treppensatz angekommen waren, meinte er plötzlich, dass er sich doch im Haus geirrt habe und verließ zügig den Flur. Die 83-Jährige argwöhnte indes nichts, freute sich über die Hilfsbereitschaft des jungen Mannes und betrat ihre Wohnung. Sie leerte ihre Tasche und wunderte sich, weshalb ihr Portemonnaie verschwunden war.

Da plötzlich ahnte sie, was geschehen war. Der Mann musste es von vornherein auf ihr Portemonnaie abgesehen haben, bot nur aus diesem Grund seine Hilfe an. Beim Hochtragen nutzte er dann ganz offensichtlich einen Moment des Unbeobachtet-Seins und nahm die Geldbörse aus ihrer Tasche. Diese hatte an den Griffen gehangen. Jedenfalls erbeutete der Fremde zudem ihren Personalausweis, etwa 20 Euro Bargeld, die EC-Karte, die Krankenkassenkarte und noch einige Kärtchen und Zettel.

Daraufhin ging die Dame noch mal vors Haus, in der Hoffnung den Mann zu entdecken. Dabei traf sie allerdings nur auf einen Handwerker, dem sie das Geschehene erzählte. Der rief die Polizei. Diese ermittelt nun wegen Trickdiebstahls und sucht einen schlanken Mann im Alter zwischen 30 und 40 Jahren, einer Körpergröße von etwa 170 cm. Er trug kurze braune Haare, lange Hosen und ein T-Shirt.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei der Kripo Leipzig, Dimitroffstraße 1, in 04107 Leipzig oder unter der Telefonnummer (0341) 966 4 6666 zu melden.

Fahrradfahrer verlässt Unfallort

Ein 26-jähriger Fahrer eines Ford Focus fuhr gestern Abend in Schkeuditz von einem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in der Merseburger Straße mit der Absicht, nach rechts in die Merseburger Straße abzubiegen. Dazu musste er aber über einen Fußweg fahren. Er fuhr in Schrittgeschwindigkeit über den Fußweg und schaute nach links und dann nach rechts. Plötzlich fuhr ein Fahrradfahrer in die vordere rechte Seite des Fahrzeuges. Beim Aufprall stand das Fahrzeug. Der Radfahrer rutschte vom Fahrrad. Das Fahrrad lag im Frontbereich unter dem Ford.

Der 26-Jährige leistete Erste Hilfe und fragte den Radfahrer, ob er verletzt sei. Daraufhin erwiderte dieser, dass dies nicht der Fall ist. Am Fahrzeug wurden Sachbeschädigungen festgestellt: eine Delle in der Motorhaube und mehrere Lackschäden an der Vorderfont und der Stoßstange. Es meldeten sich zwei Zeugen. Diese bestätigten, dass der Fahrradfahrer sehr schnell und in der falschen Fahrtrichtung sowie auf dem Fußweg unterwegs war. Der 26-Jährige rief die Polizei.

Der Radfahrer wollte nicht warten, schloss sein Fahrrad wenige Meter weiter an eine Werbetafel und verschwand. Als die Beamten eintrafen, befand sich der Fahrradfahrer nicht mehr am Ort. Der Sachschaden am Fahrzeug wurde mit ca. 700 Euro angegeben.

Zur Personenbeschreibung wurde Folgendes bekannt:

  • – männlich
  • – ca. 185 cm groß
  • – zwischen 40- 50 Jahre
  • – Schnauzbart
  • – „Vokuhila“-Haarschnitt
  • – schwarz-dunkelgraues T-Shirt
  • – graue lange Hose
  • – dunkler Rucksack

Erste Hinweise liegen der Polizei schon vor. Die Polizei bittet, dass der Radfahrer sich in einem Polizeirevier melden sollte. Die Ermittlungen zu seiner Identität laufen bereits.

Keine „Ruhe“ vor der Polizei …

… haben weiterhin die Dealer rund um den Schwanenteich. Einsatzkräfte der gemeinsamen Ermittlungsgruppe „Bahnhof/Zentrum“ hatten gestern Abend ein weiteres Mal Augenmerk rund um den Schwanenteich gelegt. Sie mussten auch nicht lange warten. Mehrere Personen bewegten sich in diesem Bereich und wurden einer Identitätskontrolle unterzogen. Dabei gab ein 25-jähriger Deutscher gegenüber den Beamten an, dass er gerade Haschisch angeboten bekam – von einer weiteren männlichen Person, die nur wenige Meter von ihm entfernt stand und auch bereits durch die Beamten „einkassiert“ wurde.

Der 25-Jährige ließ sich das Haschisch zeigen. Er nahm es aber nicht. Bei dem Verkäufer handelte es sich dabei um einen 25-Jährigen. Dieser wurde an Ort und Stelle durchsucht. Betäubungsmittel hatte er nicht bei sich, aber nur wenige Zentimeter weg, am Wegesrand, lagen drei Tütchen mit einer braunen festen Substanz, die sich später als Haschisch herausstellte. Dieser 25-Jährige ist der Polizei schon mit mehreren Delikten im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln bekannt. Er wurde zu weiteren polizeilichen Maßnahmen mit in das Revier genommen und ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

Wegen gefährlicher Körperverletzung …

… ermitteln Polizeibeamte gegen zwei Libyer (27, 28). Diese schlugen gestern Abend auf einen 25-Jährigen ein, nachdem es zunächst zu verbalen Attacken gekommen war. Der Geschädigte lief an der Bank vorbei, auf welcher der 28-Jährige und eine 18-jährige Zeugin saßen. Während des Streitgesprächs äußerte der Libyer zum Leipziger (gebürtiger Inder): „Ausländer raus!“ Daraufhin kam es zur körperlichen Auseinandersetzung.

Als der andere Libyer hinzukam, schlugen sie mit einer Kette und der Gehhilfe des 27-Jährigen auf den Mann ein, der daraufhin stark blutete, besonders im Gesicht. Ein Zeuge (51) rief die Polizei. Die beiden Libyer wurden vorläufig festgenommen; der 28-Jährige hatte 1,78 Promille im Blut und stand zudem unter Einfluss von Betäubungsmitteln. Die Beamten forderten für den Verletzten einen Rettungswagen an.

„Hier ist Gerda“, …

… so meldete sich gestern Nachmittag eine unbekannte Anruferin bei einem 74-Jährigen. Dieser gab den Telefonhörer gleich an seine Frau weiter, da angeblich „Cousine Gerda“ für sie dran wäre. Doch die 65-Jährige merkte schnell, dass dies nicht stimmt, da sie keine „Cousine Gerda“ hat. Sie hörte sich jedoch an, was die unbekannte Anruferin mit leichtem Akzent von ihr wollte. Diese gab an, gerade beim Notar wegen eines Immobilienkaufes zu sitzen und schnell 39.000 Euro zu benötigen.

Während des Gespräches schaltete sich ab und zu auch „ihr Anwalt“ ein, der die 65-Jährige auch nach Besitz von Schmuck und Münzen fragte. Die Frau gab an, nicht so viel Geld zu haben und auch ihr Schmuck läge in einem Fach bei einer Bank. Als nun auf der anderen Seite gesagt wurde, man würde ihr ein Taxi zur Bankfiliale schicken, gab sie an, mit einem Fahrrad schneller zu sein. Doch anstatt zur Bank zu fahren, rief ihr Ehemann die Polizei. Beamte kamen zum Ehepaar nach Hause. Es kam dann noch zu weiteren Telefonaten, wonach „Gerda“ dann Geld und Schmuck bei ihr abholen wollte.

Zwischenzeitlich wollte man noch wissen, um welchen Schmuck es sich handelt und wie viel dieser wiegt. Auch nach der Kontonummer fragte der angebliche Anwalt, doch die Frau ging darauf nicht ein. Allerdings ließ sich niemand beim Ehepaar zuhause sehen. Kripobeamte haben nun die Ermittlungen wegen Betruges aufgenommen.

Den ersten fahrbaren motorisierten Untersatz …

… büßte ein 17-Jähriger in der Nacht zum Dienstag in der Zschocherschen Straße ein. Er hatte sein Leichtkraftrad, eine rote Enduro „BETA 4 RR“, in der Nacht zuvor am Fahrbahnrand geparkt und mit dem Lenkradschloss gesichert. Als er jedoch am nächsten Morgen zum Parkplatz kam, war dies verschwunden. Selbst die Suche in den angrenzenden Straßen und sonstigen Flächen brachte das Zweirad nicht zum Vorschein.

Sofort erstattete er Anzeige und ließ die Enduro zur Fahndung ausschreiben. Den Wert der Maschine schätzte der 17-Jährige auf ca. 4.500 Euro. Die Polizei ermittelt.

Absperrung überstiegen – vom Auto erfasst und verletzt

Der Fahrer (72) eines Citroen befuhr gestern Vormittag die Lützner Straße stadteinwärts. An der Kreuzung mit der Saalfelder Straße zeigte die Ampel „Grün“. Da der Mann jedoch sah, dass eine Person bei „Rot“ der Fußgängerampel die Lützner Straße in Richtung Bushof überquerte, bremste er ab und fuhr dann langsamer weiter. Plötzlich sprang ein Mann auf die Straße, der zuvor über die Absperrung des Straßenbahnhaltestellenbereiches gestiegen war, um ebenfalls die Straße in Richtung Bushof zu überqueren.

Trotzdem der Autofahrer bremste, erfasste er den jungen Mann (28). Dieser stürzte und verletzte sich leicht. Ein Zeuge (34), der hinter dem Citroen fuhr, rief Rettungswesen und Polizei. Der Fußgänger wurde mit einem Rettungswagen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Am Fahrzeug entstand ein Schaden in Höhe von etwa 300 Euro.

Schwerer Verkehrsunfall

Ein 78-jähriger Fahrer eines Toyota fuhr heute Vormittag auf der B 186 in Richtung Markranstädt. In einer Doppelkurve kam er aus bisher unbekannter Ursache von der Fahrbahn nach links ab und touchierte einen entgegenkommenden VW Passat des 29-jährigen Fahrers. Anschließend stieß der Toyota mit dem hinter dem VW Passat fahrenden Lkw frontal zusammen. Durch die Wucht wurde der Toyota in den Graben geschleudert und fing an zu brennen.

Der 78-jährige Fahrer und seine Ehefrau wurden durch Ersthelfer aus ihrem Fahrzeug gerettet. Rettungswesen und Polizei waren schnell vor Ort, ebenso die Kameraden der Feuerwehr. Mittlerweile brannte der Toyota in voller Ausdehnung und musste gelöscht werden. Die Straße war bis in den Nachmittag komplett gesperrt. Neben der Bergung des abgebrannten Fahrzeuges musste auch der Lkw geborgen und abtransportiert werden.

Der 29-Jährige Fahrer des VW Passat und der 37-jährige Fahrer des Lkw wurden leicht verletzt und ambulant behandelt. Der 78-Jährige und seine Ehefrau wurden aufgrund ihrer schweren Verletzungen umgehend auf die Intensivstation einer Klinik gebracht. Die Höhe des Sachschadens konnte noch nicht ermittelt werden.

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