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Polizeibericht, 11. September: Baggerschaufel abgebaut, Motorräder gestohlen, Autos angezündet

In der Matzelstraße wurde von einem Bagger die Baggerschaufel inklusive Bolzen und Hydraulikschläuchen im Gesamtwert von etwa 5.000 Euro gestohlen – Die Polizei sucht nach Zeugen +++ In Leipzig hatten es am Wochenende Diebe vor allem auf Motorräder abgesehen – fünf Diebstähle wurden bei der Polizei angezeigt +++ In der Paul-Gruner-Straße wurden zwei Autos angezündet, die komplett ausbrannten.

Baggerschaufel gestohlen

Am Sonntagmorgen musste ein Baustellenmitarbeiter (26) in der Matzelstraße feststellen, dass von einem Bagger der sogenannte Tiefenlöffel gestohlen wurde. Hierbei handelt es sich um eine Baggerschaufel inklusive Bolzen und Hydraulikschläuchen im Gesamtwert von etwa 5.000 Euro. Wer die Schaufel gestohlen haben könnte und vor allem wie sie abtransportiert wurde, ist bisher unklar.

Die Polizei ermittelt wegen besonders schwerem Diebstahl und bittet Zeugen, denen etwas in der Nacht von Samstag zu Sonntag aufgefallen ist, sich beim Polizeirevier Leipzig-Südost, Richard-Lehmann-Straße 19 in 04177 Leipzig, Tel. (0341) 3030 – 100 zu melden. Denn, dass der Tiefenlöffel nicht einfach weggetragen wurde, steht außer Frage. So eine Schaufel kann nämlich bis zu 100 kg wiegen (je nach Fabrikat und Breite).

Heiß auf Bikes

In Leipzig hatten es am Wochenende Diebe vor allem auf Motorräder abgesehen. Fünf Diebstähle wurden bei der Polizei angezeigt und sollen hier kurz erwähnt werden:

Fall 1: Diebstahl eines Motorrollers und Täterstellung

Im ersten Fall wurde ein MZ in Leipzig-Connewitz aus der Zwenkauer Straße gestohlen. Der Geschädigte (45) bemerkte Samstag mitten in der Nacht, gegen 04:20 Uhr den Diebstahl, rannte auf die Straße, konnte dem Täter, der seinen Motorroller stahl, jedoch nur noch hinterher sehen. In der darauffolgenden Nacht fiel einem Streifenteam im Bereich der Prager Straße ein viel zu schnell fahrendes Moped auf (80 km/h bei erlaubten 50 km/h).

Nach einer kurzen Kontrolle stand fest, dass das Fahrzeug gestohlen war. Nach einer längeren Verfolgungsfahrt, bei der die Beamten das Moped immer wieder aus den Augen verloren, konnten sie den Täter (36) letztendlich im Bereich der Bornaischen Straße stellen. Nach einer vorläufigen Festnahme wurde der 36-Jährige allerdings auf Weisung der Staatsanwaltschaft wieder entlassen. Im Übrigen: Eine Fahrerlaubnis besitzt er nicht.

Fall 2: Kawasaki gestohlen

Der Besitzer eines Motorrades Kawasaki holte das Gefährt Samstag, gegen 07:00 Uhr, aus der Garage und stellte es vor seiner Wohnung in der Lausicker Straße ab. Danach ging er zurück ins Haus und als er es gegen 07:50 Uhr erneut verließ, um zur Arbeit zu fahren, war die Kawasaki verschwunden. Der Zeitwert wird mit etwa 7.000 Euro angegeben.

Fall 3: Moped Yamaha weg und wieder da

Das Moped der Marke Yamaha stahlen unbekannte Täter in der Nacht von Samstag zu Sonntag in der Plovdiver Straße. Im Koffer befanden sich dazu zwei Helme. Die Yamaha wurde am Samstagmittag auf dem Park & Ride-Parkplatz in der Lützner Straße teilweise demontiert aufgefunden. Es fehlten sowohl die Batterie als auch die beiden Helme. Vom Täter fehlt bisher jede Spur.

Fall 4: Ebenfalls wiedergefunden

Von Freitag zu Samstag wurde in Connewitz noch ein Motorrad gestohlen; in diesem Fall eine Honda. Den Diebstahl bemerkte der Eigentümer (46) am Samstagnachmittag und erstattete Anzeige bei der Polizei. Am darauffolgenden Tag konnte ihm mitgeteilt werden, dass die Honda in der Burgstädter Straße aufgefunden wurde: mit zerstörtem Lenkradschloss, Schäden an der Verkleidung und nicht mehr fahrtüchtig. Der Schaden wird auf ca. 1.000 Euro geschätzt.

Fall 5: Motorroller AGM Motors gestohlen

Den letzten Motorroller des Wochenendes stahlen am Martin-Luther-Ring unbekannte Täter am Sonntag zwischen 07:30 Uhr und 16:45 Uhr, während sich der Eigentümer (54) auf Arbeit befand. Der Motorroller ist blau mit einem schwarzen Top Case, darauf befindet sich ein Aufkleber in Form einer roten Schnecke und der Aufschrift: „Hetz mich nicht.“ Im Case befinden sich zudem ein schwarzer Helm und eine Sonnenbrille. In diesem, wie auch in allen anderen Fällen ermittelt die Polizei wegen besonders schwerem Diebstahl.

Gezündelt

Samstag, kurz vor 4, erhielten die Gesetzeshüter den Auftrag, zur Paul-Gruner-Straße zu fahren, Autos würden dort brennen. Schon wenig später traf die Polizeistreife am beschriebenen Ort ein und sah zwei Autos in Flammen stehen, einer im Heck- der andere im Frontbereich. Unmittelbar danach trafen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Süd ein und löschten die Brände. Der Halter (51) des Daimler-Benz E 200 CGI und der Halter (30) des VW Passat, die mit vor Ort waren und ansehen mussten, wie ihre Autos komplett ausbrannten, konnten zum Geschehen keine Angaben machen.

Lediglich eine Anwohnerin konnte erzählen, dass sie kurz zuvor einen Knall auf der Straße hörte und daraufhin aus das Haus verließ, um auf der Paul-Gruner-Straße nach dem Rechten zu sehen. Sie sah die beiden brennenden Autos, aber keine Personen. So rief sie die Feuerwehr. Personen konnte sie keine mehr feststellen. Sie rief daraufhin die Feuerwehr an.

Swimmingpools – Gefahr für kleine Kinder!

Während einer Familienfeier begab sich am Samstag in Baalsdorf ein Junge (21 Monate) neugierig auf die Socken – abenteuerlustig und abseits der Eltern streifte es durchs Grundstück und erkundete dabei auch das des Nachbarn. So gelangte er an einen nicht umzäunten Pool, dessen Wasser ihn wohl magisch anzog. Er fiel ins Wasser und versank. Erst Momente später entdeckte ihn ein Mädchen (8), welches sofort die Mutter des Jungen holte.

Diese zog ihren Sohn aus dem Wasser, Freunde riefen über Notruf einen Rettungswagen. Unter sofortiger medizinischer Betreuung wurde der knapp Zweijährige in eine Leipziger Klinik gebracht, wo er nun intensivmedizinisch betreut wird. Das Kriseninterventionsteam übernahm die Betreuung der Familienangehörigen, die völlige fassungslos angesichts des Geschehens waren.

Wieder Antänzer und Umarmer unterwegs

Am Sonntagmorgen sprach ein Nachtschwärmer bei der Polizei vor. Auf dem Täubchenweg hätte ihn ein Fremder angesprochen, dabei Körperkontakt gesucht. Schließlich hatte ihn der Unbekannte noch umarmt. Erst später stellte der 23-Jährige fest, dass sein Mobiltelefon fehlte. Das hatte er kurz vor der unfreiwilligen Zusammenkunft in die Westentasche gesteckt.

In der Rosa-Luxemburg-Straße griff ein Antänzer einem 31-Jährigen in die Gesäßtasche und zog dabei das Portemonnaie heraus. Zuvor war er wie ein Känguru um ihn herum gehüpft. In der Geldbörse waren Dokumente und ein zweistelliger Bargeldbetrag.

Am Samstagabend wurde ein 19-Jähriger von einem Unbekannten am Willy-Brandt-Platz nach einem Bier gefragt. Da er welches dabei hatte, gab er gern eins ab. Beim intensiven Bedanken kam ihm der Fremde sehr nahe, was der Angesprochene erst später bemerkte. Denn aus seiner Hosentasche fehlte sein Smartphone.

In allen drei Fällen wurden die Täter als südländisch, nordafrikanisch oder arabisch beschrieben.

Erpressung „en français“

Früher hatten wir Brieffreunde und waren ganz aufgeregt, wenn ein neuer Brief im Postkasten lag. Und auch heute, im Zeitalter von Nanotechnologie und „Sofort-Briefen“ in Form von Chat-Messangern, ist es uns möglich, Freundschaften über viele Kilometer hinweg aufzubauen. So nutzte auch eine 56-jährige Leipzigerin die Annehmlichkeiten der modernen Kommunikation und „chattete“ seit mehreren Monaten mal regelmäßig, mal sporadisch mit einem Onlinefreund. Das Besondere an ihren Gesprächen war, dass sie ausschließlich auf Französisch stattfanden!

Zwei Bilder hatte die 56-Jährige ihrem Chat-Freund in all der Zeit zugeschickt, bei denen sie keine Bedenken haben musste, dass diese in irgendeiner Weise missbräuchlich genutzt werden könnten. Das Chat-Pärchen unterhielt sich immer höflich, nett und freundschaftlich. Ihr Gesprächspartner wurde nie ausfällig oder vulgär. Bis er sie an einem Abend plötzlich mit sehr privaten Fotos von ihr selbst konfrontierte. Genau diese Fotos hatte die 56-Jährige ihrem Onlinefreund jedoch nie zugeschickt! Sie hatte die Bilder in einem privaten Ordner des Facebook-Messangers gespeichert, auf den sonst niemand Zugriff hatte.

Ihre Onlinebekanntschaft forderte nun, dass ihm die 56-Jährige über Western-Union Geld zuschicken solle. Täte sie das nicht, werde er die privaten Bilder an all ihre Freunde auf Facebook verschicken und auf ihrer Firmenseite (ebenfalls Facebook) hochladen. Die 56-Jährige konnte noch in Erfahrung bringen, wie der Mann hieß, dass er in Tunesien wohnt und ging gestern mit diesen Informationen umgehend zur Polizei, um Anzeige wegen Erpressung zu erstatten.

Die Polizei weist aus diesem Anlass darauf hin, dass man seine persönlichen Daten besonders sichern sollte, wenn man sich aktiv im Internet bewegt. Es ist nie ausgeschlossen, dass ein Account böswillig gehackt wird oder man sich einen Virus einfängt, der es anderen ermöglicht, Daten auf den eigenen Geräten auszuspähen. Dazu gehören Videos, Fotos aber auch private Dokumente. Und auch Mobilgeräte wie Handys und Tabletts sind von diesen Manipulationen nicht ausgeschlossen. Deshalb ist es besonders wichtig, auch auf seinem Smartphone einen Anti-Virenscanner zu installieren!

Im vorliegenden Fall ist bisher noch unklar, wie der Täter an die Bilder der 56-jährigen Frau gelangen konnte. Zusätzlich zum Facebook-Messanger hatten die Gesprächspartner aber auch über „Viber“ und „IMU“ Kontakt, wodurch es durchaus möglich ist, dass der Täter der Frau eine verdeckte Schadsoftware geschickt haben könnte, um ihre Bilder auszuspähen.

Fußgängerin mit schwersten Verletzungen in Klinik

Der Fahrer (39), der gestern Nachmittag mit seinem Mazda CX 5 die Delitzscher Landstraße stadteinwärts fuhr und Höhe der Wiederitzscher Straße die Kontrolle über seinen SUV verlor, erfasste eine Fußgängerin und verletzte sie sehr schwer. Nachdem er die Gewalt über den CX verloren hatte, kam er nach rechts von der Fahrbahn ab, rauschte über den Fußweg und erfasste eine dort an der Haltstelle wartende Frau (65).

Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte die 65-Jährige gegen einen am Fahrbahnrand parkenden Skoda Rommster und blieb mit mehreren Frakturen und einem Schädelhirntrauma auf der Fahrbahn liegen. Durch Rettungskräfte wurde sie umgehend in ein nahe gelegenes Krankenhaus transportiert, wo sie intensivmedizinisch versorgt wurde. Der Fahrer des Mazda indes schlitterte auf dem Fußweg weiter, so dass dessen Fahrt erst an einem Straßenbaum endgültig gebremst wurde. Leicht verletzt und unter Schock stehend, krabbelte er aus den völlig deformierten Wagen (Schaden ca. 15.000 Euro).

Ein Atemalkoholtest ergab, dass er reichlich alkoholische Getränke konsumiert hatte. Das Ergebnis zeigte stattliche 1,9 Promille an. Neben dem Auto wurden durch den Unfall auch verschiedene Verkehrszeichen, ein Straßenmast und ein Baum beschädigt. Die Polizei ermittelt nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

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