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Polizeibericht, 18. September: Vereinsheim heimgesucht, den Zigarettenautomaten aufgesprengt, Skoda gerammt

Am Wochenende wurde in ein Vereinsheim in Althen-Kleinpösna eingebrochen, mehrere Bierkästen und ein Fernseher gestohlen +++ In der Nürnberger Straße wurde ein Zigarettenautomat aufgesprengt +++ In den Abendstunden des 8. September verursachte ein Opel-Fahrer in Neukieritzsch einen Verkehrsunfall, bei dem er einen am linken Fahrbahnrand geparkten Skoda stieß – In allen Fällen sucht die Polizei Zeugen.

Diebstahl zum Eigengebrauch?

Zwischen Samstag und Sonntag brachen unbekannte Täter in ein Vereinsheim in Althen-Kleinpösna ein. Zugang hatten sich die Einbrecher über ein Fenster verschafft, über das sie dank eines kleinen Holzpodestes in das Innere des Gebäudes gelangten. Drinnen brachen sie noch eine Zwischentür auf und stahlen dann einen Fernseher inklusive Halterung, mehrere Bierkästen, andere Getränke und Nahrungsmittel. Der Stehlschaden wird auf etwa 1.500 Euro geschätzt. Höchstwahrscheinlich waren die Täter nicht allein und hatten eventuell auch ein Gefährt zum Abtransport dabei.

Wem sind von Samstag zu Sonntag Personen aufgefallen, die Bierkästen im Bereich „Zum Althener Sportplatz“ und einen Fernseher schleppten? Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich beim Polizeirevier Südost, Richard-Lehmann-Straße 19 in 04177 Leipzig, Tel. (0341) 3030 – 100 zu melden.

Auf der Jagd nach Zigaretten und Bargeld

Ein lauter Knall, dann der Hinweis eines Zeitungszustellers kurz vor 5:00 Uhr, dass Unbekannte Samstagfrüh in der Nürnberger Straße den Zigarettenautomaten aufgesprengt hatten. Als die Gesetzeshüter vor Ort eintrafen, roch die Luft noch nach umgesetzten Silvesterböllern, allerdings keine Spur von Überresten. Dafür stand die Automatentür offen, Teile dessen Innenlebens lagen verstreut auf dem Gehweg. Selbst einige Münzen fanden sich noch an, selbst ein paar wenige Zigarettenschachteln. Diese wurden sichergestellt, die Ermittlungen wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion aufgenommen.

Wer Angaben zum Sachverhalt und/oder zu den Tätern geben kann, melde sich bitte bei der Kripo Leipzig, Dimitroffstraße 1, in 04107 Leipzig oder unter der Telefonnummer (0341) 966 4 6666.

Dringend Zeugen gesucht!

In den Abendstunden des 8. September verursachte ein Opel-Fahrer in Neukieritzsch einen Verkehrsunfall, bei dem er einen am linken Fahrbahnrand geparkten Skoda beschädigte. Der Fahrer war in der Lobstädter Gartenstraße, Höhe des Grundstückes 7, mit dem Opel Corsa nach links von der Fahrbahn abgekommen und geradewegs gegen den Skoda gestoßen. Danach flüchtete der Unbekannte mit seinem Auto, amtliches Kennzeichen: L-UK 547, ohne sich namentlich bekannt zu machen.

Wer hat den Unfall beobachten können? Wer kann Angaben zum Opel-Fahrer machen? Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Borna, Grimmaische Straße 1a, in 04552 Borna oder unter der Telefonnummer (03433) 244-0 zu melden.

Wahlplakate im Visier von Zündlern

Fall 1

Eine Passantin meldete der Polizei gestern Abend zwei brennende Wahlplakate der CDU. Ein Unbekannter hatte diese in der Karl-Tauchnitz-Straße in Brand gesetzt. Die beiden Plakate verbrannten fast vollständig. Da sie an einer Laterne befestigt waren, wurden durch die Hitzeentwicklung die Kabelbinder beschädigt und die brennenden Plakate fielen herunter. Dabei verschmorten noch die Halterungen zweier Verkehrsschilder. Die Höhe des Sachschadens ist noch unklar.

Fall 2

Im Rahmen ihrer Streifentätigkeit stellten Polizeibeamte Sonntagnacht in der Wurzner Straße ein an einer Straßenlaterne angebrachtes brennendes Wahlplakat fest. Zwei in der Nähe befindliche Männer wurden einer Kontrolle unterzogen, wurden jedoch als Täter ausgeschlossen. Nur wenige Minuten später erhielten die Beamten den Hinweis, dass es auf der Engelmannstraße brennen soll. Die Polizisten stellten dort eine Papiermülltonne fest, die in voller Ausdehnung brannte. Sie informierten die Feuerwehr und dämmten bereits die Flammen mit dem Feuerlöscher, so dass sich das Feuer nicht auf die weiteren Container ausbreiten konnte. Etwa 20 Minuten später wurde eine brennende Mülltonne auf der Rüdigerstraße gemeldet. Zum Glück war darin das Papier nur angebrannt und hatte sich nicht entzündet. Fast zeitgleich brannten bzw. schmolzen fünf Baustellenabsperrungen aus Plastik, mehrere Beschwerungen von Straßenschildern und eine an einer Stange angebrachte Höhenmarkierungstafel. Auch in diesem Fall liquidierten die Kameraden das Feuer. Es entstand insgesamt ein Sachschaden von über 400 Euro.

Die Ermittlungen zu allen Fällen laufen.

Bissige Patientin – Polizist verletzt

Wenn man eine junge Frau am Boden liegend und nicht ansprechbar auffindet, geht man in den meisten Fällen nicht davon aus, dass diese Frau sich binnen Minuten in eine wild um sich schlagende Furie verwandeln könnte. Genauso ist es aber am Sonntagvormittag geschehen. Ein Rettungsteam sah die Frau (19), hielt an und wollte sich ihrer annehmen. Zuerst war sie nicht ansprechbar, doch als sie wach wurde, wehrte sie sich vehement mit Tritten und Schlägen gegen die ärztliche Hilfe. Die Sanitäter wussten sich nicht anders zu helfen, als die Polizei zu rufen, die dann mit drei Kollegen zur Unterstützung herbei fuhren. Während sich die Polizistin den Fall von den Sanitätern schildern ließ, begaben sich die zwei Männer in den Rettungswagen, um den Kontakt zu der 19-Jährigen zu suchen.

Die allerdings war von dem „polizeilichen Besuch“ überhaupt nicht erfreut und wollte gar stiften gehen. Einer der Beamten wollte die junge Frau davon abhalten, woraufhin sie ihm unvermittelt in den Unterarm biss. Trotz der blutenden Wunde versuchten die beiden Männer, die Frau nun auf den Boden zu legen. Als die 19-Jährige das bemerkte, ließ sie sich prompt fallen und stieß sich dabei das Kinn an einem Stuhlbein. Fixiert wurde sie erneut, auf die Liege abgelegt und in eine Klinik gebracht. Dort wurde sie wieder ruhiger und so konnte die Beamtin auch ein Gespräch mit ihr führen. Nun erklärte die 19-Jährige unter Tränen, dass sie das alles nicht wollte. Sie wolle nur nach Hause und habe wohl etwas zu viel Alkohol getrunken. Diese Einschätzung war vermutlich nicht ganz falsch – ein Atemalkoholtest erbrachte einen Wert von 1,44 Promille. Das jedenfalls könnte den ungewollten Schlaf auf dem Gehweg am Vormittag erklären …

Trotz der Reuebekundung wird die 19-Jährige sich mit folgenden Anzeigen konfrontiert sehen: Sachbeschädigung (durch ihre Tritte im Rettungswagen beschädigte sie medizinische Geräte), Beleidigung, Widerstand gegen Polizeibeamte, Körperverletzung und versuchte Körperverletzung. Nach allen medizinischen Behandlungen wurde die 19-Jährige am Nachmittag auch wieder entlassen.

Der Biss, den sie dem Polizisten (29) zugefügt hatte, war so fest, dass die Wunde blutete und sich kurz darauf in einem Hämatom blau verfärbte. Der 29-Jährige wurde daraufhin noch im Krankenhaus versorgt. Die Kollegen wünschen ihm gute Besserung und hoffen, dass sich die Wunde nicht entzündet.

Fan-Schal geraubt

Vom Waldplatz kam eine 38-jährige fußballbegeisterte Anhängerin von RB Leipzig mit ihrer Begleiterin, um am Samstag im Stadion mit anderen Gleichgesinnten das Fußballspiel zu schauen. Plötzlich bekam sie von hinten einen Schlag ins Genick, dann wurde ihr der Fan-Schal entrissen. Ein Mann in Fanbekleidung von Borussia Mönchengladbach rannte mit dem Schal davon und verschwand in der Menge der vorbeiziehenden Gästefans. Verletzt wurde die Angegriffene nicht, der Schreck und der Ärger saßen aber tief. Was unter Fans teilweise als normal gilt, sich gegenseitig die Fanschals wegzunehmen, ist kein Kavaliersdelikt und hat in der Regel ein strafrechtliches Nachspiel. Die Polizei ermittelt wegen Raub.

Teurer Wein

Teurer Wein war die Beute von Dieben in der Lumumbastraße. Am Wochenende waren sie in ein Mehrfamilienhaus eingebrochen und hatten den Angaben der Bewohner der zugehörigen Wohnung zwei Flaschen Romanée-Conti im Gesamtwert von 40.000 Euro entwendet. Das edle Tröpfchen soll aus dem Jahre 1972 stammen. Daher der hohe Wert. Fraglich ist, ob die Diebe überhaupt wissen, was ihnen da in die Hände gefallen ist. Alkohol ist oft Beute bei Kellereinbrüchen. Solch wertvoller Wein sollte jedoch höchstselten dabei sein.

Kneipen-Hopping

Wenn es an der einen Stelle nichts mehr gibt, geht man(n) einfach zur nächsten. Unter diesem Motto wechselte Sonntagabend ein 46-Jähriger, der sich in einem mexikanischen Restaurant allerlei Speisen und Getränke einverleibt hatte, die Lokalität. Hintergrund: Nach der kulinarischen Obsession sollte der Genießer den wohlverdienten Lohn herausreichen. Mit der Begründung, Geld zu holen, ging er jedoch in das nächste Lokal, gleich nebenan. Dort frönte er dem Genuss weiter. Doch die Rechnung kam prompt. Die Polizei kassierte! Nun wird gegen ihn wegen Zechprellerei ermittelt, die Höhe der Rechnung knapp 50 Euro.

Autofahrer krachte gegen Betonblock

Der Fahrer (83) eines Citroen war Sonntagabend auf der Essener Straße in Richtung Delitzscher Straße unterwegs. Kurz vor der Bahnunterführung hinter einer Tankstelle geriet er aus noch nicht geklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem Betonblock der Mittelinsel. Infolgedessen geriet der Pkw ins Schleudern und blieb nach einigen Metern unter der Bahnunterführung stehen. Sowohl der Fahrer als auch die zwei Insassinnen erlitten leichte Verletzungen und wurden in einem Krankenhaus behandelt. Während an der Brücke und an der Mittelinsel kein Schaden entstand, wurde am Auto ein Schaden in Höhe von ca. 15.000 Euro beziffert. Gegen den 83-Jährigen wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Die LEIPZIGER ZEITUNG ist da: Ab 15. September überall zu kaufen, wo es gute Zeitungen gibt

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Foto: Ralf Julke

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