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Polizeibericht, 20. September: In Rettungswache eingebrochen, Unterschlagung, Drogenhändler aufgeflogen

In der Nacht suchten Einbrecher die Rettungswache Ost heim +++ In einer Autovermietung in der Maximilianallee mietete im Juli eine Kundin einen Audi A 4, der auch nach zahlreichen Kontaktversuchen nicht wieder zurückgebracht wurde +++ Im Köhlerpark versuchte ein 45-Jähriger, Drogen an den Mann zu bringen. Die Durchschau seiner Sachen brachte noch einiges mehr zum Vorschein.

Einbrecher in einer Rettungswache

Einbrecher schrecken bekanntlich vor nichts zurück: Jetzt waren unbekannte Täter heute Nacht in der Rettungswache Ost, drangen in der Theodor-Neubauer-Straße in den Bürotrakt im ersten Obergeschoss ein und durchsuchten alles. Sie stahlen einen Laptop und Bargeld im unteren dreistelligen Bereich. Der Leiter (42) informierte die Polizei. Kripobeamte ermitteln.

Mietfahrzeug nicht zurückgegeben

In einer Autovermietung in der Maximilianallee hatte eine Kundin am 21.07.2017 einen Audi A 4 Avant gemietet. Dieser sollte am 14.09.2017 zurückgegeben werden. Die Rückgabe war jedoch nicht erfolgt. Auf zahlreiche Kontaktversuche reagierte die Mieterin über mehrere Tage nicht. Die Vermietung entschloss sich so zur Anzeige wegen Unterschlagung. Der Wert des Fahrzeuges liegt im mittleren fünfstelligen Bereich.

Volles Programm – von BtmG bis WaffG

Eine junge Frau informierte gestern Abend die Polizei, dass ein 45-Jähriger mit seiner Begleiterin im Köhlerpark sitzen würde, um von da aus Betäubungsmittel an Interessierte zu verkaufen. So machten sich die Gesetzeshüter auf den Weg, um die Angelegenheit etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. In der Tat trafen sie auf den Mann, der mittlerweile mit seinem Fahrrad Richtung Kohlgartenstraße fuhr. Auf Höhe der Lilienstraße hielten ihn die Polizisten an und kontrollierten ihn.

Dabei fiel das kleine blaue Tütchen zwischen seinen Fingern mit verdächtigem Inhalt auf; später dann auch der fest verschlossene Mund, der doch nach mehrmaligem Auffordern durch die Gesetzeshüter und anschließendem Öffnen zwei weitere Tütchen zum Vorschein brachte. Kurzerhand wurden diese beschlagnahmt. Eine Durchschau seiner Sachen brachten noch folgende Dinge zum Vorschein: zwölf Smartphone, verschiedenste Schmuckstücke, mehrere Messer, einen als Taschenlampe getarnten Elektroschocker und eine Bahncard 25. Diese war bereits durch den rechtmäßigen Eigentümer als gestohlen gemeldet worden. Zudem fiel den Gesetzeshütern ein Portemonnaie mit einem dreistelligen Geldbetrag und eine Feinwaage in die Hände. Demnach ist die Liste nun lang, weshalb die Polizei gegen den 45-Jährigen ermittelt, dazu gehören Verstöße gegen das BtmG und WaffG sowie wegen des Verdachts des Diebstahls, Diebstahl im besonders schweren Fall und Hehlerei.

Humorvolle Kollegen

Die Kunst des Kochens hat mitunter so ihre Tücken und da ist es bisweilen nicht ausgeschlossen, dass der eine oder andere von eben jenem Handwerk überfordert scheint. Das Ergebnis ist im angenehmsten Fall ein verbranntes Essen und im schlimmsten Fall auch mal eine verkohlte Küche. So kam es auch, dass sich der Brandmelder gestern Mittag in der Wohnung eines 44- jährigen Grünauers meldete. Es ist zum Glück nichts Dramatisches passiert, doch erheiterte der Schreiber des Streifendienstes die Kollegen der Pressestelle mit seiner Schilderung des Geschehens so sehr, dass wir seine Gedanken nicht ungeteilt verstreichen wollen lassen:

„Der Bewohner versuchte sich als Sternekoch und ließ seine Bratkartoffeln nahtlos ins Schwarze übergehen. In Folge der intensiven Bewässerung mittels Öl kam es schließlich zur effektiven Rauchentwicklung. Der Rauchmelder tat seinen Dienst und rief die Retter herbei. Die Küche blieb unbeschadet. Die Kartoffeln waren jedoch nicht mehr zu retten.“

Zum Glück für den Wohnungsinhaber: Der Genuss von einigem mehr an Alkohol als gut für ihn gewesen wäre, hatte nicht dazu geführt, dass er seine Küche niederbrannte. Er hatte den Herd bereits selbst wieder unter Kontrolle gebracht, so dass kein Brand ausbrechen konnte!

Wildschwein überfahren

Der Fahrer (33) eines VW Polo war gestern früh auf der Gustav-Esche-Straße unterwegs. Etwa 100 Meter vor der Straße Am Ritterschlösschen rannte von rechts nach links ein Borstentier über die Straße. Der Autofahrer stieß mit dem Wildschwein zusammen. Eine dahinter fahrende Hondafahrerin (62) fuhr infolgedessen über das Tier. Beide Fahrer blieben unverletzt. An den Pkw entstand ein Schaden von ca. 3.000 Euro. Polizeibeamte räumten das tote Schwein von der Straße, verständigten den zuständigen Jäger.

Schwalbe-Fahrer schwer verletzt

Gestern Nachmittag missachtete ein VW-Fahrer (52) in der Riesaer Straße die Vorfahrt eines Schwalbe-Fahrers (65), woraufhin der 65-jährige Mann schwer verletzt wurde. Der Mann in seinem VW Touareg hatte die Absicht, von seinem Grundstück aus nach links auf die Riesaer Straße einzubiegen und übersah dabei den von links kommenden Schwalbe-Fahrer. Der 65-Jährige wurde mit schweren Beinverletzungen stationär ins Krankenhaus gebracht. An beiden Fahrzeugen entstand ein Gesamtsachschaden von etwa 2.600 Euro. Gegen den 52-Jährigen wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall ermittelt.

Die LEIPZIGER ZEITUNG ist da: Seit 15. September überall zu kaufen, wo es gute Zeitungen gibt

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Foto: Ralf Julke

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Ermutigende Dreingabe zu zwei Packungen Äpfel. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer wirklich einfältige Änderungsantrag der Leipziger CDU-Fraktion zum Linken-Antrag, 2018 auch Karl Marx in Leipzig zu würdigen, hat nicht nur sichtbar gemacht, wie schlecht die Fraktion in Geschichte bewandert ist. Er hat auch noch etwas anderes gezeigt, was den Grundkonsens der heutigen CDU ausmacht. Denn ihre Geschichtslosigkeit paart sich mit einer Verachtung für gesellschaftliche Träume.