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Großbrand in der Wurzner Straße

Am gestrigen Abend wurde über Notruf der Rettungsleitstelle bekannt, dass es im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses brennen soll. Die Kameraden der Feuerwehr, Polizeibeamte und Rettungssanitäter waren schnell vor Ort. Die Wurzner Straße wurde abgesperrt. Am Einsatzort angekommen, stellten die Kameraden der Feuerwehr fest, das bereits starke Rauchentwicklung aus mehreren Fenstern zu erkennen waren. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich bereits zwei Hausbewohner auf dem Dach. Die Evakuierung wurde schnellstmöglich begonnen, da das Haus komplett in Brand stand.

Insgesamt wurden 34 Personen, im Alter von 8 Monaten bis 79 Jahren evakuiert. Das Treppenhaus war unpassierbar, die weiteren Arbeiten konnten nur noch über Drehleiter fortgesetzt werden. Einige wenige Hausbewohner konnten sich zuvor noch schnell aus dem Haus begeben. Zwei Personen sprangen vom Dach in die bereitgestellten Sprungtücher der Feuerwehr. Insgesamt gab es bisher 15 Verletzte und eine schwer verletzte männliche Person, deren Identität zurzeit noch unklar ist. Dieser befindet sich in einem kritischen Zustand.

Die Verletzten wurden umgehend in Krankenhäuser gebracht. Sie trugen Rauchgasintoxikationen davon.

Haustiere sind durch den Brand ums Leben gekommen. Die Feuerwehr konzentrierte sich danach auf die Verhinderung des Übergreifens der Flammen auf die Nachbargebäude. Das Haus, das brannte wurde von Etage zu Etage gelöscht. Ein Betreten des Gebäudes war zu diesem Zeitpunkt nicht möglich. Zwei Nachbargebäude wurden ebenfalls evakuiert. Die Leipziger Verkehrsbetriebe stellten zunächst einen Bus bereit für die Aufnahme der Betroffenen. Das Rettungswesen ein Zelt, um die Personen zuerst vor Ort medizinisch zu betreuen, die nur leicht verletzt waren und versorgten diese mit den Nötigsten.

Einige sind in der Nacht bei Freunden und Verwandten untergekommen. Mitarbeiter des Sozialamtes der Stadt Leipzig kümmerten sich um die Unterbringung der betroffenen Personen in andere Objekte.

Die Brandbekämpfung der Kameraden der Feuerwehr dauerte die gesamte Nacht an. Durch die Löscharbeiten ist am frühen Morgen das Treppenhaus eingestürzt und zurzeit nicht begehbar. Die Feuerwehr forderte einen Statiker an. In den Vormittagsstunden haben die Kameraden der Feuerwehr mit Wärmebildkameras die Wohnungen überprüft und in der 4. Etage eine Leiche aufgefunden und einen toten Hund. Über die Identität der Person ist bisher noch nichts bekannt. Brandursachenermittler haben ihre Arbeit aufgenommen und versuchen diese Person zu bergen.

Seit Beginn des Brandes waren auch Beamte der Kriminalpolizei vor Ort und nahmen die ersten Befragungen vor und machten Zeugen bekannt. Dabei erhärtete sich der Verdacht einer vorsätzlichen Brandstiftung im Haus. Bei den weiteren geführten Ermittlungen wurde in diesem Zusammenhang ein 32-jähriger syrischer Bewohner des Hauses vorläufig festgenommen. Die Kriminalpolizei ermittelt auf Hochtouren weiter und hat bereits die Staatsanwaltschaft Leipzig eingebunden.

Der Großeinsatz wurde mit ca. 60 Feuerwehrleuten, 25 Rettungssanitätern und 60 Polizeibeamten der Polizeidirektion Leipzig und der Bereitschaftspolizei durchgeführt. Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte durch Mitarbeiter der Leipziger Verkehrsbetriebe und von der Stadt Leipzig. Die Bewohner der Nachbargrundstücke konnten in ihre Häuser zurückkehren.

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