Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Polizeibericht, 19. Oktober: Zu Boden gestoßen und beraubt, Einbüche im Zentrum, Bargeld und Laptop gestohlen

Zu Boden gestoßen und beraubt wurde gestern Früh eine 35-jährige Frau an der Ecke Kohlweg/Baunackstraße in Schönefeld. Der unbekannte Täter stieß sie zu Boden und flüchtete dann zu Fuß – Zeugen gesucht +++ Gleich drei Einbrüche waren am Donnerstag in einem Gebäudekomplex zu in der Kleinen Fleischergasse im Zentrum verzeichnen. Dort stahl der unbekannte Täter eine nicht unerhebliche vierstellige Summe +++ Ein Einbrecher konnte in ein Hotel in der Lindenauer Aurelienstraße eindringen, wo der Täter unerkannt mit Bargeld sowie einem Laptop im Wert einer vierstelligen Summe entkommen konnte.

Zu Boden gestoßen und beraubt …

Ort: Leipzig (Schönefeld), Kohlweg/Baunackstraße, Zeit: 18.10.2018, gegen 06:15 Uhr

… wurde gestern Früh eine 35-jährige Frau. Sie befand sich auf ihrem Weg zur Arbeit, als sie auf dem Kohlweg bemerkte, dass sie verfolgt wurde. Noch bevor sie die Straßenseite wechseln konnte, stieß der unbekannte Täter sie zu Boden. Auch er fiel hin und riss an der Handtasche der Frau. Sie versuchte festzuhalten, was ihr jedoch nicht gelang.

Mit der Tasche, in der sich das Portemonnaie mit einer zweistelligen Summe sowie EC-Karte, andere Dokumente und ein Mobiltelefon befanden, flüchtete er. Doch die Geschädigte, die nicht verletzt wurde, gab nicht auf, rannte ihm hinterher. Allerdings erreichte sie den Unbekannten nicht. Sie betrat ein Geschäft in der Schmidt-Rühl-Straße, wo eine Mitarbeiterin dann die Polizei rief. Nach Angaben des Opfers ist der Täter etwa 1,70 m groß und schlank, war dunkel bekleidet und trug einen dunklen Hut mit großer Krempe. Kripobeamte haben die Ermittlungen aufgenommen.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder der beschriebenen Person geben können, werden gebeten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

Einbrüche in Geschäfte

Ort: Leipzig (Zentrum), Kleine Fleischergasse, Zeit: 18.10.2018, zwischen 02:00 Uhr und 05:30 Uhr

Gleich drei Einbrüche waren am Donnerstag in einem Gebäudekomplex zu verzeichnen. Die Polizei wurde morgens durch eine Mitarbeiterin darüber informiert, dass ein Unbekannter durch eine Tür vom Innenhof aus in den Komplex eingedrungen war und sich dann über das Kellergeschoss zunächst Zugang zu einem Friseur verschafft hatte. Dort hatte er es auf Bargeld abgesehen, stahl eine niedrige vierstellige Summe aus einer Kasse. Des Weiteren öffnete er gewaltsam die Türen zu zwei Lagerräumen eines Pizzadienstes und eines Geschäftes auf. Auch hier war der Täter auf Bares aus und stahl eine derzeit noch nicht bekannte Summe. Zur Höhe des Gesamtschadens liegen noch keine Angaben vor. Die Ermittlungen laufen.

Bargeld und Laptop gestohlen

Ort: Leipzig (Lindenau), Aurelienstraße, Zeit: 17.10.2018, 18:50 Uhr bis 18.10.2018, 05:50 Uhr

Ein Einbrecher konnte in ein Hotel eindringen. Im Bereich der Rezeption durchsuchte er alles, hebelte Schränke und Schubladen auf. Letztendlich verschwand der Täter unerkannt mit Bargeld sowie einem Laptop im Wert einer vierstelligen Summe. Die Höhe des Sachschadens wurde auf ca. 500 Euro beziffert. Einem Mitarbeiter fielen am frühen Morgen offen stehende Türen auf und setzte umgehend die Polizei in Kenntnis. Kripobeamte ermitteln.

Einbrecher stieg in Eigenheim ein

Ort: Leipzig (Mockau), Zeit: 18.10.2018, zwischen 17:30 Uhr und 19:25 Uhr

Die Abwesenheit der Bewohner ausnutzend, hebelte ein Unbekannter ein Fenster auf, stieg ein und durchsuchte sämtliche Zimmer. Dem geschädigten Ehepaar fehlen aus einer Kassette eine dreistellige Summe, eine Handtasche mit Geldbörse samt EC-Karte und anderen Dokumenten sowie ein gefülltes Sparschwein und Besteckteile. Sowohl der Stehl- als auch der Sachschaden sind noch unklar. Die Polizei wurde in Kenntnis gesetzt, diese hat die Ermittlungen aufgenommen.

Kellerbrand in Lößnig

Ort: Leipzig (Lößnig), Gersterstraße, Zeit: 18.10.2018, 19:02 Uhr

Gestern Abend erhielt die Polizei Kenntnis über einen Brand in einem Mehrfamilienhaus. Hausbewohner hatten Polizei und Feuerwehr gerufen, da sie Qualm im Keller bemerkten. Als die Beamten wenig später am Ereignisort eintrafen, befanden sich die Kameraden der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Süd bereits beim Löschen des Brandes. Der Brand beschränkte sich lokal auf den linken Keller des Hauses, in welchem sich Kellerboxen befinden, so dass davon auszugehen ist, dass mehrere stark beschädigt worden sind.

Zudem beschädigten die Flammen die Fensterscheiben im Keller und Rohre an der Decke und es gab starke Verrußungen an Decken und Wänden. Zum Glück hatte sich das Feuer noch nicht im Treppenhaus ausgebreitet und deshalb mussten Hausbewohner nicht in Sicherheit gebracht werden; verletzt wurde auch niemand. Nach dem Löschen gaben die Kameraden den Brandort für die Polizeibeamten frei.

Ermittlungen am Brandort ergaben, dass durch einen unbekannten Täter Gegenstände angezündet wurden. Deshalb hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung aufgenommen. Die Höhe des Sachschadens beläuft sich nach derzeitigen Schätzungen auf etwa eine mittlere vierstellige Summe.

Ladendieb in U-Haft

Ort: Leipzig (Reudnitz-Thonberg), Dresdner Straße, Zeit: 18.10.2018, 13:30 Uhr

Bereits einen Tag nach seiner Festnahme befindet sich nun ein Ladendieb, bei dem es sich offensichtlich nicht nur um einen einfachen Ladendieb handelte, in Untersuchungshaft. Gestern gegen 13:30 Uhr bemerkte der aufmerksame Ladendetektiv (39) eines Supermarktes, wie sich ein junger Mann an der Kasse Zigaretten und eine Mütze in die Jacke steckte und dann nur eine Banane und Energydrinks bezahlte. Am Ausgang sprach der 39-Jährige den Mann an und führte ihn in sein Büro. Mit uneinsichtigen Widerworten sträubte sich der Dieb zwar, ging jedoch ohne Widerstand mit.

Da der Ladendieb keine Papiere mit sich führte, informierte der Detektiv die Polizei. Die wiederum stellte bei einer Durchsuchung fest, dass der Dieb nicht nur das Diebesgut bei sich trug, sondern auch ein griffbereites Messer im Hosenbein mit einer feststehenden Klinge von etwa 15 cm und ein Pfefferspray in der Hosentasche. Wegen des Verdachts des Diebstahls mit Waffen wurde er dann aufs Revier gebracht. Seine Herkunft und auch sein wirkliches Alter sind unklar, da er sich in der Vergangenheit mit mehreren Aliasnamen und Geburtsdaten ausgegeben hat.

So ist er entweder 19 oder 21 Jahre alt und befindet sich etwa seit Ende 2016 in Sachsen. Hier trat er zuerst in Dresden mit mehreren Delikten wegen Diebstahl und des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln in Erscheinung. Vermutlich verlegte er Anfang 2018 seinen Aufenthaltsort nach Leipzig, da er seitdem in der Messestadt aufgefallen ist. Mit den gesammelten Erkenntnissen zu seiner Person und seinen strafauffälligen Erscheinungen wurde der Mann heute dem Richter vorgeführt, der die Untersuchungshaft für ihn verfügte.

Geld weg!

Ort: Leipzig (Zentrum-Südost), Deutscher Platz, Zeit: 17.10.2018, 23:00 Uhr – 23:14 Uhr

Ein gemeinnütziges Bildungszentrum und Museum zum Mitmachen und Staunen suchten Langfinger auf der Suche nach Bargeld heim. Dazu hebelten sie die Zugangstür zu den Ausstellungsräumen auf, rissen sogar die Tür zum Büro aus den Angeln, in welchem sie sämtliches Mobiliar durchsuchten. Da sie dort offenbar nicht fanden, was sie ersehnten, schauten sie in einem weiteren Raum nach.

In diesem entdeckten sie den fest in der Wand verankerten Tresor, den sie gewaltsam öffneten und in welchem sie auch fündig wurden. Mehrere Geldkassetten, in welchen Geld in dreistelliger Höhe aufbewahrt war, fielen ihnen in die Hände. Dieses nahmen die Langfinger und verschwanden. Den Einbruch bemerkte morgens der Haustechniker, der sofort den Geschäftsführer (44) und die Polizei informierte. Diese ermittelt nun wegen Diebstahl im besonders schweren Fall.

Leer ausgegangen

Ort: Leipzig (Grünau-Ost), Grünauer Allee, Zeit: 17.10.2018, 18:30 Uhr – 18.10.2018, 05:30 Uhr

Eine böse Überraschung wartete auf die Inhaberin (50) des Frisörsalons in der Grünauer Allee, als sie ihren kleinen Laden am Morgen aufschloss. Den Abend zuvor, als sie nach Hause ging, war noch alles in bester Ordnung. Doch nun musste sie erkennen, dass die Zugangstür zum Salon aufgebrochen war. Sofort alarmierte sie die Polizei. Da sie bereits in der Vergangenheit unerwünschte Besucher im Geschäft hatte, hat sich die 50-Jährige angewöhnt, jeden Abend sämtliches Bargeld und wertvolle Maschinen mitzunehmen, so dass die Einbrecher in diesem Fall leer ausgingen. Dennoch ermittelt die Polizei wegen des versuchten Diebstahls im besonders schweren Fall.

Fußgängerin lief bei „Rot“ über die Straße

Ort: Leipzig (Kleinzschocher), Ratzelstraße, Zeit: 18.10.2018, gegen 18:30 Uhr

Der Fahrer (39) eines Ford Focus befuhr die Ratzelstraße stadtauswärts und nutzte den linken Fahrstreifen. Nach dem Überqueren der Kreuzung Schönauer Straße bei „Grün“ erfasste er eine Fußgängerin (21), die bei „Rot“ die Ratzelstraße überquerte. Die junge Frau musste mit schweren Verletzungen in einer Klinik stationär aufgenommen werden. Zeugen hatten das Rettungswesen und die Polizei gerufen. Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass der Autofahrer unter Einfluss von Alkohol gefahren war. Der Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,52 Promille. Am Auto entstand ein Schaden in Höhe von ca. 1.500 Euro.

Leipziger Zeitung Nr. 60: Wer etwas erreichen will, braucht Geduld und den Atem eines Marathonläufers

PolizeiMelderZeugenaufrufe
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder --> HTWK Leipzig mit neuem Hochschulrat – Dr. Mathias Reuschel in konstituierender Sitzung erneut zum Vorsitzenden gewählt
Für einen gesunden Waldboden: Hubschrauber kreisen über sächsischen Wäldern
Modellprojekt für ländlichen Raum: Bike & Ride mit Fahrradverleih
Polizei sucht nach vermissten suizidgefährdeten Mann aus Leipzig
IHK-Statement zum heutigen Kabinettsbeschluss zur Grundsteuerreform
Sachsen bringt Grundsteuerreform auf den Weg
INTERREG-Projekt „1000 Jahre Oberlausitz – Menschen, Burgen, Städte“ präsentiert seine Tafelausstellung
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Sachsen will Großveranstaltungen ab dem 1. September wieder erlauben
Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Foto: Pawel Sosnowski

Foto: Pawel Sosnowski

Für alle Leser/-innenFußballstadien mit mehreren tausend Menschen und ähnliche Großveranstaltungen sind seit Monaten nur noch als Erinnerung präsent. Doch das könnte sich bald ändern. Sachsen will solche Veranstaltungen ab dem 1. September wieder erlauben. Zudem hat das Kabinett eine ab Samstag geltende Corona-Schutzverordnung erarbeitet, die weitere Lockerungen enthält. Während die Maskenpflicht bestehen bleibt, verabreden sich Corona-Leugner/-innen zum Einkaufen ohne Maske.
Corona-Effekt: Leipzig verlor im zweiten Quartal über 600 Einwohner/-innen
Kassensturz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Corona-Shutdown sorgte nicht nur dafür, dass viele Leipziger auf einmal im Homeoffice festsaßen, Urlaubsreisen ausfielen und viele Geschäfte geschlossen hatten. Er brachte das Umzugsgeschehen fast komplett zum Erliegen. Wer kein Studium beginnt oder eine neue Arbeitsstelle antritt, der bleibt da lieber, wo er ist. Und das machte im zweiten Quartal 2020 sehr gut sichtbar, wie sehr das Leipziger Bevölkerungswachstum vom Zuzug abhängt.
Ein Managementplan für wilde Vögel in Leipzig wäre wohl keine schlechte Idee
Tauben auf dem Leipziger Markt. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVielleicht hätten die Grünen in ihrer Anfrage vielleicht doch weniger nach der Taubenvergrämung in Leipzig fragen sollen als nach den Plänen der Leipziger Verwaltung, wilde Vögel in der Stadt tatsächlich zu schützen. Denn über Vergrämung weiß man im Rathaus recht viel – beim Schutz der Vögel aber hat man nur lauter stumpfe Instrumente und nicht wirklich einen Plan.
Warum man die Rietzschke wohl lieber nicht verrohrt hätte und bald wieder freilegen sollte
Ausschnitt der Starkregen-Gefahrenkarte zwischen Paußnitz und Wundstraße. Karte: Stadt Leipzig, Amt für Geoinformation und Bodenordnung, Verkehrs- und Tiefbauamt

Karte: Stadt Leipzig, Amt für Geoinformation und
Bodenordnung, Verkehrs- und Tiefbauamt

Für alle LeserSo tauchen Flüsse wieder auf und am Ende bleibt völlig rätselhaft, warum Leipzigs Verwaltung sich gar nicht so richtig gemeint fühlt von den Ergebnissen der am Montag, 13. Juli, vorgestellten Starkregen-Gefahrenkarte. Auch wenn Peter Wasem, Leiter des Umweltschutzamtes, erklärte: „Der Schutz vor Überflutung durch Oberflächenwasser ist Gemeinschaftsaufgabe von Kommune, Bürgern und weiteren Akteuren.“ Bürgerinnen und Bürger könnten durch die Entsiegelung von Flächen in Höfen oder Einfahrten oder die Begrünung von Dächern auch selbst aktiv werden. Und die Stadt?
Auch Westsachsen fällt weiter durch nitratbelastetes Grundwasser und hypertrophierte Flüsse auf
Überdüngt: Das Wasser der Weißen Elster. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserDeutschland ist ja so ein besonders zu großen Konzernen sehr freundliches Land. Da ist man zwar Teil der EU und unterschreibt auch wichtige Regularien, die die Umweltbelastung verringern und der Gesundheit der Menschen guttun sollen. Aber so richtig ernsthaft in die Pflicht will man die Konzerne nicht nehmen. Das Ergebnis ist bei Autoabgasen, fairer Produktion oder Nitratbrühe im Grundwasser überall dasselbe: Es passiert viel zu wenig. Die Themen werden ausgesessen.
Juliane Nagel: Es braucht keine Straßennamen zur kritischen Auseinandersetzung mit der Kolonialzeit!
Die Ernst-Pinkert-Straße führt direkt zum Zoo. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIm Rahmen der Stadtratssitzung am 9. Juli 2020 beantwortete der Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning auch die Einwohneranfrage zur Umbenennung der Ernst-Pinkert-Straße und -Schule. Er schloss die Beantwortung mit der Darlegung seiner persönlichen Meinung. Demnach hätte die Benennung von Straßen oder öffentlichen Einrichtungen auch nach Persönlichkeiten mit problematischen Einstellungen eine pädagogische Wirkung und würde die kritische Auseinandersetzung fördern. Eine Auffassung, der die Linke-Stadträtin Juliane Nagel deutlich widerspricht.
Montag, der 13. Juli 2020: Schulen im Normalbetrieb und Hochschulen vor ungewissem Semester
Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Foto: Pawel Sosnowski

Foto: Pawel Sosnowski

Für alle Leser/-innenDas sächsische Kultusministerium möchte das kommende Schuljahr weitgehend im Normalbetrieb durchführen – ohne allgemeine Maskenpflicht, aber mit uneingeschränkter Präsenzpflicht. Ob und inwieweit die Hochschulen im Wintersemester zur Präsenzlehre zurückkehren können, ist noch ungewiss. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 13. Juli 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Gastkommentar von Christian Wolff: Was tun? – Praktische Erwägungen zur Krise der Kirche
Blick zum Turm der Peterskirche. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Ging eine Schockwelle durchs Land? Hörten Kommentatoren Alarmglocken läuten? Nein. Stattdessen: Apathie, Ratlosigkeit, Verdrängung, Ignoranz.“ – mit dieser Feststellung kommentiert Malte Lehming im Berliner „Tagesspiegel“ die weitgehende Nicht-Reaktion der Kirchen auf die erschreckenden Austrittszahlen 2019. In der Tat: In vielen Kirchgemeinden verläuft die Debatte über die düsteren Zukunftsperspektiven der eigenen Institution mehr als verhalten.
Berg der investiven Ausgabereste wuchs in Leipzig 2019 um 68 Millionen Euro an
Ein Berg von Ausgaberesten ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSie haben sich alle Mühe gegeben, Leipzigs Planer, von den 657 Millionen Euro, die ihnen im letzten Jahr fürs Bauen von Schulen, Straßen und Brücken zur Verfügung standen, möglichst viel verbaut zu bekommen. Aber auch der Endspurt im Herbst hat nicht geholfen. Über 300 Millionen Euro bekamen sie einfach nicht an den Markt. Am Donnerstag, 9. Juli, hat Finanzbürgermeister Torsten Bonew sozusagen die Baubilanz für 2019 gezogen.
Der Stadtrat tagte: Leipzig kann jetzt das Vorkaufsrecht für dringend benötigte Flächen am Bahnbogen Leutzsch anmelden + Video
Das Plangebiet zwischen Ludwig-Hupfeld-Straße (unten) und dem ehemaligen Straßenbahndepot der LVB (oben). Grafik: Stadt Leipzig

Grafik: Stadt Leipzig

Für alle LeserEigentlich sollte am Donnerstag, 9. Juli, Tim Elschner reden zum Änderungsantrag der Grünen-Fraktion zum Bebauungsplan Nr. 452 „Bahnbogen Leutzsch“. Da er verhindert war, sprach Kristina Weyh für ihn und warb für eine Neuaufnahme des Bürgerbeteiligungsprozesses in Leutzsch, der nach zwei Workshops zu den Georg-Schwarz-Brücken abgebrochen worden war. Und wenn man den Grünen-Antrag liest, steht das auch nicht anders darin.
Der Stadtrat tagte: Klimareferat soll jetzt aller zwei Jahre über die Erfolge seine Arbeit berichten + Video
Klimademo vor der Kongresshalle. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAm 9. Juli ging es ja nach der Klimapoltischen Doppelstunde hoch her, als die Entscheidung des Stadtrates zum Sofortmaßnahmenprogramm zum Klimanotstand noch einmal um eine ganze Woche verschoben wurde, weil noch am Morgen des 9. Juli acht Änderungsanträge eingereicht worden waren. Ein Unding, fand Jürgen Kasek, umweltpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion. Doch eine Mehrheit im Stadtrat hat ja bekanntlich der Verschiebung doch zugestimmt.
Der Stadtrat tagte: Antrag der AfD-Fraktion zur Aussetzung der Umweltzone war binnen einer Minute vom Tisch + Video
Sylvia Deubel (AfD). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAuch diese Abstimmung im Leipziger Stadtrat ging am 9. Juli schnell über die Bühne und zeigte eigentlich, wie völlig aus der Zeit gefallen das Autodenken von AfD und CDU mittlerweile ist. Im April, mitten im Corona-Shutdown, hatte die AfD-Fraktion im Stadtrat die Aussetzung der Leipziger Umweltzone beantragt. Auf die Idee muss man erst einmal kommen, wenn nur noch 3,5 Prozent aller registrierten Fahrzeuge keine Grüne Palette haben. Die Zahl sinkt seit Jahren.
Scherbenhelden: Johannes Herwigs Punk-Roman aus den 1990er Jahren in Leipzig
Johannes Herwig: Scherbenhelden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWahrscheinlich muss man wirklich jung gewesen sein in dieser Zeit. Wer sonst sollte so über die 1990er Jahre in Leipzig berichten? Über diese Jahre, die die Erwachsenen als Zusammenbruch aller Konstanten in ihrem bisherigen Leben erlebten. Nicht ahnend, wie diese Jahre nachwirken werden. Später. Also heute. „Und doch hatte ich das Gefühl, etwas wäre verloren gegangen. Etwas Wichtiges“, lässt Johannes Herwig seinen Helden Nino denken. Kurz vor Schluss, bevor er mit einem kleinen Funken Hoffnung endet.
Der Stadtrat tagte: Antrag des Jugendparlaments zu den S-Bahn-Haltepunkten Leipzig-Nord und Essener Straße ohne Federlesen angenommen + Video
Berliner Brücke mit S-Bahn-Haltepunkt Leipzig-Nord. Foto: Matthias Weidemann

Foto: Matthias Weidemann

Für alle LeserEs ging ein bisschen drunter und drüber, gerade in der heißen Bauphase des Leipziger City-Tunnels, als immer heftiger über die Baukosten für dieses zentrale Bauteil des Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes diskutiert wurde und geradezu schrill darüber debattiert wurde, dass die Kosten von 1 Milliarde Euro gerissen werden könnten. Ein Kollateralschaden dieser Debatte waren Dutzende Streichungen und Verschiebungen in den sogenannten „netzergänzenden Maßnahmen“. Dazu gehörten auch wichtige S-Bahn-Haltepunkte.
Der Stadtrat tagte: Mindestens drei neue Schulen in Leipzig werden jetzt auf ihre Eignung als Gemeinschaftsschule geprüft +Video
Ute Köhler-Siegel, SPD. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserLeipzigs Stadtrat hat sich vor der Sommerpause noch einmal die Tagesordnung richtig vollgepackt. In drei Sitzungen werden jetzt noch Dutzende wichtige Richtungsentscheidungen getroffen. Eine gab es am Mittwochabend, 8. Juli. Da kam kurz vorm Schlafengehen noch der SPD-Antrag zur Einrichtung von Gemeinschaftsschulen zur Abstimmung. Denn in der nächsten Woche müsste ja auch die Entscheidung im Sächsischen Landtag dazu fallen.