Trotz einer guten Abwehrleistung inklusive einer starken Torhüterin Nele Kurzke (13 Paraden) mussten sich die Handballerinnen des HC Leipzig am Samstag im Spitzenspiel des 27. Spieltages der 2. Alsco Handball Bundesliga bei den Füchsen Berlin mit 21:25 (12:13) geschlagen geben. Durch die dritte Saisonniederlage gaben die Leipzigerinnen die Tabellenführung an die Berlinerinnen ab, die nun mit einem Punkt Vorsprung in die letzten drei Saisonspiele gehen. Treffsicherste HCL-Werferin des Tages war Marlene Tucholke mit sieben Toren.
„In der Abwehr haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht mit einer guten Torhüterin Nele Kurzke“, lobte Trainer Erik Töpfer sein Team nach dem Spiel und ergänzte: „Unser Problem war die Abschlussquote – vor allem in der zweiten Halbzeit. 23 Fehlwürfe im Top-Spiel, das man am Ende mit vier Toren verliert, sagt viel aus. Wir haben viele Ballgewinne in der Abwehr gehabt, aber vorne zu viel liegengelassen. Das hat am Ende den Unterschied gemacht.“
HCL kommt besser ins Spiel
Insgesamt 2000 Zuschauer – darunter 200 aus Leipzig – erlebten in der Sporthalle Charlottenburg von Beginn an ein spannendes Spitzenspiel mit den beiden abwehrstärksten Mannschaften der Liga. Dabei kam der HCL, bei dem erstmals seit Langem alle Spielerinnen dabei waren, besser in die Partie. Bis zur 20. Minute führten die Leipzigerinnen mit zwei Toren (10:8).
Dann stockte allerdings das Angriffsspiel. In sieben torlosen Minuten drehten die Gastgeberinnen das Blatt und gingen ihrerseits mit 11:10 in Führung (27. Minute). Dieser knappe Rückstand hatte auch bis zur Halbzeitpause bestand, sodass beim Stand von 12:13 aus Leipziger Sicht die Seiten gewechselt wurden.
Probleme im Angriff
Auch in der zweiten Halbzeit blieben die Leipzigerinnen zunächst dran. In der 35. Minute gelang Marlene Tucholke wieder der Ausgleich zum 14:14. Es sollte allerdings das letzte Mal sein, dass die Gäste das Spiel ausgleichen konnten. Denn in der Folgezeit blieben sie erneut mehr als sechs Minuten ohne eigenen Treffer, sodass sich die Berlinerinnen mit drei Treffern in Folge bis zur 41. Minute auf 17:14 absetzen konnten.
Danach lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, sodass der Traum vom Auswärtssieg bei den Leipzigerinnen bis zur 54. Minute weiterlebte (19:22). Dann erzielten die Berlinerinnen aber erneut drei Tore in Folge zum 25:19 und schafften so die Vorentscheidung (56. Minute). Die HCL-Spielerinnen betrieben am Ende mit zwei Toren in Folge nur noch Ergebniskosmetik, sodass das Spiel mit 21:25 verloren ging.
„Unser Minimalziel ist nun Platz zwei, um über die Relegation den Aufstieg in die Bundesliga zu schaffen. Dazu müssen wir unsere letzten drei Saisonspiele gewinnen“, schaute Erik Töpfer nach dem Spiel voraus. Mit Blick auf das kommende Wochenende, an dem sich die Füchse Berlin und der Tabellendritte TG Nürtingen gegenüberstehen, ergänzte der HCL-Coach: „Parallel drücken wir Nürtingen die Daumen. Aber natürlich müssen wir selbst unsere Hausaufgaben erledigen. Wenn uns das gelingt, können wir sogar noch Platz eins erreichen. Aber für uns geht es nun primär darum, Platz zwei und damit die Relegation, zu sichern.“
Weiter geht es für die Leipzigerinnen am Sonntag, 17. Mai (Anwurf: 16 Uhr), in der Sporthalle Brüderstraße mit dem Heimspiel gegen den Bergischen HC.
Weitere Informationen unter www.hc-leipzig.de
HC Leipzig: Nele Kurzke (13 Paraden), Janine Fleischer (2 Paraden); Marlene Tucholke (7 Tore/1 Siebenmeter), Pauline Uhlmann (5/2), Lara Tauchmann (3), Wiebke Meyer (2), Laura-Sophie Klocke (1), Lara Seidel (1), Emely Theilig (1), Lilly Glimm (1), Hanna Ferber-Rahnhöfer, Lisa Lammich, Sharleen Greschner, Kim Angelina Lang, Jana Walther, Alina Gaubatz.
Siebenmeter
Berlin 6/8; HCL 3/6.
Strafminuten
Berlin 2; HCL 6.
Zuschauer: 2001.






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