Damit die Schülerinnen und Schüler in Zukunft sicherer zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule am Auensee kommen, wird ein Teil der Stahmelner Straße ab 10. August 2026 als Schulstraße ausgewiesen. Konkret bleibt der Abschnitt zwischen der Claußbruchstraße und der Kreuzung Linkelstraße/Am Hirtenhaus künftig von Montag bis Freitag in der Zeit von 7:30 bis 8:30 Uhr für die Einfahrt von Kraftfahrzeugen aller Art gesperrt.
Vom Fahrverbot ausgenommen sind Rettungsdienste, Polizei und Feuerwehr sowie alle Fahrzeuge der Straßenunterhaltung. Das Ausfahren, beispielsweise von abgestellten Anwohnerfahrzeugen, ist jederzeit uneingeschränkt möglich.
Plakate und Banner vor Ort sollen neben der regulären Beschilderung der Schulstraße zusätzlich auf die neue Verkehrssituation aufmerksam machen. Diese gilt ab Beginn des kommenden Schuljahres 2027/2028 am 17. August 2026 und ist zunächst als einjährige Pilotphase angelegt. Im Anschluss daran werden die Ergebnisse in der AG Schulwegsicherheit der Stadt Leipzig ausgewertet. Die Kosten für die Beschilderung der Schulstraße belaufen sich auf rund 1.700 Euro.
In der Vergangenheit kam es vor der Schule am Auensee besonders morgens immer wieder zu Konflikten mit sogenannten „Elterntaxis“. Dabei versucht ein Teil der Eltern, ihre Kinder bis vor die Schule zu fahren, wodurch sie meist Staus und unübersichtliche Verkehrssituationen verursachen. Besonders gefährlich ist dies für die Schulkinder, die sich ihren Weg durch parkende oder wendende Autos bahnen müssen.
Um dem entgegenzuwirken, wurde auf Initiative des Leipziger Stadtrates ein einjähriger Verkehrsversuch beschlossen, der nun durch das Mobilitäts- und Tiefbauamt der Stadt Leipzig umgesetzt wird. Eine kinder- und familienfreundliche Verkehrsplanung mit Fokus auf erhöhte Verkehrssicherheit ist zudem ein wesentlicher Bestandteil der Leipziger Fußverkehrsstrategie.
Die neue Schulstraße vor der Schule am Auensee mit zeitlich begrenztem Einfahrverbot ist in Leipzig die erste ihrer Art. Andere Straßenabschnitte vor Schulen, beispielsweise in der Husemannstraße vor der August-Bebel-Grundschule, sind bereits gänzlich für den Kfz-Verkehr gesperrt. Die einjährige Testphase soll Erkenntnisse darüber bringen, inwieweit ein temporäres Einfahrverbot schon nachhaltige Verbesserungen in der Schulwegsicherheit erzielen kann.
Dazu Baubürgermeister Thomas Dienberg: „Das Thema Schulstraßen wird deutschlandweit in vielen Kommunen diskutiert und ausprobiert. Mit dieser Maßnahme wollen wir eigene Erfahrungen sammeln, welche auch für weitere Schulstandorte möglicherweise übertragbar ist. Die Sicherheit der Kinder steht dabei an erster Stelle. Ein Schild alleine bringt keine umfassende Sicherheit. Vor Ort muss sich vielmehr rücksichtsvolles und korrektes Verhalten aller Verkehrsteilnehmenden einspielen.“






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