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Ist das Capa-Wäldchen jetzt tatsächlich gerettet? Ein neuer Vorschlag aus der Stadtverwaltung könnte einen Kompromiss für das heiß diskutierte Thema bringen. Ein 14-jähriges Mädchen ist um ein Haar von einem Auto erfasst worden und verletzte sich beim Ausweichen. Und: Knirpse am Auensee sagen DANKE! Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 18. September 2026, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Wird die Kleinmesse auf die Festwiese verlegt?
Im Diskurs um den Erhalt des Capa-Wäldchens scheint sich eine Lösung anzudeuten. Wie die Stadt Leipzig heute mitteilte, könnte die Kleinmesse mittelfristig auf der Festwiese ihr Zuhause finden. Dadurch würde es RB Leipzig ermöglicht, die geplante Erweiterung der Trainingskapazitäten auf dem bisherigen Gelände der Kleinmesse zu realisieren. Das wiederum würde das Capa-Wäldchen vor der zunächst angedachten und äußert umstrittenen Abholzung retten.
In einem Umzug der Kleinmesse zur rund vier Hektar großen Festwiese sieht die Stadt in ihrer Mitteilung gleich mehrere Vorteile. Genannt wird beispielsweise die sehr zentrale Lage, die Anbindung an den ÖPNV und die möglichen Synergien zu Stadion und Arena. Allerdings müssen zunächst noch Fragen des Denkmal- und Lärmschutzes sowie die möglichen Kosten für die Ertüchtigung der Festwiese für die Fahrgeschäfte geprüft werden. Und letztendlich müsste diesem Vorgehen auch noch der Stadtrat zustimmen.
Bei der Stadtratsfraktion der Grünen löste diese neue Entwicklung dennoch gemischte Gefühle aus. „Capi bleibt! Der Protest von Umweltverbänden hat Wirkung gezeigt – wir sind so froh, dass es in dieser Stadt keine Mehrheit für die ursprünglich absurden Pläne gibt und der OBM seine Pläne nachjustieren musste“, ist die umweltpolitische Sprecherin Nicole Schreyer-Krieg einerseits erfreut.
Eine Trainingsfläche auf dem jetzigen Kleimesse-Gelände sieht sie dennoch kritisch: „Eine echte Stärkung des Grünverbunds am Cottaweg, der Schmalstelle des Auwalds, erreichen wir damit nicht. Eigentlich wäre in unseren Augen dort der Natur mehr Raum zu geben, wie es auch das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) vorsieht.“ Unser LZ-Kollege Ralf Julke wird dieses Thema in einem morgigen Artikel noch eingehender behandeln.
14-Jährige bei Ausweichmanöver verletzt
Ein 14-jähriges Mädchen ist am Mittwochabend im Stadtteil Mockau-Nord verletzt worden, nachdem sie einem dunklen VW Polo ausweichen musste. Das gab die Polizeidirektion Leipzig heute bekannt. Der Fahrer oder die Fahrerin des Wagens hatte die Fahrt fortgesetzt, ohne anzuhalten.
Der Vorfall ereignete sich gegen 19:30 Uhr an der Kreuzung Essener Straße/ Friedrichshafener Straße. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte die Jugendliche die Friedrichshafener Straße ordnungsgemäß in Richtung Mockauer Straße überqueren. Dabei zeigte die Fußgängerampel für sie grünes Licht. Doch gleichzeitig fuhr ein dunkler VW Polo auf der Friedrichshafener Straße stadtauswärts, offenbar ohne auf das Mädchen zu achten. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, sprang die 14-Jährige zur Seite und verletzte sich dabei. Sie musste daraufhin ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden.
Nun sucht der Verkehrsunfalldienst nach Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu dem unbekannten Fahrzeug oder zum Unfall geben können. Hinweise nimmt die Verkehrspolizeiinspektion Leipzig, Schongauerstraße 13, unter 0341 255-2850 (tagsüber) oder 0341 255-2910 entgegen.
Dickes Danke am Auensee
Die Dritt- und Viertklässler der Schule am Auensee in Leipzig haben am Freitagmorgen mit der Aktion „Danke, Schulstraße!“ auf der Stahmelner Straße für sichere und kinderfreundliche Schulwege geworben. In der neu eingerichteten Schulstraße vor der Schule bildeten die Kinder für rund 15 bis 20 Minuten gemeinsam die Botschaft. Damit wollten sie nach Angaben der AG Schulwegsicherheit zeigen, wie wichtig ihnen ein sicherer Schulweg ist, und die Einführung der Schulstraße würdigen.
Die Aktion fand fast genau ein Jahr nach dem Aktionstag „Schulstraße her – weniger Verkehr!“ statt. Am 19. September 2025 hatten Schüler, Eltern und Unterstützer auf die Verkehrssituation rund um die Schule aufmerksam gemacht. Im Mittelpunkt standen damals sichere Schulwege und weniger Autoverkehr vor der Schule.
Die Schulstraße verbietet montags bis freitags zwischen 7.30 und 8.30 Uhr die Einfahrt für Kraftfahrzeuge. Nach Darstellung der Schule erleben die Kinder dadurch unmittelbar, wie sich ihr Schulumfeld verändern kann. Weniger Verkehr schafft demnach mehr Platz und Sicherheit für Kinder, die zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Roller zur Schule kommen, sowie für andere Menschen, die morgens dort unterwegs sind.
Worüber die LZ heute berichtet hat:
Es fehlt der richtige Ton: Prinzessin Leia und die CDU – ein Kommentar
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Smart.Home.Gott.: Was richtet eigentlich die Technologie mit unserem richtigen Leben an?
Nächster BookTalkWalk am 19. September: Mit Emmanuel Lévinas durch Leipzig
Was sonst noch wichtig war:
Investoren-Legende Warren Buffett hat kurz nach seinem 96. Geburtstag den Vorsitz des Verwaltungsrates von Berkshire Hathaway an seinen Sohn Howard (71) übergeben.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé per Dekret unter temporäre Zwangsverwaltung gestellt. Damit verliert dieser nun den Zugriff auf sein Geschäft. Gleiches gilt für die französische Supermarktkette Auchan.
Als Folge des Iran-Krieges ist der Diesel-Preis in Deutschland bereits zwei Tage hintereinander auf ein neues Allzeithoch geklettert. Der bundesweite Durchschnitt lag bei gut 2,47 Euro pro Liter.
Im Berliner Wahlkampf hat es in den zurückliegenden anderthalb Monaten hunderte Straftaten gegeben. Das hat der rbb einer Statistik der Berliner Polizei entnommen. Neben Beleidigungen und der Zerstörung von Plakaten, habe es auch 39 Angriffe auf Parteimitglieder und Wahlkämpfer gegeben.
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